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Diskurs zu privaten und öffentlichen Hochschulen

Title: Diskurs zu privaten und öffentlichen Hochschulen

Essay , 2011 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Judith Zylla-Woellner (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Schlagworte wie „Die Schein-Elite“, „Gekaufte Karriere“ und „Aufzuchtsgehege für die Führungsschicht von morgen“ suggerieren in der jüngsten Presse eine qualitativ schlechte Lehre an privaten Universitäten in Deutschland.
„Was ich bisher an den hiesigen Privatuniversitäten sehe, ist mit wenigen Ausnahmen eine ganze Menge Mittelmäßigkeit (…).“ 1
Trotz zahlreicher Vorurteile spielen private Universitäten in Deutschland eine wichtige Rolle und sind unter anderem Maßstab und nacheiferungswürdig für öffentliche Institutionen.
Aber ist die Qualität deutscher Privathochschulen wirklich so schlecht oder stellen sie eine unausweichliche Alternative im Zuge der Umstrukturierungen der deutschen Hochschullandschaft dar?
In dieser Arbeit sollen die Vor- und Nachteile von Privatuniversitäten erläutert und ein Versuch diese zu bewerten unternommen werden.
In 2010 gibt es in Deutschland 90 privat getragene und staatlich anerkannte Hochschulen, wo ca. 95.000 Studierende im Schnitt 15.000 – 75.000 Euro Studiengebühren für ihr Studium zahlen.
Damit ist jede vierte Hochschule in Deutschland in privater Trägerschaft.2 Die private Hochschullandschaft ist klein und vielfältig, allerdings werden bisherige Alleinstellungsmerkmale wie z.B. Internationalität und Praxisbezug, durch öffentliche Hochschulen geteilt.
Damit verringert sich unlängst der Wettbewerbsvorteil gegenüber öffentlichen Hochschulen. Trotzdem gibt es noch immer gravierende Unterschiede zwischen beiden Hochschultypen. 3
[...]
1 Professor Gert Assmus, US College Dartmouth, 2011
2 „Rolle und Zukunft privater Hochschule. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Frank, A.et al; Edition Stifterverband; S.6
3 „Gekaufte Karriere; Manager Magazin 4/2002 vom 01.04.2002, Buchhorn, E., Müller, H., Leitl, M.; S.236

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DISKURS

III. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen privaten und öffentlichen Hochschulen in Deutschland. Ziel ist es, die Vor- und Nachteile privater Bildungseinrichtungen kritisch zu bewerten, gängige Vorurteile zu hinterfragen und die strukturellen Unterschiede in Bezug auf Lehre, Forschung, Finanzierung und Marktpositionierung herauszuarbeiten.

  • Strukturelle Vergleichsanalyse beider Hochschultypen
  • Evaluation von Zulassungsprozessen und studentischer Betreuung
  • Betrachtung der Finanzierungsmodelle und ihrer Auswirkungen
  • Herausforderungen in Forschung und Lehre
  • Bedeutung von Praxisnähe und internationaler Ausrichtung
  • Perspektiven für die zukünftige Entwicklung der Hochschullandschaft

Auszug aus dem Buch

II. DISKURS

Es herrscht unlängst die Meinung vor, dass sich private Universitäten nicht stark genug von der Konkurrenz abheben und die gleiche Leistung günstiger an öffentlichen Hochschulen zu haben wäre.

Ein Argument, dass diese Annahme widerlegt, sind die umfangreicheren Bewerbungs- und Zulassungsprozesse an den privaten Hochschulen. Wo an privaten Hochschulen mehrstufige Bewertungsverfahren unter Einbeziehung der gesamten Fakultät stattfinden, sind Prozesse an öffentlichen Hochschulen verschlankt, systematisiert und stark auf die Durchschnittsnoten fokussiert.

Auch der Umfang der Bewerbungsunterlagen ist ein klares Unterscheidungskriterium. So ist es an privaten Hochschulen üblich, nicht nur Lebenslauf und Zeugnisse einzureichen, sondern auch Referenzschreiben, akademische Arbeitsproben und Motivationsschreiben zu liefern. Auch die Durchführung von Interviews und Assessment Centern ist nicht unüblich. Damit ist das Auswahlprozedere auf jeden Fall sorgfältiger, aber auch zeitintensiver. Ob dadurch auch die akademische Qualität der Studierenden eine bessere ist? „Wo eine intensive Vorauswahl seitens der Hochschule getroffen wird, sei das Leistungsniveau homogener“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Das Kapitel thematisiert die öffentliche Kritik an privaten Hochschulen und führt in die Fragestellung ein, ob diese als qualitativ minderwertig oder als notwendige Alternative im deutschen Bildungssystem zu betrachten sind.

II. DISKURS: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die Unterschiede in Zulassungsverfahren, Betreuungsintensität, Finanzierung und Forschungsmöglichkeiten zwischen privaten und öffentlichen Institutionen.

III. FAZIT: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass private Hochschulen wichtige Nischen besetzen und als Innovationsmotor fungieren können, wobei die Zukunftstrends hin zu einem qualitätsorientierten Vergleich unabhängig von der Trägerschaft deuten.

Schlüsselwörter

Private Hochschulen, Öffentliche Hochschulen, Hochschullandschaft, Studiengebühren, Zulassungsverfahren, Bildungsmarkt, Wettbewerb, Praxisnähe, Internationalisierung, Forschung, Lehre, Bildungsfinanzierung, Studierende, Hochschulmanagement, Qualitätssicherung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem kritischen Vergleich zwischen privaten und öffentlichen Hochschulen in Deutschland unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Stärken und Schwächen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Zulassungsprozesse, die Qualität der Lehre, die Finanzierungsstrukturen, die Betreuung der Studierenden sowie die Forschungsmöglichkeiten an den beiden Hochschultypen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die häufige öffentliche Kritik an privaten Institutionen zu hinterfragen und zu evaluieren, ob sie sich tatsächlich von öffentlichen Hochschulen abheben und welche Rolle sie im Bildungssystem spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer diskursiven Analyse und dem Vergleich aktueller Studien und Expertenmeinungen zur deutschen Hochschullandschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die intensive Vorauswahl bei Bewerbern, die marketingorientierte Zulassung, das Dienstleistungsverständnis für Studierende sowie die Herausforderungen, die private Träger in der Forschung und bei der Personalgewinnung haben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Wettbewerb, Praxisorientierung, Bildungsfinanzierung, Internationalisierung und Qualität der Lehre.

Wie unterscheidet sich die Betreuung an privaten Hochschulen von der an öffentlichen?

Private Hochschulen bieten durch ein starkes Servicekonzept und kleinere Gruppen eine deutlich intensivere individuelle Betreuung, während an öffentlichen Hochschulen oft eine anonymere Atmosphäre vorherrscht.

Warum haben private Hochschulen Schwierigkeiten in der Forschung?

Es mangelt häufig an langfristigen infrastrukturellen Voraussetzungen wie Laboren und Bibliotheken sowie an der notwendigen kritischen Masse an wissenschaftlichem Personal, da Anstellungsverhältnisse oft befristet sind.

Welche Rolle spielt die Öffentlichkeitsarbeit bei diesem Vergleich?

Private Hochschulen agieren aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks und der notwendigen Gewinnung von Selbstzahlern deutlich aktiver und professioneller in der Öffentlichkeitsarbeit als die staatlich gesicherten öffentlichen Universitäten.

Was bedeutet die Vision von Hans Weiler für die Zukunft der Hochschulen?

Es wird prognostiziert, dass die Unterscheidung nach der Trägerschaft (privat vs. öffentlich) an Bedeutung verliert und stattdessen qualitative Rankings und die Fähigkeit zur Anpassung an gesellschaftliche Bedürfnisse die entscheidenden Differenzierungsmerkmale werden.

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Details

Title
Diskurs zu privaten und öffentlichen Hochschulen
College
Berlin School of Economics and Law  (IMB)
Course
MBA Seminar
Grade
1,3
Author
Judith Zylla-Woellner (Author)
Publication Year
2011
Pages
14
Catalog Number
V207982
ISBN (eBook)
9783656353454
ISBN (Book)
9783656354253
Language
German
Tags
Hochschule private Hochschule öffentliche Hochschule Universität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Zylla-Woellner (Author), 2011, Diskurs zu privaten und öffentlichen Hochschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207982
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