Die beliebtesten Kapitalanlageformen deutscher Privatanleger stellen klassische kurz- und mittelfristige Anlagen bei Kreditinstituten und Bausparkassen sowie Wertpapiere (insbesondere Investmentfonds und Aktien) und Lebensversicherungen in Form von Kapital- und Rentenversicherungen dar. Die Abgeltungsteuer hat auf alle diese Anlageformen Auswirkungen, die bei Kapitalanlageentscheidungen berücksichtigt werden sollten.
Auf der einen Seite wird durch eine Vorstellung der jeweiligen grundsätzlichen Ausgestaltungen, Eigenarten und Varianten dieser Anlageprodukte ein Eindruck von deren individuellen Vor- und Nachteilen sowie Einsatzmöglichkeiten verschafft. Auf der anderen Seite wird über eine Darstellung der grundlegenden Funktionsweisen und gesetzlichen Grundlagen, der potenziellen Kapitaleinkünfte sowie der Ermittlungsweise dieser Einkünfte die Abgeltungsteuer überblicksartig beschrieben.
Mittels einer Verknüpfung der verschiedenen Formen von Kapitalanlagen und Kapitaleinkünften erfolgt die Erarbeitung von Besonderheiten sowie Vor- und Nachteilen der Besteuerung von laufenden Einkünften aus und Gewinnen aus der Veräußerung von klassischen Bankanlageprodukten, Wertpapieren und Lebensversicherungen. Hieraus werden wiederum erste grundlegende Überlegungen für steueroptimierte Kapitalanlagen gezogen, welche Privatanlegern als Orientierungshilfe für Anlageentscheidungen dienen können.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen ausgewählter Kapitalanlageformen
2.1 Spar- und Bausparguthaben, Sparbriefe, Fest-, Termin- und Tagesgelder
2.2 Wertpapiere
2.3 Lebensversicherungen
3 Die Abgeltungsteuer im Überblick
3.1 Grundkonzept und gesetzliche Grundlagen der Abgeltungsteuer
3.2 Einkünfte aus Kapitalvermögen
3.2.1 Laufende Einkünfte aus Kapitalvermögen
3.2.2 Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalvermögen
3.3 Werbungskostenabzug und Einkünfteermittlung
4 Besteuerung ausgewählter Kapitalanlageformen
4.1 Spar- und Bausparguthaben, Sparbriefe, Fest-, Termin- und Tagesgelder
4.2 Wertpapiere
4.2.1 Verlustverrechnung
4.2.2 Depot- und Wertpapierüberträge
4.2.3 Gewinnermittlung bei unbekannten Anschaffungskosten
4.2.4 Aktien
4.2.4.1 Dividenden
4.2.4.2 Veräußerungsgewinne
4.2.4.3 Dividendenscheine und Bezugsrechte
4.2.5 Investmentfonds
4.2.5.1 Ausgeschüttete und thesaurierte Erträge
4.2.5.2 Zwischengewinne
4.2.5.3 Gewinne aus Anteilsrückgabe oder -veräußerung
4.2.5.4 Sparpläne und FiFo-Methode
4.2.5.5 Aktien-, Immobilien-, Renten- und Geldmarktfonds
4.3 Lebensversicherungen
4.3.1 Kapitalauszahlungen
4.3.2 Verkauf
4.3.3 Fondsgebundene Policen
4.3.4 Lebensversicherungsmantel
5 Resümee
Anhang
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was wird durch die Abgeltungsteuer besteuert?
Besteuert werden Einkünfte aus Kapitalvermögen. Dazu gehören laufende Erträge (Zinsen, Dividenden) sowie Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren und Lebensversicherungen.
Wie hoch ist der Steuersatz der Abgeltungsteuer?
Der pauschale Steuersatz beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Was ist die FiFo-Methode bei Investmentfonds?
FiFo steht für "First In – First Out". Steuerlich wird angenommen, dass die zuerst gekauften Anteile auch als erste wieder verkauft werden, was für die Berechnung des Veräußerungsgewinns entscheidend ist.
Wie werden Lebensversicherungen besteuert?
Die Besteuerung hängt vom Abschlussdatum und der Laufzeit ab. Bei neueren Verträgen ist oft nur die Hälfte des Ertrags steuerpflichtig, wenn die Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr und nach 12 Jahren Laufzeit erfolgt.
Können Verluste bei Wertpapieren verrechnet werden?
Ja, Verluste aus Aktienverkäufen können mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden. Andere Kapitalverluste können mit sonstigen positiven Kapitaleinkünften ausgeglichen werden.
- Quote paper
- Robin Rieksneuwöhner (Author), 2012, Kapitalanlagen und Abgeltungsteuer. Auswirkungen auf Bankeinlagen, Wertpapiere und Lebensversicherungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209840