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Wirtschaftsmediation im Zeitalter der Globalisierung

Interkulturelle Aspekte grenzüberschreitender Mediationsverfahren

Title: Wirtschaftsmediation im Zeitalter der Globalisierung

Scientific Study , 2013 , 21 Pages

Autor:in: Prof. Joerg E. Schweizer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Wirtschaftsmediation im Zeitalter der Globalisierung - interkulturelle Aspekte grenzüberschreitender Mediationsverfahren.
Die Globalisierung und zunehmende Verflechtung von Unternehmen erfordert die direkte Kommunikation und Kooperation zwischen verschiedenen Wirtschafts- und Unternehmenskulturen. Häufig kommt es zu Missverständnissen und Konflikten. Durch die Internationalisierung des Wirtschaftslebens lassen sich Risiken streuen, Vorteile ausbauen und Absatzmärkte erschließen. Hierbei kommt es auf einen möglichst konfliktarmen Umgang zwischen Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern an, welche innerhalb einer fremden Kultur sozialisiert und durch vielfältige Realitäten geprägt wurden. Interkulturelle Kenntnisse können Nutzen schaffen oder Kosten und Projekte regelrecht vernichten. Kann Mediation bei einem Firmenzusammenschluss (Bsp. BMW/Rover) eine hilfreiche Methode sein? Was muss eine interkulturelle Mediation leisten, damit Sie erfolgreich ist? Wann kann Mediation die "richtige" Methode sein, um interkulturell höchst unterschiedliche Firmen zusammenzuführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Die These der Arbeit

2 Der Aufbau der Arbeit

3 Die Kulturdimensionen von Hofstede

3.1 Die Bezeichnungen der Dimensionen

3.1.1 Die Dimension Machtdistanz

3.1.2 Die Dimension Unsicherheitsvermeidung

3.1.3 Die Dimension Individualismus versus Kollektivismus

3.1.4 Die Dimension Maskulinität versus Feminität

3.1.5 Die Dimension Lang- versus Kurzfristorientierung

3.2 Die Kritik an den Studien von Hofstede

4 Die Kulturdimensionen der GLOBE Studie

4.1 Die Bezeichnungen der Dimensionen

4.1.1 Die Dimension Unsicherheitsvermeidung

4.1.2 Die Dimension Machtdistanz

4.1.3 Die Dimension institutioneller Kollektivismus

4.1.4 Die Dimension Geschlechtergleichberechtigung

4.1.5 Die Dimension Bestimmtheit

4.1.6 Die Dimension Zukunftsorientierung

4.1.7 Die Dimension Leistungsorientierung

4.1.8 Die Dimension Humanorientierung

5 Das Ergebnis der Untersuchungen

6 Ausblick: Die interkulturelle Wirtschaftsmediation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Großbritannien maßgeblich für das Scheitern von Unternehmensintegrationen – exemplarisch am Fall der Rover Group und BMW – verantwortlich waren und inwiefern interkulturelle Mediation als Lösungsansatz hätte dienen können. Dabei werden wissenschaftliche Kulturmodelle zur Analyse herangezogen.

  • Analyse und Vergleich der Landeskulturen von Deutschland und Großbritannien.
  • Anwendung der Kulturdimensionen von Geert Hofstede auf unternehmerische Konfliktsituationen.
  • Evaluierung der GLOBE-Studie als Instrument für das Management interkultureller Konflikte.
  • Kritische Reflexion der Rolle und Kompetenzen eines interkulturellen Mediators.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die Dimension Unsicherheitsvermeidung

Der Unsicherheitsindex drückt laut Hofstede den Grad aus, in dem sich die Bürger einer Gesellschaft durch ungewisse oder unbekannte Situationen bedroht fühlen. Um es im Dictus von Hofstede zu formulieren ist der Index: „Ein Maß für die (In-) Toleranz gegenüber der Uneindeutigkeit in einer Gesellschaft.“

Der Unsicherheitsindex wurde von Hofstede wie folgt ermittelt.

1. Topos: Die Häufigkeit von Nervosität und Stress am Arbeitsplatz.

2. Topos: „Gegen im Unternehmen bestehende Regeln darf nicht verstoßen werden – auch wenn der Mitarbeiter der Meinung ist es geschehe zum Besten der Firma.“

3. Topos: Absicht des Mitarbeiters in den kommenden Jahren für die Firma zu arbeiten, gestaffelt nach Jahren, d.h. die langfristige Orientierung des Mitarbeiters innerhalb der Firma.

Länder mit einer hohen Unsicherheitsvermeidung in Europa sind Griechenland und Portugal, sowie Länder in Mittel- und Südamerika (wie z. Bsp. Guatemala, Uruguay, El Salvador). Deutschland, Schweiz und Österreich rangieren im Mittelfeld. Dänemark und Großbritannien haben eine sehr schwache Ausprägung bzw. eine sehr geringe Unsicherheitsvermeidung.

Hofstede analysiert die Ergebnisse in Bezug auf die Managementpraxis wie folgt: Eine starke Tendenz zu Unsicherheitsvermeidung führt dazu, dass das Management klare, eindeutige und präzise Vorgaben machen muss. Konflikte, unterschiedliche Auffassungen und Diskussionen gilt es zu vermeiden. Prozesse und Strukturen sollten formalisiert und standardisiert sein. Im Gegenzug würden solche technokratischen Formen des Managements bei Ländern wie Großbritannien oder Dänemark eher dazu führen, dass Innovationen im Keim erstickt werden. Kreative und offene Problemlösungen wären nicht gefragt, weil es dafür kaum einen Raum gäbe. Jener Aspekt der Forschungsergebnisse ist für die interkulturelle Wirtschaftsmediation in manchen Ländern bei der Lösungsfindung wichtig. Die Erwartung innovativer Lösungen darf nicht zu hoch sein. Die Rolle eines kreativen Mediators wird in Großbritannien stärker gefordert sein, als in Deutschland.

Zusammenfassung der Kapitel

Die These der Arbeit: Der Autor erläutert den persönlichen Erfahrungshintergrund bei BMW und der Rover Group, der die zentrale Forschungsfrage aufwirft, ob kulturelle Differenzen zwischen Deutschland und Großbritannien das Scheitern der Integration verursachten.

Der Aufbau der Arbeit: Dieses Kapitel begründet die Fokussierung auf Landeskulturen statt Unternehmenskulturen und führt in die theoretische Relevanz der Kulturforschung im Management ein.

Die Kulturdimensionen von Hofstede: Hier werden die fünf Dimensionen nach Hofstede erläutert und deren Implikationen für die Managementpraxis sowie die Rolle des Mediators dargestellt.

Die Kulturdimensionen der GLOBE Studie: Die Studie wird als Erweiterung vorgestellt, wobei insbesondere die vergleichenden Analysen von Deutschland und England in Bezug auf neun Dimensionen im Fokus stehen.

Das Ergebnis der Untersuchungen: Die These der Arbeit wird revidiert, da keine signifikanten Landeskulturunterschiede identifiziert werden konnten, die das Scheitern der Unternehmensübernahme allein erklären würden.

Ausblick: Die interkulturelle Wirtschaftsmediation: Das Kapitel schließt mit einer Betrachtung zur notwendigen interkulturellen Kompetenz von Mediatoren und der Vision einer gewaltfreien Kommunikation in multikulturellen Arbeitskontexten.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsmediation, Globalisierung, Landeskultur, Unternehmenskultur, Interkulturelle Kompetenz, Hofstede, GLOBE-Studie, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Individualismus, Kollektivismus, Konfliktlösung, Mediation, Führungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob interkulturelle Konflikte, basierend auf Landeskulturunterschieden zwischen Deutschland und Großbritannien, die primäre Ursache für das Scheitern der Unternehmensintegration zwischen der Rover Group und BMW waren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anwendung von kulturwissenschaftlichen Modellen (Hofstede und GLOBE) auf die betriebliche Praxis sowie die Analyse der Rolle und der notwendigen Kompetenzen eines interkulturellen Mediators.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die kulturelle Dimension als mögliche Konfliktursache in einem konkreten Wirtschaftsszenario zu prüfen und daraus Erkenntnisse für die interkulturelle Mediation abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine komparative Analyse von Landeskulturen unter Anwendung der Kulturdimensionen von Hofstede und der GLOBE-Studie durchgeführt, um diese mit empirischen Beobachtungen aus dem Management-Alltag in Verbindung zu bringen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung der Kulturstudien von Hofstede und GLOBE sowie deren detaillierten Vergleich zwischen Deutschland und England, ergänzt durch die Analyse von Auswirkungen auf das Führungs- und Mediationsverhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Wirtschaftsmediation, Globalisierung, Landeskultur, interkulturelle Kompetenz, Hofstede, GLOBE-Studie und Konfliktmanagement.

Zu welchem Schluss kommt der Autor bezüglich der Rover-BMW Krise?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die These von signifikanten Landeskulturunterschieden als alleinige Ursache für das Scheitern der Übernahme nicht haltbar ist; vielmehr könnten firmenspezifische Unterschiede in der Unternehmenskultur eine größere Rolle gespielt haben.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Mediators in diesem Zusammenhang?

Der Mediator wird als Experte für eine genaue Ursachenanalyse betrachtet, der insbesondere zwischen kulturellen und rein betriebswirtschaftlichen Konfliktursachen differenzieren muss, wobei interkulturelle Kompetenz als essenzielles Werkzeug gilt.

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Details

Title
Wirtschaftsmediation im Zeitalter der Globalisierung
Subtitle
Interkulturelle Aspekte grenzüberschreitender Mediationsverfahren
College
chamber of industry and commerce München und Oberbayern
Course
IHK Wirtschaftsmediation
Author
Prof. Joerg E. Schweizer (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V208738
ISBN (eBook)
9783656361886
ISBN (Book)
9783656362395
Language
German
Tags
IHK BMW Rover Wirtschaftsmediation Interkulturelle Mediation Unternehmenskultur Firmenkultur GLOBE Studie Hofstede
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Prof. Joerg E. Schweizer (Author), 2013, Wirtschaftsmediation im Zeitalter der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208738
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