Wirtschaftsmediation im Zeitalter der Globalisierung - interkulturelle Aspekte grenzüberschreitender Mediationsverfahren.
Die Globalisierung und zunehmende Verflechtung von Unternehmen erfordert die direkte Kommunikation und Kooperation zwischen verschiedenen Wirtschafts- und Unternehmenskulturen. Häufig kommt es zu Missverständnissen und Konflikten. Durch die Internationalisierung des Wirtschaftslebens lassen sich Risiken streuen, Vorteile ausbauen und Absatzmärkte erschließen. Hierbei kommt es auf einen möglichst konfliktarmen Umgang zwischen Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern an, welche innerhalb einer fremden Kultur sozialisiert und durch vielfältige Realitäten geprägt wurden. Interkulturelle Kenntnisse können Nutzen schaffen oder Kosten und Projekte regelrecht vernichten. Kann Mediation bei einem Firmenzusammenschluss (Bsp. BMW/Rover) eine hilfreiche Methode sein? Was muss eine interkulturelle Mediation leisten, damit Sie erfolgreich ist? Wann kann Mediation die "richtige" Methode sein, um interkulturell höchst unterschiedliche Firmen zusammenzuführen.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1 Die These der Arbeit
- 2 Der Aufbau der Arbeit
- 3 Die Kulturdimensionen von Hofstede
- 3.1 Die Bezeichnungen der Dimensionen
- 3.1.1 Die Dimension Machtdistanz
- 3.1.2 Die Dimension Unsicherheitsvermeidung
- 3.1.3 Die Dimension Individualismus versus Kollektivismus
- 3.1.4 Die Dimension Maskulinität versus Feminität
- 3.1.5 Die Dimension Lang- versus Kurzfristorientierung
- 3.2 Die Kritik an den Studien von Hofstede
- 3.1 Die Bezeichnungen der Dimensionen
- 4 Die Kulturdimensionen der GLOBE Studie
- 4.1 Die Bezeichnungen der Dimensionen
- 4.1.1 Die Dimension Unsicherheitsvermeidung
- 4.1.2 Die Dimension Machtdistanz
- 4.1.3 Die Dimension institutioneller Kollektivismus
- 4.1.4 Die Dimension Geschlechtergleichberechtigung
- 4.1.5 Die Dimension Bestimmtheit
- 4.1.6 Die Dimension Zukunftsorientierung
- 4.1.7 Die Dimension Leistungsorientierung
- 4.1.8 Die Dimension Humanorientierung
- 4.1 Die Bezeichnungen der Dimensionen
- 5 Das Ergebnis der Untersuchungen
- 6 Ausblick: Die interkulturelle Wirtschaftsmediation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Rolle der Kulturdimensionen im Kontext der Wirtschaftsmediation, insbesondere im Hinblick auf die Bewältigung von Konflikten zwischen verschiedenen Unternehmenskulturen in der globalisierten Welt. Die Arbeit befasst sich mit den erfahrungsbasierten Herausforderungen der interkulturellen Wirtschaftsmediation und zeigt auf, wie Kulturdimensionen, wie sie von Hofstede und der GLOBE-Studie definiert werden, dabei eine entscheidende Rolle spielen.
- Die Bedeutung von Kulturdimensionen für das Verständnis von Wirtschaftskonflikten
- Die Anwendung von Kulturdimensionen als Instrumentarium der interkulturellen Wirtschaftsmediation
- Die Analyse von interkulturellen Konflikten am Beispiel von Großbritannien und Deutschland
- Die Entwicklung einer interkulturellen Kompetenz für Wirtschaftsmediatoren
- Die Rolle von Wirtschaftsmediation im internationalen Wirtschaftsleben
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer persönlichen Erfahrung des Autors, die die Bedeutung der interkulturellen Kompetenz in der Wirtschaftswelt hervorhebt. Die These der Arbeit ist, dass interkulturelle Konflikte durch Wirtschaftsmediation besser bewältigt werden können. Der Aufbau der Arbeit führt zunächst in das Thema der Landes- und Unternehmenskultur ein und beleuchtet die wissenschaftlichen Studien von Hofstede und der GLOBE Studie. Beide Studien dienen als Grundlage für die Analyse der Kulturdimensionen von England und Deutschland, die in der Arbeit als Beispiel für interkulturelle Konflikte dienen. Die Arbeit stellt die Kulturdimensionen von Hofstede und der GLOBE Studie vor und diskutiert deren Bedeutung für das Verständnis von interkulturellen Konflikten. Die Arbeit zeigt, wie diese Dimensionen bei der Lösung von Konflikten zwischen verschiedenen Unternehmenskulturen helfen können.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Wirtschaftsmediation, interkulturelle Kompetenz, Kulturdimensionen, Hofstede, GLOBE Studie, Unternehmenskultur, Landeskultur, Konfliktmanagement, internationales Wirtschaftsleben, Fusionen, Joint Ventures, Auslandsentsendungen. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Kulturdimensionen auf die Bewältigung von Wirtschaftskonflikten und zeigt die Bedeutung von interkultureller Kompetenz für Wirtschaftsmediatoren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Wirtschaftsmediation im Kontext der Globalisierung?
Es ist ein Verfahren zur Konfliktlösung zwischen Unternehmen, das speziell interkulturelle Unterschiede berücksichtigt, die bei grenzüberschreitenden Kooperationen oder Fusionen auftreten.
Welche Kulturdimensionen nach Hofstede werden behandelt?
Die Arbeit erläutert Dimensionen wie Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Individualismus vs. Kollektivismus, Maskulinität vs. Feminität und Langzeit- vs. Kurzfristorientierung.
Was ist der Unterschied zwischen der Hofstede-Studie und der GLOBE-Studie?
Beide untersuchen Kulturdimensionen, aber die GLOBE-Studie erweitert das Modell um Aspekte wie Bestimmtheit, Leistungs- und Humanorientierung sowie Geschlechtergleichberechtigung.
Warum scheitern internationale Firmenzusammenschlüsse oft?
Häufig liegt es an mangelnder interkultureller Kompetenz und Missverständnissen zwischen unterschiedlichen Unternehmenskulturen (Beispiel BMW/Rover).
Wie kann ein Wirtschaftsmediator interkulturelle Konflikte lösen?
Ein Mediator nutzt das Wissen über Kulturdimensionen als Instrumentarium, um Verständnis zwischen den Parteien zu schaffen und Kosten durch Konflikteskalation zu vermeiden.
Welche Länder dienen in der Arbeit als Vergleichsbeispiel?
Die Arbeit analysiert interkulturelle Konflikte primär am Beispiel von Deutschland und Großbritannien.
- Quote paper
- Prof. Joerg E. Schweizer (Author), 2013, Wirtschaftsmediation im Zeitalter der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208738