ERP Systeme stellen heute nicht mehr nur in Großunternehmen das technische Rückgrat der betreibswirtschaftlichen Systeme und Funktionen dar, auch kleine und mittelständische Unternehmen setzen regelmäßig ERP Systeme ein. Das Produkt des Marktführers SAP ist jedoch dafür bekannt, dass sowohl die Implementierungsdauer als auch die mit der Implementierung verbundenen Kosten sehr hoch sind. Gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen stellt sich daher die Frage nach Alternativen.
Die vorliegende Arbeit vergleicht die Produkte von drei Anbietern für kleine und mittelständische Unternehmen anhand der Kriterien Funktionen, technische Anforderungen und Möglichkeiten und Implementierungsaufwand.
Inhaltsverzeichnis
1 ERP-SYSTEME – DEFINITION UND MARKTENTWICKLUNG
2 VERGLICHENE SYSTEME
2.1 NAVISION A/S
2.2 SAGE KHK SOFTWARE GMBH & CO. KG
2.3 BÄURER AG
3 GRÖßE UND VERBREITUNG
3.1 NAVISION – MARKTFÜHRER IM MITTELSTAND
3.2 SAGE - GROß BEI DEN KLEINEN
3.3 BÄURER - SCHWERPUNKT FERTIGUNG
4 KRITERIEN FÜR DEN VERGLEICH VON ERP-SYSTEMEN
4.1 ABGEDECKTE FUNKTIONEN
4.1.1 Der Generalist - Navision
4.1.2 Der Genügsame - Sage
4.1.3 Der Spezialist - Bäurer AG
4.2 STRUKTUR, DATENINTEGRATION UND SKALIERBARKEIT
4.2.1 Skalierbar und flexibel - Navision
4.2.2 Unabhängige Module - Sage
4.3.3 Plattformneutral mit monolithischer Basis - Bäurer
4.3 ANPASSUNGSFÄHIGKEIT UND OFFENHEIT
4.3.1 Offen in alle Richtungen - Navison
4.3.2 Man bleibt unter sich - Sage
4.3.3 Öffnung über die Entwicklungsumgebung - Bäurer
4.4 IMPLEMENTIERUNG – DAUER UND KOSTEN
4.4.1 Im Bedarfsfall schnell - Navision
4.4.2 Transparent und günstig - Sage
4.4.3 Implementierung mit transparetem Ablauf - Bäurer
4.5 ASP, WORKFLOW UND NEUERE ENTWICKLUNGEN
4.5.1 Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten - Navision
4.5.2 Schwerpunkt Funktionsausweitung - Sage
4.5.3 ASP aus eigenem Hause und Erweiterung der Funktionen - Bäurer
5 MÖGLICHE EINSATZGEBIETE DER SYSTEME
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit vergleicht ERP-Lösungen für mittelständische Unternehmen, um deren Eignung und Ausrichtung an modernen Anforderungen wie ERP-II und E-Business zu evaluieren. Ziel ist es, auf Basis spezifischer Kriterien Empfehlungen für den Einsatz der Systeme zu geben.
- Marktpositionierung und Verbreitung der ERP-Anbieter
- Funktionsumfang und modulare Systemarchitektur
- Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit von ERP-Systemen
- Kosten- und Zeitaufwand bei der Implementierung
- Zukunftsfähige Technologien und ASP-Modelle
Auszug aus dem Buch
4.2 Struktur, Datenintegration und Skalierbarkeit
Ein weiteres Beurteilungskriterium für ein ERP-System ist seine Skalierbarkeit, seine Fähigkeit mit dem Unternehmen zu wachsen – sowohl in Bezug auf die Zahl der Nutzer als auch auf den Funktionsumfang. Ein System, das hierzu nicht in der Lage ist, läuft Gefahr veraltet zu sein, bevor es sich amortisiert hat. Die Skalierbarkeit wird maßgeblich durch die Struktur des Anwendungssystems geprägt. Hier ist entscheidend, ob die verschiedenen Funktionen monolithisch in einem zusammenhängenden Programm implementiert sind, oder ob sie auf verschiedene, unabhängige Module verteilt sind.
Zum anderen ist für die Skalierbarkeit die Netzwerkstruktur wichtig – wird ein Zentralrechner oder eine Client/Server Umgebung verwendet? Zu empfehlen ist hier ein Client/Server Modell. Zwar ist der Wartungsaufwand hier in der Regel größer, dafür ist es jedoch ausfallsicherer und lässt sich einfacher erweitern.
Neben der Struktur des Anwendungssystems und des Netzwerks spielt die Datenintegration eine entscheidende Rolle für die Skalierbarkeit. Grundsätzlich bieten sich zwei Formen der Datenintegration an. Zum einen kann jedes Modul seine eigenen Datenhaltung besitzen. In mehreren Modulen benötigte Daten werden dann von Modul zu Modul übergeben und von jedem einzeln gespeichert. Die Alternative hierzu ist eine gemeinsame Datenbank auf die alle Module zugreifen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ERP-SYSTEME – DEFINITION UND MARKTENTWICKLUNG: Dieses Kapitel definiert ERP-Systeme und erläutert die Marktentwicklung vom traditionellen ERP-Konzept hin zu modernen ERP-II-Systemen.
2 VERGLICHENE SYSTEME: Hier werden die Hersteller Navision, Sage KHK und Bäurer AG sowie deren für den Mittelstand konzipierte ERP-Lösungen kurz vorgestellt.
3 GRÖßE UND VERBREITUNG: Es wird die bisherige Marktpräsenz der betrachteten Anbieter analysiert, wobei Schwerpunkte in bestimmten Branchen und Regionen aufgezeigt werden.
4 KRITERIEN FÜR DEN VERGLEICH VON ERP-SYSTEMEN: In diesem zentralen Teil werden die Systeme detailliert anhand von Funktionsumfang, Struktur, Skalierbarkeit, Offenheit, Kosten und ASP-Fähigkeit miteinander verglichen.
5 MÖGLICHE EINSATZGEBIETE DER SYSTEME: Das abschließende Kapitel fasst die Stärken und Schwächen zusammen und gibt eine Empfehlung für die Einsatzszenarien der jeweiligen ERP-Lösungen.
Schlüsselwörter
ERP-Systeme, Mittelstand, Navision, Sage KHK, Bäurer, Skalierbarkeit, Datenintegration, Implementierung, ASP, ERP-II, E-Business, Funktionsumfang, Schnittstellen, Datenbank, Software-Vergleich
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich dreier spezifischer ERP-Systeme, die für den Einsatz in mittelständischen Unternehmen konzipiert sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Untersuchung umfasst die Marktverbreitung der Anbieter, die Systemarchitektur, die Skalierbarkeit, die Integrationsfähigkeit, die Kosten der Implementierung sowie die Unterstützung moderner Technologien wie ASP.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, potenziellen Nutzern eine Entscheidungshilfe zu bieten, indem die Systeme anhand definierter Kriterien bewertet und ihre spezifischen Einsatzgebiete aufgezeigt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Vergleichsanalyse durchgeführt, die auf Informationen der Hersteller, Fachliteratur und Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Anbieter und eine tiefgehende Analyse der Systeme hinsichtlich ihrer Funktionen, der technischen Struktur, der Anpassungsfähigkeit sowie der ökonomischen Aspekte bei der Einführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind ERP-Systeme, Mittelstand, Skalierbarkeit, ERP-II, Implementierung und ASP.
Warum wird im Rahmen des Vergleichs das ERP-II-Konzept herangezogen?
Das ERP-II-Konzept dient als Benchmark, um zu beurteilen, wie zukunftsorientiert die Systeme hinsichtlich firmenübergreifender Zusammenarbeit und Web-Integration aufgestellt sind.
Was zeichnet die Bäurer AG im Vergleich zu Navision und Sage aus?
Die Bäurer AG zeigt eine besondere Kompetenz im Bereich der Fertigungsindustrie und bietet eine hohe Plattformneutralität bei der Wahl der Datenbank und des Betriebssystems.
- Quote paper
- Andreas Huthmann (Author), 2003, ERP-Systeme. Vergleich der Produkte: Sage KHK, Navision und Bäurer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20903