Gesprächs- und Vernehmungsführung, Menschen beeinflussen und manipulieren, nonverbal und emotional kommunizieren.
Die Kommunikation zwischen Menschen ist ein hochkomplexer Vorgang, der nicht nur aus verbalen Botschaften besteht.Lautlose Signale wie Körperhaltung, Gestik oder Mimik und emotionale Reaktionen prägen ein Gespräch oft nachhaltiger, als das gesprochene Wort es alleine vermag. Aber selbst wenn Menschen ein und dasselbe Wort verwenden, ist nicht gewährleistet, dass beide das gleiche Verständnis von dem betreffenden Wort haben. Dolmetscher können Fragen in einem Gerichtsverfahren ungewollt verfremden, Suggestivfragen falsche Erinnerungen hervorrufen und Manipulationstechniken Gespräche völlig sabotieren. Täuschung, Lüge und Irrtum können falsche Gerichtsurteile verursachen.
Mit dem vorliegenden Buch erläutert ein Strafverteidiger zahlreiche Möglichkeiten, wie man mit diesen Problemfeldern umgehen und gleichzeitig die eigenen Fähigkeiten in sämtlichen Gesprächs- und Vernehmungssituationen optimieren kann. Zu den Inhalten des Buches gehören u.a.:
• Der Waffenfokus
• Adaptive Reaktionen
• Paralinguistische Warnsignale
• Falsche Feedbacks
• Der Othello-Fehler
• Mikroexpressionen
• Gruppenkonformität
• Paraphrasierungstechniken
• Veränderungsblindheit
• Der Hofeffekt
• Negative Tatsachen
u.v.m.
Bertil Jakobson, Jahrgang 1976, Fachanwalt für Straf- und Verkehrsrecht, beschäftigt sich seit Jahren mit den Möglichkeiten, Erkenntnisse verschiedener Wissenschaftszweige für die tägliche Gesprächs- und Vernehmungspraxis des Rechtsanwalts nutzbar zu machen. Mit dem vorliegenden Buch erfolgt die erste praxisnahe Darstellung dieses Arbeitsprozesses.
Inhaltsverzeichnis
Prolog
El-Al
Simonides
Monica
O.J.
Kypselos
Der erste Eindruck
Vernehmungscoaching für die anwaltliche Praxis
Vernehmung
Coaching
Die vier Bereiche des Vernehmungscoachings
Teil 1: Vorbereitung der Vernehmung
1.1 Vernehmungsziele
Die Definition des Vernehmungsziels
Individuelle Vernehmungsziele definieren
Mit Wiederholungsfragen taktieren
Vernehmungsalternativen
Zusammenfassung & Praktische Tipps
1.2 Aktenarbeit
Akteneinsicht
Aktenstudium
Inhaltsangaben
Checkliste
Aktenrücksendung
Lagerbildung
Zusammenfassung & Praktische Tipps
1.3 Fragetechniken
Taktische Vorüberlegungen
Vernehmungsbereitschaft schaffen
Die Begrüßungsfrage
Grundregeln für eine erfolgreiche Vernehmung
Weniger ist mehr
Sukzessiv fragen
Fragen werden nicht erläutert
Einfachheit
Verständlichkeit
Geduldig sein
Die verschiedenen Fragearten
Offene Fragen
Leerfragen
Anstoßfragen
Auswahlfragen
Geschlossene Fragen
Alternativfragen
Ja/Nein-Fragen
Suggestivfragen
Negative Fragen
Voraussetzungsfragen
Sonstige Fragen
Zirkuläre Fragen
Situationsfragen
Weiche Fragen
Filterfragen
Provokationsfragen
Zusammenfassung & Praktische Tipps
1.4 Prozesstaktische Fragenkataloge
Prozesslogistik
Vorhalte
Vorprägungstechniken
Die verschiedenen Fragenkataloge
Die Trichtermethode
Praktische Tipps zur Trichtermethode
Die inversive Befragung
Praktische Tipps zur inversiven Befragung
Das kognitive Interview
Die kontrastierende Befragung
Praktische Tipps zur kontrastierenden Befragung
Die sprunghafte Befragung
Praktische Tipps zur sprunghaften Befragung
Zusammenfassung & Praktische Tipps
1.5 Strategische Vernehmungspausen
Vorüberlegungen
Interdependenz
Prozesstaktisch pausieren
Persuasive Kommunikation
Zusammenfassung & Praktische Tipps
1.6 Weitere Informationsgewinnung
Rechte und Pflichten
Ampelphasenplan
Verkehrsrechtliche Auskünfte
Bonitätsauskünfte
Unternehmensregister
Zusammenfassung & Praktische Tipps
1.7 Besondere Vernehmungs- und Gesprächssituationen
Zweitsprachige Personen
Kulturelle Besonderheiten
Die Gerichtssprache ist deutsch
Dolmetscher müssen wörtlich übersetzen
Dolmetscher sollen nur übersetzen
Dolmetscher müssen die richtigen Dialekte sprechen
Mit Kindern reden
Protrahierte Kommunikation
Das Konzept Kausalität
Selbstkonzept vs. Fremdkonzept
Vernehmung von Polizeibeamten
Gezieltes Schweigen
Zirkuläre Befragung
Kontrastierende Befragung
Zusammenfassung & Praktische Tipps
Teil 2: Analyse der Vernehmungssituation
2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen der Vernehmung
Gesetzliche Struktur des Zeugenbeweises
Grundsatz der Einzelvernehmung
Feststellung der Personalien
Belehrung des Zeugen
Zeugnisverweigerungsrechte aus persönlichen Gründen
Zeugnisverweigerungsrechte aus sachlichen Gründen
Die ergänzende Regelung des § 53a StPO
Die Regelungen des § 54 StPO
Die Auskunftsverweigerungsrechte nach §§ 55 StPO, 384 Nr. 2 ZPO
Die Unterrichtung des Zeugen gem. §§ 69 I S.2 StPO, 396 I ZPO
Zeugenbericht und ergänzender Bericht
Verhör des Zeugen
Frageberechtigte
Reihenfolge der Befragung
Rechtliche Grenzen des Fragerechts
Die Zurückweisung einer Frage als ungeeignet
Die Frage wird als Wiederholungsfrage zurückgewiesen
Die Frage wird als nicht zur Sache gehörig zurückgewiesen
Beschränkungen des Fragerechtes aus Rechtsnormen
Fragen an Zeugen bestimmter Altersgruppen werden zurückgewiesen
Die Frage wird als Suggestivfrage zurückgewiesen
Die Verteidigung des Fragerechts
Vereidigung von Zeugen
Entlassung von Zeugen
Zusammenfassung & Praktische Tipps
2.2 Beweiswürdigung und Fragetechniken
Allgemeine Fragen des Beweisrechts
Beweisbedürftigkeit
Zeugenaussagen und Tatsachen
Beweiserleichterungen
Anscheinsbeweis
Befund-, Anknüpfungs- und Zusatztatsachen
Erfahrungssätze
Innere Tatsachen
Negative Tatsachen
Beweiswürdigung
Beweislast
Indizienbeweis und Ausforschungsbeweis
Indiztatsachen, der Zweifelssatz & nichtlineare Reaktionen
Beweiskette und Beweisring
Abschließende Betrachtung und taktische Überlegungen
Zusammenfassung & Praktische Tipps
2.3 Psycholinguistik und Sprachproduktion
Sprachproduktion
Ebenen der Sprachproduktion
Konzeptualisierung
Formulierung
Mentales Lexikon
Artikulation
Sequenzierung
Sprechen und Schreiben
Ellipsen
Intonation
Der Ereignishorizont
Kontextabhängige Ereignisdarstellung
Selektive Ereignisdarstellung
Konzepte und Skripte
Metaphorische Konzepte
Sprechfehler
Framingtechniken
Primingtechniken
Psycholinguistische Aspekte
Allgemeine Tendenzen
Die Stimme
Einzelne Beispiele
Partikel
Modalwörter
Weichspüler und Hartmacher
Zusammenfassung & Praktische Tipps
2.4 Sozialpsychologie und Recht
Einleitung
Homöostatische Mechanismen
Bewusstes und unbewusstes Denken
Reaktives und kreatives Verhalten
Korrelation und Kausalität
Selbstwertdienlichkeit
Impressionsmanagement
Attributionsdilemma/Akteur-Beobachter-Divergenz
Self-handicapping
Soziale Kognition
Relativität
Kognitive Dissonanz
Mentale Abkürzungen
Stereotype und Vorurteile
Die Verlustaversion
Der Benjamin Franklin-Effekt
Reziprozität
Der Schläfer-Effekt
Der Einzelopfereffekt
Die Ich-Erschöpfung
Der Fehlschluss der versunkenen Kosten
Der Mere-Exposure-Effekt
Zusammenfassung & Praktische Tipps
2.5 Kognitive Täuschungen
Einleitung
Die Urform aller fatalen Fehlschlüsse
Vernachlässigung der Basisrate
Sich selbst erfüllende Prophezeiungen
Das falsche Vertrauen in das Positive
Der fundamentale Attributionsfehler
Nichtlineare Reaktionen
Singuläre Ereignisse
Selbstüberschätzung
Der Ankereffekt
Regression zum Mittelwert
Der Rückschaufehler
Der Hofeffekt
Der Unterlassungseffekt
Der Konjunktionsfehlschluss
Zusammenfassung & Praktische Tipps
2.6 Der Einfluss räumlicher Gegebenheiten
Das Gesprächssetting
Verschiedene Sitzpositionen
Das Blickpunktproblem
Akustik
Presse
Zusammenfassung & Praktische Tipps
2.7 Eigenes Auftreten & Situation des Mandanten
Eigenes Auftreten
Situation des Mandanten
Steuerungsmöglichkeiten
Tonische Kommunikation
Oxytocin
Ein Lob auf die Eitelkeit
Mandant und Dritte
Zusammenfassung & Praktische Tipps
Teil 3: Durchführung der Vernehmung
3.1 Aktive Gesprächstechniken
Prosodie
Praktische Tipps zum taktischen Einsatz Ihrer Stimme
Stimmhygiene
Die Broken-Record-Technik
Via negativa
Der Gesprächsbeginn
Menschen anreden
Schweigen ist Gold
Den Überblick behalten
Stimmigkeit
Plädoyer
Vergleichsverhandlungen
Praktische Tipps für Vergleichsverhandlungen
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.2 Passive Gesprächstechniken
Das Maulesel-Prinzip
Zuhörtechniken
Passives Zuhören
Semiaktives Zuhören
Paraphrasierung
Verbale Spiegelung
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.3 Gesprächs- und Kommunikationsfallen
Der Brokaw-Fehler
Der Projektionsfehler
Der Übertragungsfehler
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.4 Suggestionstechniken
Einleitung
Ich- und Du-Botschaften
Diffuse Formulierungen
Falsche Suggestionen
Positive Formulierungen
Der Endowement-Effekt
Vertrauensvoller Umgang
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.5 Manipulationstechniken
Einleitung
Abwehrmaßnahmen gegen Manipulationsversuche
Verwendung der Broken-Record-Technik
Manipulation ignorieren
Manipulation konfrontativ ansprechen
Passive Manipulationstechniken
Die Traditionstaktik
Der definitorische Rückzug
Irrelevanz-/Vernebelungstaktik
Der Angriff auf die Person
Der Einsatz von Emotionen
Unklare Ausdrucksweisen
Aktive Manipulationstechniken
Der Columbo-Effekt
Die Turgot-Technik
Die Sokrates-Technik
Der Zirkelschluss
Der Fehlschluss der unerreichbaren Vollkommenheit
Die Mehrheitstaktik
Die Brunnenvergiftung
Falsches Schmeicheln
Der Fehlschluss der Faktenverneinung
Die Expertentaktik
Retroaktive Manipulation
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.6 Emotionale Kommunikation
Einleitung
Emotionen & Gefühle
Motivations- und Belohnungssysteme
Vorgänge im Körperinneren
Das Auftreten von Emotionen und Gefühlen
Emotionale Auslöser
Die Subjektivität von Belastungsreaktionen
Die Ambivalenz emotionalen Verhaltens
Der Othello-Fehler
Die Refraktärphase
Mimik & Emotionen
Mikroexpressionen
Der Kontext der Mikroexpression
Der Zeitpunkt des Erscheinens einer Mikroexpression
Die Kongruenz zwischen Emotion und Mikroexpression
Die Emotion Überraschung
Die Emotion Verachtung
Die Emotion Zorn
Die Emotion Furcht
Die Emotion Trauer
Die Emotion Ekel
Die Emotion Freude
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.7 Nonverbale Kommunikation
Einleitung
Praktische Empfehlungen
Hinweise sind keine Beweise
Stimmigkeit des Gesamtverhaltens beachten
Die Null-Linie feststellen
Subjektive Verhaltensmuster erkennen
Fokussierung auf Verhaltensänderungen
Die biologischen Grundlagen nonverbaler Kommunikation
Timing zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation
Zuwendung und Abkehr im zwischenmenschlichen Verhalten
Annäherungs- und Vermeidungsverhalten
Schockstarre
Flucht
Kampf
Annäherungsverhalten
Emotionen und nonverbale Kommunikation
Adaptive Reaktionen
Embleme & Illustratoren
Spiegelneurone
Proxemik
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.8 Das Gedächtnis und seine Fehlleistungen
Wahrnehmung und Erinnerung
Die verschiedenen Gedächtnissysteme
Ultra-Kurzzeitgedächtnis
Kurzzeitgedächtnis
Langzeitgedächtnis
Das prozedurale Gedächtnis
Das semantische Gedächtnis
Das episodische Gedächtnis
Prospektives und retrospektives Gedächtnis
Das Entstehen von Erinnerungen
Der Waffenfokus
Transienz
Der Mann, der nichts wissen will
Geistesabwesenheit
Routine-/Alltagshandlungen
Die Veränderungsblindheit
Gedächtnisblockierung
Fehlattribution
Suggestibilität
Verzerrung
Der Rückschaufehler
Die Abwärtsspirale
Persistenz
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.9 Grundzüge der Aussagepsychologie
Einleitung
Das aussagepsychologische Grundkonzept
Die aussagepsychologische Nullhypothese
Die wesentlichen aussagepsychologischen Arbeitsschritte
Inhaltsanalyse
Allgemeine Merkmale
Logische Konsistenz
Ungesteuerte sprachliche Darstellung
Detailreichtum
Spezielle Merkmale
Raum-zeitliche Verknüpfungen
Interaktionsschilderungen
Wiedergabe von Gesprächen
Komplikationsschilderungen
Inhaltliche Besonderheiten der Aussage
Ausgefallene Detailschilderungen
Eigen- und fremdpsychische Vorgänge
Erweiterungen
Strukturgleichheit
Phänomengemäße Schilderung unverstandener Handlungen
Motivationsbezogene Inhalte
Eingeständnis von Erinnerungslücken
Selbstbelastung
Fremdentlastung
Konstanzanalyse
Abgrenzung Kern- und Randgeschehen
Fehlerquellenanalyse
Kompetenzanalyse
Motivationsanalyse
Aussagetüchtigkeit
Wahrnehmen
Visuelle Wahrnehmung
Akustische Wahrnehmung
Taktile Wahrnehmung
Speichern und Erinnern
Wiedergabe
Intelligenz und Aussagetüchtigkeit
Praktische Auswirkungen der Aussagetüchtigkeit
Zusammenfassung & Praktische Tipps
3.10 Lüge und Irrtum
Einleitung
Die Lüge
Die Folgen einer erwiesenen Lüge
Die Lüge im Lichte der Aussagepsychologie
Lügensymptome
Verbale Lügensymptome
Übertriebene Betonungen
Vorwegverteidigungen
Linguistische Warnsignale
Paraverbale Lügensymptome
Emotionale Distanzierung
Artikulatorische Auffälligkeiten
Prosodische Auffälligkeiten
Nonverbale Lügensymptome
Falsches Timing
Inkongruenzen
Zunahme/Verflachung von Illustratoren
Zunahme/Verflachung von Adaptoren
Das Aussagekomplott
Trennung der Komplotteure
Situationsfragen formulieren
Zirkuläre Fragen stellen
Der Irrtum
Wahrnehmungsfähigkeit
Beschränkte Simultankapazität
Turbulenzgeschehen
Negative Tatsachen
Wahrnehmungsverfälschung
Das Korsakow-Syndrom
Affektive Erregung
Der Pygmalioneffekt
Retro- und anterograde Amnesien
Pro- und retroaktive Interferenzen
Wiedergabefehler
Der Gedächtnisverschluss
Gruppenkonformität
Gruppenhomogenität
Gruppenkohäsion
Gruppenpolarisierung
Vernehmungstaktische Aspekte
Zusammenfassung & Praktische Tipps
4. Teil: Nachbereitung der Vernehmung
4.1 Abgleich der Erkenntnisse
4.2 Formulierung neuer Fragen
4.3 Persönliches Resümee
Zusammenfassung & Praktische Tipps
Epilog
El-Al
Simonides
Monica
O.J.
Kypselos
Der letzte Eindruck
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Dieses Buch verfolgt das Ziel, Rechtsanwälten praxisorientierte Strategien und Techniken zu vermitteln, um Vernehmungs- und Gesprächssituationen in einem rechtlichen Kontext erfolgreich zu gestalten. Durch die interdisziplinäre Integration psychologischer Erkenntnisse werden Wege aufgezeigt, die Kommunikation effektiv zu steuern, die psychologischen Hintergründe menschlicher Aussagen zu verstehen und somit die Qualität der anwaltlichen Gesprächsführung zu verbessern.
- Grundlagen der zielgerichteten Vorbereitung und Aktenarbeit für Vernehmungen.
- Einsatz effektiver Fragetechniken und prozesstaktischer Fragenkataloge.
- Berücksichtigung psycholinguistischer Aspekte und nonverbaler Kommunikation.
- Strategischer Umgang mit kognitiven Täuschungen und emotionalen Dynamiken.
- Methoden zur Vorbeugung und Reaktion bei Manipulationsversuchen sowie zum Umgang mit dem Gedächtnis.
Auszug aus dem Buch
El-Al
Am 4. Oktober 1992 ereignete sich einer der folgenschwersten Flugzeugabstürze der jüngeren europäischen Luftfahrtgeschichte.
Eine Boeing 747-285F der staatlichen israelischen Luftfahrtgesellschaft El-Al war auf dem Weg von New York nach Tel Aviv über Amsterdam. El-Al-Flug 1862 stürzte kurz nach dem Start vom Amsterdamer Flughafen Schiphol in einen Wohnblock, nachdem zunächst ein Triebwerk abgerissen war und ein weiteres Triebwerk an der rechten Tragfläche beschädigt hatte. Die Piloten hatten noch versucht, nach Schiphol zurückzukehren. Sie flogen eine Schleife und verringerten die Geschwindigkeit des Flugzeuges, um mit dem Landeanflug auf Schiphol zu beginnen.
Wegen der Beschädigungen an der rechten Tragfläche kam es zum Strömungsabriss, die Maschine kippte zur Seite und stürzte während des Landeanfluges ab.
Zusammenfassung der Kapitel
Teil 1: Vorbereitung der Vernehmung: Dieses Kapitel erläutert, wie durch eine gezielte Vorbereitung – von der Zieldefinition über die Aktenarbeit bis hin zur Planung konkreter Fragetechniken – eine Vernehmung in Ruhe und mit Autorität geführt werden kann.
Teil 2: Analyse der Vernehmungssituation: Hier werden die rechtlichen, psychologischen und räumlichen Rahmenbedingungen analysiert, die den Kommunikationsprozess beeinflussen und denen sich ein Anwalt in der Praxis anpassen muss.
Teil 3: Durchführung der Vernehmung: Dieser Hauptteil bietet konkrete Gesprächstechniken, wie den aktiven und passiven Einsatz von Sprache, nonverbale Kommunikation und emotionale Steuerung, um in Vernehmungen erfolgreich zu agieren.
4. Teil: Nachbereitung der Vernehmung: Dieser Teil widmet sich der Evaluation der Vernehmung durch den Abgleich gewonnener Erkenntnisse und die Formulierung neuer Ansätze für zukünftige Situationen.
Schlüsselwörter
Vernehmungscoaching, Anwaltliche Praxis, Gesprächsführung, Fragetechniken, Aussagepsychologie, Nonverbale Kommunikation, Psycholinguistik, Kognitive Täuschungen, Manipulationstechniken, Zeugenbefragung, Gedächtnis, Beweisführung, Strategische Kommunikation, Emotionale Intelligenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch bietet einen praxisnahen Leitfaden für Rechtsanwälte, um in Vernehmungen und anderen Gesprächssituationen psychologisch fundiert, taktisch geschickt und erfolgreich zu kommunizieren.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen die Vorbereitung von Vernehmungen, die Analyse der Situation, aktive und passive Gesprächstechniken sowie die wissenschaftlichen Hintergründe wie Psycholinguistik und Aussagepsychologie.
Was ist das primäre Ziel des Werkes?
Ziel ist es, den Leser zu animieren, psychologische Erkenntnisse in die eigene anwaltliche Vernehmungs- und Gesprächspraxis zu integrieren, um kommunikative Situationen effektiver zu steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor verbindet eigene praktische Erfahrungen aus der Anwaltstätigkeit mit interdisziplinären Erkenntnissen aus der Gedächtnispsychologie, Kommunikationspsychologie und Psycholinguistik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil (Teil 3) stehen konkrete Techniken im Vordergrund, darunter Fragetechniken, nonverbale Kommunikation, der Umgang mit Emotionen sowie Strategien gegen Manipulation und zur Steuerung des Gesprächsflusses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Vernehmungscoaching, Gesprächsführung, Fragetechniken, Aussagepsychologie, nonverbale Kommunikation, kognitive Täuschungen und strategische Kommunikation.
Wie hilft das Buch bei der Aktenarbeit?
Es bietet spezifische Methoden wie Inhaltsangaben und Checklisten an, um Informationen in umfangreichen Akten effizient zu erfassen und für die Vernehmung nutzbar zu machen.
Wie geht der Autor mit dem Thema "Lüge und Irrtum" um?
Der Autor unterscheidet zwischen Lüge und Irrtum und zeigt auf, wie man durch spezielle Fragetechniken und die Beobachtung nonverbaler Signale Hinweise auf die Glaubhaftigkeit einer Aussage gewinnen kann, ohne dabei vorschnell zu urteilen.
- Quote paper
- dipl. iur. Bertil Jakobson (Author), 2014, Vernehmungscoaching für die anwaltliche Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210104