1. Einleitung
Eine Internationalisierung von Geschäftsbereichen, also das Agieren auf
ausländischen Märkten, ist eine, in einer Zeit der weltpolitischen Änderungen,
immer wichtigere und notwendigere Aufgabe, der sich Unternehmen
gegenübergestellt sehen. Ein solcher Schritt ist mit Chancen aber auch Risiken
verbunden. Gerade auch mittelständische Unternehmen werden hier vor enorme
Herausforderungen gestellt, die sich von denen größerer Unternehmen
unterscheiden.
1.1 Relevanz, Ziel und Aufbau der Arbeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Internationalisierungsstrategien, die
gerade für Unternehmen des Mittelstands in Frage kommen. Das Ziel der Arbeit
ist es, dem Leser zunächst die Begriffe Mittelstand und Internationalisierung
näher zu bringen sowie deren Bedeutung offen zu legen. Hierzu werden in Kapitel
2 zunächst die Grundlagen für das Verständnis der Begriffe erläutert und die
Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Volkswirtschaft sowie die Bedeutung
einer Internationalisierung für mittelständische Unternehmen aufgeführt. Kapitel 3
stellt die für mittelständische Unternehmen in Frage kommenden Strategien für
einen Eintritt in Auslandsmärkte dar. In Kapitel 4 wird auf die Potentiale einer
Internationalisierung eingegangen, desweiteren führt dieses Kapitel auch die
damit verbundenen Barrieren und Risiken auf. Abschließend werden in Kapitel 5
die Ergebnisse dieser Arbeit kritisch beurteilt und die Aussagen zusammengefasst.
1.2 Abgrenzung der Arbeit
Diese Arbeit bezieht sich aufgrund des vorgegebenen Umfangs lediglich auf die
Absatzseite der Internationalisierung, auf einen Import von Waren im Zuge der
Internationalisierung eines Unternehmens wird nicht eingegangen. Definitionen
und Ausführungen sind bewusst kurz gehalten um den erforderten Umfang der
Arbeit nicht zu überschreiten. Auf eine Beachtung und Aufführung der
Voraussetzungen für einen Eintritt auf internationale Märkte wurde in dieser
Arbeit verzichtet. Ebenso existieren, neben den in dieser Arbeit genannten
Internationalisierungsstrategien, noch weitere Strategien, die aufgrund ihrer
geringeren Bedeutung für den Mittelstand nicht in diese Arbeit mit aufgenommen
wurden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Relevanz, Ziel und Aufbau der Arbeit
1.2 Abgrenzung der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Mittelständische Unternehmen – Definition und Bedeutung
2.1.1 Quantitativer Definitionsansatz
2.1.2 Qualitativer Definitionsansatz
2.1.3 Bedeutung des Mittelstands in Deutschland
2.2 Internationalisierung
2.2.1 Definition
2.2.2 Abgrenzung von Internationalisierung und Globalisierung
2.2.3 Bedeutung der Internationalisierung für den deutschen Mittelstand
3. Internationalisierungsstrategien
3.1 Export
3.2 Joint Ventures
3.3 Lizenzvergabe (licensing)
3.4 Tochtergesellschaften
4. Kritische Betrachtung des internationalen Markteintritts
4.1 Chancen des Eintritts auf internationale Märkte
4.2 Barrieren des Eintritts auf internationale Märkte
4.2.1 Finanzierung als Barriere
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Herausforderungen einer Internationalisierung für mittelständische Unternehmen zu analysieren. Dabei wird untersucht, welche Strategien sich für den Mittelstand eignen und welche Barrieren sowie Chancen mit einem Markteintritt im Ausland verbunden sind.
- Grundlagen zur Definition und Bedeutung des deutschen Mittelstands.
- Analyse verschiedener Internationalisierungsstrategien (Export, Joint Ventures, Lizenzvergabe, Tochtergesellschaften).
- Kritische Bewertung der Chancen und Risiken eines internationalen Markteintritts.
- Untersuchung der Finanzierung als spezifische Barriere für mittelständische Unternehmen.
Auszug aus dem Buch
3.2 Joint Ventures
Unter einem Joint Venture versteht man die gemeinsame Unternehmung von zwei oder mehreren Partner/n, von denen mindestens einer, bzw. das Joint Venture als solches, im Ausland angesiedelt ist. Hierbei wird von den an dem Joint Venture beteiligten Partnern in der Regel eine neue Unternehmung gegründet, in die von den Beteiligten sowohl Kapital, Vermögen als auch Personal und/oder Wissen eingebracht wird. Das Motiv zur Gründung eines Joint Ventures liegt in der Regel in der Risikoteilung und einer Vorteilserzielung beim Eintritt in den neuen Markt begründet. Dies wird vor allem durch eine Verflechtung der Stärken des eigenen Unternehmens mit denen des Partnerunternehmens erzielt, um hierdurch mögliche Synergien in der Marktbearbeitung zu nutzen und somit Wettbewerbsvorteile zu erlangen.
Joint Ventures stellen bspw. eine Alternative zum Export dar, falls dieser keine zufriedenstellenden Ergebnisse bei der Erschließung, respektive der intensiveren Bearbeitung eines Zielmarktes einbringt. Eine solche Zusammenarbeit birgt auch den Vorteil einer Festigung von Perspektiven der Kontrolle des Auslandsgeschäftes und der Bearbeitung des gewählten Marktes. Als weitere Vorteile anzusehen, sind auch die durch das im Zielland heimische Joint Venture Unternehmen erzielbaren Imagevorteile sowie die Überwindung von Importrestriktionen bzw. Importverboten einzelner Zielländer.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Notwendigkeit der Internationalisierung für Unternehmen in einer globalisierten Welt ein und umreißt Ziel sowie Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Mittelstand und Internationalisierung definiert sowie deren volkswirtschaftliche Relevanz in Deutschland erläutert.
3. Internationalisierungsstrategien: In diesem Kapitel werden die wichtigsten Markteintrittsstrategien, insbesondere Export, Joint Ventures, Lizenzvergabe und Tochtergesellschaften, detailliert vorgestellt.
4. Kritische Betrachtung des internationalen Markteintritts: Das Kapitel analysiert Chancen und Barrieren, wobei ein besonderer Fokus auf der Finanzierung als Hürde für mittelständische Betriebe liegt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer genauen Analyse für den Erfolg von Internationalisierungsvorhaben trotz bestehender Hindernisse.
Schlüsselwörter
Mittelstand, Internationalisierung, Export, Joint Ventures, Lizenzvergabe, Tochtergesellschaft, Markteintritt, KMU, Außenwirtschaft, Finanzierung, Handelsbarrieren, Unternehmensstrategie, Globalisierung, Wettbewerbsvorteil, Risikomanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Strategie der Internationalisierung und deren spezifischer Bedeutung für mittelständische Unternehmen in Deutschland.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Mittelstands, die Abgrenzung von Internationalisierung und Globalisierung sowie verschiedene Markteintrittsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, dem Leser die Konzepte näherzubringen und aufzuzeigen, wie der Mittelstand Auslandsmärkte erfolgreich erschließen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von aktuellen statistischen Daten (z.B. IfM, KfW) basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Internationalisierungsstrategien und eine kritische Diskussion der Chancen und Risiken beim Markteintritt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mittelstand, Internationalisierungsstrategien, Finanzierung und Exportgeschäfte geprägt.
Warum sind Tochtergesellschaften für den Mittelstand risikoreich?
Da die Errichtung von Tochtergesellschaften hohe Anforderungen an Kapital und Managementressourcen stellt, ist sie weniger reversibel und riskanter als andere Strategien.
Welche Rolle spielt die KfW bei der Finanzierung?
Die KfW bietet Sonderprogramme an, um den Zugang zu Krediten für den Mittelstand zu erleichtern und somit die Finanzierung von Auslandsaktivitäten zu unterstützen.
- Citar trabajo
- Dipl. Betriebswirt (FH); Master of Arts (M.A.) Stephan Sitzler (Autor), 2010, Internationalisierungsstrategien und ihre Bedeutung für den Mittelstand, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209256