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Vernehmungscoaching für die anwaltliche Praxis

Ein Strafverteidiger erläutert die interdisziplinären Techniken

Title: Vernehmungscoaching für die anwaltliche Praxis

Textbook , 2014 , 823 Pages

Autor:in: dipl. iur. Bertil Jakobson (Author)

Law - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Gesprächs- und Vernehmungsführung, Menschen beeinflussen und manipulieren, nonverbal und emotional kommunizieren.

Die Kommunikation zwischen Menschen ist ein hochkomplexer Vorgang, der nicht nur aus verbalen Botschaften besteht.Lautlose Signale wie Körperhaltung, Gestik oder Mimik und emotionale Reaktionen prägen ein Gespräch oft nachhaltiger, als das gesprochene Wort es alleine vermag. Aber selbst wenn Menschen ein und dasselbe Wort verwenden, ist nicht gewährleistet, dass beide das gleiche Verständnis von dem betreffenden Wort haben. Dolmetscher können Fragen in einem Gerichtsverfahren ungewollt verfremden, Suggestivfragen falsche Erinnerungen hervorrufen und Manipulationstechniken Gespräche völlig sabotieren. Täuschung, Lüge und Irrtum können falsche Gerichtsurteile verursachen.

Mit dem vorliegenden Buch erläutert ein Strafverteidiger zahlreiche Möglichkeiten, wie man mit diesen Problemfeldern umgehen und gleichzeitig die eigenen Fähigkeiten in sämtlichen Gesprächs- und Vernehmungssituationen optimieren kann. Zu den Inhalten des Buches gehören u.a.:

• Der Waffenfokus
• Adaptive Reaktionen
• Paralinguistische Warnsignale
• Falsche Feedbacks
• Der Othello-Fehler
• Mikroexpressionen
• Gruppenkonformität
• Paraphrasierungstechniken
• Veränderungsblindheit
• Der Hofeffekt
• Negative Tatsachen
u.v.m.

Bertil Jakobson, Jahrgang 1976, Fachanwalt für Straf- und Verkehrsrecht, beschäftigt sich seit Jahren mit den Möglichkeiten, Erkenntnisse verschiedener Wissenschaftszweige für die tägliche Gesprächs- und Vernehmungspraxis des Rechtsanwalts nutzbar zu machen. Mit dem vorliegenden Buch erfolgt die erste praxisnahe Darstellung dieses Arbeitsprozesses.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Prolog

El-Al

Simonides

Monica

O.J.

Kypselos

Der erste Eindruck

Vernehmungscoaching für die anwaltliche Praxis

Vernehmung

Coaching

Die vier Bereiche des Vernehmungscoachings

Teil 1: Vorbereitung der Vernehmung

1.1 Vernehmungsziele

Die Definition des Vernehmungsziels

Individuelle Vernehmungsziele definieren

Mit Wiederholungsfragen taktieren

Vernehmungsalternativen

Zusammenfassung & Praktische Tipps

1.2 Aktenarbeit

Akteneinsicht

Aktenstudium

Inhaltsangaben

Checkliste

Aktenrücksendung

Lagerbildung

Zusammenfassung & Praktische Tipps

1.3 Fragetechniken

Taktische Vorüberlegungen

Vernehmungsbereitschaft schaffen

Die Begrüßungsfrage

Grundregeln für eine erfolgreiche Vernehmung

Weniger ist mehr

Sukzessiv fragen

Fragen werden nicht erläutert

Einfachheit

Verständlichkeit

Geduldig sein

Die verschiedenen Fragearten

Offene Fragen

Leerfragen

Anstoßfragen

Auswahlfragen

Geschlossene Fragen

Alternativfragen

Ja/Nein-Fragen

Suggestivfragen

Negative Fragen

Voraussetzungsfragen

Sonstige Fragen

Zirkuläre Fragen

Situationsfragen

Weiche Fragen

Filterfragen

Provokationsfragen

Zusammenfassung & Praktische Tipps

1.4 Prozesstaktische Fragenkataloge

Prozesslogistik

Vorhalte

Vorprägungstechniken

Die verschiedenen Fragenkataloge

Die Trichtermethode

Praktische Tipps zur Trichtermethode

Die inversive Befragung

Praktische Tipps zur inversiven Befragung

Das kognitive Interview

Die kontrastierende Befragung

Praktische Tipps zur kontrastierenden Befragung

Die sprunghafte Befragung

Praktische Tipps zur sprunghaften Befragung

Zusammenfassung & Praktische Tipps

1.5 Strategische Vernehmungspausen

Vorüberlegungen

Interdependenz

Prozesstaktisch pausieren

Persuasive Kommunikation

Zusammenfassung & Praktische Tipps

1.6 Weitere Informationsgewinnung

Rechte und Pflichten

Ampelphasenplan

Verkehrsrechtliche Auskünfte

Bonitätsauskünfte

Unternehmensregister

Zusammenfassung & Praktische Tipps

1.7 Besondere Vernehmungs- und Gesprächssituationen

Zweitsprachige Personen

Kulturelle Besonderheiten

Die Gerichtssprache ist deutsch

Dolmetscher müssen wörtlich übersetzen

Dolmetscher sollen nur übersetzen

Dolmetscher müssen die richtigen Dialekte sprechen

Mit Kindern reden

Protrahierte Kommunikation

Das Konzept Kausalität

Selbstkonzept vs. Fremdkonzept

Vernehmung von Polizeibeamten

Gezieltes Schweigen

Zirkuläre Befragung

Kontrastierende Befragung

Zusammenfassung & Praktische Tipps

Teil 2: Analyse der Vernehmungssituation

2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen der Vernehmung

Gesetzliche Struktur des Zeugenbeweises

Grundsatz der Einzelvernehmung

Feststellung der Personalien

Belehrung des Zeugen

Zeugnisverweigerungsrechte aus persönlichen Gründen

Zeugnisverweigerungsrechte aus sachlichen Gründen

Die ergänzende Regelung des § 53a StPO

Die Regelungen des § 54 StPO

Die Auskunftsverweigerungsrechte nach §§ 55 StPO, 384 Nr. 2 ZPO

Die Unterrichtung des Zeugen gem. §§ 69 I S.2 StPO, 396 I ZPO

Zeugenbericht und ergänzender Bericht

Verhör des Zeugen

Frageberechtigte

Reihenfolge der Befragung

Rechtliche Grenzen des Fragerechts

Die Zurückweisung einer Frage als ungeeignet

Die Frage wird als Wiederholungsfrage zurückgewiesen

Die Frage wird als nicht zur Sache gehörig zurückgewiesen

Beschränkungen des Fragerechtes aus Rechtsnormen

Fragen an Zeugen bestimmter Altersgruppen werden zurückgewiesen

Die Frage wird als Suggestivfrage zurückgewiesen

Die Verteidigung des Fragerechts

Vereidigung von Zeugen

Entlassung von Zeugen

Zusammenfassung & Praktische Tipps

2.2 Beweiswürdigung und Fragetechniken

Allgemeine Fragen des Beweisrechts

Beweisbedürftigkeit

Zeugenaussagen und Tatsachen

Beweiserleichterungen

Anscheinsbeweis

Befund-, Anknüpfungs- und Zusatztatsachen

Erfahrungssätze

Innere Tatsachen

Negative Tatsachen

Beweiswürdigung

Beweislast

Indizienbeweis und Ausforschungsbeweis

Indiztatsachen, der Zweifelssatz & nichtlineare Reaktionen

Beweiskette und Beweisring

Abschließende Betrachtung und taktische Überlegungen

Zusammenfassung & Praktische Tipps

2.3 Psycholinguistik und Sprachproduktion

Sprachproduktion

Ebenen der Sprachproduktion

Konzeptualisierung

Formulierung

Mentales Lexikon

Artikulation

Sequenzierung

Sprechen und Schreiben

Ellipsen

Intonation

Der Ereignishorizont

Kontextabhängige Ereignisdarstellung

Selektive Ereignisdarstellung

Konzepte und Skripte

Metaphorische Konzepte

Sprechfehler

Framingtechniken

Primingtechniken

Psycholinguistische Aspekte

Allgemeine Tendenzen

Die Stimme

Einzelne Beispiele

Partikel

Modalwörter

Weichspüler und Hartmacher

Zusammenfassung & Praktische Tipps

2.4 Sozialpsychologie und Recht

Einleitung

Homöostatische Mechanismen

Bewusstes und unbewusstes Denken

Reaktives und kreatives Verhalten

Korrelation und Kausalität

Selbstwertdienlichkeit

Impressionsmanagement

Attributionsdilemma/Akteur-Beobachter-Divergenz

Self-handicapping

Soziale Kognition

Relativität

Kognitive Dissonanz

Mentale Abkürzungen

Stereotype und Vorurteile

Die Verlustaversion

Der Benjamin Franklin-Effekt

Reziprozität

Der Schläfer-Effekt

Der Einzelopfereffekt

Die Ich-Erschöpfung

Der Fehlschluss der versunkenen Kosten

Der Mere-Exposure-Effekt

Zusammenfassung & Praktische Tipps

2.5 Kognitive Täuschungen

Einleitung

Die Urform aller fatalen Fehlschlüsse

Vernachlässigung der Basisrate

Sich selbst erfüllende Prophezeiungen

Das falsche Vertrauen in das Positive

Der fundamentale Attributionsfehler

Nichtlineare Reaktionen

Singuläre Ereignisse

Selbstüberschätzung

Der Ankereffekt

Regression zum Mittelwert

Der Rückschaufehler

Der Hofeffekt

Der Unterlassungseffekt

Der Konjunktionsfehlschluss

Zusammenfassung & Praktische Tipps

2.6 Der Einfluss räumlicher Gegebenheiten

Das Gesprächssetting

Verschiedene Sitzpositionen

Das Blickpunktproblem

Akustik

Presse

Zusammenfassung & Praktische Tipps

2.7 Eigenes Auftreten & Situation des Mandanten

Eigenes Auftreten

Situation des Mandanten

Steuerungsmöglichkeiten

Tonische Kommunikation

Oxytocin

Ein Lob auf die Eitelkeit

Mandant und Dritte

Zusammenfassung & Praktische Tipps

Teil 3: Durchführung der Vernehmung

3.1 Aktive Gesprächstechniken

Prosodie

Praktische Tipps zum taktischen Einsatz Ihrer Stimme

Stimmhygiene

Die Broken-Record-Technik

Via negativa

Der Gesprächsbeginn

Menschen anreden

Schweigen ist Gold

Den Überblick behalten

Stimmigkeit

Plädoyer

Vergleichsverhandlungen

Praktische Tipps für Vergleichsverhandlungen

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.2 Passive Gesprächstechniken

Das Maulesel-Prinzip

Zuhörtechniken

Passives Zuhören

Semiaktives Zuhören

Paraphrasierung

Verbale Spiegelung

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.3 Gesprächs- und Kommunikationsfallen

Der Brokaw-Fehler

Der Projektionsfehler

Der Übertragungsfehler

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.4 Suggestionstechniken

Einleitung

Ich- und Du-Botschaften

Diffuse Formulierungen

Falsche Suggestionen

Positive Formulierungen

Der Endowement-Effekt

Vertrauensvoller Umgang

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.5 Manipulationstechniken

Einleitung

Abwehrmaßnahmen gegen Manipulationsversuche

Verwendung der Broken-Record-Technik

Manipulation ignorieren

Manipulation konfrontativ ansprechen

Passive Manipulationstechniken

Die Traditionstaktik

Der definitorische Rückzug

Irrelevanz-/Vernebelungstaktik

Der Angriff auf die Person

Der Einsatz von Emotionen

Unklare Ausdrucksweisen

Aktive Manipulationstechniken

Der Columbo-Effekt

Die Turgot-Technik

Die Sokrates-Technik

Der Zirkelschluss

Der Fehlschluss der unerreichbaren Vollkommenheit

Die Mehrheitstaktik

Die Brunnenvergiftung

Falsches Schmeicheln

Der Fehlschluss der Faktenverneinung

Die Expertentaktik

Retroaktive Manipulation

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.6 Emotionale Kommunikation

Einleitung

Emotionen & Gefühle

Motivations- und Belohnungssysteme

Vorgänge im Körperinneren

Das Auftreten von Emotionen und Gefühlen

Emotionale Auslöser

Die Subjektivität von Belastungsreaktionen

Die Ambivalenz emotionalen Verhaltens

Der Othello-Fehler

Die Refraktärphase

Mimik & Emotionen

Mikroexpressionen

Der Kontext der Mikroexpression

Der Zeitpunkt des Erscheinens einer Mikroexpression

Die Kongruenz zwischen Emotion und Mikroexpression

Die Emotion Überraschung

Die Emotion Verachtung

Die Emotion Zorn

Die Emotion Furcht

Die Emotion Trauer

Die Emotion Ekel

Die Emotion Freude

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.7 Nonverbale Kommunikation

Einleitung

Praktische Empfehlungen

Hinweise sind keine Beweise

Stimmigkeit des Gesamtverhaltens beachten

Die Null-Linie feststellen

Subjektive Verhaltensmuster erkennen

Fokussierung auf Verhaltensänderungen

Die biologischen Grundlagen nonverbaler Kommunikation

Timing zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation

Zuwendung und Abkehr im zwischenmenschlichen Verhalten

Annäherungs- und Vermeidungsverhalten

Schockstarre

Flucht

Kampf

Annäherungsverhalten

Emotionen und nonverbale Kommunikation

Adaptive Reaktionen

Embleme & Illustratoren

Spiegelneurone

Proxemik

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.8 Das Gedächtnis und seine Fehlleistungen

Wahrnehmung und Erinnerung

Die verschiedenen Gedächtnissysteme

Ultra-Kurzzeitgedächtnis

Kurzzeitgedächtnis

Langzeitgedächtnis

Das prozedurale Gedächtnis

Das semantische Gedächtnis

Das episodische Gedächtnis

Prospektives und retrospektives Gedächtnis

Das Entstehen von Erinnerungen

Der Waffenfokus

Transienz

Der Mann, der nichts wissen will

Geistesabwesenheit

Routine-/Alltagshandlungen

Die Veränderungsblindheit

Gedächtnisblockierung

Fehlattribution

Suggestibilität

Verzerrung

Der Rückschaufehler

Die Abwärtsspirale

Persistenz

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.9 Grundzüge der Aussagepsychologie

Einleitung

Das aussagepsychologische Grundkonzept

Die aussagepsychologische Nullhypothese

Die wesentlichen aussagepsychologischen Arbeitsschritte

Inhaltsanalyse

Allgemeine Merkmale

Logische Konsistenz

Ungesteuerte sprachliche Darstellung

Detailreichtum

Spezielle Merkmale

Raum-zeitliche Verknüpfungen

Interaktionsschilderungen

Wiedergabe von Gesprächen

Komplikationsschilderungen

Inhaltliche Besonderheiten der Aussage

Ausgefallene Detailschilderungen

Eigen- und fremdpsychische Vorgänge

Erweiterungen

Strukturgleichheit

Phänomengemäße Schilderung unverstandener Handlungen

Motivationsbezogene Inhalte

Eingeständnis von Erinnerungslücken

Selbstbelastung

Fremdentlastung

Konstanzanalyse

Abgrenzung Kern- und Randgeschehen

Fehlerquellenanalyse

Kompetenzanalyse

Motivationsanalyse

Aussagetüchtigkeit

Wahrnehmen

Visuelle Wahrnehmung

Akustische Wahrnehmung

Taktile Wahrnehmung

Speichern und Erinnern

Wiedergabe

Intelligenz und Aussagetüchtigkeit

Praktische Auswirkungen der Aussagetüchtigkeit

Zusammenfassung & Praktische Tipps

3.10 Lüge und Irrtum

Einleitung

Die Lüge

Die Folgen einer erwiesenen Lüge

Die Lüge im Lichte der Aussagepsychologie

Lügensymptome

Verbale Lügensymptome

Übertriebene Betonungen

Vorwegverteidigungen

Linguistische Warnsignale

Paraverbale Lügensymptome

Emotionale Distanzierung

Artikulatorische Auffälligkeiten

Prosodische Auffälligkeiten

Nonverbale Lügensymptome

Falsches Timing

Inkongruenzen

Zunahme/Verflachung von Illustratoren

Zunahme/Verflachung von Adaptoren

Das Aussagekomplott

Trennung der Komplotteure

Situationsfragen formulieren

Zirkuläre Fragen stellen

Der Irrtum

Wahrnehmungsfähigkeit

Beschränkte Simultankapazität

Turbulenzgeschehen

Negative Tatsachen

Wahrnehmungsverfälschung

Das Korsakow-Syndrom

Affektive Erregung

Der Pygmalioneffekt

Retro- und anterograde Amnesien

Pro- und retroaktive Interferenzen

Wiedergabefehler

Der Gedächtnisverschluss

Gruppenkonformität

Gruppenhomogenität

Gruppenkohäsion

Gruppenpolarisierung

Vernehmungstaktische Aspekte

Zusammenfassung & Praktische Tipps

4. Teil: Nachbereitung der Vernehmung

4.1 Abgleich der Erkenntnisse

4.2 Formulierung neuer Fragen

4.3 Persönliches Resümee

Zusammenfassung & Praktische Tipps

Epilog

El-Al

Simonides

Monica

O.J.

Kypselos

Der letzte Eindruck

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Dieses Buch verfolgt das Ziel, Rechtsanwälten praxisorientierte Strategien und Techniken zu vermitteln, um Vernehmungs- und Gesprächssituationen in einem rechtlichen Kontext erfolgreich zu gestalten. Durch die interdisziplinäre Integration psychologischer Erkenntnisse werden Wege aufgezeigt, die Kommunikation effektiv zu steuern, die psychologischen Hintergründe menschlicher Aussagen zu verstehen und somit die Qualität der anwaltlichen Gesprächsführung zu verbessern.

  • Grundlagen der zielgerichteten Vorbereitung und Aktenarbeit für Vernehmungen.
  • Einsatz effektiver Fragetechniken und prozesstaktischer Fragenkataloge.
  • Berücksichtigung psycholinguistischer Aspekte und nonverbaler Kommunikation.
  • Strategischer Umgang mit kognitiven Täuschungen und emotionalen Dynamiken.
  • Methoden zur Vorbeugung und Reaktion bei Manipulationsversuchen sowie zum Umgang mit dem Gedächtnis.

Auszug aus dem Buch

El-Al

Am 4. Oktober 1992 ereignete sich einer der folgenschwersten Flugzeugabstürze der jüngeren europäischen Luftfahrtgeschichte.

Eine Boeing 747-285F der staatlichen israelischen Luftfahrtgesellschaft El-Al war auf dem Weg von New York nach Tel Aviv über Amsterdam. El-Al-Flug 1862 stürzte kurz nach dem Start vom Amsterdamer Flughafen Schiphol in einen Wohnblock, nachdem zunächst ein Triebwerk abgerissen war und ein weiteres Triebwerk an der rechten Tragfläche beschädigt hatte. Die Piloten hatten noch versucht, nach Schiphol zurückzukehren. Sie flogen eine Schleife und verringerten die Geschwindigkeit des Flugzeuges, um mit dem Landeanflug auf Schiphol zu beginnen.

Wegen der Beschädigungen an der rechten Tragfläche kam es zum Strömungsabriss, die Maschine kippte zur Seite und stürzte während des Landeanfluges ab.

Zusammenfassung der Kapitel

Teil 1: Vorbereitung der Vernehmung: Dieses Kapitel erläutert, wie durch eine gezielte Vorbereitung – von der Zieldefinition über die Aktenarbeit bis hin zur Planung konkreter Fragetechniken – eine Vernehmung in Ruhe und mit Autorität geführt werden kann.

Teil 2: Analyse der Vernehmungssituation: Hier werden die rechtlichen, psychologischen und räumlichen Rahmenbedingungen analysiert, die den Kommunikationsprozess beeinflussen und denen sich ein Anwalt in der Praxis anpassen muss.

Teil 3: Durchführung der Vernehmung: Dieser Hauptteil bietet konkrete Gesprächstechniken, wie den aktiven und passiven Einsatz von Sprache, nonverbale Kommunikation und emotionale Steuerung, um in Vernehmungen erfolgreich zu agieren.

4. Teil: Nachbereitung der Vernehmung: Dieser Teil widmet sich der Evaluation der Vernehmung durch den Abgleich gewonnener Erkenntnisse und die Formulierung neuer Ansätze für zukünftige Situationen.

Schlüsselwörter

Vernehmungscoaching, Anwaltliche Praxis, Gesprächsführung, Fragetechniken, Aussagepsychologie, Nonverbale Kommunikation, Psycholinguistik, Kognitive Täuschungen, Manipulationstechniken, Zeugenbefragung, Gedächtnis, Beweisführung, Strategische Kommunikation, Emotionale Intelligenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch bietet einen praxisnahen Leitfaden für Rechtsanwälte, um in Vernehmungen und anderen Gesprächssituationen psychologisch fundiert, taktisch geschickt und erfolgreich zu kommunizieren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die Vorbereitung von Vernehmungen, die Analyse der Situation, aktive und passive Gesprächstechniken sowie die wissenschaftlichen Hintergründe wie Psycholinguistik und Aussagepsychologie.

Was ist das primäre Ziel des Werkes?

Ziel ist es, den Leser zu animieren, psychologische Erkenntnisse in die eigene anwaltliche Vernehmungs- und Gesprächspraxis zu integrieren, um kommunikative Situationen effektiver zu steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verbindet eigene praktische Erfahrungen aus der Anwaltstätigkeit mit interdisziplinären Erkenntnissen aus der Gedächtnispsychologie, Kommunikationspsychologie und Psycholinguistik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil (Teil 3) stehen konkrete Techniken im Vordergrund, darunter Fragetechniken, nonverbale Kommunikation, der Umgang mit Emotionen sowie Strategien gegen Manipulation und zur Steuerung des Gesprächsflusses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Vernehmungscoaching, Gesprächsführung, Fragetechniken, Aussagepsychologie, nonverbale Kommunikation, kognitive Täuschungen und strategische Kommunikation.

Wie hilft das Buch bei der Aktenarbeit?

Es bietet spezifische Methoden wie Inhaltsangaben und Checklisten an, um Informationen in umfangreichen Akten effizient zu erfassen und für die Vernehmung nutzbar zu machen.

Wie geht der Autor mit dem Thema "Lüge und Irrtum" um?

Der Autor unterscheidet zwischen Lüge und Irrtum und zeigt auf, wie man durch spezielle Fragetechniken und die Beobachtung nonverbaler Signale Hinweise auf die Glaubhaftigkeit einer Aussage gewinnen kann, ohne dabei vorschnell zu urteilen.

Excerpt out of 823 pages  - scroll top

Details

Title
Vernehmungscoaching für die anwaltliche Praxis
Subtitle
Ein Strafverteidiger erläutert die interdisziplinären Techniken
Author
dipl. iur. Bertil Jakobson (Author)
Publication Year
2014
Pages
823
Catalog Number
V210104
ISBN (eBook)
9783656379515
ISBN (Book)
9783656381341
Language
German
Tags
vernehmungscoaching praxis strafverteidiger techniken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
dipl. iur. Bertil Jakobson (Author), 2014, Vernehmungscoaching für die anwaltliche Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210104
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