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Der Umgang mit AD(H)S in der Schule

Herausforderung und Chancen

Titel: Der Umgang mit AD(H)S in der Schule

Hausarbeit , 2012 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: David Jugel (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit hat es sich zur Aufgabe gesetzt, der Frage nachzugehen, was AD(H)S ist und wie man damit vor allem im schulischen Kontext umgehen kann. Zur Beantwortung dieser Frage wird zum einen eine Begriffsklärung durchgeführt, bei der zu-sätzlich auf die Häufigkeit des Auftretens des Syndroms eingegangen wird. Anschließend wird im Sinne der Operationalisierung die Symptome, also die empirischen Referenten, des Konstrukts AD(H)S, näher betrachtet. Dies soll vor allem die Diagnosekompetenz des Rezipienten fördern. Bereits an dieser Stelle wird die Praxisnähe, welche die Arbeit bewusst sucht, deutlich. Bevor dem aber weiter nachgegangen wird nimmt die Arbeit noch einen kurzen Exkurs zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von AD(H)S vor, um sich abschließend dem gewichtigsten Teil zuzuwenden: dem Umgang mit AD(H)S in der Schule. Dieses Kapitel verfolgt zwei Schwerpunkte. Zum einen untersucht es die Spezifischen Probleme von AD(H)S-SchülerInnen in der Schule und zum anderen beschäftigt es sich mit der Frage nach einem gerechten Umgang mit den Betroffenen im Unterricht und im schulischen Kontext.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. WAS IST AD(H)S? – BEGRIFFSKLÄRUNG UND EPIDEMIOLOGIE

3. SYMPTOMATIK UND DIAGNOSE VON AD(H)S

4. URSACHEN UND BEHANDLUNG VON AD(H)S

5. AD(H)S IN DER SCHULE

11.1 HÜRDEN FÜR DIE VON AD(H)S BETROFFENEN SCHÜLERINNEN IN DER SCHULE

11.2 UMGANG MIT AD(H)S IN DER SCHULE

6. (K)EINE SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Störungsbild AD(H)S im schulischen Kontext zu beleuchten, ein Verständnis für betroffene SchülerInnen zu fördern und handlungsorientierte Ansätze für einen gerechten pädagogischen Umgang zu entwickeln.

  • Definition, Epidemiologie und Kernsymptomatik von AD(H)S
  • Diagnostische Verfahren und deren kritische Reflexion
  • Multikausale Ursachen und multimodale Behandlungsansätze
  • Spezifische Herausforderungen für SchülerInnen im Schulalltag
  • Pädagogische Strategien zur Gestaltung von Lernumgebungen

Auszug aus dem Buch

1. Einführung

"Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will?“ heißt es in Heinrich Hoffmanns Geschichte vom Zappelphilipp. Der Frankfurter Nervenarzt beschreibt im 19. Jahrhundert in seinem Werk „Der Struwwelpeter“ unerwünschtes Verhalten von Kindern. So findet sich im Struwwelpeter neben dem Zappelphillipp auch den Hand Guck-in-die-Luft, der ständig träumend durch die Welt läuft.Was Hoffman hier beschreibt sind typische Symtome einer Störung, die heute als Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) oder Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bezeichnet wird.

AD(H)S ist eines der häufigsten diagnostizierten kinder- und jugendpsychiatrischen Störbilder (vgl. Gebhardt et al. 2008: 15). Gleichzeitig ist die Auseinandersetzung und der Kenntnisstand des pädagogischen Personals an den Schulen und Bildungseinrichtungen erschreckend niedrig. So ist die Aufklärung über das Syndrom und den Umgang damit nur selten obligatorischer Teil der Lehrerausbildung (vgl. Farnkopf 2009: 10).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung verortet das Störungsbild historisch sowie gesellschaftlich und definiert das Ziel der Arbeit, ein besseres Verständnis und praxisnahe Ansätze für den Schulalltag zu schaffen.

2. WAS IST AD(H)S? – BEGRIFFSKLÄRUNG UND EPIDEMIOLOGIE: Dieses Kapitel erläutert die Kernmerkmale Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität und diskutiert epidemiologische Erkenntnisse zur Verbreitung des Syndroms.

3. SYMPTOMATIK UND DIAGNOSE VON AD(H)S: Hier werden die Diagnosekriterien der gängigen Systeme DSM IV TR und ICD-10 detailliert gegenübergestellt und die Rolle von Lehrkräften bei der Beobachtung reflektiert.

4. URSACHEN UND BEHANDLUNG VON AD(H)S: Das Kapitel bietet einen Überblick über multikausale Ursachenmodelle und erläutert die Bedeutung eines multimodalen Behandlungskonzepts.

5. AD(H)S IN DER SCHULE: Dieser Hauptteil analysiert die schulischen Hürden für Betroffene und präsentiert konkrete pädagogische Strategien zur Beziehungsgestaltung, Raumorganisation und Unterrichtsanpassung.

6. (K)EINE SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und postuliert die Notwendigkeit einer inklusiven Beschulung sowie einer besseren Ausbildung des pädagogischen Personals.

Schlüsselwörter

AD(H)S, Schule, Inklusion, Lernausgangslage, Symptomatik, Diagnosekompetenz, Pädagogische Strategien, Lehrer-Schülerbeziehung, Multimodale Behandlung, Hyperaktivität, Impulsivität, Aufmerksamkeit, Schulorganisation, Lernumgebung, Verhaltensstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Chancen beim Umgang mit AD(H)S-Schülerinnen und Schülern im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die theoretische Fundierung des Syndroms, diagnostische Kriterien, die Situation der betroffenen Kinder in der Schule sowie konkrete pädagogische Handlungsoptionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Rekonstruktion der Perspektive betroffener Kinder, um für Lehrkräfte eine Grundlage für einen gerechten und angemessenen Umgang im Unterricht zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller fachwissenschaftlicher Erkenntnisse fußt und diese praxisorientiert aufbereitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Hürden für AD(H)S-Schülerinnen in der Schule und leitet daraus konkrete Konzepte für die Unterrichtsgestaltung ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe AD(H)S, Inklusion, Pädagogische Strategien und Lernausgangslage beschreiben.

Warum wird die Diagnose von AD(H)S im schulischen Kontext als problematisch angesehen?

Problematisch ist, dass unterschiedliche Klassifikationssysteme wie DSM und ICD zu variierenden Häufigkeitsangaben führen und die Diagnosekompetenz von Lehrkräften oft unzureichend ausgebildet ist.

Welche Rolle spielen Rituale bei der Unterrichtsgestaltung für AD(H)S-Kinder?

Rituale schaffen Sicherheit und Struktur, was betroffenen Kindern hilft, ihren Schwierigkeiten bei der Selbstorganisation entgegenzuwirken.

Warum wird die Rolle der Lehrkraft als unterstützend und nicht als diagnostisch betont?

Lehrkräfte sind zwar wichtige Beobachter im pädagogischen Alltag, die fachliche Diagnose obliegt jedoch spezialisierten Psychologen oder Medizinern, um eine objektive Einschätzung zu gewährleisten.

Welche positive Eigenschaft von AD(H)S-Kindern wird in der Arbeit hervorgehoben?

Die Arbeit hebt hervor, dass Betroffene oft eine hohe Hypersensibilität, Empathiefähigkeit, Kreativität und Begeisterungsfähigkeit besitzen, die als Potenzial für den Unterricht genutzt werden können.

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Details

Titel
Der Umgang mit AD(H)S in der Schule
Untertitel
Herausforderung und Chancen
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Fragen der Integration von Schülerinnen und Schülern in den Unterricht im Kontext heterogener Lernausgangslagen
Note
1,0
Autor
David Jugel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V209195
ISBN (eBook)
9783656367925
ISBN (Buch)
9783656368274
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang schule herausforderung chancen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Jugel (Autor:in), 2012, Der Umgang mit AD(H)S in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209195
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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