Die Arbeit gliedert sich neben einer kurzen Einführung, in dem die aktuelle Rechtslage sowie valides Zahlenmaterial präsentiert und die Problemstellung erläutert wird, in drei Kapitel. Im Hauptteil der Arbeit (Kapitel 2) werden zunächst die relevanten Begrifflichkeiten sowie die gesetzlichen Regelungen aus dem Bereich der Hilfsmittelversorgung dargestellt. Sodann wird die Komplexität der gesetzlichen Regelungen im Hinblick auf die Leistungsträgerschaft der Rehabilitationsträger dargelegt und der Umfang sowie Divergenzen bezüglich des Leistungsumfangs aufgezeigt.
In einem weiteren Punkt des Hauptteils werden die gesetzlichen Vorgaben zur Zuständigkeitserklärung der jeweiligen Leistungsträger erörtert und kritisch die Gegebenheiten der Leistungsgewährung in der Praxis beleuchtet. Ergänzend werden die Innenregressansprüche zwischen den erst- und zweitrangig verpflichteten Leistungsträgern beschrieben und Erstattungsansprüche der Leistungsempfänger für den Bereich selbstbeschaffter Leistungen diskutiert.
Das anschließende Kapitel 3 der Arbeit problematisiert die konkreten Ausführungen der Leistungen zur Teilhabe anhand der persönlichen Budgets, den gemeinsamen Servicestellen sowie der UN-Behindertenkonvention. Hierbei werden systemkritisch die gesetzliche Ausgestaltung und die praktische Umsetzung dargestellt, Schwachstellen aufgezeigt und Defizite bei den Leistungsträgern sowie Schwierigkeiten bei der Durchsetzung für die Betroffenen benannt.
Im abschließenden Kapitel 4 der Arbeit werden zusammenfassend die gesetzlichen Regelungen und Zielvorgaben erarbeitet und Verbesserungsvorschläge sowohl in rechtlicher wie auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht gewürdigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung und Ausgangslage
2. Allgemeine Regelungen
2.1. Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft
2.2 Behinderung
2.3 Leistungsgruppen
2.3.1 Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
2.3.2 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
2.3.3 Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
2.4 Hilfsmittelversorgung der Rehabilitationsträger
2.4.1 Gesetzliche Krankenkassen
2.4.2 Bundesagentur für Arbeit
2.4.3 Träger der gesetzlichen Unfallversicherung
2.4.4 Träger der gesetzlichen Rentenversicherung
2.4.5 Träger der Kriegsopferversorgung und Träger der Kriegsopferfürsorge
2.4.6 Träger der öffentlichen Jugendhilfe
2.4.7 Träger der Sozialhilfe
2.5 Zuständigkeitserklärung
2.5.1 Erstattungsansprüche des zweitangegangenen Rehabilitationsträgers
2.5.2 Erstattungsansprüche des erstangegangenen Rehabilitationsträgers
2.6 Erstattung selbst beschaffter Leistungen
3. Ausführungen von Leistungen zur Teilhabe
3.1 Persönliches Budget
3.2 Gemeinsame Servicestellen
3.3 UN-Behindertenrechtskonvention
4. Zusammenfassung und Ausblick
Eidesstattliche Versicherung
I. Literaturverzeichnis
II. Abkürzungsverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Warum können Hörgeräte und Rollstühle ein Armutsrisiko darstellen?
Aufgrund komplexer gesetzlicher Regelungen und Zuständigkeitsfragen bei Rehabilitationsträgern können hohe Kosten für Betroffene entstehen.
Wer sind die wichtigsten Rehabilitationsträger in Deutschland?
Dazu gehören die gesetzlichen Krankenkassen, die Bundesagentur für Arbeit, Renten- und Unfallversicherungsträger sowie Sozial- und Jugendhilfe.
Was ist das „Persönliche Budget“?
Es ist eine Leistungsform, die Menschen mit Behinderung ermöglichen soll, ihren Hilfebedarf eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu organisieren.
Welche Rolle spielt die UN-Behindertenrechtskonvention?
Sie dient als internationaler Maßstab für die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung und wird in der Arbeit systemkritisch betrachtet.
Was passiert bei Unklarheiten über die Zuständigkeit der Leistungsträger?
Die Arbeit erörtert die gesetzlichen Vorgaben zur Zuständigkeitserklärung und die daraus resultierenden Innenregress- und Erstattungsansprüche.
Wie können selbst beschaffte Leistungen erstattet werden?
Die Arbeit diskutiert die Bedingungen, unter denen Leistungsempfänger Erstattungsansprüche für bereits selbst bezahlte Hilfsmittel geltend machen können.
- Arbeit zitieren
- Christian Bihlmayer (Autor:in), 2013, Hörgeräte und Rollstühle als Armutsrisiko für Behinderte - Lösungen im gegliederten System der Rehabilitation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209848