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Kriegsvorbereitung auf den Reichsparteitagen. Ein Unterrichtsentwurf

Título: Kriegsvorbereitung auf den Reichsparteitagen. Ein Unterrichtsentwurf

Trabajo Escrito , 2012 , 24 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Julia Arnold (Autor)

Didáctica - Historia
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„Große Defizite im Schulfach Geschichte“ – so werden die Ergebnisse einer Studie der Freien Universität Berlin und ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Klaus Schroeder zusammengefasst. Es geht um das Wissen der Schüler zu den Themen Nationalsozialismus und DDR. Das Defizit besteht vor allem darin, dass die befragten Jugendlichen sich als unfähig erwiesen, zwischen Demokratie und Diktatur zu unterscheiden. Jeder vierte Schüler glaubt demnach, das NS-Regime sei durch freie Wahlen legitimiert worden. Unwissen, das nicht nur peinlich, sondern auch gefährlich ist: „Viele fasziniert zudem die Idee der Volksgemeinschaft“ eröffnet Schroeder. Der Geschichtsunterricht scheint gescheitert zu sein. Eines seiner Hauptziele, die Bildung der „Historische Urteilsfähigkeit“, hat ein Großteil der Schüler nicht erreicht. Dabei versuchen Lehrkräfte bereits mit verschiedensten Mitteln die Geschichte für Jugendliche begreifbar zu machen. Gedenkstätten besuchen wird in dieser Hinsicht eine große Wirkung zugeschrieben, die allerdings dem Artikel zufolge nicht bestätigt werden kann. Der Grund hierfür liegt in der mangelnden Kontextualisierung, der schlechten Vor- und Nachbereitung im Geschichtsunterricht. Neben den KZs ist das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg ein Ort, von dessen Besuch sich Geschichtslehrer viel erhoffen. Die Reichsparteitage gelten als „Synonym für das gesamte NS-Regime“, vom Führerkult, über die Propaganda, bis hin zu nationalsozialistischen Idealvorstellungen des Menschen, kann hier nahezu alles besprochen, gezeigt und erlebt werden.
Ich möchte mich in dieser Arbeit der kriegsvorbereitenden Funktion der Reichsparteitage widmen. Nach einem kurzem Abriss über die Geschichte, den Ablauf und die Organisation der Großveranstaltung im Allgemeinen, möchte ich die Frage klären, inwiefern die Reichsparteitage der Kriegsvorbereitung dienten oder diese unterstützten. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Behandlung der Reichsparteitage im Unterricht - mit dem Schwerpunkt der Kriegsvorbereitung und Militarisierung. Nach einem Blick in den Lehrplan und Überlegungen zu Methoden des Geschichtsunterrichtes, welche sich in diesem Fall anbieten, möchte ich einen konkreten Unterrichtsvorschlag vorstellen. Die Stunde wäre im besten Fall eine Vorbereitung auf den Besuch des Reichsparteitagsgeländes mit der Klasse.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Das Defizit unserer Schüler

2 Reichsparteitage, Kriegsvorbereitung und ein Stundenentwurf

2.1 Die Reichsparteitage

2.2 Kriegsvorbereitung auf den Reichsparteitagen

2.2.1 Aus den „Ausschreibungen für die Nationalsozialistischen Kampfspiele“

2.2.2 Übung für das Transportwesen

2.3 Die Reichsparteitage im Unterricht

2.3.1 Was sagt der Lehrplan?

2.3.2 Außerschulisches Lernen

2.3.3 Arbeit mit Quellen

2.3.4 Widersprüche – ein Unterrichtsvorschlag

2.3.5 Lernziele

2.3.6 Anknüpfungspunkte

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der Nürnberger Reichsparteitage als Instrument der mentalen und praktischen Kriegsvorbereitung des NS-Regimes sowie deren didaktische Aufbereitung für den Geschichtsunterricht an Gymnasien.

  • Psychische und physische Probemobilmachung durch Großveranstaltungen
  • Militarisierung der Gesellschaft und des Alltags
  • Didaktische Konzepte zur Quellenarbeit und Filmanalyse im Unterricht
  • Verbindung von Lehrplanvorgaben mit außerschulischem Lernen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Aus den „Ausschreibungen für die Nationalsozialistischen Kampfspiele“

Aus den „Ausschreibungen für die Nationalsozialistischen Kampfspiele“ für den geplanten Reichsparteitag des Friedens 1939 lassen sich die Regularien für die Kampfspiele entnehmen. Eine Teilnahmegenehmigung bekamen nur „deutsche Volksgenosse(n)“, welche „Würdigkeit und Leistung“ bewiesen hatten. Einige der genannten Wettkampfdisziplinen möchte ich hier aufführen: „Mannschafts=Orientierngslauf“, „Handgranaten=Weitwerfen“, “Mannschaftsleistungsschießen“, „Führerkampf“, „Pistolenschießen“, „Geländeritt“. Allein die gewählten Begriffe machen deutlich, dass man die Teilnehmer und Zuschauer auf den Krieg vorbereiten wollte. Einerseits mental, durch die Verknüpfung sportlicher Wettkämpfe mit militärischen Begriffen – auf diese Weise wurden die einerseits Menschen an das Vokabular gewöhnt. Andererseits verbanden sie die Begriffe auch mit der Begeisterung und Euphorie, die sie während der sportlichen Wettkämpfe empfunden haben mögen. Dadurch, dass die Teilnahme als „Auszeichnung“ bezeichnet und betrachtet wurde, kann man davon ausgehen, dass gleichzeitig militarisierte Vorbilder für die Jugend geschaffen wurden.

Wie weit die Wettkämpfe sich mit einer militärischen Übung decken, zeigt der genaue Ablauf des „Wehrmannschaftskampf(es)“. Die Mannschaften waren durch militärische Hierarchien geordnet, es sollte Führer und Unterführer geben. Zu Beginn war ein „20=km=Gepäckmarsch“ geplant. Mit Gepäck war „Anzug“, mitsamt Marschstiefel und Lagermütze, gemeint, des Weiteren Ausrüstung (u.a. Kochgeschirr, Feldflasche, Spaten) und Bewaffnung (Dolch und Gewehr). Der Weg musste in „geschlossener Marschkolonne“ zurückgelegt werden. Um authentische Bedingungen zu schaffen, war „Hilfe durch Außenstehende“ und „Mitziehen oder Tragen“ von Erschöpften nicht gestattet. Einige Sonderaufgaben waren zu lösen, wie das überwinden der Wehrkampfbahn. Diese stellte folgende Hindernisse: „Graben“, Drahthindernis“ und „Kriechhindernis“. Auch der Handgranatenweitwurf war mit inbegriffen: „... hinter dem Ziel nimmt die Mannschaft volle Deckung in einem Graben und macht sich zum Handgranatenweitwurf fertig.“. Darauf folgt das „liegend freihändig(e)“ Schießen auf einen Schießstand, sowie das Pistolenschießen für Mannschaftsführer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Defizit unserer Schüler: Die Einleitung beleuchtet die Defizite im historischen Wissen von Schülern bezüglich Diktatur und Demokratie und begründet die Relevanz der Reichsparteitage als Lerngegenstand.

2 Reichsparteitage, Kriegsvorbereitung und ein Stundenentwurf: Dieser Hauptteil analysiert die Reichsparteitage als Instrument der Kriegsvorbereitung und entwickelt ein methodisches Konzept für den Unterricht.

3 Schluss: Das Fazit fasst die kriegsvorbereitende Funktion der Reichsparteitage zusammen und betont die Notwendigkeit einer guten Vorbereitung für Gedenkstättenbesuche.

Schlüsselwörter

Reichsparteitage, Nationalsozialismus, Kriegsvorbereitung, Militarisierung, Geschichtsunterricht, Propaganda, Wehrmacht, Kampfspiele, Quellenarbeit, Dokumentationszentrum, Nürnberg, Probemobilmachung, didaktische Aufbereitung, Volksgemeinschaft, Führerkult

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kriegsvorbereitenden Funktion der NS-Reichsparteitage in Nürnberg und der Frage, wie diese komplexe Thematik didaktisch im Geschichtsunterricht vermittelt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die mentale und praktische Vorbereitung auf den Krieg durch die Nationalsozialisten, die Rolle der Massenpropaganda sowie die Einbindung außerschulischer Lernorte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Doppelfunktion der Reichsparteitage als ideologisches Propagandamittel und als Übungsfeld für den militärischen Ernstfall aufzuzeigen und einen konkreten Unterrichtsvorschlag zur kritischen Quellenarbeit zu präsentieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit stützt sich auf die Analyse historischer Quellen, darunter offizielle Ausschreibungen der "Kampfspiele", sowie auf geschichtsdidaktische Konzepte zur Text- und Bildanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Reichsparteitage als militärisches Übungsfeld und einen praktischen Unterrichtsentwurf, der Methoden wie Stationenlernen und Textanalyse umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Reichsparteitage, Militarisierung, Probemobilmachung, Kriegsvorbereitung und geschichtsdidaktische Unterrichtsplanung definiert.

Inwiefern dienen die „Nationalsozialistischen Kampfspiele“ der Beweisführung?

Die Kampfspiele dienen als konkretes Fallbeispiel, an dem verdeutlicht wird, wie sportliche Wettkämpfe gezielt in militärische Disziplinen und Vokabular überführt wurden, um die Jugend mental zu disziplinieren.

Welche Rolle spielt das Transportwesen in der Argumentation?

Das Transportwesen dient als Beleg für die praktische Kriegsvorbereitung, da die logistischen Erfahrungen der Reichsbahn bei den Großveranstaltungen direkt für den späteren militärischen Transportbedarf genutzt werden konnten.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Kriegsvorbereitung auf den Reichsparteitagen. Ein Unterrichtsentwurf
Universidad
University of Bamberg  (Professur für Didaktik der Geschichte)
Curso
Nürnberg - Didaktischer Umgang mit einem Symbolort des Nationalsozialismus
Calificación
1.3
Autor
Julia Arnold (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
24
No. de catálogo
V209754
ISBN (Ebook)
9783656375357
ISBN (Libro)
9783656376132
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschichte Didaktik Nationalsozialismus Reichsparteitage Propaganda Unterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Arnold (Autor), 2012, Kriegsvorbereitung auf den Reichsparteitagen. Ein Unterrichtsentwurf, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209754
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