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Entwicklung, Funktion und Aufgaben der Antidumpingpolitik

Titre: Entwicklung, Funktion und Aufgaben der Antidumpingpolitik

Dossier / Travail , 2009 , 23 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Melanie Klar (Auteur)

Gestion d'entreprise - Droit économique
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Dumping ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein weit verbreitetes Schlagwort mit dem eine Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte bezeichnet wird. Die Europäische Union muss sich mit der Thematik des Dumpings nur dann auseinandersetzen, wenn der Verdacht besteht, dass Waren, die in die EU eingeführt werden, dort billiger verkauft werden, als im Exportland selbst.

Deswegen verfolgt die EU mit ihrer Antidumpingpolitik das Ziel, den europäischen Markt vor der Einfuhr gedumpter Waren zu befreien und somit die heimischen Wirtschaftszweige vor unfairen Preisunterbietungen zu schützen.
Seit Abschluss der Uruguay-Runde nutzen immer mehr Länder das Recht, das ihnen durch die WTO verbrieft wird, ihre Märkte mit Hilfe von Antidumpingmaßnahmen abzuschotten.

Kommen Antidumpingmaßnahmen zur Anwendung, beruft sich jedes Land darauf damit lediglich unfaire Importkonkurrenz bekämpfen zu wollen. Ob dies im Zeitalter der Globalisierung wirklich noch zeitgemäß ist, bildet eine komplexe Fragestellung, die ich an dieser Stelle gar nicht näher beleuchten möchte.

Mit meiner Seminararbeit verfolge ich das Ziel, die Antidumpingpolitik der EU vorzustellen. Zunächst einmal gibt es einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Antidumpingpolitik, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Art. VI GATT und auf die Verordnung (EG) Nr. 384/96 gelegt wird.
Im Hauptteil wird das Antidumpingverfahren selbst dargestellt, dabei rücken die beiden Tatbestandsmerkmale Dumping und Schädigung in den Mittelpunkt, sowie die Maßnahmen, die ergriffen werden können, wenn das Verfahren erfolgreich war. Zur Veranschaulichung wird dieser Teil zusätzlich praktisch durch das Beispiel „Verbindungselemente aus Eisen oder Stahl mit Ursprung in der Volksrepublik China“ verdeutlicht.

Extrait


Gliederung

A. Einführung

B. Die Entwicklung der Antidumpingpolitik

I. Definition Dumping

II. Antidumpingpolitik

III. Entstehung der Antidumpingpolitik

1. Antidumpingpolitik des GATT

2. Verordnung (EG) Nr. 384/96

a. Geographischer Geltungsbereich

b. Sachlicher Geltungsbereich

c. Weitere Entwicklungen

C. Funktion und Aufgaben der Antidumpingpolitik

I. Antragstellung

II. Eingriffsvoraussetzungen

1. Dumpingtatbestand

a. Normalwert

b. Ausfuhrpreis

c. Dumpingspanne

2. Schädigungstatbestand

3. Kausalität

III. Maßnahmen

1. Vorläufige Zölle

2. Endgültige Zölle

3. Selbstverpflichtungen

D. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Antidumpingpolitik der Europäischen Union darzustellen und deren Funktion sowie Aufgaben anhand rechtlicher Grundlagen und praktischer Beispiele zu erläutern. Dabei wird insbesondere untersucht, wie unfaire Preisunterbietungen auf dem europäischen Markt sanktioniert werden können.

  • Historische Entwicklung der Antidumpingpolitik vom GATT bis zur heutigen EU-Gesetzgebung.
  • Struktur und rechtliche Rahmenbedingungen der Verordnung (EG) Nr. 384/96.
  • Tatbestandsmerkmale für ein Antidumpingverfahren, insbesondere Dumping, Schädigung und Kausalität.
  • Instrumente der Intervention, wie vorläufige und endgültige Zölle sowie Selbstverpflichtungen.
  • Praktische Veranschaulichung des Verfahrens am Beispiel von Verbindungselementen aus China.

Auszug aus dem Buch

1. Dumpingtatbestand

Nach der Legaldefinition der „Antidumpinggrundverordnung“ liegt Dumping vor, wenn der Ausfuhrpreis einer Ware in die Gemeinschaft niedriger ist als der Normalwert der gleichartigen Ware im Ausfuhrland. Die Differenz zwischen diesen beiden Beträgen wird als Dumpingspanne bezeichnet.

Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wann konkret von Dumping gesprochen werden kann, müssen die Begriffe Normalwert, Ausfuhrpreis und Dumpingspanne zunächst näher bestimmt werden.

a. Normalwert

Als Normalwert gilt in der Regel der tatsächliche Verkaufspreis einer Ware im Heimatland des Exporteurs. Problematisch ist dieser Ausgangspunkt allerdings, wenn der Exporteur seine Ware nicht oder nur in zu geringen Mengen auf seinem Heimatmarkt anbietet. In dieser Situation besteht die Möglichkeit, dass der Normalwert zur Berechnung des Dumpings rechnerisch ermittelt werden kann. Dieser rechnerische Wert wird bestimmt, in dem die Produktionskosten im Ursprungsland mit einer angemessenen Gewinnspanne addiert werden.

Bei Einfuhren aus Ländern ohne Marktwirtschaft wird der Normalwert auf Grundlage des Preises in einem Drittland mit Marktwirtschaft oder des Preises, zu dem die Ware aus einem solchen Drittland in andere Länder verkauft wird, als Surrogat ermittelt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Dieses Kapitel skizziert die Problematik des Dumpings aus Sicht der EU und führt in die Fragestellung ein, wie der europäische Markt vor unfairen Preisunterbietungen geschützt werden kann.

B. Die Entwicklung der Antidumpingpolitik: Hier wird der historische Kontext der Antidumpingpolitik beleuchtet, angefangen bei den GATT-Runden bis hin zur maßgeblichen Verordnung (EG) Nr. 384/96.

C. Funktion und Aufgaben der Antidumpingpolitik: Dieses Kapitel erläutert detailliert die rechtlichen Eingriffsvoraussetzungen und die konkreten Maßnahmen der EU, illustriert durch das Beispiel chinesischer Verbindungselemente.

D. Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel reflektiert die Zeitgemäßheit der Antidumpingmaßnahmen im globalisierten Welthandel und bewertet den Zielkonflikt zwischen Marktschutz und freiem Handel.

Schlüsselwörter

Antidumpingpolitik, Europäische Union, Dumping, GATT, WTO, Verordnung (EG) Nr. 384/96, Normalwert, Ausfuhrpreis, Dumpingspanne, Schädigungstatbestand, Kausalität, Antidumpingzoll, Selbstverpflichtung, Handelsschutz, Welthandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem rechtlichen Rahmen und der praktischen Anwendung der Antidumpingpolitik der EU, um heimische Wirtschaftszweige vor unfairen Importpreisen zu schützen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Dumping, die historischen GATT-Grundlagen, die spezifischen EU-Verordnungen sowie die prozessualen Schritte von der Antragstellung bis zur Zollerhebung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie die EU Antidumpingmaßnahmen einsetzt, um den Binnenmarkt vor unlauterem Wettbewerb zu bewahren, und ob dieses Instrumentarium im Zeitalter der Globalisierung noch zeitgemäß ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive sowie analytische Herangehensweise, indem sie rechtliche Normen (Verordnungen) mit ökonomischen Prinzipien verknüpft und diese an einem Fallbeispiel anwendet.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Antragstellung, den Eingriffsvoraussetzungen (Dumping, Schädigung, Kausalität) und den möglichen Sanktionen (Zölle, Selbstverpflichtungen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Dumping, Antidumpingzoll, Schädigungstatbestand und die entsprechende EU-Grundverordnung.

Welche Rolle spielt die Welthandelsorganisation (WTO) in dieser Arbeit?

Die WTO stellt den rechtlichen Überbau dar; die EU orientiert ihre Antidumpingpolitik an den Übereinkommen der WTO, um internationale Handelskonformität zu wahren.

Warum wird im Beispiel das Land China herangezogen?

China dient als Fallbeispiel für eine Nicht-Marktwirtschaft, bei der der Normalwert zur Berechnung der Dumpingspanne über ein Drittland (hier Indien) ermittelt werden muss.

Was unterscheidet eine Selbstverpflichtung von einem Antidumpingzoll?

Während ein Zoll eine fiskalische Belastung für den Importeur darstellt, ist die Selbstverpflichtung eine einseitige Erklärung des Ausführers, seine Preise oder Exportmengen anzupassen, um das Verfahren abzuwenden.

Wann ist eine Maßnahme laut Arbeit "zeitgemäß"?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob der Schutz durch Antidumpingzölle den freien Welthandel behindert oder als notwendiges Korrektiv gegen unfaire, gesundheitsgefährdende oder marktschädigende Praktiken dient.

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Résumé des informations

Titre
Entwicklung, Funktion und Aufgaben der Antidumpingpolitik
Université
Anhalt University of Applied Sciences
Note
1,3
Auteur
Melanie Klar (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
23
N° de catalogue
V209301
ISBN (ebook)
9783656369295
ISBN (Livre)
9783656369035
Langue
allemand
mots-clé
entwicklung funktion aufgaben antidumpingpolitik
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Citation du texte
Melanie Klar (Auteur), 2009, Entwicklung, Funktion und Aufgaben der Antidumpingpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209301
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