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Ausländerkriminalität in der BRD

Título: Ausländerkriminalität in der BRD

Trabajo , 2010 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: David Herrmann (Autor)

Trabajo social
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Der Begriff der ‚Ausländerkriminalität‘ nimmt hierzulande seit einiger Zeit eine bedeutende Stellung, sowohl in der Politik, als auch in der wissenschaftlichen-und öffentlichen Diskussion ein. Die viel zitierte Kriminalität von Ausländern rückt immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und wird in der Medienlandschaft der Bundesrepublik Deutschland (BRD) intensiv und zumeist kontrovers diskutiert. Die Straftaten Nichtdeutscher werden im gleichen Maße von konservativen Politikern und Medien in den Blickpunkt der Allgemeinheit gerückt, um dadurch auf Missstände in der Integrationspolitik aufmerksam zu machen. So dürfte die Forderung bekannter deutscher Politiker, wie etwa Roland Koch (CDU), dem damaligen Ministerpräsidenten Hessens, nach Verschärfung der Kriminalitäts-und Ausländerpolitik vielen noch in Erinnerung sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zentrale Begrifflichkeiten

2.1 Wer zählt als Ausländer?

2.2 Migration

3. Analyse der PKS 2009

3.1 Grundlegende Tendenzen der PKS 2009

3.2 Alters-und Geschlechtsstruktur der deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen im Vergleich

3.3 Tatortgrößen

3.4 Staatsangehörigkeiten nichtdeutscher Tatverdächtiger

4. Erklärungsansätze und Theorien zur Kriminalität von Ausländern

4.1 Anomietheorie

4.2 Kulturkonflikttheorie

5. Jugendkriminalität

5.1 Kriminalität junger Nichtdeutscher

5.2 Erklärungsansätze zur Entstehung ausländischer Jugendgewalt

6. Fazit und mögliche Lösungsansätze

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das viel diskutierte Phänomen der Ausländerkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland auf Basis der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Jahres 2009. Ziel ist es, das durch mediale und politische Diskurse verzerrte Bild dieser Kriminalitätsform wissenschaftlich einzuordnen, strukturelle Einflussfaktoren (wie Alters- und Geschlechtsverteilung) zu analysieren und kriminologische Erklärungsmodelle auf ihre Relevanz zu prüfen.

  • Analyse und Interpretation der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2009.
  • Differenzierte Betrachtung der Alters- und Sozialstrukturen von Tatverdächtigen.
  • Darstellung theoretischer Erklärungsansätze (Anomie- und Kulturkonflikttheorie).
  • Fokussierung auf die Ursachen von Jugendkriminalität und Gewaltprävention.
  • Diskussion von Integrationsmaßnahmen und gesellschaftspolitischen Lösungsansätzen.

Auszug aus dem Buch

4.2 Kulturkonflikttheorie

Diese Theorie wurde zu 1938 von dem US-amerikanischen Kriminologen Thorsten Sellin entwickelt und bezog sich anfangs hauptsächlich auf die Kriminalität von Einwandern innerhalb der USA. Basierend auf der Grundannahme, dass ein Immigrant stets zwei unterschiedlichen Kulturen bzw. Normsystemen gegenübersteht, nämlich jener der Heimat auf der einen, und der des neuen Gastlandes auf der anderen Seite, führt Sellin aufkommende Probleme und die etwaige, daraus resultierende Kriminalität auf die Divergenz dieser beiden kontrastierenden Systemen zurück. So können diese teils gravierenden Unterschiede und der daraus entstehende innere Konflikt für den Migranten dazu führen, dass Probleme bei der Identitätserhaltung-bzw. Schaffung auftreten.

Daraus resultierende Gefahren einer möglichen Desorientierung, sowie die eventuelle Fehlinterpretation der Rechtsordnung des Gastlandes, führen somit häufig dazu, dass es dem Migranten aufgrund seiner Prägung schwerfällt, sich innerhalb seiner neuen Heimat rechts und gesetzkonform zu verhalten. Insbesondere in den ersten Jahren im neuen Wohnraum besteht das Risiko, derartigen Problemen ausgesetzt zu sein.

Grundsätzlich herrscht die Meinung vor, dass die Gefahr, in besagten Konflikt zu geraten, in Abhängigkeit zur, mehr oder weniger ausgeprägten, Differenz der jeweiligen Kulturen und Normsysteme steht. In der Regel findet allerdings bei Migranten, welche über einen längeren Zeitraum in einem anderen, Land leben, eine, unterschiedlich stark ausgeprägte, Form der ‚Assimilation‘ statt, die zur Folge hat, dass diese sich den ,vormals neuen und ungewohnten, Gegebenheiten mit der Zeit anpassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die gesellschaftliche und politische Relevanz der Thematik sowie die Zielsetzung der Arbeit unter Nutzung der PKS 2009.

2. Zentrale Begrifflichkeiten: Definition der für die Untersuchung relevanten Begriffe wie Ausländerstatus und Migrationshintergrund sowie Erläuterung damit einhergehender statistischer Herausforderungen.

3. Analyse der PKS 2009: Empirische Untersuchung der Kriminalitätsdaten des Jahres 2009 mit Fokus auf Alters-, Geschlechtsstrukturen und regionale Unterschiede.

4. Erklärungsansätze und Theorien zur Kriminalität von Ausländern: Darstellung wissenschaftlicher Theorien, speziell der Anomietheorie und der Kulturkonflikttheorie, zur Einordnung des Phänomens.

5. Jugendkriminalität: Analyse der Tatverdächtigengruppen im Kindes- und Jugendalter sowie spezifische Untersuchung der Entstehungsursachen von Jugendgewalt.

6. Fazit und mögliche Lösungsansätze: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Erörterung präventiver Maßnahmen sowie bildungspolitischer Strategien zur Integration.

Schlüsselwörter

Ausländerkriminalität, PKS 2009, Polizeiliche Kriminalstatistik, Jugendkriminalität, Integration, Migration, Anomietheorie, Kulturkonflikttheorie, Gewaltprävention, Tatverdächtige, Bildungsförderung, Sozialwesen, Kriminologie, Deliktstruktur, Demographische Einflüsse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der Ausländerkriminalität in der BRD, um das durch populistische Äußerungen und Boulevardmedien oft verzerrte Bild durch sachliche Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik zu objektivieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die statistische Auswertung der Kriminalität Nichtdeutscher, die Rolle des Migrationshintergrunds, kriminologische Theorien zur Normabweichung sowie die spezifische Problematik der Jugendkriminalität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Kriminalitätsentwicklung bei Ausländern basierend auf der PKS 2009 zu analysieren und aufzuzeigen, dass komplexe soziale Faktoren (wie Bildungsstand oder Lebensumstände) weitaus relevanter für kriminelles Verhalten sind als die bloße Nationalität.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse kriminologischer Theorien sowie auf die empirische Auswertung und Interpretation der Daten aus der Polizeilichen Kriminalstatistik des Jahres 2009.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme (PKS 2009), die theoretische Fundierung durch soziologische Erklärungsmodelle und eine detaillierte Untersuchung der Jugendkriminalität.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Sie ist durch eine kritische Distanz zu pauschalisierenden Aussagen sowie den Fokus auf Prävention, Bildung und soziale Integration als Lösungsansätze charakterisiert.

Warum wird die Anomietheorie zur Erklärung herangezogen?

Sie dient als Erklärungsmodell, um zu verdeutlichen, dass kriminelles Handeln oft aus einem Missverhältnis zwischen gesellschaftlich gesetzten Zielen und den tatsächlich verfügbaren Mitteln zur Zielerreichung entsteht.

Welche Rolle spielt die Kulturkonflikttheorie nach Sellin?

Die Theorie erklärt Kriminalität von Einwanderern aus der Divergenz und den aufeinandertreffenden unterschiedlichen kulturellen Normsystemen, was zu Desorientierung bei Migranten führen kann.

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Detalles

Título
Ausländerkriminalität in der BRD
Universidad
University of Kassel
Calificación
1,0
Autor
David Herrmann (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
24
No. de catálogo
V209957
ISBN (Ebook)
9783656378686
ISBN (Libro)
9783656379317
Idioma
Alemán
Etiqueta
ausländerkriminalität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
David Herrmann (Autor), 2010, Ausländerkriminalität in der BRD, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209957
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