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Sexualerziehung im 21. Jahrhundert. Die Möglichkeiten zur sexuellen Aufklärung für Jugendliche im Internet

Titel: Sexualerziehung im 21. Jahrhundert. Die Möglichkeiten zur sexuellen Aufklärung für Jugendliche im Internet

Bachelorarbeit , 2009 , 47 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Stephanie Müller (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Teenager werden Mütter“, so der Name einer Doku-Soap, die am 13.07.2009 beim Privatsender ATV auf Sendung ging. Der Inhalt: Junge werdende und jung gewordene Mütter, zwischen 14 und 18 Jahren, werden von einem Kamerateam begleitet, das dokumentiert, mit welchen Schwierigkeiten die jungen Mädchen zu kämpfen haben. Diese Idee ist nicht neu. In Deutschland wurde diese Thematik ebenfalls von den Medien aufgefasst. Die Medien zeigen auf, dass zunehmend mehr jugendliche Mädchen, meist ungewollt, schwanger werden und ein Kind bekommen. Die Jungmütter haben hierbei mit ganz andersartigen Problemen zu kämpfen, als erwachsene Frauen, die geplant schwanger werden.
Eva Weissberg-Musil ist beruflich Mediatorin und Lebens- und Sozialberaterin und schildert in der Sendung „Teenager werden Mütter“ die Probleme der Jungmütter ad hoc folgendermaßen: In der Gesellschaft wird das junge Alter der Mütter als unpassend erachtet. Zudem haben sie keinen oder erschwerten Anschluss an ihre eigene Altersgruppe. Hinzu kommt, dass sie meistens keinen fertigen Schulabschluss und keine Ausbildung haben, weil dies aufgrund des Alters nicht möglich war, was einen Kampf mit großen finanziellen Problemen mit sich bringt.
In Folge zwei, die am 20.07.2009 auf ATV lief, besucht die Mediatorin Rada. Sie ist erst 15 Jahre alt und Schulabbrecherin. Mit ihrem Partner riss ständig das Kondom und so haben sie eben ganz darauf verzichtet. Die Jungmutter ist mittlerweile in der 36. Schwangerschaftswoche und es bestehen Konflikte mit dem 17-jährigen Kindesvater, der eine Kleinkriminellenvergangenheit hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexuelle Aufklärung

2.1. Bedeutung von Sexualität und Begriffsdefinitionen

2.2. Sexualerziehung

2.3. Die Inhalte sexueller Aufklärung

3. Das ‚Neue Medium‘ Internet

3.1 Die Internetnutzung von Jugendlichen

3.2 Kultur, Identitätsbildung und Internet

3.3 Die sexuelle Informationssuche im Internet

4. Theoretischer Rahmen

5. Fragestellung, Ziel und Nutzen der Forschung

5.1. Forschungsfrage

5.2. Relevanz

6. Methodisches Vorgehen

6.1. Darstellung und Begründung der Methode

6.2. Kategoriensystem

7. Analyse der Internetseiten

7.1. Privat-kommerzielle Internetseite

7.2. Internetseite einer Privatperson

7.3. Staatliche Aufklärung im Internet

8. Interpretation und Vergleich

9. Ausblick

10. Literaturverzeichnis

11. Analysierte Materialien

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern bestehende Online-Angebote zur sexuellen Aufklärung für Jugendliche inhaltlich korrekt und informativ sind. Angesichts der hohen Internetnutzung durch Jugendliche soll geklärt werden, ob diese Angebote den Anforderungen der Sexualpädagogik entsprechen oder ob Korrekturbedarf besteht.

  • Qualitative Inhaltsanalyse von Internetseiten (Privat, Privat-kommerziell, Staatlich)
  • Evaluation der Informationsqualität und des Ausmaßes sexualpädagogischer Inhalte
  • Untersuchung von Werten, Identitätsbildung und internetspezifischen Darstellungsformen
  • Einfluss der Internetnutzung auf die sexuelle Sozialisation von Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.3 Die sexuelle Informationssuche im Internet

Döring (2008: 271f.) bezeichnet das ‚Cyberspace‘ als einen bedeutsamen sexuellen Handlungsraum. Sexuelle Inhalte sind im Internet, gemäß dem Triple-A-Model (accessibility, affordability, anonymity) von Cooper aus dem Jahre 1998, leicht zugänglich, vergleichsweise preisgünstig und anonym. Und auch bei der Online Aufklärung findet der Begriff Anonymität, neben Orts- und Zeitunabhängigkeit, wieder seine Bedeutung (ebd.: 274). Durch eine ano- oder pseudonymisierte Kommunikation im Internet werden die herkömmlichen Formen der Verbindlichkeit aufgelöst, die unter Anwesenheit von anderen Personen ansonsten stets gegeben sind (vgl. Metzner-Szigeth 2006: 32).

Bei sexuellen Begegnungen im Cyberspace sind körperliche Risiken, soziale Kontrollen, Unsicherheiten und Schamgefühle reduziert, somit können Aspekte der eigenen Persönlichkeit und Sexualität erkundet werden, die in vielen Alltagskontexten außerhalb des Netzes im Verborgenen bleiben. (Döring 2008: 271)

Nebst diesen Möglichkeiten des Erkundens von Sexualität birgt das Internet auch gewisse Risiken. Gibt man beispielsweise das Wort ‚lesbisch‘ oder andere einschlägige Suchbergriffe ein, läuft man Gefahr, auf Internetseiten mit pornographischen Inhalten zu gelangen. Ebenso gibt es fehlerhafte und ideologisch verzerrte Internetseiten, die in etwa die Existenz von HIV und AIDS leugnen. Die Internet-Kompetenz der Jugendlichen ist an diesen Stellen gefragt: Sie müssen die Fähigkeit entwickeln, zum einen zielgerichtet zu suchen und die Ergebnisse bezüglich ihrer Glaubwürdigkeit auch kritisch überprüfen (vgl. Döring 2008: 274).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas anhand aktueller medialer Darstellungen und Erläuterung der Motivation für eine Untersuchung der Internet-Aufklärung.

2. Sexuelle Aufklärung: Historischer Rückblick und theoretische Einbettung der Sexualpädagogik sowie Definition zentraler Begriffe.

3. Das ‚Neue Medium‘ Internet: Analyse des Internets als Informationsraum und dessen spezifische Bedeutung für die Identitätsbildung und Informationssuche von Jugendlichen.

4. Theoretischer Rahmen: Darstellung der medienwissenschaftlichen Basis, insbesondere des ‚Uses-and-Gratifications-Approach‘ und des ‚Information-Utility-Ansatzes‘.

5. Fragestellung, Ziel und Nutzen der Forschung: Definition der Forschungsfrage und Begründung der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz.

6. Methodisches Vorgehen: Beschreibung und Begründung der qualitativen Inhaltsanalyse sowie Entwicklung des Kategoriensystems.

7. Analyse der Internetseiten: Detaillierte Untersuchung dreier ausgewählter Webseiten hinsichtlich ihrer Aufklärungsqualität.

8. Interpretation und Vergleich: Synthese der Ergebnisse und Gegenüberstellung der untersuchten Angebote.

9. Ausblick: Diskussion offener Fragen und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Forschung und Gestaltung von Aufklärungsangeboten.

10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

11. Analysierte Materialien: Verzeichnis der untersuchten Internet-Datenquellen.

Schlüsselwörter

Sexualaufklärung, Sexualerziehung, Internet, Jugendliche, Informationssuche, Identitätsbildung, qualitative Inhaltsanalyse, Sexualpädagogik, Verhütung, Medienkompetenz, Wertevermittlung, Cyber-Beratung, sexuelle Gesundheit, Online-Medien, Peer-Education.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bakkalaureatsarbeit?

Die Arbeit analysiert die Qualität und inhaltliche Ausrichtung von Internetseiten, die sich an Jugendliche richten und Themen der sexuellen Aufklärung behandeln.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentral sind die Sexualpädagogik, die Rolle des Internets als Informationsmedium für Jugendliche sowie die Vermittlung von Werten, Gesundheit und Verhütung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist zu prüfen, ob die vorhandenen Angebote im Internet inhaltlich korrekt sind und den Anforderungen der Sexualpädagogik an eine informative Aufklärung genügen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse, um drei spezifische Internetseiten (privat, privat-kommerziell und staatlich) nach einem vorab definierten Kategoriensystem auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Erarbeitung des Kategoriensystems und die konkrete Analyse der ausgewählten Internetangebote.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Sexualaufklärung, Internet, Jugendliche, Medienkompetenz und Sexualpädagogik.

Wie unterscheidet sich die staatliche Internetseite von anderen Angeboten?

Die staatliche Seite nutzt verstärkt interaktive Tools wie Quiz, Videos und Spiele, um Wissen spielerisch zu vermitteln und zeigt eine hohe inhaltliche Professionalität.

Welche Kritik übt die Autorin an der Internetseite der Privatperson?

Die Seite wird als kritisch eingestuft, da der Autor anonym bleibt, Schreibfehler das Bild trüben und die inhaltliche Tiefe für eine professionelle Aufklärung als unzureichend gilt.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexualerziehung im 21. Jahrhundert. Die Möglichkeiten zur sexuellen Aufklärung für Jugendliche im Internet
Hochschule
Universität Salzburg  (Kommunkationswissenschaft)
Veranstaltung
Kinder und Jugendliche im Internet - Chancen und Risiken: Ein europäischer Vergleich
Note
Sehr gut
Autor
Stephanie Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
47
Katalognummer
V210036
ISBN (eBook)
9783656378013
ISBN (Buch)
9783656380931
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sexualerziehung jahrhundert sind möglichkeiten aufklärung jugendliche internet
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Müller (Autor:in), 2009, Sexualerziehung im 21. Jahrhundert. Die Möglichkeiten zur sexuellen Aufklärung für Jugendliche im Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210036
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Leseprobe aus  47  Seiten
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