„Wir schlittern in eine neue Gesellschaft, ....in ein neuartiges gesellschaftliches Gefüge, für das wir noch keinen Begriff haben und damit auch keinen Blick haben.“
Mitte der 80er Jahre waren die epochalen gesellschaftlichen Veränderungen zwar zu erahnen, wurden aber noch nicht begriffen. Mittlerweile nehmen wir diese bewusster wahr und können sie sogar schon benennen.
Die Postmoderne überrollt uns mit Umbruchserfahrungen: Globalisierung, virtuelle Welten, Pluralisierung von Lebensformen, dramatische Veränderung der Geschlechterrollen, Individualisierung und Medienangebote in Hülle und Fülle kennzeichnen unser heutiges Leben. Einher geht mit dieser Veränderung, oder besser gesagt Weiterentwicklung, ein interkultureller Austausch jenseits der Grenzen, der vor einigen Jahrzehnten noch nicht einmal vorstellbar war. Das nahezu grenzenlose Internet mit seiner Möglichkeit, Nachrichten, Radio und Fernsehen überall auf der Welt verteilt zeitgleich zu transportieren, eröffnet unserer Gesellschaft eine neue Welt des Konstruktes Kommunikation, Bildung, Gesellschaft und Medien.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Problematisierung/ Erkenntnisinteresse
2.1. Begriffsklärungen
2.1.1. Globalisierung
2.1.2. Kultur
2.1.3. Medien
2.1.4. Amerikanischer Imperialismus/ Imperium
2.1.5. American Football
2.1.6. NFL/ NFL Europe
2.1.7. Super Bowl
2.1.8. AFBÖ American Football Bund Österreich
2.2. Historische Entwicklung von American Football in Österreich
3. Erkenntnisinteresse
4. Forschungsfragen und Hypothesen
5. Methodisches Vorgehen/ Theorien
5.1. Kommunikationswissenschaftliche Theorien
5.1.1. Kritische Wissenschaftstheorie
5.1.2. Stimulus - Reaktions - Theorie
5.1.3. Nachrichtenwerttheorie
5.1.4. Konstruktivismus
5.2. Relevante Theorien für vorliegende Arbeit
5.2.1. John Atkins Hobson, nichtmarxistsche Theorie
5.2.2. „Linker Flügel“, marxistische Theorien
5.2.3. Joseph A. Schumpeter
5.2.4. „Neuere westliche“ Theorien
5.2.5. Wolfgang J. Mommsen: Ära des Nachimperialismus
5.2.6. Lucia Egger
5.2.7. John G.Blair/ Reinhold Wagnleitner
6. Empirischer Teil
6.1. Quantitativer Teil
6.1.1. Football spezifische Daten
6.1.1.1. NFL Übertragungszahlen Superbowl in Österreich
6.1.1.2. Raiffeisen Vikings Super Bowl Party, Wien, Verkaufszahlen
6.1.1.3. Tryoutzahlen Österreich
6.1.1.4. Vereine gesamt in Österreich
6.1.1.5. Sponsorship Monitoring AFBÖ
6.1.2. Daten aus anderen Bereichen
6.1.2.1. Entwicklung von Kinofilmen in Österreich
6.1.2.2. Anzahl McDonalds Filialen
6.2. Qualitativer Teil
6.2.1. Experteninterview
6.2.2. Das narrative Interview
6.2.3. Das problemzentrierte Interview
6.2.4. Das fokussierte Interview
6.2.5. Das ethnograhische Interview
6.2.6. Das Gruppeninterview, Gruppendiskussion
7. Interpretation der Ergebnisse
8. Ergebnisdarstellung
9. Schlusswort
10. Bibliographie
11. Internetquellen
12. Abkürzungsverzeichnis
13. Anhang
13.1. Interview
13.1.1. Interview Leitfaden
13.1.2. Interview
13.2. Statistische Datenblätter
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit der US-Imperialismus die österreichische Kultur beeinflusst und ob die Popularität der Sportart American Football als Resultat amerikanischer Exportbemühungen oder als Erfolg lokaler Strukturen in Österreich zu werten ist.
- Auswirkung der Globalisierung auf den Alltag und Konsumverhalten in Österreich.
- Analyse des American Footballs als praktisches Beispiel für interkulturellen Austausch.
- Vergleich der Marktdominanz US-amerikanischer Unterhaltungsmedien versus lokaler Sportinitiativen.
- Überprüfung von Imperialismustheorien im Kontext der österreichischen Football-Entwicklung.
- Rolle lokaler Akteure und Vereine bei der Etablierung einer US-Sportart.
Auszug aus dem Buch
2.1.5. American Football
American Football versteht sich als Kontaktsportart mit dem Bestreben, Raum zu gewinnen und dadurch einen Touchdown und Punkte zu erzielen. Immer wieder steht diese amerikanische Sportart in Verruf, von Gewalttätigkeit und heillosem Durcheinander geprägt zu sein. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall, zeichnet sich American Football als Strategiespiel aus, bei dem jeder Spieler gefordert ist, ausgeklügelte Spielzüge auszuüben. In einschlägiger Fachliteratur wird American Football oft als Schach am Rasen bezeichnet.
Ein umfangreiches Regelwerk sorgt für Fairness auf dem Rasen und Gleichberechtigung der Teams. Weltweit wird entweder nach Regeln der Profiliga NFL oder der College Football Organisation NCAA gespielt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der gesellschaftlichen Veränderungen durch Globalisierung sowie die Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2. Problematisierung/ Erkenntnisinteresse: Diskussion über die Auswirkungen der Globalisierung und die Rolle des US-Imperialismus am Beispiel von American Football in Österreich.
3. Erkenntnisinteresse: Darstellung der individuellen Relevanz des Themas und der Forschungsintention, die Supermacht Amerika kritisch zu hinterfragen.
4. Forschungsfragen und Hypothesen: Formulierung von drei Forschungsfragen und Hypothesen zu Globalisierung, interkultureller Verständigung und der Rolle nationaler Strukturen.
5. Methodisches Vorgehen/ Theorien: Übersicht kommunikationswissenschaftlicher Theorien und relevanter Imperialismus-Modelle zur theoretischen Fundierung.
6. Empirischer Teil: Detaillierte Analyse anhand quantitativer Daten (Statistiken, Football-Daten) und qualitativer Interviews zur Überprüfung der Hypothesen.
7. Interpretation der Ergebnisse: Synthese der Forschungsergebnisse im Kontext der Globalisierung und Vernetzung unterschiedlicher Kulturen.
8. Ergebnisdarstellung: Zusammenfassende Auswertung der Hypothesen auf Basis der erhobenen Daten.
9. Schlusswort: Reflexion über die Ergebnisse und den Einfluss lokaler Akteure im Vergleich zur vermuteten US-Dominanz.
Schlüsselwörter
American Football, US-Imperialismus, Globalisierung, Österreich, Interkulturelle Verständigung, AFBÖ, Raiffeisen Vikings, NFL, Sportmanagement, Kulturtransfer, Medienrezeption, Identitätsbildung, Lokale Initiativen, Kommunikationswissenschaft, Marketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit?
Die Arbeit analysiert, ob die wachsende Popularität von American Football in Österreich durch den US-amerikanischen Imperialismus gesteuert wird oder durch heimische, lokale Aktivitäten geprägt ist.
Welche Themenfelder werden zentral behandelt?
Die Arbeit behandelt Themen wie Globalisierung, interkulturelle Verständigung, moderne Imperialismustheorien und die spezifische Entwicklung des American Football Sports in Österreich.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu erforschen, ob Österreich seine Eigenständigkeit gegenüber einer vermeintlichen US-Dominanz bewahren kann und warum American Football gerade durch lokale Initiativen und nicht durch US-weite Konzepte erfolgreich wurde.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Mixed-Methode-Forschung angewendet, die eine Kombination aus Literaturstudien, quantitativer Datensammlung (Statistiken) und qualitativen Experteninterviews umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Imperialismus-Modellen und einen empirischen Teil, der durch Statistiken und ein Interview mit Karl Wurm die lokale Entwicklung untermauert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
American Football, US-Imperialismus, Globalisierung, Österreich, Interkulturelle Verständigung und lokale Sportinitiativen.
Welche Rolle spielt Karl Wurm in der Untersuchung?
Karl Wurm, Präsident der Raiffeisen Vikings Vienna, dient als zentraler Experte, dessen langjährige Tätigkeit und strategischer Aufbau des österreichischen Football-Nachwuchses für die Argumentation der Arbeit essenziell sind.
Warum ist laut der Arbeit der Erfolg des American Footballs in Österreich überraschend?
Der Erfolg ist überraschend, da der Einfluss der NFL und US-amerikanischer Institutionen zu Beginn der Forschung als treibende Kraft vermutet wurde, die Daten jedoch zeigen, dass lokale Eigeninitiativen wesentlich erfolgreicher sind.
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- Barbara Murth (Author), 2013, Aspekte des US-Imperialismus bei zunehmender Globalisierung und interkulturelle Verständigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210050