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Entwicklung eines heilpädagogischen Handlungskonzepts für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F

Musiktherapie als heilpädagogische Angebotsplanung

Titre: Entwicklung eines heilpädagogischen Handlungskonzepts für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F

Dossier / Travail , 2012 , 55 Pages

Autor:in: Florian Flügge (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

[...] Sich in die Lage eines Wachkomapatienten zu versetzen fällt vermutlich
nicht nur mir sehr schwer. Auch aus diesem Grund habe ich mich dazu
entschieden, eine Hausarbeit zu dem Thema Wachkoma zu schreiben.
Zudem werde ich im fünften Semester meine Praxisphase in einem
Wachkomahaus absolvieren. Da ich in diesem Bereich absolutes Neuland
betreten werde, möchte ich mich durch diese Arbeit möglichst gut auf die
anstehende Praxisphase vorbereiten. Im Mittelpunkt dieser Hausarbeit
sollen die Entwicklung eines heilpädagogischen Handlungskonzepts sowie
eine Angebotsplanung für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F
stehen.
Zunächst werde ich unter medizinischer Betrachtung das Wachkoma
erläutern, um so ein grundlegendes Verständnis zu erlangen. Dabei
orientiere ich mich u.a. an der Entwicklung und Prognose von Wachkomapatienten und den damit verbundenen (Lebens)Bedingungen.
Aufbauend darauf werde ich die heilpädagogische Intervention für
Wachkomapatienten begründen. Im Anschluss daran werde ich
unterschiedliche interdisziplinäre Handlungskonzepte aufzeigen, die als
Therapieansatz für Wachkomapatienten von Bedeutung sind. Bevor ich
zur Angebotsplanung im zweiten Teil der Hausarbeit komme, werde ich
die Musiktherapie als Methode vorstellen.
Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass in der folgenden Arbeit mit der
Bezeichnung „Heilpädagogen“ immer die weibliche Form mit
eingeschlossen ist. Im Übrigen gilt dies auch für die Bezeichnungen
„Ergotherapeuten, pflegenden Fachkräften, Therapeuten,
Heilerziehungspflegern, Kinästhetiktrainern, Musiktherapeuten sowie
Bobath-Therapeuten oder Patienten bzw. Wachkomapatienten“.
Außerdem werde ich die Bezeichnung „Patient bzw. Wachkomapatient“
anstatt Klient benutzen, da die Fachliteratur ebenfalls diese Bezeichnung
gebraucht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklung eines heilpädagogischen Handlungskonzepts für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F

1.1 Einleitung

1.2 Junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F

1.2.1 Entstehung, Ursachen und Diagnose

1.2.2 Entwicklung und Prognose

1.2.3 Erschwerte (Lebens)Bedingungen für Patienten in Phase F

1.3 Begründung und Legitimität von heilpädagogischer Intervention

1.4 Geeignete interdisziplinäre und rehabilitative Maßnahmen

1.4.1 Das Affolter-Modell

1.4.2 Physiotherapie

1.4.3 Ergotherapie

1.4.4 Logopädie

1.4.5 Basale Stimulation in der Pflege

1.4.6 Kinästhetik

1.4.7 Musiktherapie

1.5 Ausblick

2. Musiktherapie als heilpädagogische Angebotsplanung für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F

2.1 Einleitung

2.2 Musiktherapie

2.3 Musiktherapie zur Steigerung der Lebensqualität für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F

2.4 Angebotsplanung

2.4.1 Formulierung des Richtziels

2.4.2 Die Einheiten der Angebotsplanung

2.5 Ausführliche Darstellung einer exemplarischen Einheit

2.6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein heilpädagogisches Handlungskonzept für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F zu entwickeln und dieses durch eine konkrete, musiktherapeutisch orientierte Angebotsplanung zu ergänzen, um die Lebensqualität der Patienten durch gezielte Förderung zu verbessern.

  • Medizinische Grundlagen und Diagnostik des Wachkomas (Phase F)
  • Bedeutung heilpädagogischer Interventionen bei schwerstmehrfachbehinderten Menschen
  • Interdisziplinäre Rehabilitationsansätze (u.a. Affolter-Modell, Physiotherapie, Basale Stimulation)
  • Musiktherapie als Medium zur Beziehungsgestaltung und Kommunikation
  • Strukturierte heilpädagogische Angebotsplanung in Einzelsitzungen

Auszug aus dem Buch

1.4.1 Das Affolter-Modell

Das Affolter-Modell gehört sicher zu den wichtigsten Therapiekonzepten für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F. Das Affolter-Modell beruht auf der Annahme, dass ein Mensch durch die Auseinandersetzung mit der Umwelt, im Rahmen von Alltagsgeschehnissen […], zum Wissen gelangt, wie die Beziehung zwischen seinem Körper und der Umwelt beschaffen ist. Ziel ist es, eine Verbesserung der Wahrnehmungsorganisation zu erreichen. Dies geschieht über gespürte Interaktion. Dabei ist Interaktion so zu erklären, dass der Wortbestandteil „Inter“ und der Wortbestandteil „aktion“ für „zwischen“ und „aktion“ (im Sinne von Geschehen) zu verstehen ist. Es geschieht (die Aktion) durch spüren (auch im Sinne von wahrnehmen). Etwas ist zwischen mir und meiner Umwelt.

Es findet also eine wechselseitige Aktivität zwischen der Person und der Umwelt statt. Da das Affolter-Modell ursprünglich auf die Entwicklungspsychologie nach Piaget zurückzuführen ist, werden diese wechselseitigen Prozesse als Geschehnisse der Assimilation und Akkomodation bezeichnet. Durch die Hirnschädigung können die Betroffenen Informationen aus ihrer Umwelt nur unzureichend suchen, aufnehmen und verarbeiten. Das Affolter-Modell unterstützt den Patienten, durch Führen, bei dieser Arbeit. Durch geführte Intervention bei Wachkomapatienten in Phase F können beispielsweise folgende Reaktionen wahrgenommen werden: Änderung der Atmung, Augenbewegungen/ Änderung des Blickverhaltens, Änderung der Mimik (verzerrt, entspannt, lächeln etc.), Lautieren, Weinen, Schreien, Änderung des Speichelflusses und weitere Reaktionen. Innerhalb der gespürten Interaktion werden das Verhalten der Patienten bzw. die eingetretenen Veränderungen beobachtet. So ist es möglich auf die Ressourcen des Patienten einzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklung eines heilpädagogischen Handlungskonzepts für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F: Dieses Kapitel erläutert das medizinische Krankheitsbild des Wachkomas, begründet die heilpädagogische Intervention bei schwerstmehrfachbehinderten Personen und stellt verschiedene interdisziplinäre Therapieansätze vor.

2. Musiktherapie als heilpädagogische Angebotsplanung für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F: Dieser Teil vertieft die Musiktherapie als rehabilitative Methode, beschreibt deren Einsatz zur Steigerung der Lebensqualität und entwirft eine strukturierte, exemplarische Angebotsplanung für die heilpädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

Wachkoma, Phase F, Heilpädagogik, Musiktherapie, Rehabilitation, Interdisziplinarität, Lebensqualität, Basale Stimulation, Affolter-Modell, Kinästhetik, Beziehungsgestaltung, Angebotsplanung, Kommunikation, Körperwahrnehmung, Schwerstmehrfachbehinderung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines heilpädagogischen Handlungskonzepts und einer konkreten Angebotsplanung für junge Erwachsene, die sich im Wachkoma der Phase F befinden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die medizinischen Grundlagen des apallischen Syndroms, die Begründung heilpädagogischer Interventionen, die Darstellung interdisziplinärer Rehabilitationsmethoden sowie die musiktherapeutische Angebotsplanung.

Was ist das primäre Ziel der beschriebenen heilpädagogischen Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, dem Patienten durch gezielte Förderung Möglichkeiten zur Körper- und Selbsterfahrung zu geben und die Interaktion mit der Umwelt zu ermöglichen, um so die Lebensqualität zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Angebotsplanung verwendet?

Es wird eine strukturierte, theoriegeleitete Angebotsplanung erstellt, die auf einer umfassenden Anamnese basiert und die Musiktherapie als zentrales rehabilitatives Medium integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Wachkoma und der Bedeutung der Heilpädagogik sowie in einen praxisorientierten Teil, der eine exemplarische Förderreihe für einen spezifischen Patienten darstellt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Wachkoma (Phase F), heilpädagogische Intervention, Musiktherapie, Lebensqualität und interdisziplinäre Rehabilitation beschreiben.

Warum ist die Wahl der Altersgruppe der jungen Erwachsenen für diese Arbeit relevant?

Die Festlegung auf junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren ist eine persönliche Interessenswahl des Autors, wobei die therapeutischen Grundsätze grundsätzlich für alle Altersgruppen identisch sind, sich jedoch in der Ausgestaltung unterscheiden können.

Welche Rolle spielt die Musiktherapie bei der Förderung von Wachkomapatienten?

Musiktherapie dient als Medium zur nonverbalen Beziehungsgestaltung, zur emotionalen Stabilisierung, zur Förderung der Sinneswahrnehmung und bietet eine Möglichkeit zur Kommunikation, auch wenn der Patient verbal nicht erreichbar erscheint.

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Résumé des informations

Titre
Entwicklung eines heilpädagogischen Handlungskonzepts für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F
Sous-titre
Musiktherapie als heilpädagogische Angebotsplanung
Université
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Cours
Handlungskonzepte in der Heilpädagogik
Auteur
Florian Flügge (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
55
N° de catalogue
V209276
ISBN (ebook)
9783656374466
ISBN (Livre)
9783656375814
Langue
allemand
mots-clé
entwicklung handlungskonzepts erwachsene wachkoma phase musiktherapie angebotsplanung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Florian Flügge (Auteur), 2012, Entwicklung eines heilpädagogischen Handlungskonzepts für junge Erwachsene im Wachkoma der Phase F, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209276
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Extrait de  55  pages
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