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Vergleich von Goethes "Gefunden" und "Heidenröslein"

Title: Vergleich von Goethes "Gefunden" und "Heidenröslein"

Essay , 2009 , 4 Pages

Autor:in: Axel Schulze (Author)

German Studies - Genres
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Der Essay vergleicht die Goethegedichte "Gefunden" und "Heidenröslein" miteinander, die – obschon sie sich selbiger Metaphorik respektive Symbolik bedienen – der Allgemeinheit nun gerade als Gegentexte gelten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Autobiografische Bezüge in Goethes Lyrik

1.2 Vergleich der Gedichte „Heidenröslein“ und „Gefunden“

2. Analyse der Motive und Metaphorik

2.1 Kontrastive Untersuchung der Naturdarstellung

2.2 Soziale Implikationen und bürgerliche Attitüde

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis der Gedichte „Gefunden“ und „Heidenröslein“ von Johann Wolfgang von Goethe, wobei insbesondere die biografischen Hintergründe und die literarische Gestaltung der Natur- und Geschlechterbeziehung im Fokus stehen.

  • Biografische Verankerung der Gedichte in Goethes Leben
  • Kontrastive Analyse der Metaphorik und Motivwahl
  • Untersuchung der bürgerlichen Geschlechterideologie in den Texten
  • Interpretation der Natur als Projektionsfläche gesellschaftlicher Verhältnisse
  • Gegenüberstellung von „Heidenröslein“ als „Gretchen-Tragödie“ und der neuen Sinngebung in „Gefunden“

Auszug aus dem Buch

Goethes „Gefunden“ als Gegentext zum „Heidenröslein“

Dass bei Goethes Liebeslyrik ein individuell-privates Erleben des Dichters zumindest den poetischen Ausgangspunkt bildet, während in der barocken Dichtkunst beispielsweise eine objektive Wahrheit dem subjektiven Empfinden stets vorgezogen wird und die Lieder der Hohen Minne Reinmars oder Walthers schlichtweg eine zum Ideal stilisierte „frouwe“ im Rahmen einer Aufführungssituation propagieren, scheint eine Gegebenheit, die das rege fachwissenschaftliche Assoziieren von Goetheschen Gedichten wie dem „Heidenröslein“ und „Gefunden“ mit realen Liebschaften geradezu anheizt.

Und natürlich lassen sich die beiden letztgenannten Poetikerzeugnisse leicht auf zunächst recht ähnliche Situationen im Leben des Künstlers beziehen: Aus der Begegnung mit Friederike Brion im elsässischen Sessenheim entstehen 1771 die „Sesenheimer Lieder“, unter denen sich eine frühe ge- bzw. erfundene Version desjenigen Fabelliedchens befindet, dessen einzige durch Goethe bevollmächtigte Fassung von 1789 stammt – auf die Beziehung zu Christiane Vulpius, die dem Unten just in dem Jahr einen Sohn schenken soll, als er noch einmal über das „Röslein“ nachsinnt, spielt das „Verslein“ an, das in seiner ursprünglichen Variante und noch ohne Titel der „Frau von Goethe“ im Brief vom 26.08.1813 mitgeteilt wurde. Obwohl jene zwei Erzeugnisse privatim ein Stückchen Wirklichkeit unter Verwendung derselben Motivik und Metaphorik verarbeiten, gilt das Gelegenheitsgedicht der Allgemeinheit aber nun gerade als Gegentext zum „Heidenröslein“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet Goethes Liebeslyrik zwischen privatem Erleben und literarischer Tradition und führt in die Fragestellung ein, inwiefern „Gefunden“ als Gegentext zu „Heidenröslein“ zu verstehen ist.

2. Analyse der Motive und Metaphorik: In diesem Hauptteil erfolgt eine detaillierte Untersuchung der naturlyrischen Motive und der gesellschaftlichen Rollenbilder, die in beiden Werken in Bezug auf die Geschlechterverhältnisse verhandelt werden.

3. Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengeführt und die literarische Bedeutung von Goethes späterer Integration privater Bezüge in seine Naturdichtung resümiert.

Schlüsselwörter

Goethe, Heidenröslein, Gefunden, Liebeslyrik, Sesenheimer Lieder, Christiane Vulpius, Naturmetaphorik, bürgerliche Geschlechterideologie, Gretchen-Tragödie, Gattungsgeschichte, Poetologie, literarischer Vergleich, Motivik, Subjektivität, Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die inhaltliche und poetologische Beziehung zwischen den Gedichten „Heidenröslein“ und „Gefunden“ von Johann Wolfgang von Goethe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Einfluss biografischer Ereignisse auf Goethes Lyrik, die Metaphorik der Naturdarstellung sowie die Repräsentation bürgerlicher Geschlechterideologien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie „Gefunden“ als bewusster Gegentext zum „Heidenröslein“ gelesen werden kann und welche literarischen Entwicklungen dies widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die textnahe Interpretation mit biografischen Kontextualisierungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den Vergleich der Motivik und die soziokulturelle Einordnung der Naturmetaphorik beider Gedichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Goethes Liebeslyrik, Naturmetaphorik, Geschlechterideologie, biografische Bezüge und die literarische Intertextualität.

Inwiefern spielt die Beziehung zu Christiane Vulpius eine Rolle für das Verständnis von „Gefunden“?

Das Gedicht „Gefunden“ reflektiert das Leben des Dichters an der Seite seiner späteren Ehefrau und wird als Gegenpol zur Destruktivität des „Heidenrösleins“ interpretiert.

Wie unterscheidet sich die Naturdarstellung in beiden Gedichten?

Während im „Heidenröslein“ eine zerstörerische Begegnung mit der Natur stattfindet, betont „Gefunden“ die domestizierte, bewahrende Integration der Natur in den bürgerlichen Kontext.

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Details

Title
Vergleich von Goethes "Gefunden" und "Heidenröslein"
Course
-
Author
Axel Schulze (Author)
Publication Year
2009
Pages
4
Catalog Number
V208396
ISBN (eBook)
9783656358343
ISBN (Book)
9783656454632
Language
German
Tags
vergleich goethes gefunden heidenröslein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Axel Schulze (Author), 2009, Vergleich von Goethes "Gefunden" und "Heidenröslein", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208396
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