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Die Landschaft in Goethes "Wahlverwandtschaften"

Título: Die Landschaft in Goethes "Wahlverwandtschaften"

Trabajo Escrito , 2008 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Carolin Töpfer (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die Bandbreite der wissenschaftlichen Arbeiten zur Landschaftsthematik in der Literatur ist enorm. Selbst wenn man sich „nur“ mit der Goetheschen Auffassung beschäftigt, reicht der Rahmen einer Hausarbeit bei Weitem nicht aus. Aber gerade bei Goethe ist es eben diese Landschaft, die besondere Beachtung verdient. Seien es die Leiden des jungen Werther, das Universalwerk Faust oder eben die Wahlverwandtschaften – alle zeichnen sich durch die zentrale Bedeutung der Umwelt aus. Immer wieder wirkt diese nicht nur als Spiegel der Handlung, sondern auch als Vorbote einer Katastrophe. Die tragischen Elemente einer Handlung werden nicht nur von den Akteuren getragen, sondern auch oder vor allem durch „natürliche“ Elemente in deren Umgebung. Was wäre ein Werther inmitten einer Großstadt, ein Osterspaziergang durch die Korridore eines Schlosses und was wären die Wahlverwandtschaften ohne die herausragende Rolle des Parks?
Der folgende Text beschäftigt sich dementsprechend mit genau diesem Park, der Freiheit und Begrenztheit scheinbar möglich macht, am Ende aber doch nur eine Option zulässt. Es soll um ein natürliches Freiheitsgefühl gleich neben einer konstruierten Abgeschiedenheit gehen.
Vor allem wird das erste Kapitel untersucht werden, wobei Ausblicke auf den späteren Handlungsverlauf, speziell auf die Sterbeszene des Kindes, sicher nicht ausbleiben können.
Dazu wird zunächst die allgemeine Doppeldeutigkeit des Landschaftsbegriffs analysiert werden, um diese dann auf den Roman, seine Landschaft und die Protagonisten zu beziehen. Des Weiteren soll geklärt werden, wie sich die Landschaft im Verlauf der Handlung entwickelt und wie die Katastrophe am See durch verschiedene Elemente der Umwelt widergespiegelt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gestaltete Natur

2.1 Über Natur und Landschaft

2.2 Eduard – ein heraustretender Wanderer?

2.3 Charlotte – ein Stadtmensch?

3 Die Enge des Anwesens

3.1 Die Insellage des Anwesens

3.2 Die Metamorphose der Landschaft

3.3 Die Katastrophe am See

4 Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Landschaft in Goethes Roman "Die Wahlverwandtschaften" und analysiert, wie die physische Umgebung als Spiegel der Handlung sowie als Vorbote tragischer Ereignisse fungiert. Dabei wird insbesondere der Kontrast zwischen einem idealisierten Naturbegriff und der konstruierten, einengenden Lebenswelt der Protagonisten beleuchtet.

  • Die Doppeldeutigkeit des Naturbegriffs bei Goethe.
  • Charakteranalysen vor dem Hintergrund landschaftlicher Prägung (Eduard und Charlotte).
  • Die Symbolik des Anwesens und seine Funktion als "Behältnis" oder "Insel".
  • Die Metamorphose von einer natürlichen Umgebung zu einer plastisch-konstruierten Parklandschaft.
  • Die landschaftliche Spiegelung und Vorbereitung der Katastrophe am See.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Metamorphose der Landschaft

Um eine tiefgründige Betrachtung der Landschaftselemente dieses Romans zu gewährleisten ist es erforderlich die Entwicklung der Bedeutung verschiedener Landschaftsteile zu untersuchen.

Gehen wir gedanklich noch einmal zurück in die erste Szene des Stückes. Eduard wird vorgestellt, während er Pfropfarbeiten an Obstbäumen durchführt. Demnach befindet er sich gerade mehr oder minder in der Position eines Gärtners. Er bemüht sich um die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse. Noch hat das Anwesen zumindest teilweise die Funktion eines Gartens und erst im Verlaufe der weiteren Handlung wird dieser Garten immer mehr plastisiert. Inmitten dieser angesprochenen Inselwelt existiert also zu Beginn noch ein fruchtbarer Boden, was auf den Leser ein Gefühl der Hoffung projizieren soll. Unterstützt wird die natürliche „Aufbruchstimmung“ unter anderem durch die Elemente, die Eduard während seines Wegs zu Charlotte passiert. Er kommt an einem Treibbeet und an Gewächshäusern vorbei – beides sind Symbole für Gartenarbeit, für Fruchtbarkeit und scheinbar harmonische Lebenseinstellungen. Doch mit dem Eintreffen von Ottilie und dem Hauptmann beginnt die allmähliche Verwandlung des Gartens in einen Park. Jede der vier Hauptpersonen hat einen mehr oder minder großen Anteil an dieser Umgestaltung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die landschaftliche Thematik des Romans ein und stellt die These auf, dass die Umgebung als Spiegel der Handlung und Vorbote der Katastrophe fungiert.

2 Gestaltete Natur: Dieses Kapitel erörtert Goethes Naturbegriff und analysiert die Landschaftswahrnehmung der Hauptfiguren Eduard und Charlotte.

3 Die Enge des Anwesens: Hier wird die isolierte Lage des Anwesens untersucht, die als psychologisches und räumliches Behältnis für die Protagonisten dient und eine zwangsläufige Dynamik erzeugt.

4 Schlussteil: Der Schlussteil resümiert die Ergebnisse und bestätigt die These, dass die zunehmende Plastizität der Landschaft die Entfremdung von der natürlichen Natur symbolisiert.

Schlüsselwörter

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, Landschaft, Natur, Wanderer, Park, Enge, Anwesen, Katastrophe, Metamorphose, Symbolik, Identität, Literaturwissenschaft, Inseldasein, Plastizität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der zentralen Rolle der Landschaft und der Natur im Roman "Die Wahlverwandtschaften" von J.W. von Goethe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der symbolischen Funktion des Parks, der Entwicklung des Anwesens sowie der Wahrnehmung der Umgebung durch die Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Landschaft vom Garten zur konstruierten Parkanlage wandelt und wie diese Umgebung die tragische Katastrophe des Romans widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die unter anderem auf Theorien von Joachim Ritter und Schiller zur Natur- und Landschaftsbetrachtung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Naturbegriffs, die Analyse der Figurencharaktere in Bezug auf ihren Lebensraum und die detaillierte Betrachtung der "Enge" des Anwesens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Naturauffassung, Landschaftsgestaltung, Inselanwesen, Katastrophe und die psychologische Bedeutung der Umgebung.

Warum wird Eduard im Text als "zurückkehrender Wanderer" bezeichnet?

Obwohl er sich in der Natur bewegt, deutet das Hinabsteigen von den Terrassen und sein Ziel, die Mooshütte, auf eine Art Heimkehr hin, die sein Verhältnis zur Natur ambivalent macht.

Welche Bedeutung kommt der "Enge" in Bezug auf Charlotte zu?

Charlotte wird als Stadtmensch charakterisiert, für den das isolierte Anwesen aufgrund ihres scharfen Verstandes und ihrer geistigen Bedürfnisse zunehmend beengend wirkt.

Wie trägt das Element Wasser zur Katastrophe bei?

Das Wasser fungiert als zentrales, verhängnisvolles Element, dessen Manipulation durch die Protagonisten und dessen Symbolik als Übergang in das "Reich der Toten" zur Tragik führt.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Landschaft in Goethes "Wahlverwandtschaften"
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft)
Curso
Goethe, Die Wahlverwandtschaften
Calificación
1,7
Autor
Carolin Töpfer (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
15
No. de catálogo
V208862
ISBN (Ebook)
9783656363675
ISBN (Libro)
9783656364207
Idioma
Alemán
Etiqueta
landschaft goethes wahlverwandtschaften
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carolin Töpfer (Autor), 2008, Die Landschaft in Goethes "Wahlverwandtschaften", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208862
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