Wir leben in einer globalisierten Welt mit einem liberalen Welthandel. Das hat zur Folge, dass wir ständig neue Produkte aus den verschiedensten Ländern konsumieren können. Wir haben bei einer Palette von ähnlichen Waren, zum Beispiel bei Handys oder Autos, die Möglichkeit uns zwischen dutzenden Herstellern und hunderten verschiedenen Modellen zu entscheiden. Was beeinflusst nun unsere Kaufentscheidung bei dieser riesigen Auswahl? Die PIMS-Studie (Profit Impact of Market Strategies) gibt darauf Antwort - ein Faktor ist die Produktqualität (Bornewasser, 2009, S. 214). Ein bekanntes Qualitätssiegel ist der Schriftzug ,Made in Germany', mit dem viele deutsche Produkte gekennzeichnet sind. In einem Hochlohnland wie Deutschland kann die Produktqualität ein ausschlaggebender Faktor gegenüber der Konkurrenz aus den Niedriglohnländern sein (Brüggemann & Bremer, 2012, S. 1). Aber wie erreicht man eine hohe Produktqualität? Ein Konzept hierzu ist das Qualitätsmanagement, welches ich hier etwas genauer erläutern möchte. Dazu werde ich als erstes Qualität und Management definieren und anschließend auf die historische Entwicklung des Qualitätsmanagements eingehen. Anschließend gehe ich auf die verschiedenen Qualitätsmanagementkonzepte ein, um abschließend daraus ein Resümee zu ziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DEFINITIONEN
2.1 QUALITÄT
2.2 MANAGEMENT
3. HISTORISCHE ENTWICKLUNG
3.1 FRÜHE QUALITÄTSKONTROLLEN
3.2 DIE ERSTE HÄLFTE DES 20. JAHRHUNDERT
4. DIE ZWEITE HÄLFTE DES 20. JAHRHUNDERT – DAS GEZIELTE QUALITÄTSMANAGEMENT
4.1 WEITERENTWICKLUNG ZUM TQM
4.2 TQM IN EUROPA
4.3 DIE INTERNATIONALE ORGANISATION FÜR NORMUNG – ISO
5. RESÜMEE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept des Qualitätsmanagements als entscheidenden Wettbewerbsfaktor in einer globalisierten Wirtschaft. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen zu definieren, die historische Entwicklung nachzuvollziehen und moderne Konzepte wie TQM und ISO-Normen einzuordnen.
- Definition der Begriffe Qualität und Management
- Historische Entwicklung von frühen Qualitätskontrollen bis zum 20. Jahrhundert
- Analyse des Total Quality Management (TQM) und seiner Kernorientierungen
- Vorstellung des europäischen EFQM-Modells sowie der ISO-Normenreihe
Auszug aus dem Buch
3.1 Frühe Qualitätskontrollen
Schon um 25 v. u. Z. ist eine Veränderung des Qualitätsgedankens festzustellen, da in dem Werk 'Zehn Bücher der Baukunst' von Vitruv genaue Qualitätsvorschriften in den Anleitungen zur Bauausführung gegeben werden (Ketting, 1999, S. 20). Diese gehen auch erstmals auf den Kundenwunsch ein, womit man sagen kann, dass es sich um eine der ersten dokumentierten Qualitätsanforderungen handelt (Ketting, 1999, S. 20). Im Mittelalter erstarkte das Handwerk, es kamen die ersten Zünfte auf und diese beschlossen zum Beispiel Vorschriften über Arbeitsgänge und Rohstoffe, womit eine Qualiätssicherung statt fand (Ketting 1999, S. 21). Darauf reagierend erließen auch Monarchen und Behörden Qualitätsrichtlinien, wie beispielsweise König Eduard I. von England, welcher ab 1300 alle Weber bestrafte, die zur Tuchherstellung minderwertige Wollsorten verarbeiten (Ketting 1999, S. 21). Durch die Erfindung und Einführung von mechanischen Arbeitsmaschinen im 18. Jahrhundert ging die direkte Einflußnahme des Menschen auf die Erfüllung von Qualitätsanforderungen zum Teil auf die indirekte Einflußnahme über (Ketting, 1999, S.23). Auch bekam die Wissenschaft eine immer größer werdene Rolle, da durch neu gewonnene naturwissenschaftliche Erkenntnisse nun auch Untersuchungen zum Materialverhalten durchgeführt wurden (Ketting, 2009, S. 23). So richtete das deutsche Unternehmen Krupp im Jahre 1863 das erste firmeneigene Prüflabor ein (Ketting, 2009, S.23).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit erläutert die Relevanz von Produktqualität als strategischen Wettbewerbsvorteil und skizziert den Aufbau der Untersuchung von den Definitionen bis hin zu modernen Qualitätsmanagementkonzepten.
2. DEFINITIONEN: Dieser Abschnitt legt die theoretische Basis, indem die Begriffe Qualität als Erfüllung von Kundenanforderungen und Management als systematischer Prozess der Zielerreichung präzisiert werden.
3. HISTORISCHE ENTWICKLUNG: Das Kapitel zeichnet die Entwicklung des Qualitätsgedankens von antiken Bauvorschriften über mittelalterliche Zunftregeln bis hin zu den industriellen Methoden des frühen 20. Jahrhunderts nach.
4. DIE ZWEITE HÄLFTE DES 20. JAHRHUNDERT – DAS GEZIELTE QUALITÄTSMANAGEMENT: Hier werden moderne Ansätze wie der PDCA-Zyklus, Total Quality Management (TQM), das europäische EFQM-Modell sowie die Rolle der ISO-Normen detailliert beschrieben.
5. RESÜMEE: Die Autorin reflektiert kritisch über die Praktikabilität von Null-Fehler-Ansätzen in einer schnelllebigen Wirtschaft und hinterfragt das Konzept der geplanten Obsoleszenz im Kontext der Qualitätsphilosophie.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, TQM, Qualität, Management, PDCA-Zyklus, EFQM, ISO, Null-Fehler-Programm, Prozessorientierung, Kundenorientierung, Wirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Organisationsentwicklung, Standardisierung, Qualitätssicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit widmet sich dem Konzept des Qualitätsmanagements und untersucht dessen Bedeutung, Entwicklung und praktische Anwendung in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die historischen Grundlagen der Qualitätskontrolle, moderne Managementphilosophien, Prozessorientierung sowie international anerkannte Normungssysteme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Konzept des Qualitätsmanagements wissenschaftlich zu erläutern und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch systematisches Qualitätsmanagement Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Qualitätsmanagementkonzepte und deren historische Herleitung zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der historischen Entwicklung, den modernen TQM-Ansätzen, der RADAR-Logik des EFQM-Modells sowie der Bedeutung der ISO-Normen für das Qualitätsmanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Prozessorientierung, TQM, Kundenorientierung und Normung definiert.
Welche Kritik äußert die Autorin am Null-Fehler-Ansatz?
Die Autorin hinterfragt die Idealvorstellung der Fehlerlosigkeit, da sie diese in der menschlichen Arbeitswelt und in einer schnelllebigen Wirtschaft für schwer umsetzbar hält.
In welchem Spannungsfeld steht das Qualitätsmanagement laut dem Resümee?
Die Autorin weist auf das Spannungsfeld zwischen der gelebten Qualitätsphilosophie in Unternehmen und ökonomischen Interessen, wie etwa der geplanten Obsoleszenz, hin.
- Citation du texte
- Susan Pedersen (Auteur), 2012, Das Konzept des Qualitätsmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209010