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Konstantin Sergejewitsch Stanislawski und seine Schauspielmethode zur Arbeit des Schauspielers an der Rolle

Título: Konstantin Sergejewitsch Stanislawski und seine Schauspielmethode zur Arbeit des Schauspielers an der Rolle

Trabajo de Seminario , 2005 , 21 Páginas , Calificación: Sehr gut

Autor:in: Andrea Alexandra Hadl (Autor)

Teatrología, danza
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Konstantin Sergejewitsch Stanislawski gilt als einer der bekanntesten Regisseure und Theaterreformer des 20. Jahrhunderts. Seine Tätigkeit bezog sich einerseits auf die äußerliche Inszenierungsarbeit, hauptsächlich beschäftigte er sich jedoch mit den inneren Schaffensvorgängen des Schauspielers:
„Mein Wirken als Regisseur und Schauspieler erstreckte sich zum Teil auf das Gebiet der äußeren Inszenierungsarbeit, in der Hauptsache aber auf das Gebiet der inneren Schaffensvorgänge des Schauspielers.“
In jahrelanger, intensiver Arbeit und unter Einbezug eigener Erfahrungen und Beobachtungen, die er selbst als Schauspieler gemacht hat, hat Stanislawski sein „System“ entwickelt, eine Arbeitsmethode, die es dem Schauspieler erleichtern soll, eine Rolle zu gestalten und schließlich auf der Bühne zu verkörpern.
„...als Ergebnis meines lebenslangen Suchens auf dem Gebiet der Schauspielkunst ist mein sogenanntes ,System’, die von mir aufgespürte Arbeitmethode, die es dem Schauspieler ermöglicht, die Rollengestaltung zu erschließen und darin das geistige Leben des Menschen offenzulegen und es auf der Bühne in einer künstlerisch schönen Form zu verkörpern.“
Sein System besteht aus zwei Hauptteilen: Die innere und die äußere Arbeit des Schauspielers an sich selbst und die innere und äußere Arbeit an der Rolle. 3 Jedoch darf Stanislawskis System nicht als unumstößliche Lehre verstanden werden. Wird mit dem Begriff „System“ normalerweise eine konstante und in sich geschlossene Anordnung beschrieben, so ist Stanislawskis Methode keineswegs gleich bleibend und ist über die Entwicklungsjahre hinweg immer wieder geändert und ergänzt worden. So erlaubt es diese Arbeitsmethode auch eigenständig zu variieren und verschiedene Dinge nach eigenem Ermessen und vor allem aber nach dem eigenen Befinden zu erarbeiten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie und politische Hintergründe

3. Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle („Verstand schafft Leiden“)

3.1. Die Periode des Kennenlernens

3.1.1. Die erste Bekanntschaft mit der Rolle

3.1.2. Die Analyse

3.1.3. Erschaffen und Beleben der äußeren und inneren Umstände

3.1.4. Das Bewerten der Fakten und Ergebnisse des Stücks

3.2. Die Periode des Erlebens

3.2.1. Die schöpferische Aufgabe

3.2.2. Physische und elementar psychologische Aufgaben

3.2.3. Psychische Rollenpartitur, die innere Tonart und die Überaufgabe

3.2.4. Das Überbewusstsein

3.3. Die Periode des Verkörperns

4. Fazit

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Konstantin Sergejewitsch Stanislawskis frühe, psychologisch orientierte Schauspielmethode, die er in seiner Abhandlung „Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle“ darlegt. Ziel ist es, den schöpferischen Prozess der Rollengestaltung zu entschlüsseln und zu analysieren, wie Stanislawski den Übergang vom Bewussten zum Unbewussten gestaltet.

  • Historische Einordnung von Stanislawskis Wirken und dessen politischer Kontext.
  • Strukturierte Analyse der vier Phasen des Arbeitsprozesses.
  • Untersuchung der Rolle von Phantasie, affektivem Gedächtnis und Intuition.
  • Darstellung der psychophysischen Verbindung bei der Rollenverkörperung.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Die Analyse:

Bei der Analyse kommt Stanislawski darauf zurück, dass der Schauspieler das Stück nur selten als Ganzes begreift und dass er meistens den übergeordneten Zusammenhang nicht auf Anhieb erkennt. Das Stück soll aus diesem Grund in seine Einzelteile zergliedert und Schritt für Schritt analysiert werden. „Auch die Analyse ist ein Kennenlenen, und zwar eines Ganzen durch das Studium seiner einzelnen Teile.“ 20 Mit Hilfe der Analyse sollen auch die Stellen im Stück belebt werden, welche dem Gefühl nicht sofort zugänglich sind. Die Analyse soll jedoch nicht, wie das der Begriff eigentlich impliziert verstandesmäßig, sondern gefühlsmäßig erfolgen. „In der Kunst schafft das Gefühl und nicht der Verstand.“ 21 Nur mit Hilfe der Analyse könne man in das Gebiet des Unbewussten vordringen. Das Ergebnis der Analyse soll eine Empfindung sein, nicht ein Gedanke. Dazu solle der Schauspieler nach Material in sich selbst suchen, welches der darzustellenden Figur ähnlich ist und welches er im „affektiven Gedächtnis“ gespeichert hat. Bei diesem „Material“ handelt es sich um persönliche Erinnerungen und Gefühle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Stanislawskis Wirken als Theaterreformer und die Relevanz seines „Systems“ unter Berücksichtigung der quellenkritischen Herausforderungen.

2. Biographie und politische Hintergründe: Überblick über Stanislawskis Leben, die Gründung des Moskauer Künstlertheaters und den Einfluss politischer Umbrüche in Russland auf seine Arbeit.

3. Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle („Verstand schafft Leiden“): Detaillierte Darstellung der Arbeitsetappen (Kennenlernen, Erleben, Verkörpern) anhand von Stanislawskis eigener Rollenarbeit.

4. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der psychologischen Methode und Ausblick auf die Weiterentwicklung zu Stanislawskis späterer, physiologisch orientierter Phase.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für die vorliegende Abschlussarbeit.

Schlüsselwörter

Stanislawski, Schauspielmethode, Arbeit an der Rolle, System, psychologisches Theater, Affektives Gedächtnis, Überaufgabe, Rollenpartitur, psychophysische Partitur, Überbewusstsein, Verkörperung, Tschechow, Regietheater, Schauspielkunst, künstlerische Intuition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die frühe, psychologisch orientierte Schauspielmethode von Konstantin Stanislawski, wie sie in seinem Manuskript „Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle“ dokumentiert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der schöpferische Prozess der Rollengestaltung, die Bedeutung des „affektiven Gedächtnisses“ und die methodische Unterteilung des Arbeitsprozesses in Vorbereitung, Erleben und Verkörperung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gesetzmäßigkeiten von Stanislawskis Arbeitsmethode nachzuvollziehen und aufzuzeigen, wie ein Schauspieler durch psychologische Vorbereitung zu einer authentischen Darstellung findet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Stanislawskis Schriften im historischen Kontext betrachtet und deren methodische Prinzipien systematisch aufarbeitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang der von Stanislawski beschriebenen Phasen: Das Kennenlernen des Stücks, das Erleben der Rolle durch psychische Vertiefung und die erste Phase der körperlichen Verkörperung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Stanislawski, Schauspielmethode, Überaufgabe, affektives Gedächtnis, psychophysische Partitur und Rollenverkörperung.

Warum betont Stanislawski die Wichtigkeit der ersten Lektüre?

Die erste Lektüre ist laut Stanislawski eine „Vorbereitungsperiode“, deren unbefangene Eindrücke den Grundstein für die spätere Gestaltung legen und den schöpferischen Prozess maßgeblich prägen.

Was bedeutet der Begriff „Überaufgabe“ bei Stanislawski?

Die Überaufgabe fungiert als inhaltlicher Kompass und „roter Faden“ der gesamten Rolle; sie verschmilzt alle Einzelaufgaben zu einem allumfassenden Ziel der Darstellung.

Wie unterscheidet sich die „psychophysische Partitur“ von einer einfachen Rollenpartitur?

Die psychophysische Partitur erweitert die logische Rollenpartitur um „innere Tonarten“, die sicherstellen, dass physische Bewegungen stets von tiefen, emotionalen Leidenschaften geleitet werden.

Warum lehnt Stanislawski die bloße Imitation auf der Bühne ab?

Imitation zerstört die Wahrheit des Gefühls und führt zu Klischees, die das Überbewusstsein verschließen und den Schauspieler auf eine niedere Ebene des künstlerischen Schaffens herabsetzen.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Konstantin Sergejewitsch Stanislawski und seine Schauspielmethode zur Arbeit des Schauspielers an der Rolle
Universidad
University of Vienna  (Theater- Film- und Medienwissenschaften)
Curso
Regie- und Schauspielkunst
Calificación
Sehr gut
Autor
Andrea Alexandra Hadl (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
21
No. de catálogo
V210167
ISBN (Ebook)
9783656379485
ISBN (Libro)
9783656380283
Idioma
Alemán
Etiqueta
konstantin sergejewitsch stanislawski schauspielmethode arbeit schauspielers rolle verstand leiden
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andrea Alexandra Hadl (Autor), 2005, Konstantin Sergejewitsch Stanislawski und seine Schauspielmethode zur Arbeit des Schauspielers an der Rolle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210167
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