Mit zunehmender Digitalisierung wird der Medienkonsument als Kunde für Unternehmen immer transparenter. Durch individualisierte Kommunikation, zugeschnittene Werbung und Aktivitäten in Social Networks können Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen zielgruppengenau positionieren, sie teilweise sogar vorab testen (Buchkapitel in einem Blog, Trailer zu neuen Filmen etc.). Dabei ist es wichtig zu untersuchen, ob der Konsument der Werbewirtschaft durch den zunehmenden Einfluss von medialen Werbeangeboten machtlos ausgeliefert wird. In diesem Zuge gilt es zu beleuchten, ob der Kunde durch Datenspeicherung ausspioniert und somit durch gezielte Werbeplatzierungen als Konsument missbraucht wird, oder seinen Wünschen gerade wegen genauer Werbeansprache besonders entgegen gekommen wird. Grundlegende Ansätze zur Markt- und Verbraucheranalyse können dabei Marie Luise Kiefer und Philip Kotler et al. liefern. Spezifische Untersuchungen zu Online-Angeboten werden von Schubert, Selz und Haertsch sowie Raab, Unger und Unger in Werken zu digitalen Fallstudien und Methoden der Marketingforschung erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Charakteristika des medialen Marktes
3 Wichtigkeit der Beachtung von Kundenwünschen
3.1 Individualisierte Kommunikation
3.2 Digitales Marketing
4 Zusammenhang: Social Media Plattformen und Kundenpräferenzen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welche Möglichkeiten Unternehmen zur Ermittlung von Kundenpräferenzen nutzen und welche Rolle Social Media-Angebote dabei spielen, um trotz einer bestehenden Informationsasymmetrie auf dem Medienmarkt eine optimale Produktplatzierung zu erreichen.
- Charakteristika und ökonomische Strukturen des Medienmarktes
- Methoden der Marktforschung und Verbraucheranalyse
- Die Bedeutung von individualisierter Kommunikation und digitalem Marketing
- Einsatz von Social Media Plattformen wie Amazon, Lovelybooks, Facebook und Twitter zur Interaktion mit Kunden
Auszug aus dem Buch
Zusammenhang: Social Media Plattformen und Kundenpräferenzen
Unternehmen können die Wünsche ihrer (potentiellen) Kunden mit fortschreitender Digitalisierung einfacher erkennen und auf sie eingehen (vgl. dazu Kapitel 3.2). Dabei spielen Social Media-Angebote zunehmend eine Rolle. Plattformen, die sich direkt an Buchaffine richten sind in Bezug auf das Buchmarketing dabei ebenso zu beachten wie globale Social Networks wie Facebook. Daher darf die Bedeutung solcher Plattformen nicht unterschätzt werden. Damit der Kunde sich bereits in der Informationsphase mit dem Onlineangebot identifizieren kann, individualisieren immer mehr Online-Dienste ihre Angebote. Dazu gehören die individuelle Begrüßung, Einsicht in letzte Käufe und in das Kundenprofil selbst.
Die Online-Plattform Amazon beschreibt auf der eigenen Homepage, dass Ziel des Unternehmens sei, „das kundenorientierteste Unternehmen der Welt zu sein“. Dafür werden, wie oben beschrieben, individualisierende Darstellungen genutzt. Meldet der Benutzer sich beispielsweise an, wird er persönlich begrüßt. Außerdem werden Bücher angezeigt, die aufgrund der Kaufhistorie den Vorlieben des Käufers entsprechen könnten. So genannte „Stöber-Trends“ bilden eine Zusammenstellung aus angeschauten Büchern und solchen, die aufgrund der Kaufhistorie ebenfalls in das Präferenzmuster der Kunden passen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Transparenz des Medienkonsumenten durch Digitalisierung und stellt die Frage nach dem Einfluss von Werbeangeboten auf den Kunden.
2 Charakteristika des medialen Marktes: Das Kapitel erläutert die ökonomischen Besonderheiten von Medienmärkten, insbesondere die Rolle von Medien als Erfahrungs- oder Vertrauensgüter sowie die Problematik der Informationsasymmetrie.
3 Wichtigkeit der Beachtung von Kundenwünschen: Hier wird die Notwendigkeit der Marktforschung verdeutlicht, um Zielgruppen präzise zu identifizieren und Produktplatzierungen durch Primär- und Sekundärdaten zu optimieren.
3.1 Individualisierte Kommunikation: Dieser Abschnitt beschreibt, wie durch digitale Medien und Marktsegmentierung eine gezielte Kundenansprache ermöglicht wird.
3.2 Digitales Marketing: Der Fokus liegt auf der Speicherung nutzergenerierter Daten und dem Einsatz von 1:1-Marketing-Konzepten zur Minimierung von Marktungleichgewichten.
4 Zusammenhang: Social Media Plattformen und Kundenpräferenzen: Das Kapitel analysiert den praktischen Einsatz von Plattformen wie Amazon, Lovelybooks, Facebook und Twitter für das Marketing und die Kundenbindung.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die Digitalisierung eine Chance bietet, das Marktgleichgewicht zwischen Produzent und Konsument zu verbessern, sofern eine Win-Win-Situation geschaffen wird.
Schlüsselwörter
Medienmanagement, Kundenpräferenzen, Verbrauchermarktanalyse, Social Media, Online-Marketing, Markttransparenz, Informationsasymmetrie, Individualisierte Kommunikation, Marktforschung, Digitale Medien, Buchmarketing, Kundensegmentierung, Erfahrungsgüter, Vertrauensgüter, Produktplatzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen Unternehmen und Medienkonsumenten unter den Bedingungen zunehmender Digitalisierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Medienökonomie, Marktforschung, die Analyse von Kundenpräferenzen und der strategische Einsatz von Social Media im Marketing.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet, welche Möglichkeiten Unternehmen zur Ermittlung von Kundenpräferenzen haben und welche Rolle Social Media-Angebote in diesem Kontext spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ökonomischer Theorien zur Marktstruktur sowie der Untersuchung von Fallbeispielen aus dem Bereich E-Business und Social Media.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Charakteristika medialer Märkte, Methoden der Marktforschung und konkrete Anwendungen von digitalen Marketing-Strategien auf Plattformen wie Facebook, Twitter und Amazon.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Medienmanagement, Kundenpräferenzen, Markttransparenz, Informationsasymmetrie und Social Media Marketing.
Wie unterscheidet sich die "Push"- von der "Pull"-Technik im digitalen Marketing?
Die Pull-Technik bezeichnet den Vorgang, bei dem sich der Nutzer aktiv Informationen aus dem Netz "zieht", während die Push-Technik automatisierte Maßnahmen wie E-Mails umfasst, die den Kunden auf Basis seines Profils aktiv ansprechen.
Welche Rolle spielt das "Informationsparadoxon" bei Mediengütern?
Es beschreibt das Problem, dass die Qualität eines Informationsgutes erst nach dem Konsum beurteilbar ist, was den Kaufprozess für den Konsumenten riskant macht und Vertrauen erfordert.
Wie nutzen Verlage soziale Medien wie Facebook für ihre Planung?
Verlage nutzen Facebook zur Interaktion mit Fans, führen Gewinnspiele durch und suchen Testleser, um frühzeitig Feedback zu Neuerscheinungen zu erhalten und die Marktakzeptanz zu prüfen.
Was ist das Ziel der "Markttransparenz" für den Konsumenten?
Die Markttransparenz soll es dem Konsumenten ermöglichen, sich umfassend über Produkte zu informieren, um letztlich eine Kaufentscheidung zu treffen, die seinen individuellen Präferenzen am besten entspricht.
- Citation du texte
- Antonia Beggert (Auteur), 2010, Verbrauchermarktanalyse und Ermittlung von Kundenpräferenzen durch Social Media-Angebote, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208835