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θεός als christologischer Hoheitstitel in 1 Joh 5,20

Titre: θεός als christologischer Hoheitstitel in 1 Joh 5,20

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 31 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Elisabeth Esch (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Beim Lesen der Worte in 1 Joh 5,20 stockt der Rezipient, da es nicht ersichtlich ist, wem hier der Gottestitel zugeschrieben wird. Wird hier tatsächlich der Sohn Gottes als ὁ ἀληθινὸς θεὸς bezeichnet oder doch der Vater, wie es traditionell üblich ist? Zu fragen gilt, wie dies hinsichtlich des Monotheismus des Christentums vereinbar wäre, ob es nicht gar blasphemisch sei. Die folgende Ausarbeitung wird sich eindringlich mit 1 Joh 5,20 beschäftigen und diese Fragen beleuchten. Angesichts der Gegenüberstellung, auf wen sich οὗτός in diesem Vers explizit bezieht, wird ein ausgeprägtes Hintergrundwissen vorangestellt, um sich mit der Perikope vertraut zu machen und sich mit seinem Kontext auseinanderzusetzen, was für die Analyse wichtig erscheint. Aus diesem Grund werden als erstes allgemeine Informationen über den 1 Joh gegeben, um im Anschluss da¬ran zu klären, ob es sich bei diesem Dokument um einen klassischen neutestamentlichen Brief handelt. Daraufhin wird im Vergleich zu dem 2 und 3 Joh und schließlich zum JohEv die Entstehungszeit herausgearbeitet. In der Frage nach dem Verfasser wird erläutert, in welchem Zusammenhang die vier Bücher zueinander stehen und inwieweit der 1 Joh zu der sogenannten johanneischen Schule zusammengesehen werden kann. Dies ist insofern wichtig, als dass gesehen werden muss, welche theologischen Absichten der 1 Joh verfolgt. Zudem wird kurz darauf eingegangen, wo die zu untersuchende Perikope wahrscheinlich verfasst wurde. Weiter wird der Inhalt des Briefes zusammengefasst, um zu erörtern, welche Intention der Autor bei der Abfassung verfolgt, um diese im weiteren Verlauf auf den umstrittenen Vers anwenden zu können. Von großer Bedeutung ist es, ob es sich bei dem Epilog von 1 Joh um einen sekundären Nachtrag handelt. Denn wenn dem so ist, könnte es sich um einen anderen Autor handeln, als der des Briefes zuvor, wodurch in 1 Joh 5,20 eine unterschiedliche Theologie oder Intention verfolgt sein könnte, die in anderer Sprache zum Ausdruck kommt. Im Anschluss an diese Überlegungen folgen allgemeine Hintergründe über die Bezeichnung des Sohnes als ὁ θεὸς im Neuen Testament. An dieser Stelle wird herausgestellt, warum Jesus Christus so bezeichnet werden kann, wie dies mit dem Monotheismus vereinbar ist und in welchem Kontext dieser christologische Hoheitstitel anzufinden ist. Zum Schluss wird nun eingängig auf das Pro¬blem in 1 Joh 5,20 eingegangen, indem verschiedene Thesen gegenübergestellt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrundinformationen

2.1. Allgemeines

2.2. Gattung

2.3. Entstehungszeit

2.3.1. Zur Abfolge der johanneischen Schriften

2.3.2. Zur Abfassungszeit 1 Joh

2.4. Verfasserfrage

2.4.1. Die drei Briefe des Johannes im Vergleich

2.4.2. Der erste Johannesbrief im Vergleich zum Johannesevangelium

2.5. Entstehungsort

3. Zum Inhalt des ersten Brief des Johannes

4. Handelt es sich bei 1 Joh 5,14-21 um einen sekundären Nachtrag?

5. θεός als christologischer Hoheitstitel

6. Jesus als der wahre Gott in 1 Joh 5,20

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die christologische Bedeutung von 1 Joh 5,20, insbesondere die Frage, ob der dort verwendete Gottestitel ("der wahre Gott") auf Jesus Christus oder den Vater zu beziehen ist, und wie dies mit dem christlichen Monotheismus vereinbar ist.

  • Exegese von 1 Joh 5,20 unter Berücksichtigung syntaktischer und theologischer Aspekte.
  • Einordnung des ersten Johannesbriefs in den historischen und gattungsspezifischen Kontext.
  • Analyse der johanneischen Christologie und der Beziehung zwischen Sohn und Vater.
  • Diskussion der "monotheistischen Dynamik" und der Erhöhung Jesu.
  • Untersuchung der Frage nach einem möglichen sekundären Nachtrag im Epilog.

Auszug aus dem Buch

Jesus als der wahre Gott in 1 Joh 5,20

Nun wird genauer auf einen syntaktischen Zweifelsfall eingegangen, in dem es nicht konkret zu erkennen ist, ob Jesus der Hoheitstitel als wahrer Gott zukommt. Es handelt sich um 1 Joh 5,20. Hier stellt sich die Frage, auf wen sich οὗτός exklusiv bezieht. Laut der Deixis muss sich „dieser“ auf Jesus Christus beziehen. Denn deiktische Ausdrücke beziehen sich auf ihr unmittelbares Bezugswort. Somit müsste regelkonform die Personaldeixis auf τῷ υἱῷ αὐτοῦ Ἰησοῦ Χριστῷ verweisen, wodurch Jesus als wahrer Gott betitelt würde. An anderen Stellen des 1 Joh wird diese Regel jedoch nicht immer angewendet. In 1 Joh 2,22 beispielsweise nimmt οὗτός Bezug zu ὁ ψεύστης und nicht zu dem direkt vorangegangenen Wort Ἰησοῦς, welches auch im Nominativ steht. Ein besseres Beispiel hierzu bildet 2 Joh 7, indem sich οὗτος ἐστιν ὁ πλάνος καὶ ὁ ἀντίχριστος auf Ἰησοῦν Χριστὸν bezieht und nicht auf das eigentliche Bezugswort οἱ, wodurch Jesus als Antichrist bezeichnet würde.

Allerdings muss hier bedacht werden, dass sich οὗτος zwar nicht auf das erwartungsgemäße Wort bezieht, aber auf das Nächstliegende, welches im Nominativ steht, da Jesus Christus im Akkusativ steht. Die Bibelstelle aus dem 2 Joh lässt sich aus dem Grund einbringen, da zuvor schon der theologische Zusammenhang zwischen den johanneischen Briefen festgestellt wurde. Diese Beispiele gelten als Beweis dafür, dass sich οὗτος auf τὸν ἀληθινόν bezieht, mit dem Gott gemeint ist. Aber es lassen sich auch Verse in der johanneischen Literatur finden, die sich an die Regel der Deixis halten (vgl. Joh 6,71; 1 Joh 5,5f.). Dies wäre ein Hinweis darauf, dass sich οὗτός tatsächlich auf das unmittelbare Bezugswort Ἰησοῦ Χριστῷ bezieht. Die Phrase ὁ ἀληθινὸς wird in der Septuaginta als Eigenschaft für den Gott Israels benutzt (vgl. Jes 65,16; 1 Kön 18,24), womit οὗτος auf den Vater bezogen wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Problemstellung bezüglich der Identität des "wahren Gottes" in 1 Joh 5,20 und erläutert den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2. Hintergrundinformationen: Dieses Kapitel liefert den nötigen Kontext zu Gattung, Entstehungszeit, Verfasserschaft und Entstehungsort der johanneischen Schriften.

3. Zum Inhalt des ersten Brief des Johannes: Hier wird der Inhalt des 1. Johannesbriefs strukturiert zusammengefasst, um die Intention des Autors für die weitere Exegese zu erschließen.

4. Handelt es sich bei 1 Joh 5,14-21 um einen sekundären Nachtrag?: Es wird diskutiert, ob der Epilog stilistisch und inhaltlich vom Rest des Briefes abweicht und somit als sekundärer Nachtrag gelten könnte.

5. θεός als christologischer Hoheitstitel: Dieses Kapitel beleuchtet das Verhältnis von Jesus als Sohn Gottes zum monotheistischen Gottesbild des Neuen Testaments.

6. Jesus als der wahre Gott in 1 Joh 5,20: Die exegetische Kernanalyse untersucht die syntaktische Referenz des Pronomens οὗτός in Bezug auf die Bezeichnung als "wahrer Gott".

7. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Jesus Christus in 1 Joh 5,20 theologisch zur göttlichen Position gesteigert wird.

Schlüsselwörter

1. Johannesbrief, Christologie, Jesus Christus, wahrer Gott, Monotheismus, johanneische Schule, Exegese, Hoheitstitel, Epilog, Irrlehre, Sohn Gottes, Inkarnation, neutestamentliche Theologie, 1 Joh 5,20, Deixis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der exegetischen Untersuchung des Verses 1 Joh 5,20 und der dort enthaltenen christologischen Aussage, dass Jesus Christus als "wahrer Gott" bezeichnet werden könnte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die johanneische Christologie, das Verhältnis von Vater und Sohn, die Einbettung des Briefes in den frühchristlichen Monotheismus sowie gattungskritische Fragen zum 1. Johannesbrief.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob sich die grammatikalische Referenz in 1 Joh 5,20 auf Jesus Christus bezieht und welche theologischen Implikationen eine solche Identifizierung für das Verständnis des Sohnes Gottes hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine exegetische und historisch-kritische Arbeit, die syntaktische Analysen, Kontextbetrachtungen, Vergleiche innerhalb der johanneischen Schriften und die Einbeziehung des hellenistischen Hintergrunds nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Einleitung in den 1. Johannesbrief, die Diskussion um einen möglichen sekundären Epilog sowie eine tiefgehende Analyse christologischer Hoheitstitel und der spezifischen Exegese von 1 Joh 5,20.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die johanneische Christologie, 1 Joh 5,20, Monotheismus, das Verhältnis von "wahrem Gott" und Sohn Gottes sowie die Frage nach der Autorschaft innerhalb der johanneischen Tradition.

Was bedeutet die "monotheistische Dynamik" in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt ein theologisches Konzept, wie die Erhöhung Jesu zum göttlichen Rang im Kontext des strikten jüdischen Monotheismus erklärt werden kann, ohne in einen Duotheismus zu verfallen.

Welche Rolle spielt die Frage nach dem sekundären Nachtrag für die Exegese?

Sollte der Epilog (inkl. 1 Joh 5,20) sekundär sein, könnte er eine andere theologische Intention oder einen anderen Autor aufweisen, was die Deutung des gesamten Verses beeinflusst.

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Résumé des informations

Titre
θεός als christologischer Hoheitstitel in 1 Joh 5,20
Université
University of Cologne  (Biblische Theologie)
Cours
Monotheismus und Christologie
Note
1,7
Auteur
Elisabeth Esch (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
31
N° de catalogue
V208593
ISBN (ebook)
9783656362647
ISBN (Livre)
9783656363354
Langue
allemand
mots-clé
hoheitstitel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elisabeth Esch (Auteur), 2012, θεός als christologischer Hoheitstitel in 1 Joh 5,20, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208593
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Extrait de  31  pages
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