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Die Medienordnungslage der Rundfunksysteme in Polen und Deutschland

Titre: Die Medienordnungslage der Rundfunksysteme in Polen und Deutschland

Dossier / Travail , 2009 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Bartosz Mazur (Auteur)

Médias / Communication - L'économie des médias, Management des médias
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der Medienordnungslage der Republik Polen beschäftigen. Dabei werde ich das Hauptaugenmerk auf den Rundfunk legen und somit hauptsächlich den Ordnungsrahmen, welcher die Marktsegmente „Hörfunk und Fernsehen“ betrifft, analysieren. Um anschließend einen Vergleich zum Rundfunk der Bundesrepublik Deutschland ziehen zu können, werde ich auch einen Fokus auf die Strukturen des Rundfunkrechts der BRD legen. Der Vergleich ist aus mehreren Gründen interessant. Polen und Deutschland sind zwei Nachbarländer mit einer gemeinsamen und intensiven Vergangenheit. Die gemeinsame Geschichte wurde fortwährend durch Konflikte geprägt. Der letzte große Konflikt, bei welchem es sich um den „Zweiten Weltkrieg“ handelt, veränderte beide Gesellschaften maßgeblich, wenn auch unterschiedlich. Nicht nur die politischen Systeme, die Mentalität der Bürger und der Wohlstand entwickelten sich anders. Auch die Mediensysteme entwickelten sich in zwei verschiedene Richtungen. In Deutschland (bis auf die Sowjetzone) sorgten die westlichen Besatzungsmächte im Rahmen der Entnazifizierung vorausschauend und vorsorgend dafür, dass ein Mediensystem bzw. das Rundfunksystem nach demokratischen Prinzipien ermöglicht wurde. In
Polen dagegen wurde unter dem Deckmantel der sowjetischen Diktatur ein
gleichgeschaltetes Mediensystem bzw. Rundfunksystem eingeleitet. Dabei ist es Interessant zu sehen, wie sich beide Mediensysteme und die damit verbundenen Medienordnungen entwickelt haben. Als Polen sich 1989 offiziell von der Sowjetdiktatur gelöst hatte und sich der Demokratie zuwendete, mussten sich auch das Mediensystem und die Medienordnung anpassen. Weg von dem Feindbild des Kommunismus, orientierte sich das Mediensystem an westlich-demokratischen Modellen. Doch auch im gegenwärtigen Polen beinhalten das Mediensystem und die damit verbundene Medienordnung, von dem uns bekannten und in Deutschland vorherrschenden Mediensystem viele prägnante Unterschiede. Ein anderer interessanter Grund für die Themenwahl, ist der Blick auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einem westeuropäischen und osteuropäischen
Mediensystemen und den entsprechenden ordnungspolitischen Rahmenbedingungen. Wie äußert sich die Medienordnung in diesen Staaten?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medienpolitik: Medienordnung & Medienkonzentration

3 Internationale Medienordnung im Vergleich

3.1 Medienpolitik und die Medienordnung im Rundfunksystem in Polen

3.2 Medienpolitik und die Medienordnung im Rundfunksystem in Deutschland

4 Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Medienordnungslage von Polen und Deutschland mit einem primären Fokus auf den Rundfunksektor. Ziel ist es, die strukturellen Rahmenbedingungen, Regulierungsmechanismen und den Umgang mit Medienkonzentration in beiden Ländern zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung ihrer Mediensysteme aufzuzeigen.

  • Analyse der Medienordnung und Rundfunkstrukturen in Polen
  • Untersuchung des dualen Rundfunksystems in Deutschland
  • Vergleich der staatlichen Einflussnahme und Regulierungsinstanzen
  • Diskussion von Medienkonzentration und Anti-Konzentrationspolitik
  • Ausblick auf die Auswirkungen der Globalisierung und Digitalisierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Medienpolitik und die Medienordnung im Rundfunksystem in Polen

In der Republik Polen existiert wie in Deutschland ein duales Rundfunksystem. Es gibt die öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Radio- und Fernsehersender. Dieses Angebot wird aber durch die privat-nicht-kommerziellen Sender ergänzt, wodurch wir beim polnischen Rundfunksystem im Prinzip von einem dreigeteilten Rundfunksystem sprechen müssen. Diese Form des Rundfunks wird auch „gesellschaftlicher Rundfunk“ genannt, wobei ein Verbot der Werbung besteht, die Lizenzgebühr jedoch kostenlos ist. Auch wenn das sozialistische System seit ca. 20 Jahren nicht mehr existiert, so bestehen bis zum heutigen Tage Relikte aus der „alten Zeit“. Traditionell wird wie schon im sozialistischen Polen das Fernsehen als Machtinstrument angesehen. Dieses Denken ist erhalten geblieben und somit ist es nicht verwunderlich, dass die für diesen Mediensektor verantwortlichen Instanzen, ihren Fokus auf eine intensive Kontrolle dieses Instrumentes legen.

Das spiegelt sich unter anderem in einer starken Regulierung, Politisierung und Kontrolle des Rundfunks wieder. Diese Problematik hängt mit dem nie vollendeten Bruch mit dem alten politischen System zusammen. Die Verhandlungen der sozialistischen Regierung mit der Opposition am runden Tisch von 1989 führten zu einer unverändert starken Machtstellung des Staates im Rundfunkbereich Polens und auch der neu gegründete Rundfunkrat in den 90er Jahren wurde trotz seiner zugesprochenen Unabhängigkeit von seiner politischen Umwelt stets beeinflusst. Die damalige kommunistische Führung war bei Reformen bezüglich des Rundfunks und einer neuen Form der Rundfunkregulierung kompromisslos, wobei sie sich von den neuen demokratischen Regierungen nicht viel unterscheiden. Auch Diese sahen im Rundfunk gleichfalls ein starkes meinungsbildendes Machtinstrument und erst nach vielen Debatten wurde 1992 das Rundfunkgesetz eingeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Medienordnungslage von Polen und Deutschland ein und erläutert die Relevanz eines Vergleichs aufgrund der unterschiedlichen historischen Systementwicklungen.

2 Medienpolitik: Medienordnung & Medienkonzentration: Das Kapitel definiert medienpolitische Rahmenbedingungen, erläutert regulatorische Instrumente und betont die wachsende Bedeutung der Anti-Konzentrationspolitik in Zeiten der Globalisierung.

3 Internationale Medienordnung im Vergleich: Dieser Hauptteil analysiert die Rundfunksysteme beider Länder, wobei die Strukturen, Gesetze und die Arbeit der jeweiligen Kontrollinstanzen detailliert beleuchtet werden.

3.1 Medienpolitik und die Medienordnung im Rundfunksystem in Polen: Das Kapitel untersucht das dreigeteilte polnische Rundfunksystem, die Rolle des Rundfunkrats (KRRiT) und das Spannungsfeld zwischen demokratischer Transformation und politischer Kontrolle.

3.2 Medienpolitik und die Medienordnung im Rundfunksystem in Deutschland: Hier wird das deutsche duale Rundfunksystem, die föderale Kompetenzverteilung und die Rolle des Rundfunkstaatsvertrags zur Sicherung der Meinungsvielfalt beschrieben.

4 Abschließende Betrachtung: Das Fazit stellt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Systeme heraus und prognostiziert eine stärkere internationale Harmonisierung der Medienordnungen durch EU-Einflüsse und Digitalisierung.

Schlüsselwörter

Medienordnung, Rundfunk, Deutschland, Polen, Medienpolitik, Rundfunkgesetz, Rundfunkstaatsvertrag, Medienkonzentration, Duales System, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Regulierung, KRRiT, Medienmanagement, Meinungsfreiheit, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Medienordnungslage und dem Rundfunksystem in Polen und Deutschland, um die regulatorischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Kontext der jeweiligen politischen Geschichte zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind Medienregulierung, Rundfunkgesetze, die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Auswirkungen von Medienkonzentration auf die Meinungsvielfalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich der beiden Rundfunksysteme, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche historische Voraussetzungen zu spezifischen nationalen Regulierungsansätzen geführt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der existierende Rechtsgrundlagen und Mediensysteme beider Länder gegenübergestellt werden, gestützt auf Fachliteratur und medienpolitische Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die polnische und deutsche Medienpolitik detailliert analysiert, inklusive der Funktionsweise der Aufsichtsgremien, der Finanzierungsmodelle und der gesetzlichen Vorgaben für Rundfunkanbieter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Medienordnung, duales Rundfunksystem, Medienkonzentration, Rundfunkrat (KRRiT), Rundfunkstaatsvertrag und die demokratische Transformation der Mediensysteme.

Wie unterscheidet sich die Regulierung in Polen von der in Deutschland?

Polen weist eine zentralisierte Struktur mit einem mächtigen nationalen Rundfunkrat auf, während Deutschland ein dezentrales, föderales System mit verschiedenen Landesmedienanstalten und dem Rundfunkstaatsvertrag nutzt.

Welche Rolle spielt die Anti-Konzentrationspolitik in der Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet, wie Deutschland durch die KEK und klare Rezipientengrenzen aktiv gegen Konzentration vorgeht, während Polen in diesem Bereich noch stärkere regulatorische Herausforderungen bewältigen muss.

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Résumé des informations

Titre
Die Medienordnungslage der Rundfunksysteme in Polen und Deutschland
Université
University of Applied Sciences Köln
Cours
Internationale Medienwirtschaft
Note
1,0
Auteur
Bartosz Mazur (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
17
N° de catalogue
V209894
ISBN (ebook)
9783656378822
ISBN (Livre)
9783656381006
Langue
allemand
mots-clé
Medienwirtschaft Internationale Medien Medienpolitik Medienmanagement Polen Deutschland Medienkonzentration Rundfunk Rundfunksysteme Rundfunkstaatsvertrag Medien
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Citation du texte
Bartosz Mazur (Auteur), 2009, Die Medienordnungslage der Rundfunksysteme in Polen und Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209894
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Extrait de  17  pages
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