Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Derecho - Derecho público / Derecho constitucional / Derechos fundamentales

Kopftuchverbote und das Recht auf Religion

Eine Analyse von Urteilen des EGMR

Título: Kopftuchverbote und das Recht auf Religion

Trabajo de Seminario , 2012 , 51 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Vanessa Lawrenz (Autor)

Derecho - Derecho público / Derecho constitucional / Derechos fundamentales
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Arbeit befasst sich mit der Vereinbarkeit von Kopftuchverboten mit dem internationalen Standard des Menschenrechts auf Religion. Die Thematik wird v.a. an drei beispielhaften Urteilen des EGMR entwickelt und aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A) Das Kopftuch und der Gesetzesschleier

B) Das islamische Kopftuch und seine Symbolik

C) Das Recht auf Religion im Internationalen Recht

I) Der Geschichtliche Hintergrund

II) Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

III) Die Europäische Menschenrechtskonvention

IV) Der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte

V) Weitere regionale Verträge

VI) Ein Vergleich

D) Die umfassende Begutachtung der Vereinbarkeit von Kopftuchverboten mit dem Recht auf Religion

I) Die in Europa geltenden Regulierungen

II) Die Sachverhalte dreier ausgewählter Urteile

1) Dahlab ./. Schweiz

2) Şahin ./. Türkei

3) Dogru ./. Frankreich

III) Die Analyse der Rechtsprechung

1) Der Schutzbereich der Religionsfreiheit

2) Der Eingriff

3) Die Rechtfertigung

a) „gesetzlich vorgesehen“

aa) Dahlab ./. Schweiz

ab) Şahin ./. Türkei

ac) Dogru ./. Frankreich

b) Legitimer Zweck

c) Staatlicher Beurteilungsspielraum

d) „in einer demokratischen Gesellschaft notwendig“

aa) Zum Erhalt des Laizitäts- oder Neutralitätsprinzips

ab) Zum Schutz der Rechte anderer

i) Im Fall der Lehrerin

ii) Im Fall der Studentin

iii) Im Fall der Schülerin

ac) Zur Förderung der Gleichbehandlung der Geschlechter

E) Das Kopftuch und das Kruzifix

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die völkerrechtliche Zulässigkeit von staatlichen Kopftuchverboten in Europa. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob solche Verbote eine unzulässige Einschränkung des grundrechtlich geschützten Rechts auf Religionsfreiheit darstellen oder ob sie durch legitime staatliche Interessen, wie das Neutralitätsprinzip oder den Schutz der Rechte Dritter, gerechtfertigt werden können.

  • Rechtliche Analyse der Religionsfreiheit im internationalen Kontext
  • Untersuchung der EGMR-Rechtsprechung anhand prägnanter Fallbeispiele
  • Kritische Würdigung der Kriterien „gesetzlich vorgesehen“, „legitimer Zweck“ und „Verhältnismäßigkeit“
  • Diskussion über den staatlichen Beurteilungsspielraum bei der Abwägung von Grundrechten
  • Vergleich der Behandlung religiöser Symbole im europäischen Vergleich

Auszug aus dem Buch

D) Die umfassende Begutachtung der Vereinbarkeit von Kopftuchverboten mit dem Recht auf Religion

Bisher wurden nur wenigen der durch die Verträge eingesetzten Institutionen Fälle zur Entscheidung oder Beurteilung vorgelegt, die die Vereinbarkeit des Verbots islamischer Kopftücher mit dem Recht auf Religion zum Inhalt hatten. Der UN-Menschenrechtsausschuss und auch die Europäische Kommission für Menschenrechte (EKMR) haben ihre diesbezügliche Beurteilung in unverbindlichen Stellungnahmen kundgegeben. Bisher ist der EGMR demzufolge die einzige Institution, die verbindliche Entscheidungen zu der Frage erlassen hat.

Die Rechtsprechung des EGMR soll daher, im Hinblick auf die fast wortgleichen Formulierungen der Religionsfreiheit in den anderen völkerrechtlichen Verträgen, als beispielhaft für den internationalen Umgang mit der Problematik herangezogen werden. Um dabei die anderen Verträge nicht außer Acht zu lassen, sollen zwischenzeitlich auch Aussagen der oben genannten Stellungsnahmen, sowie andere rechtlich relevante Wertungen in die umfassende Betrachtung mit einfließen.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Das Kopftuch und der Gesetzesschleier: Einleitung in die historische und gesellschaftliche Relevanz des Kopftuchs sowie die Darstellung der deutschen Rechtsentwicklung bis zum Bundesverfassungsgericht.

B) Das islamische Kopftuch und seine Symbolik: Analyse der religiösen Hintergründe und des muslimischen Verständnisses des Schleiers als Ausdruck individueller religiöser Pflicht.

C) Das Recht auf Religion im Internationalen Recht: Darstellung der historischen Entwicklung des Schutzes der Religionsfreiheit in internationalen Verträgen von der Charta der Vereinten Nationen bis zur EMRK.

D) Die umfassende Begutachtung der Vereinbarkeit von Kopftuchverboten mit dem Recht auf Religion: Zentrale Analyse der EGMR-Rechtsprechung, der Rechtfertigungstatbestände und der Kritik an der gerichtlichen Argumentation.

E) Das Kopftuch und das Kruzifix: Abschließende kritische Bewertung der Neutralitätsargumente im Lichte des gesellschaftlichen Pluralismus und der Ungleichbehandlung verschiedener religiöser Symbole.

Schlüsselwörter

Kopftuchverbot, Religionsfreiheit, EMRK, EGMR, Neutralitätsprinzip, Laizität, Menschenrechte, Rechtsvergleich, Diskriminierung, staatlicher Beurteilungsspielraum, Art. 9 EMRK, individuelle Identität, religiöse Symbole, Recht auf Bildung, politische Debatte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die völkerrechtliche Zulässigkeit von Verboten des islamischen Kopftuchs an öffentlichen Bildungseinrichtungen in Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Religionsfreiheit, das staatliche Neutralitätsgebot, der Schutz der Rechte Dritter und das Verbot der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob der EGMR bei seiner restriktiven Rechtsprechung zu Kopftuchverboten die notwendige Ausgewogenheit zwischen der individuellen Religionsfreiheit und den staatlichen Neutralitätszielen gewahrt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende und analytische Untersuchung der internationalen Rechtsprechung, insbesondere der Urteile des EGMR, sowie eine kritische Auswertung rechtswissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Prüfung der Rechtfertigungsgründe für Eingriffe in die Religionsfreiheit gemäß Art. 9 EMRK, insbesondere durch die Analyse der Fälle Dahlab, Şahin und Dogru.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Kopftuchverbot, Religionsfreiheit, Neutralitätsprinzip, Laizität und EGMR.

Warum wird im Dokument kritisch auf das Urteil im Fall Dahlab eingegangen?

Die Arbeit kritisiert, dass das Gericht die Lehrerin einseitig als missionierende Akteurin darstellt und dabei die notwendige Einzelfallprüfung hinsichtlich einer tatsächlichen Beeinflussung der Schüler vernachlässigt.

Welche Rolle spielt das Neutralitätsprinzip laut Autorin?

Die Autorin argumentiert, dass die bloße Akzeptanz religiöser Symbole keine Verletzung der Neutralität darstellt, sondern vielmehr ein gelebtes Beispiel für Toleranz und Pluralismus in einer demokratischen Gesellschaft sein könnte.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Richterin Tulkens?

Die Autorin stützt sich stark auf die abweichenden Meinungen von Richterin Tulkens, welche die inkonsequente Argumentationsweise des Gerichtshofs und das Fehlen einer fundierten Beweiswürdigung bei Eingriffen in die Religionsfreiheit deutlich rügt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zum Gleichberechtigungsargument?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Heranziehung des Gleichberechtigungsprinzips als Rechtfertigung für ein Kopftuchverbot widersprüchlich ist, da die Verbote gerade nicht dem Schutz der betroffenen Frauen dienen, sondern deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren.

Final del extracto de 51 páginas  - subir

Detalles

Título
Kopftuchverbote und das Recht auf Religion
Subtítulo
Eine Analyse von Urteilen des EGMR
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Curso
Seminar zum Völkerrecht, insb. Menschenrechte
Calificación
1,7
Autor
Vanessa Lawrenz (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
51
No. de catálogo
V209790
ISBN (Ebook)
9783656383406
ISBN (Libro)
9783656383581
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kopftuch Religion Menschenrechte Islam Rechtswissenschaften
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vanessa Lawrenz (Autor), 2012, Kopftuchverbote und das Recht auf Religion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209790
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  51  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint