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Zum Begriff "Figur". Überlegungen aus einer kulturwissenschaftlichen Untersuchung englischer humanistischer Texte des 16. und 17. Jahrhunderts

Titre: Zum Begriff "Figur".  Überlegungen aus einer kulturwissenschaftlichen Untersuchung englischer humanistischer Texte des 16. und 17. Jahrhunderts

Essai Scientifique , 2011 , 23 Pages

Autor:in: Dr. phil. Thomas Bitterlich (Auteur)

Didactique de l'Anglais - Histoire littéraire, Epoques
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Aus dramaturgischer Perspektive verstehe ich die Figur als ein Element eines Verfahrens, durch das Wissen in einem Text - so die vorläufige Definition - konstruiert, formuliert und manifestiert wird. Dessen Gestaltung ist als Repräsentation der Mimesis im antiken Sinne zu verstehen und dient der Vergegenwärtigung und Präsentation von Wissen. Dieser Vorgang ist als Wiederholung des Bestehenden und als erneute Schöpfung zu betrachten. Die Figur als ein spezifisches Wissen in Texten kann nur bedingt als Einheit und geschlossenes Ganzes verstanden werden. Meine Analyse zielt nicht auf die Beschreibung der Figur als äußere Gestalt, sondern auf ihre Konstruktion im Schnittpunkt verschiedener Diskurse.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Begriff „Figur“

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff „Figur“ in englischen humanistischen Texten des 16. und 17. Jahrhunderts, insbesondere im Kontext von „Prosopopöie“ und der Figur „WIT“. Ziel ist es, das Verhältnis von Wissensdarstellung, Identitätskonstruktion und sprachlicher Gestaltung zu analysieren und dabei eine methodische Alternative zum traditionellen Verständnis von allegorischen Figuren zu entwickeln.

  • Theoretische Bestimmung und Begriffsgeschichte der „Prosopopöie“
  • Analyse der Figur „WIT“ in unterschiedlichen Diskursen
  • Untersuchung der strukturellen, philosophischen und sozialen Dimension von Figuren
  • Interaktion zwischen rhetorischer Gestaltung und Wissensvermittlung
  • Kritische Reflexion der Konzepte von „Adel“ und „Humanismus“ in der Renaissance

Auszug aus dem Buch

Zum Begriff „Figur“

Die zweite Möglichkeit, den Begriff „Figur“ zu bestimmen, basiert auf theoretischen Überlegungen. Bei dieser Herangehensweise versuche ich, von den historischen Erscheinungen des Gegenstandes zu abstrahieren und eine allgemeine Perspektive auf den Begriff – eingeschränkt auf seine Bedeutung und Funktion in Texten – zu eröffnen. Beide Ansätze habe ich im Verlauf meiner Forschungen wechselseitig aufeinander bezogen. Sie erscheinen hier aus Gründen der Darstellung getrennt, weil sie aufgrund des Materials – historische Quellen oder theoretische Texte – zu unterschiedlichen Begriffskonzeptionen führen. Ich möchte nun im Folgenden klären, welche Bedeutung der Begriff „Figur“ für mich hat und damit eine Voraussetzung meiner historischen Analyse offen legen und die Untersuchung im wissenschaftlichen Diskurs verorten.

Aus dramaturgischer Perspektive verstehe ich Figur als ein Element eines Verfahrens, durch das Wissen in einem Text – so die vorläufige Definition – konstruiert, formuliert und manifestiert wird. Dessen Gestaltung ist als Repräsentation oder Mimesis im antiken Sinne zu verstehen und dient der Vergegenwärtigung und Präsentation von Wissen. Dieser Vorgang ist als Wiederholung des Bestehenden und als erneute Schöpfung zu betrachten. Die Figur als ein spezifisches Wissen in Texten kann nur bedingt als Einheit und geschlossenes Ganzes verstanden werden. Meine Analyse zielt nicht auf die Beschreibung der Figur als äußere Gestalt, sondern auf ihre Konstruktion im Schnittpunkt verschiedener Diskurse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Begriff „Figur“: Dieses einleitende Kapitel legt die theoretische Basis für die Untersuchung, definiert den Arbeitsbegriff „Figur“ aus dramaturgischer und semiotischer Perspektive und grenzt die methodische Herangehensweise von traditionellen allegorischen Deutungen ab.

Schlüsselwörter

Figur, Prosopopöie, WIT, Humanismus, Renaissance, Mimesis, Wissensvermittlung, Allegorie, Rhetorik, Identitätskonstruktion, englische Literatur, Sprachgestaltung, Diskursanalyse, Repräsentation, 16. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Figuren in humanistischen Texten des 16. und 17. Jahrhunderts genutzt werden, um Wissen zu konstruieren und Identitäten darzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Begriffsgeschichte der „Prosopopöie“, der Rolle der Rhetorik in der Wissensvermittlung und der literarischen Konstruktion von Figuren im Kontext humanistischer Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine methodische Alternative zur traditionellen Deutung von Figuren als bloße Allegorien zu bieten und das Zusammenspiel von Form und Wissensgehalt in Texten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein struktureller, kulturwissenschaftlicher Ansatz verfolgt, der literarische Texte in ihrem historischen Wissenskontext untersucht und dabei philosophische sowie sozialgeschichtliche Dimensionen integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Figuren, insbesondere die Figur „WIT“, und untersucht, wie diese in verschiedenen Diskursen – von der Dramatik bis zum Traktat – fungieren und welche rhetorischen Strategien dabei zur Anwendung kommen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Figur, Prosopopöie, WIT, Humanismus, Renaissance, Mimesis, Rhetorik und Identitätskonstruktion.

Wie unterscheidet sich dieser Ansatz von klassischen Allegoriedefinitionen?

Im Gegensatz zur klassischen Allegoriedefinition, die oft auf eine feste Entsprechung von Bild und Bedeutung setzt, versteht die Arbeit Figuren als dynamische Konstrukte innerhalb eines Netzwerks aus Diskursen.

Welche Bedeutung kommt der Figur „WIT“ in diesem Kontext zu?

„WIT“ wird als Fallbeispiel für eine Figur genutzt, deren Bedeutung sich je nach Wissenskontext verändert und die als Bindeglied zwischen verschiedenen intellektuellen Fähigkeiten fungiert.

Warum wird der Begriff „Prosopopöie“ so hervorgehoben?

Die „Prosopopöie“ wird als zentrales rhetorisches Verfahren betrachtet, das es ermöglicht, abstrakte Begriffe oder abwesende Konzepte als sprechende und handelnde Entitäten in Texten präsent zu machen.

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Résumé des informations

Titre
Zum Begriff "Figur". Überlegungen aus einer kulturwissenschaftlichen Untersuchung englischer humanistischer Texte des 16. und 17. Jahrhunderts
Université
University of Music and Theatre "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig  (Fachbereich Dramaturgie)
Auteur
Dr. phil. Thomas Bitterlich (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
23
N° de catalogue
V208770
ISBN (ebook)
9783656364764
ISBN (Livre)
9783656365235
Langue
allemand
mots-clé
begriff figur überlegungen untersuchung texte jahrhunderts
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. phil. Thomas Bitterlich (Auteur), 2011, Zum Begriff "Figur". Überlegungen aus einer kulturwissenschaftlichen Untersuchung englischer humanistischer Texte des 16. und 17. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208770
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Extrait de  23  pages
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