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Konzepte zur Vermittlung von Rechtschreibwissen und ihre linguistische Basis

Wortschreibung mit System von Anfang an

Título: Konzepte zur Vermittlung von Rechtschreibwissen und ihre linguistische Basis

Tesis (Bachelor) , 2012 , 60 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Diplombiochemikerin Karen Brand (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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Im Rahmen der IGLU-Studie wurde festgestellt, dass vielen Schülern die grundlegenden Einsichten in die deutsche Orthographie fehlen. Eisenberg und Fuhrhop warnen vor der Darstellung „angehäufter Einzelheiten, die man wissen muss, wenn man orthographisch richtig schreiben will.“ Vielmehr sollten Lehrer ihrer Meinung nach „ein klares Bild davon haben, wie die 90 oder 95 Prozent der regulären Schreibungen zustande kommen, wenn sie die Subregularitäten und Irregularitäten des Restes zur Geltung bringen.“
Bredel, Müller und Hinney weisen darauf hin, dass sich einige Kinder die Schrift trotz „unterrichtlich fehlgehender Instruktionen“ strukturiert aneignen. Mich als angehende Grundschullehrerin macht eine derartige Formulierung neugierig: Welcher Art sind derartige Instruktionen? Wie kann ich sie vermeiden und die Schülerinnen und Schüler stattdessen beim Rechtschreiblernen bestmöglich unterstützen?
Als Antwort auf diese Fragen möchte ich im Rahmen der Arbeit auf Konzepte zur Vermittlung von Rechtschreibwissen eingehen und dabei sowohl „fehlgehende Instruktionen“ als auch alternative Konzepte berücksichtigen. Dabei sollen die von Eisenberg und Fuhrhop angesprochenen „regulären Schreibungen“ von Wörtern im Vordergrund stehen, d. h. solche, die sich durch Regularitäten erklären lassen.
Die Anwendung ausgewählter Konzepte und Prinzipien der Wortschreibung wird anhand eines hypothetischen Textes eines Grundschülers demonstriert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielstellung

2. Was heißt es, über Rechtschreibwissen zu verfügen?

3. Die linguistische Basis - Grundlegende Prinzipien der Graphematik

3.1 Das phonographische Prinzip

3.1.1 Explizitlautung und Standardlautung

3.1.2 Das Phonemsystem des Deutschen

3.1.3 Das Graphemsystem des Deutschen

3.1.3 Graphem-Phonem-Korrespondenz-Regeln (GPK-Regeln)

3.2 Das silbische Prinzip

3.2.1 Der Silbenbau im trochäischen Zweisilber

3.2.2 Die Silbengelenkschreibung

3.2.3 Das silbeninitiale „h“

3.2.4 Das Dehnungs-h

3.2.5 Die Vokalgraphemverdopplung

3.2.6 Verschriftung des Phonems /ʀ/

3.3 Das morphologische Prinzip

3.3.1 Auslautverhärtung und Spirantisierung

3.3.2 Die Umlautschreibung

3.4 Zusammenwirken der Prinzipien am Beispiel der s-Schreibung

4. Konzepte zur Vermittlung von Rechtschreibwissen

4.1 Lernvoraussetzungen

4.2 Konzepte auf phonologischer Basis

4.2.1 Anlauttabellen und Lauttabellen

4.2.2 Schreibe, wie du sprichst

4.2.3 Sprich, wie du schreiben sollst

4.2.4 Verwendung von Reimwörtern

4.3. Silbenbasierte Konzepte

4.3.1 Die Blauen und die Roten (nach Spiegel)

4.3.2 „Langvokal oder Kurzvokal?“ - das ist hier die Frage

4.3.3 Bilde den prototypischen trochäischen Zweisilber - das Schlüsselwort

4.3.4 Das Häusermodell (nach Bredel)

4.4 Konzepte zum Einblick in das morphologische Prinzip

4.4.1 Stammerkennung – „Der Trick mit dem Knick“ (nach Bredel)

4.4.2 Umlautschreibung – Suche nach verwandten Wörtern

4.5 An der richtigen Stelle zweifeln lernen und Lösungsmöglichkeiten kennen

5. Kombinierte Anwendung ausgewählter Konzepte

6. Zusammenfassung

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht linguistisch fundierte Konzepte zur Vermittlung von Rechtschreibwissen an Grundschüler. Das primäre Ziel ist es, den Schriftspracherwerb durch ein systemorientiertes Verständnis der deutschen Orthographie – statt durch das Auswendiglernen von Einzelfehlern – zu optimieren und Strategien zur erfolgreichen Rechtschreibvermittlung aufzuzeigen.

  • Grundlegende Prinzipien der Graphematik (phonographisches, silbisches, morphologisches Prinzip).
  • Kritische Analyse und Einordnung gängiger Vermittlungskonzepte (Lauttabellen, Häusermodell).
  • Die Bedeutung der Mustererkennung und inneren Regelbildung für Schreibanfänger.
  • Verfahren zum produktiven Umgang mit Rechtschreibzweifeln und Alternativentscheidungen.
  • Kombinierte Anwendung der Konzepte am Beispiel hypothetischer Schülertexte.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Explizitlautung und Standardlautung

Explizitlautung steht in engem Zusammenhang zum Schriftbild des Wortes. Sie setzt voraus, dass Wörter einzeln mit normaler Betonung so ausgesprochen werden, dass jeder Einzellaut alle funktionalen artikulatorischen Merkmale aufweist. Außerdem sind in der Explizitlautung alle Silben vorhanden und jeder Silbenkern ist ein Vokal. Eisenberg weist darauf hin, dass die Explizitlautung die Eigenschaften besitzt, die man als „wirkliche Lautform“ eines Wortes im Kopf hat und die genutzt wird, wenn wir scheinbar Dinge hören, die physikalisch nicht hörbar waren.28 Schriftkundige Personen sind somit in der Lage, akustisch wahrgenommene Standardlautungen wie [fy:ɐ̯]29, [mʊtɐ] oder [ʃʀaɪ̯bn̩]30 in die entsprechenden Explizitlautungen [fy:ɐ̯], [mʊtəʀ] bzw. [ʃʀaɪ̯bən] zu überführen und daraus die entsprechenden Phonemfolgen /fy:ʀ/, /mʊtəʀ/ bzw. /ʃʀaɪ̯bən/ zu bilden. Auf das dabei zugrunde liegende Phonemsystem soll im Folgenden kurz eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielstellung: Einführung in die Problematik des Rechtschreibunterrichts und Zielsetzung der Arbeit zur Untersuchung systematischer Vermittlungskonzepte.

2. Was heißt es, über Rechtschreibwissen zu verfügen?: Erläuterung der Bedeutung von deklarativem versus prozeduralem Rechtschreibwissen für den Lernprozess.

3. Die linguistische Basis - Grundlegende Prinzipien der Graphematik: Darstellung der drei zentralen linguistischen Prinzipien: phonographisches, silbisches und morphologisches Prinzip.

4. Konzepte zur Vermittlung von Rechtschreibwissen: Vorstellung und kritische Analyse verschiedener methodischer Ansätze zur Vermittlung von Rechtschreibkompetenz.

5. Kombinierte Anwendung ausgewählter Konzepte: Praktische Demonstration der kombinierten Nutzung der vermittelten Konzepte anhand eines Beispieltextes.

6. Zusammenfassung: Fazit zur Notwendigkeit eines systemorientierten Rechtschreibunterrichts.

7. Ausblick: Diskussion der Grenzen der Wortschreibungsregularitäten und Hinweis auf weiterführende Ansätze für Groß- und Kleinschreibung sowie Interpunktion.

Schlüsselwörter

Rechtschreibwissen, Graphematik, Phonographisches Prinzip, Silbisches Prinzip, Morphologisches Prinzip, Orthographie, Schriftspracherwerb, Häusermodell, Lauttabelle, Standardlautung, Explizitlautung, Merkwörter, Mitsprechwörter, Nachdenkwörter, Rechtschreibstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Basis des deutschen Schriftsystems und wie dieses Wissen effektiv zur Vermittlung von Rechtschreibkompetenz im Grundschulunterricht genutzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Graphematik (phonographisches, silbisches und morphologisches Prinzip), verschiedene methodische Vermittlungskonzepte sowie die Förderung der inneren Regelbildung bei Schreibanfängern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Lehrerinnen und Lehrern Konzepte an die Hand zu geben, mit denen sie Schülerinnen und Schüler beim Rechtschreiblernen durch das Verstehen von Systemregularitäten statt durch reines Auswendiglernen unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin stützt sich auf linguistische Theorien (insbesondere Eisenberg, Bredel, Spiegel) und analysiert, wie diese Konzepte in der Schulpraxis zur Anwendung kommen können.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Graphematik, die Vorstellung von Vermittlungskonzepten wie Anlauttabellen oder dem Häusermodell und eine kombinierte Anwendung dieser Ansätze an einem Beispieltext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Graphematik, systemorientierte Vermittlung, Rechtschreibwissen und Schreibstrategien charakterisiert.

Welche Rolle spielt das „Häusermodell“ nach Bredel?

Das Häusermodell dient dazu, die Silbenstruktur des Deutschen visuell begreifbar zu machen, um so Muster wie offene und geschlossene Silben zur Herleitung korrekter Schreibungen nutzen zu können.

Warum ist das "Zweifeln" an der richtigen Stelle wichtig?

Das "Zweifeln" an der richtigen Stelle ist ein Zeichen für wachsendes orthographisches Wissen, da es zeigt, dass der Schüler erkennt, wann einfache lautbasierte Schreibungen nicht ausreichen und eine Strategieentscheidung notwendig ist.

Final del extracto de 60 páginas  - subir

Detalles

Título
Konzepte zur Vermittlung von Rechtschreibwissen und ihre linguistische Basis
Subtítulo
Wortschreibung mit System von Anfang an
Universidad
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Calificación
1,0
Autor
Diplombiochemikerin Karen Brand (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
60
No. de catálogo
V209243
ISBN (Ebook)
9783656378877
ISBN (Libro)
9783656378976
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rechtschreibung Grundschule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplombiochemikerin Karen Brand (Autor), 2012, Konzepte zur Vermittlung von Rechtschreibwissen und ihre linguistische Basis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209243
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Extracto de  60  Páginas
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