Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad

Der Prozess der Weiterentwicklung der Mindestanforderungen (MaH, MaIR, MaK) zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)

Handbuch MaRisk und Basel III

Título: Der Prozess der Weiterentwicklung der Mindestanforderungen (MaH, MaIR, MaK) zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)

Libro Especializado , 2012 , 29 Páginas

Autor:in: Dipl. Volksw. Wolfgang Stützle (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nach längerer
Konsultationsphase am 20. Dezember 2005 erstmals die Mindestanforderungen an das
Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht, die inzwischen durch das RS BaFin 5/2007 (1.
MaRisk-Novelle); das RS BaFin 15/2009(BA) vom 14.08.2009 (2. MaRisk-Novelle) und das
RS BaFin 11/2010(BA) vom 15.12.2010 (3. MaRisk-Novelle) Neufassungen erfahren haben.
Die BaFin betont in ihrem ersten Übersendungsschreiben an die Verbände der
Kreditwirtschaft1 vom 20.12.2005, dass vor allem die Mitwirkung des MaRisk-
Fachgremiums dazu beigetragen hat, die Anforderungen an die Praxis anzupassen und
darüber hinaus zu flexibilisieren. Die MaRisk stellen darüber hinaus den „zentralen Baustein“
für die neue qualitative Aufsicht in Deutschland dar und sollen einen Paradigmenwechsel
einläuten von einer eher traditionell Regel-basierten Aufsicht zu einer Prinzipien-orientierten
Aufsicht, der sowohl „Form und Stil der Regulierung als auch die bankaufsichtliche Praxis
verändern wird.“ Die Entwicklung von einer eher quantitativ geprägten zu einer mehr
qualitativen Bankenaufsicht dürfte mit diesem Schritt also weiter vorangekommen sein. Es
wird auch darauf hingewiesen, dass den Instituten durch Öffnungsklauseln vielfältige
Gestaltungsspielräume eingeräumt werden, die deren Eigenverantwortung stärken. Es wird
auch erwartet, dass die neue Aufsichtsphilosophie dann erfolgreich sein wird, wenn die
gegebenen Gestaltungsräume auf sachgerechte Weise von den Instituten mit Leben gefüllt
werden und alle Beteiligten (Institute, Aufsicht, Prüfer) ihrer neuen Rolle gerecht werden und
beispielsweise auch die Prüfer ihre Prüfungshandlungen verstärkt risikoorientiert vornehmen.
Besonderes Gewicht legt die BaFin auf diesen Aspekt und betont, dass angemessene
risikogewichtete Prüfungsfeststellungen nur dann angemessen getroffen werden können,
wenn beispielsweise auch die Größe des Instituts, der Geschäftsumfang, die Komplexität der
betriebenen Geschäfte sowie das Risikoprofil des Instituts beurteilt wird. Dies stellt
naturgemäß besonders hohe Anforderungen an die Qualifikation der Aufsichts- , Wirtschaftsund
Verbandsprüfer und benötigt vor allem langjährige Erfahrungen bei der Prüfung von
kleinen, mittleren und großen Kreditinstituten. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Mindestanforderungen von 1975 zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement 2012

2.1 Mindestanforderungen für bankinterne Kontrollmaßnahmen bei Devisengeschäften (1975)

2.2 Mindestanforderungen an das Wertpapiergeschäft (1980)

2.3 Mindestanforderungen an das Betreiben von Handelsgeschäften (1995)

2.4 Mindestanforderungen an die Ausgestaltung der Internen Revision (2000)

2.5 Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft (2002)

3 Erarbeitung und Weiterentwicklung der MaRisk

3.1 Erarbeitung der MaRisk

3.2 Erweiterung des Anwenderkreises

3.3 Aufnahme neuer Risikokategorien

3.4 Risikoorientierte Prüfungshandlungen

3.5 Neufassung der MaRisk

3.5.1 Erste MaRisk-Novelle vom 30.10.2007

3.5.2 Zweite MaRisk-Novelle vom 14.08.2009

3.5.3 Dritte MaRisk-Novelle vom 15.12.2010

3.5.4 Aspekte der Weiterentwicklung der MaRisk

4 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die historische Analyse und methodische Einordnung der Entwicklung bankaufsichtlicher Mindestanforderungen in Deutschland, von den Anfängen im Jahr 1975 bis hin zu den umfassenden MaRisk. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch qualitative Aufsicht und eine risikoorientierte Ausgestaltung der Prüfungsstandards ein stabilerer Rahmen für das Risikomanagement in Kreditinstituten geschaffen werden kann.

  • Historische Evolution der bankaufsichtlichen Anforderungen
  • Übergang von quantitativer zu qualitativer Bankenaufsicht
  • Integration neuer Risikokategorien wie Zinsänderungs- und operationelle Risiken
  • Bedeutung von Governance-Strukturen und der Internen Revision
  • Herausforderungen durch globale Finanzkrisen und internationale Regulierungsinitiativen

Auszug aus dem Buch

2.1 Mindestanforderungen für bankinterne Kontrollmaßnahmen bei Devisengeschäften (1975)

Die MaRisk können als der vorläufige Endpunkt in einer Kette von Mindestanforderungen angesehen werden. Bereits kurz nach dem spektakulären Herstatt-Fall in 1974 hat das damalige Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BaKred) das erste Mal das Instrument der Mindestanforderungen benutzt, um organisatorische Vorschriften für den Geschäftsbetrieb in Teilbereichen der Kreditinstitute zu veröffentlichen.

Der oberste und wichtigste Grundsatz in diesen ersten Mindestanforderungen war bezüglich des Arbeitsablaufs die klare funktionale Trennung von a) Handel, b) Abwicklung, Überwachung und Kontrolle und c) Verbuchung. Außerdem wurde nach den Erfahrungen im Herstatt-Fall besonders Wert darauf gelegt, dass der Devisenhändler sofort bei Abschluss des Devisengeschäfts einen Händlerzettel mit Namen des Kontrahenten, Betrag, Valuta, Kurs, Abschlusstag und Fälligkeit ausfüllt und die Händlerzettel fortlaufend nummeriert werden.

Danach war jedes Devisengeschäft im Handel zur Ermittlung der jeweiligen Position zu erfassen und die Händlerzettel an die Abwicklungsabteilung zur Eintragung in die Devisenposition und zum Ausschreiben der Abrechnungen weiterzugeben. Die Devisenpositionen waren mit dem Handel intern abzustimmen und Gegenbestätigungen von den Kontrahenten einzuholen. In regelmäßigen Zeitabständen forderten die Mindestanforderungen auch die Abstimmung der Terminengagements mit den einzelnen Kontrahenten und in unregelmäßigen Zeitabständen bankinterne Revisionen. Mindestens einmal jährlich mussten die schwebenden Termingeschäfte mit den Kontrahenten durch die bankinterne Revisionsabteilung abgestimmt werden Diese grundsätzlichen organisatorischen Regelungen lebten fast unverändert in den später folgenden Mindestanforderungen für andere Bankgeschäfte fort oder wurden darin unter Berücksichtigung der modernen DV-Verarbeitung sinngemäß verarbeitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehung der MaRisk als zentralen Baustein einer qualitativen Bankenaufsicht und betont den Paradigmenwechsel hin zu einer prinzipienorientierten Aufsichtsphilosophie.

2 Entwicklung der Mindestanforderungen von 1975 zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement 2012: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von den ersten Anforderungen für Devisengeschäfte bis hin zu den spezifischen Regelungen für Kredit- und Handelsgeschäfte nach.

3 Erarbeitung und Weiterentwicklung der MaRisk: Hier werden der Aufbau der MaRisk, die Einbeziehung des Fachgremiums sowie die Anpassungen durch verschiedene Novellen infolge der Finanzmarktkrise detailliert beschrieben.

4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert die Bedeutung der flexiblen Rahmenvorgaben und weist auf die zukünftigen Herausforderungen im Kontext globaler Finanzmärkte hin.

Schlüsselwörter

Bankenaufsicht, MaRisk, Risikomanagement, Risikotragfähigkeit, BaFin, Deutsche Bundesbank, Interne Revision, Funktions-trennung, Finanzkrise, Aufsichtsprüfung, Basel II, Supervisory Review Process, operationelle Risiken, Liquiditätsrisiken, Governance

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Evolution der bankaufsichtlichen Mindestanforderungen in Deutschland, die als regulatorischer Rahmen für das Risikomanagement der Kreditinstitute dienen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Geschichte der Bankenaufsicht, die Anforderungen an das Risikomanagement, die Rolle der Internen Revision und die methodische Umstellung auf risikoorientierte Prüfungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, den Prozess von ersten isolierten Regelungen hin zu einem umfassenden, qualitativen Risikomanagementsystem (MaRisk) zu analysieren und dessen Notwendigkeit zur Sicherung der Stabilität des Finanzwesens aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-deskriptive Methode, bei der die rechtlichen Grundlagen und regulatorischen Rundschreiben der BaFin systematisch analysiert und in einen Kontext zur bankbetrieblichen Praxis gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Entwicklungsschritte der Mindestanforderungen (MaH, MaIR, MaK) sowie die spezifischen Novellierungen der MaRisk unter Berücksichtigung aktueller Krisenerfahrungen detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie qualitative Bankenaufsicht, MaRisk, Risikotragfähigkeit, Funktionstrennung und risikoorientierte Prüfungshandlungen.

Warum wurden die ursprünglichen "Verfallzeiten" der Richtlinien immer kürzer?

Dies lag an der zunehmenden Komplexität der Finanzgeschäfte, der schnelleren Innovationszyklen und dem Druck durch internationale Finanzkrisen, die häufigere Aktualisierungen der Regelwerke erforderlich machten.

Welche Bedeutung hat das MaRisk-Fachgremium für die Aufsicht?

Das Gremium dient als Plattform für den institutionalisierten Austausch zwischen Aufsichtsbehörden, Kreditinstituten und Prüfern, um Praxisnähe bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen zu gewährleisten.

Wie unterscheidet sich die "neue" qualitative Aufsicht von der traditionellen Schreibtisch-Aufsicht?

Sie verlangt eine aktive Vor-Ort-Präsenz der Prüfer, die durch eigene Analysen der institutsspezifischen Risikosituation ein realistisches Bild von der Angemessenheit der Verfahren erhalten, statt sich rein auf formale Dokumente zu verlassen.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Prozess der Weiterentwicklung der Mindestanforderungen (MaH, MaIR, MaK) zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)
Subtítulo
Handbuch MaRisk und Basel III
Autor
Dipl. Volksw. Wolfgang Stützle (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
29
No. de catálogo
V209037
ISBN (Ebook)
9783656371311
ISBN (Libro)
9783656373520
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bankenaufsicht Bankgeschäftliche Prüfungen Rechtsverordnungen im Bankwesen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. Volksw. Wolfgang Stützle (Autor), 2012, Der Prozess der Weiterentwicklung der Mindestanforderungen (MaH, MaIR, MaK) zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209037
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  29  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint