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Das PC-Spiel "Genius - Im Zentrum der Macht" als Mitte politischer Bildung

Eine Analyse anhand des Beutelsbacher Konsens

Title: Das PC-Spiel "Genius - Im Zentrum der Macht" als Mitte politischer Bildung

Term Paper , 2010 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lucas Christoffer (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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In dieser Studienarbeit wird das PC-Spiel „Genius – Der Weg zur Macht“ rezensiert. Hierzu wird es mit dem Beutelsbacher Konsens vergleichen und anhand von diesem analysiert, inwieweit sich das PC-Spiel für den Zweck der politischen Bildung eignet. Aus dieser Analyse entstehen spannende neue Fragen die in der Diskussion ob Computerspiele für Bildungszwecke genutzt werden sollen von großer Bedeutung sein könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Eignung des Beutelsbacher Konsens für die Untersuchung des PC-Spiels

2.1 Geschichte des Beutelsbacher Konsens

2.2 Akzeptanz des Beutelsbacher Konsens

2.3 Diskussionen rund um den Beutelsbacher Konsens

2.4 Fazit

3.0 Vergleich des PC-Spiels „Genius – der Weg zur Macht“ mit dem Beutelsbacher Konsens

3.1 Überwältigungsverbot

3.1.1 Wertevermittlung als Umgehung der Überwältigung

3.1.2 Verkürzung oder Tabuisierung als Form der Überwältigung

3.2 Gebot der Kontroversität

3.2.1 Kompensatorische Funktion des Lehrenden

3.2.2 Darstellung radikaler Meinungen

3.3 Prinzip der Schülerorientierung

3.3.1 Gemeinwohl in der Schülerorientierung

4.0 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das PC-Spiel „Genius – Der Weg zur Macht“ kritisch zu rezensieren und anhand der drei Grundprinzipien des Beutelsbacher Konsens zu prüfen, inwieweit sich die Simulation als Instrument für die politische Bildung eignet.

  • Analyse der Eignung des Beutelsbacher Konsens als Qualitätsindikator für politische Bildung.
  • Untersuchung der Übereinstimmung der Spielinhalte mit dem Überwältigungsverbot.
  • Bewertung der kontroversen Darstellung politischer Themen innerhalb der Simulation.
  • Prüfung des Prinzips der Schülerorientierung im Kontext von Spielaufgaben und Lösungsstrategien.

Auszug aus dem Buch

3.1 Überwältigungsverbot

„Es ist nicht erlaubt, den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinn erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der Gewinnung eines selbständigen Urteils zu hindern.“9

Dieses Prinzip erstand vor allem aus einer Kritik an den hessischen Rahmenrichtlinien, welche mitverantwortlich für den Richtlinienstreit waren. Es sollte garantieren, dass Lehrpläne offen und pluralistisch gestaltet werden. Somit bezieht es sich auch direkt auf das Verhalten des Lehrenden, was in diesem Fall, neben einem möglicherweise anwesenden Lehrer, das Spiel ist.

Das PC-Spiel wandert hierbei auf einem schmalen Grad, denn in den Aufgaben gibt es meistens nur eine richtige Antwort, andere Antworten werden durch formale Fehler unbrauchbar gemacht. Häufig verstoßen Antworten oder die Vorhaben ihrer Inhalte gegen bestehende Gesetze oder widersprechen diesen. Da die Antworten sich aber nicht nur durch die formalen Gegebenheiten unterscheiden, sondern auch Aussagen über unterschiedliche Meinungen treffen, vermittelt das Spiel häufig die Auffassung, dass auch nur eine Meinung zum Sachverhalt richtig sei. Der Benutzer wird somit dazu verleitet, die vom Spiel vorgegebene Meinung zu übernehmen. Da das Spiel versucht die Karriere eines Politikers zu simulieren, ist häufig auch die Antwort richtig, welche in der Öffentlichkeit am populärsten erscheint. Der Benutzer kommt somit schon nach kurzer Zeit zu dem Ergebnis, dass es nicht sinniger ist, jene Frage auszuwählen, welche seiner Meinung nach richtig erscheint, sondern die, welche bei den potentiellen Wählern den besten Eindruck hinterlässt. Dies verstößt gegen das Grundprinzip, auch, wenn es für das Ziel der Simulation einer politischen Karriere als legitimes Mittel erscheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Vorstellung des PC-Spiels und Definition der Fragestellung hinsichtlich seiner Eignung für die politische Bildung.

2.0 Eignung des Beutelsbacher Konsens für die Untersuchung des PC-Spiels: Analyse der theoretischen Basis und Begründung, warum der Konsens als Indikator herangezogen wird.

2.1 Geschichte des Beutelsbacher Konsens: Historische Herleitung des Konsens aus dem Richtlinienstreit der siebziger Jahre.

2.2 Akzeptanz des Beutelsbacher Konsens: Einordnung der gesellschaftlichen und fachlichen Anerkennung des Konsens.

2.3 Diskussionen rund um den Beutelsbacher Konsens: Auseinandersetzung mit Interpretationsspielräumen und Kritikpunkten.

2.4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der theoretischen Eignung des Konsens als Maßstab für die Analyse.

3.0 Vergleich des PC-Spiels „Genius – der Weg zur Macht“ mit dem Beutelsbacher Konsens: Anwendung der drei Grundprinzipien auf die konkreten Inhalte der PC-Simulation.

3.1 Überwältigungsverbot: Prüfung, ob das Spiel den Nutzer zur Übernahme vorgegebener politischer Meinungen drängt.

3.1.1 Wertevermittlung als Umgehung der Überwältigung: Diskussion über die Diskrepanz zwischen dem dialogischen Verfahren und der Spielmechanik.

3.1.2 Verkürzung oder Tabuisierung als Form der Überwältigung: Untersuchung des Einflusses von Vereinfachungen auf die politische Bildung.

3.2 Gebot der Kontroversität: Bewertung der Darstellung von kontroversen Standpunkten innerhalb der Aufgaben.

3.2.1 Kompensatorische Funktion des Lehrenden: Analyse der Notwendigkeit einer menschlichen Lehrkraft bei der spielbasierten Erarbeitung von Themen.

3.2.2 Darstellung radikaler Meinungen: Auseinandersetzung mit der Behandlung verfassungsfeindlicher Positionen.

3.3 Prinzip der Schülerorientierung: Beurteilung der Interaktionsmöglichkeiten und des Einbezugs der Lebensrealität der Lernenden.

3.3.1 Gemeinwohl in der Schülerorientierung: kritische Betrachtung des Spannungsfeldes zwischen eigenständiger Interessenwahrnehmung und dem Gemeinwohl.

4.0 Fazit: Abschließende Einschätzung des Spiels als ergänzendes, aber nicht eigenständig einsetzbares Lehrmittel.

Schlüsselwörter

Politische Bildung, Beutelsbacher Konsens, PC-Spiel, Genius Der Weg zur Macht, Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot, Schülerorientierung, Politische Simulation, Didaktik, Medienkompetenz, Politische Partizipation, Wertevermittlung, Politisches Urteilsvermögen, Medienpädagogik, Demokratieerziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das PC-Spiel „Genius – Der Weg zur Macht“ unter didaktischen Gesichtspunkten, um festzustellen, ob es als Werkzeug für die politische Bildung tauglich ist.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Zentral sind die drei Grundpfeiler des Beutelsbacher Konsens: das Überwältigungsverbot, das Gebot der Kontroversität und das Prinzip der Schülerorientierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die didaktische Qualität des Spiels zu bewerten und aufzuzeigen, wo die Simulation den Prinzipien der politischen Bildung entspricht und wo sie gegen diese verstößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine vergleichende Analyse durch, indem sie die Spielinhalte (insbesondere Aufgaben und Interviewfragen) systematisch an den Grundsätzen des Beutelsbacher Konsens spiegelt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Dort erfolgt der detaillierte Abgleich der Spielinhalte mit den Anforderungen an die politische Bildung, inklusive der Problematik von Vereinfachungen und dem Umgang mit radikalen Meinungen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Neben dem Beutelsbacher Konsens sind dies Begriffe wie Überwältigungsverbot, Kontroversität, Schülerorientierung, Simulation und Politische Bildung.

Warum wird das Überwältigungsverbot im Kontext des Spiels kritisch gesehen?

Weil das Spiel oft einen binären „Richtig-Falsch“-Mechanismus bei Antworten verwendet, der den Nutzer dazu verleitet, populäre statt sachlich fundierte Standpunkte einzunehmen, was einer selbstständigen Urteilsbildung entgegensteht.

Kann das Spiel als eigenständiges Lehrmittel fungieren?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Spiel aufgrund didaktischer Lücken, wie dem fehlenden dialogischen Verfahren, nur als ergänzendes Medium fungieren kann und eine begleitende Lehrkraft notwendig bleibt.

Wie geht das Spiel mit kontroversen Themen um?

Obwohl das Spiel in manchen Aufgaben versucht, Pro- und Contra-Argumente abzubilden, werden diese oft zu stark vereinfacht, was die intendierte Kontroversität untergräbt.

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Details

Title
Das PC-Spiel "Genius - Im Zentrum der Macht" als Mitte politischer Bildung
Subtitle
Eine Analyse anhand des Beutelsbacher Konsens
College
University of Kassel
Grade
1,0
Author
Lucas Christoffer (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V209199
ISBN (eBook)
9783656367918
ISBN (Book)
9783656368243
Language
German
Tags
pc-spiel genius zentrum macht bildung eine analyse beutelsbacher konsens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lucas Christoffer (Author), 2010, Das PC-Spiel "Genius - Im Zentrum der Macht" als Mitte politischer Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209199
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