In dieser Arbeit geht es um den "Aufgeklärten Absolutismus in Preußen unter Friedrich II.". Dabei analysiere ich seine Politik, um zu klären, ob er Absolutist oder Aufklärer war. Im Speziellen befasse ich mich mit ihm als Aufklärer, aber auch als absoluten Herrscher. So kann ich zeigen, wie die beiden politischen Eigenschaften Friedrichs zum Vorschein kommen und wo sich diese gebildet haben. Mein Ziel ist es zu zeigen, dass Friedrich II. tatsächlich ein aufgeklärter König war und kein einfacher absoluter Herrscher wie seine Zeitgenossen, obwohl es den Absolutismus als solches nirgendwo in seiner Reinform gab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist Aufklärung - Aufgeklärter Absolutismus
3 Briefwechsel mit Voltaire
3.1 Der Anti-Machiavelli als Regierungsgrundlage?
4 Die Politik von Friedrich II.
4.1 Die Verwaltung
4.2 Die Gesellschaft
4.3 Die Wirtschaftspolitik
4.4 Die Toleranzpolitik
4.5 Das Bildungswesen
4.6 Das Justizwesen
4.7 Die Außenpolitik & das Militär
5 Friedrich II. - Aufklärer oder absoluter Herrscher?
6 Literatur
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht das Herrschaftsverständnis Friedrichs II. von Preußen und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob er als aufgeklärter Monarch oder als absolutistischer Herrscher einzuordnen ist. Dabei wird analysiert, inwiefern seine politischen Handlungen tatsächlich auf Idealen der Aufklärung basierten oder primär pragmatischen Interessen des Staates folgten.
- Grundlagen der Aufklärung und des aufgeklärten Absolutismus
- Einfluss des Briefwechsels mit Voltaire und des "Anti-Machiavelli"
- Analyse der preußischen Politik in Verwaltung, Wirtschaft und Justiz
- Religions- und Toleranzpolitik unter Friedrich II.
- Die Synthese aus aufgeklärten Idealen und absolutem Herrschaftsstil
Auszug aus dem Buch
3 Briefwechsel mit Voltaire
Voltaire, einer der bedeutendsten Philosophen zur Zeit der Aufklärung, war für Friedrich allzeit und in allen Lebenslagen ein großes Vorbild. Er schätzte jedes seiner Werke und hielt jedes Einzelne in Ehren. Er wurde sogar so sehr von ihm verehrt, dass sich Friedrich eine Büste des französischen Philosophen in sein Schloss Rheinsberg holen ließ. Für Friedrich war schon früh klar, dass er, wenn er sich immer mehr bilden wollte, sich einen Mentor wie Voltaire zu suchen hatte, doch das war „für Friedrich eine große Herausforderung, sich an einen ebenso umstrittenen wie viel umworbenen [...] Autor zu wenden“. [14, S.39]
Am 8. August 1736 wandte sich Friedrich erstmals an sein Vorbild, vor dem er mehrfach gewarnt wurde, da Voletaire nicht nur die Politik des französischen Staates kritisiert, sondern mit seiner allgemeinen Kritik gegenüber dem Absolutismus auch das preußische System in Frage stellte. Doch trotz aller Warnungen entschied sich Friedrich, an seinen späteren Mentor zu schreiben. Dies geschah mit vielen schmeichelnden Worten und Loben, die ein Philosoph von ein zukünftigen König eigentlich nicht zu erwarteten hatte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung der Motivation, Friedrich II. als aufgeklärten Monarchen und absoluten Herrscher zu untersuchen.
2 Was ist Aufklärung - Aufgeklärter Absolutismus: Definition der historischen Reformbewegung und Erläuterung des aufgeklärten Absolutismus als Kompromiss zwischen Herrschaft und Vernunft.
3 Briefwechsel mit Voltaire: Analyse der prägenden Beziehung zwischen Friedrich II. und seinem Mentor Voltaire sowie der Bedeutung des "Anti-Machiavelli".
4 Die Politik von Friedrich II.: Detaillierte Betrachtung der verschiedenen politischen Handlungsfelder, von der Verwaltung über die Wirtschaft bis hin zur Justiz- und Außenpolitik.
5 Friedrich II. - Aufklärer oder absoluter Herrscher?: Synthese der Argumente zur Einordnung des Königs und Schlussfolgerung über sein Wirken als preußischer Wegbereiter zur Moderne.
6 Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen für die vorliegende Facharbeit.
Schlüsselwörter
Aufgeklärter Absolutismus, Friedrich II., Preußen, Aufklärung, Voltaire, Anti-Machiavelli, Staatsraison, Religionspolitik, Toleranz, Verwaltungsreform, Justizwesen, Rechtsstaat, Feudalsystem, Herrschaftsverständnis, Reformen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem politischen Wirken Friedrichs II. von Preußen im Kontext des aufgeklärten Absolutismus.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss von Voltaire, der Verwaltung, der Gesellschaftsstruktur, der Wirtschaftspolitik, der Toleranzpolitik sowie dem Justiz- und Militärwesen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, objektiv zu klären, ob Friedrich II. primär als aufgeklärter Monarch handelte oder ob er eher einem absolutistischen Herrscherbild folgte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachgeschichtliche Analyse auf Basis von Literaturstudien und Quellenarbeit, um das Handeln des Monarchen zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische Analyse des Briefwechsels mit Voltaire und eine detaillierte Prüfung der staatlichen Reformpolitik Friedrichs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Aufgeklärter Absolutismus, Staatsraison, Reformpolitik, Toleranz und der "erste Diener des Staates".
Wie bewertet der Autor die Rolle des "Anti-Machiavelli"?
Das Werk wird als eine der aufgeklärtesten Schriften Friedrichs gesehen, wenngleich es eher als philosophisches Tugendideal denn als starr befolgte Handlungsanweisung für die spätere Regierungszeit fungierte.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der "Müller-Arnold-Affäre"?
Diese Affäre zeigt für den Autor einerseits Friedrichs absolutes Machtverständnis, aber auch sein Bestreben, als aufgeklärter Herrscher gegen soziale Ungerechtigkeit durch den Adel vorzugehen.
- Citation du texte
- Dominik Sturm (Auteur), 2013, Aufgeklärter Absolutismus in Preußen unter Friedrich II., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209714