Abenteuer oder Alltag? Pascal Frank und Judith Taschenmacher standen nach fertiger Ausbildung und abgeschlossenem Studium vor der Entscheidung, direkt in den Arbeitsalltag zu starten oder vorher auf einer abenteuerlichen Reise Natur und Menschen frei und unbeschwert zu erleben und dabei sich selbst zu begegnen. Als erfahrene Backpacker und Bergwanderer entschieden sie sich für eine harte Tour und überquerten zu Fuß die Alpen - 750 Kilometer durch die Schweiz, Italien und Frankreich in 55 Tagen. In diesem Buch erzählen sie von fantastischen Berglandschaften, Schneestürmen und Unwettern, spannenden Begegnungen mit Couchsurfern und Hunden, hässlichen Ski-Hochburgen und malerischen Bergdörfern und dem ständigen Kampf mit Körper und Geist. Dabei geben sie wertvolle Tipps für Berghütten und andere Übernachtungsmöglichkeiten, die schönsten Gipfel und Täler und andere Sehenswürdigkeiten in den verschiedenen Orten ihrer Reise. Gleichzeitig warnen sie vor besonders gefährlichen Klettersteigen und schlecht beschilderten Streckenabschnitten auf der Route von Lausanne über Monthey, Chamonix Mont Blanc, Bourg St. Maurice, Tignes, Modane, Briançon, Embrun, Puget Théniers nach Nizza.
Inhaltsverzeichnis
VORWORT
VORGEPLÄNKEL
Das große Ziel
Der Abschied
DER START
Regen und Geschichten: Von Marmagen nach Ruthweiler
Weinseeligkeit: Über Neustadt a. d. Weinstraße nach Freiburg
Auf in die Schweiz: Von Sissach nach Lausanne
TRAVERSÉE DES ALPES: DER ÜBERBLICK
Die ersten Marschtage von Lausanne nach Monthey
DIE ERSTEN SCHRITTE IN DEN ALPEN VON MONTHEY BIS CHAMONIX-MONT-BLANC
Ein gefährlicher Aufstieg
Ein erholsamer Abstieg nach Sixt Fer à Cheval
Gewitter und grandiose Ausblicke auf dem Weg nach Chamonix Mont Blanc
VON CHAMONIX-MONT-BLANC NACH BOURG ST. MAURICE: PAUSEN-, WANDER- UND GEBURTSTAGE
Der Weg um das Mont Blanc-Massiv
21.09.2010: L´anniversaire, l´anniversaire – Judith hat Geburtstag
VON BOURG ST. MAURICE NACH TIGNES: COUCHSURFEN, UNWETTER UND FREECLIMBING
Skifahrer-Ghetto Les Arcs
Mieses Wetter in den Bergen
Gipfelsturm auf den Auguille Grive
Exkurs: Refuges – Die Berghütten der französischen Alpen
Hässliches Tignes
VON TIGNES NACH MODANE. WANDERN BEI JEDEM WETTER
Der Col d’Aussois
Getrennte Wege
GRUSELIGE NÄCHTE UND BELLA ITALIA: VON MODANE NACH BRIANÇON
Stürmische Nacht
Marie-Do in Briançon
HUNDEBEKANNTSCHAFTEN UND MARTINI AUF DEM GIPFEL: VON BRIANÇON NACH EMBRUN
Der Nationalpark Des Écrins
Kleiner Hunde-Exkurs
Ein Schlaraffenland auf Rädern
Hoch auf dem Col des Tourettes
UNSERE ABWECHSLUNGSREICHSTE ETAPPE VON EMBRUN NACH PUGET-THÉNIERS
Pausenspaß mit Astro
Der Col de Fours
Der Pas du Lausson
Châteauneuf-d’Entraunes: Schönes Dorf, üble Wirtin
Erste Eindrücke der Seealpen
DER ENDSPURT VON PUGET-THÉNIERS NACH NIZZA
Übernachtungsstress in Puget-Théniers
Idyllische Alpendörfer in den Seealpen
Durch die Seealpen gen Süden
Exkurs: Langsam nervt das Wandern
Ein verrückter Abend mit Richard und Isabelle
Der Cime de Cheiron und der erste Blick aufs Meer
Der letzte Tag
AUSFLÜGE VON NIZZA NACH MONACO UND ZURÜCK
Nizza
Das Fürstentum Monaco
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Autoren Judith Taschenmacher und Pascal Frank war es, eine Wanderung durch die Alpen von Lausanne nach Nizza zu unternehmen, wobei der Weg selbst als zentrales Element der Selbsterfahrung und der Erkundung neuer Kulturen diente. Die Forschungsfrage bzw. der Antrieb bestand darin, durch eine nachhaltige Reiseform – primär zu Fuß und per Anhalter – die Welt sowie die eigene Persönlichkeit frei und unvoreingenommen zu hinterfragen und zu reflektieren.
- Alpenüberquerung von Lausanne bis zum Mittelmeer in Nizza
- Erfahrungsaustausch durch das Couchsurfing-Netzwerk bei Einheimischen
- Herausforderungen des Wanderns im Spätherbst und Wintereinbruch in den Bergen
- Kulturelle und landschaftliche Vielfalt zwischen Schweiz, Frankreich und Italien
- Reflexion über nachhaltiges Reisen und soziale Interaktionen auf der Route
Auszug aus dem Buch
Ein gefährlicher Aufstieg
Der Aufstieg begann recht spät, so gegen zwölf Uhr, und hatte es auch gleich in sich. Auf kleinen Trampelpfaden ging es über Fels und Stein steil den Berg hinauf, mit einem gefühlten Steigungswinkel von 45 Grad. Bis dahin hatten wir gedacht, spätestens durch die vorangegangenen fünf Tage hinreichend in Form zu sein. Nun lehrten uns die Berge die erste Lektion: Laufen ist die eine Sache, Hinaufsteigen eine andere. Nach einer Weile des Laufens begannen wir, jeden noch so kleinen Stein trotz dicker Schuhsohle zu spüren, das Tragen des Rucksacks wurde eher zum Gewichtestemmen, sprich zum Krafttraining für die Beine. Die zunehmende Höhe tat ihr Übriges, um die Alpentour zur körperlichen Herausforderung werden zu lassen. Zur Belohnung gab es spektakuläre Aussichten, zum Beispiel ins Tal Richtung Genfer See und auf die ersten hohen Gipfel mit Dauerschnee. Eines war nun Gewissheit: Die Alpen hatten wir inzwischen erreicht.
Zusammenfassung der Kapitel
VORWORT: Reflexion über die Beweggründe des Reisens, die Suche nach Neuem und die Bedeutung zwischenmenschlicher Begegnungen gegenüber rein touristischen Zielen.
VORGEPLÄNKEL: Einleitende Gedanken zum Start des Abenteuers, der ungeplanten Dauer der Reise und der Entscheidung für einen nachhaltigen Reisestil ohne Flugzeuge.
DER START: Beschreibung der ersten Etappen von der Eifel über Neustadt bis in die Schweiz, geprägt von den ersten Tramperfahrungen und dem logistischen Start der Alpenüberquerung.
TRAVERSÉE DES ALPES: DER ÜBERBLICK: Kartografischer und inhaltlicher Überblick der geplanten Reiseroute von Lausanne bis an die Mittelmeerküste.
DIE ERSTEN SCHRITTE IN DEN ALPEN VON MONTHEY BIS CHAMONIX-MONT-BLANC: Bericht über den ersten anspruchsvollen Aufstieg, die körperliche Herausforderung und die Ankunft am Fuße des Mont Blanc.
VON CHAMONIX-MONT-BLANC NACH BOURG ST. MAURICE: PAUSEN-, WANDER- UND GEBURTSTAGE: Schilderung der Umrundung des Mont Blanc-Massivs und der Geburtstagsfeier in einem Bergdorf.
VON BOURG ST. MAURICE NACH TIGNES: COUCHSURFEN, UNWETTER UND FREECLIMBING: Erfahrungen in Skiresorts und die Schwierigkeiten durch frühwinterliche Wetterbedingungen bei der Überquerung von Aiguille Grive.
VON TIGNES NACH MODANE. WANDERN BEI JEDEM WETTER: Herausforderungen durch extreme Kälte und Schnee bei der Wanderung durch den Nationalpark Vanoise.
GRUSELIGE NÄCHTE UND BELLA ITALIA: VON MODANE NACH BRIANÇON: Der Abstecher nach Italien, nächtliche Sturmereignisse und die Ankunft in Briançon.
HUNDEBEKANNTSCHAFTEN UND MARTINI AUF DEM GIPFEL: VON BRIANÇON NACH EMBRUN: Erlebnisse im Nationalpark Des Écrins und zufällige Begegnungen, die den Charakter der Reise prägten.
UNSERE ABWECHSLUNGSREICHSTE ETAPPE VON EMBRUN NACH PUGET-THÉNIERS: Beschreibung der letzten großen Bergetappen, geprägt von Kälte, Schneefällen und der Vorbereitung auf das Ziel Nizza.
DER ENDSPURT VON PUGET-THÉNIERS NACH NIZZA: Die finale Phase der Reise, inklusive sozialer Konflikte und der erfolgreichen Ankunft an der Küste.
AUSFLÜGE VON NIZZA NACH MONACO UND ZURÜCK: Ein kurzes Fazit der Tage an der Côte d’Azur, inklusive eines Besuchs im Casino von Monte Carlo und der Reflexion über Luxus und Überfluss.
Schlüsselwörter
Alpenüberquerung, Wandern, Couchsurfing, Abenteuer, Nachhaltigkeit, Frankreich, Schweiz, Italien, Fernwanderweg, Selbsterfahrung, Mont Blanc, Bergsteigen, Natur, Outdoor, Reisebericht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch im Wesentlichen?
Es handelt sich um einen persönlichen Reisebericht über eine mehrmonatige Alpenüberquerung, die von den Autoren zu Fuß und per Anhalter durchgeführt wurde, um die Welt und sich selbst neu zu erfahren.
Welche zentralen Themen werden in der Arbeit behandelt?
Die zentralen Themen sind nachhaltiges Reisen, die soziale Komponente durch Couchsurfing, die physischen Herausforderungen in den Alpen sowie die tiefgreifende Selbsterfahrung abseits touristischer Pfade.
Was ist das primäre Ziel der Wanderung?
Das primäre Ziel war nicht ein fester Endpunkt, sondern der Weg an sich, wobei die Autoren mit Offenheit Fremdartiges erleben und ihre bisherigen Lebensweisen hinterfragen wollten.
Welche wissenschaftliche oder methodische Herangehensweise liegt vor?
Es handelt sich um einen narrativen Reisebericht. Die Methode ist eher explorativ-empirisch: Die Autoren nutzen Couchsurfing als Mittel zur sozialen Interaktion und Dokumentation ihres Reisealltags.
Was wird im Hauptteil des Buches geschildert?
Der Hauptteil widmet sich chronologisch den verschiedenen Etappen von Lausanne über das Mont Blanc-Massiv bis nach Nizza, inklusive der wechselhaften Wetterbedingungen und der menschlichen Begegnungen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit besonders?
Begriffe wie Alpenüberquerung, Langsamkeit, soziale Interaktion, Grenzerfahrung, Couchsurfing und Naturerleben sind prägend für den Inhalt.
Wie gehen die Autoren mit den Wetterumschwüngen um?
Die Autoren reagieren mit Spontaneität auf instabile Wetterlagen, indem sie Routen anpassen oder in Notunterkünften verweilen, wobei sie die Herausforderungen als notwendigen Teil der Erfahrung akzeptieren.
Welche Rolle spielt die Unterkunftsart „Couchsurfing“ für die Reise?
Couchsurfing ist zentral für die Reise, da es den Autoren ermöglichte, tiefere Einblicke in lokale Kulturen zu gewinnen und gleichzeitig körperliche Erholung in privaten Unterkünften zu finden.
Was unterscheidet diesen Bericht von klassischen Bergsteigerbüchern?
Der Fokus liegt weniger auf alpinistischer Höchstleistung, sondern vielmehr auf der zwischenmenschlichen Ebene, dem sozialen Reisestil und dem persönlichen Reflexionsprozess während der Wanderung.
Welche persönliche Entwicklung wird durch die Reise deutlich?
Die Autoren entwickeln eine zunehmende Wertschätzung für einfache Dinge und eine kritische Distanz zum Überfluss, was durch ihre Erlebnisse in den Bergen und im Kontrast zu mondänen Orten wie Monaco verdeutlicht wird.
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- Pascal Frank (Author), Judith Taschenmacher (Author), 2013, Backpacker unterwegs: Mit dem Rucksack über die Alpen. Eine Wanderung von Lausanne nach Nizza und zu sich selbst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209669