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Beratung im Gesundheitswesen. Entwicklungsstand und Handlungsbedarf.

Die Beratung von pflegebedürftigen alten Menschen durch Pflegefachpersonen in der stationären und ambulanten Altenhilfe

Title: Beratung im Gesundheitswesen. Entwicklungsstand und Handlungsbedarf.

Textbook , 2013 , 34 Pages

Autor:in: Siegfried Huhn (Author)

Health - Health system
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Beratung wird in unterschiedlichen Handlungsfeldern des Gesundheitswesens von Angehörigen unterschiedlicher Professionen vorgenommen. Auch im Handlungsfeld der professionellen Pflege wird Beratung aufgrund der Neudefinition von pflegerischen Aufgaben, der Berufsordnung und gesetzlicher Vorgaben zunehmend als originäre Aufgabe pflegerischen Handelns wahrgenommen und rückt damit in das Bewusstsein von Pflegefachpersonen. Inzwischen finden sich vermehrt Publikationen, die sich konzeptionell mit der pflegefachlichen Beratung verschiedener Patientengruppen befassen.
Insbesondere für chronisch Kranke wie Diabeteskranke, für onkologische Patienten oder für Patienten in Rehabilitationsmaßnahmen. Die Beratung von pflegebedürftigen alten Menschen und deren Angehörigen findet jedoch in Veröffentlichungen zumeist nur im Zusammenhang mit rechtlichen Erläuterungen Berücksichtigung.
Das ist sicherlich auch darin begründet, dass die gegenwärtige Diskussion der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung alter Menschen immer noch primär unter finanzpolitischen Gesichtspunkten geführt wird und die medizinische und gesundheitliche Versorgung durch die kurative Medizin dominiert ist. Alte Menschen mit vorherrschend multipler Pathologie werden daher nicht ausreichend in ihrer komplexen Bedarfslage gesehen und Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation werden zu wenig in Betracht gezogen. Dabei zeigen empirische Untersuchungen, dass Gesundheitsförderung und Beratung auch bei Menschen mit Pflegebedarf effektiv sein können. Als pflegebedürftig gelten Personen, die infolge einer Erkrankung oder aus anderen, auch altersbedingten, gesundheitlichen Problemen heraus der fachlichen pflegerischen Unterstützung bedürfen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung

2 Themenhintergrund zur pflegerischen Beratung

2.1 Gesundheitspolitische Relevanz

2.2 Rechtliche Relevanz

2.3 Berufspolitische Relevanz

3 Begriffsbildung und Begriffsverwendung

3.1 Pflegeberatung: Problembeschreibung und Annäherung

3.2 Versuch einer Begriffbestimmung

3.3 Patienten- und Familienedukation

4 Beratung und Gesundheitsförderung im Pflegealltag

5 Wissensmanagement und Beratungskompetenz

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der professionellen Beratung durch Pflegefachkräfte bei der Zielgruppe der pflegebedürftigen alten Menschen zu untersuchen, bestehende Angebote zu erfassen und einen künftigen Auftrag für die Pflegewissenschaft und Pflegebildung abzuleiten.

  • Gesundheitspolitische und rechtliche Rahmenbedingungen der Pflegeberatung.
  • Konzeptionelle Grundlagen und Abgrenzung von Beratung in der Pflege.
  • Analyse der Beratungspraxis und Gesundheitsförderung im Pflegealltag.
  • Identifikation von Bildungsbedarfen und Beratungskompetenzen für Pflegefachpersonen.
  • Herausforderungen in der geriatrischen Versorgung und deren Beratungsrelevanz.

Auszug aus dem Buch

3.1 Pflegeberatung: Problembeschreibung und Annäherung

Der Begriff „Beratung“ wird nicht nur in der Pflege, sondern in vielen anderen wissenschaftlichen und nicht wissenschaftlichen Kontexten verwendet. In der Pflege ist die Auseinandersetzung mit Beratung nicht zuletzt aus rechtlichen Gründen zustande gekommen (vgl. 2.2), wenngleich die Pflegewissenschaft eher den Beratungsbedarf und den Wandel in der beruflichen Aufgabenstellung verfolgt (Koch-Straube 2008). In den letzten Jahren ist eine zunehmende Zahl an pflegerelevanten Veröffentlichungen zum Thema „Beratung in der Pflege“ zu verzeichnen. Beratung in der Pflege wird dabei als ein neues Handlungsfeld innerhalb der Pflegeberufe beschrieben. Es wird bei der Literatursichtung deutlich, dass keine einheitliche und umfassende Beratungstheorie für die Pflege existiert (Mertin 2005; Nothdurft 2008; vgl. auch Köpke u. Meyer 2010).

Eine Abgrenzung zwischen den Begriffen Beratung, Information und Anleitung ist nicht eindeutig zu erkennen. Während die pflegewissenschaftliche Literatur einen weit gefassten Beratungsansatz verfolgt und insbesondere auch die gesundheitsfördernden Aspekte einbezieht sowie die Stärkung der „Nutzerkompetenz“ im Blick hat (Hüper u. Hellige 2009; Gossen 2009; Schaeffler u. Dierks 2012), wird in der Fachliteratur zur Alltagsgestaltung der Pflegeberatung und zum Pflegeprozess die Beratung auf versicherungstechnische Aspekte und Beratung zu gesetzlichen Versorgungsansprüchen verengt (Fröse 2011; König 2010). Auch findet sich in der gesichteten Literatur zur Pflegeprozessplanung kein Hinweis über Beratung oder Gesundheitsförderung als pflegerische Intervention innerhalb der Versorgung (Verlag Dr. Felix Büchner 2012; Bollmann 2008; Löser 2008 u. 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Zielsetzung: Einführung in das Thema der pflegerischen Beratung und Darlegung des Ziels, die Rolle von Pflegefachkräften bei pflegebedürftigen alten Menschen zu definieren.

2 Themenhintergrund zur pflegerischen Beratung: Erörterung der gesundheitspolitischen, rechtlichen und berufspolitischen Rahmenbedingungen, die Beratung zu einem zentralen Aufgabenfeld der Pflege machen.

3 Begriffsbildung und Begriffsverwendung: Auseinandersetzung mit der theoretischen Definition von Beratung in der Pflege und Abgrenzung zu Information und Anleitung sowie Einführung des Konzepts der Patientenedukation.

4 Beratung und Gesundheitsförderung im Pflegealltag: Analyse der Kluft zwischen theoretischem Anspruch und der aktuellen Beratungspraxis in der stationären Altenhilfe unter Berücksichtigung von Expertenbefragungen.

5 Wissensmanagement und Beratungskompetenz: Untersuchung der notwendigen Kompetenzen für eine erfolgreiche Beratung und Identifikation der Wissensdefizite bei Pflegefachpersonen.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über den Professionalisierungsbedarf der Pflegeberufe und Forderung nach evidenzbasierten Konzepten zur Integration von Beratung in die Alltagspraxis.

Schlüsselwörter

Pflegeberatung, Pflegebedürftige, Gesundheitsförderung, Patientenedukation, Geriatrie, Pflegestützpunkte, Pflegefachpersonen, Beratungskompetenz, Prävention, Altenhilfe, Salutogenese, Pflegewissenschaft, Professionelle Pflege, Gesundheitsberatung, Versorgungsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand und den Handlungsbedarf bei der pflegerischen Beratung von pflegebedürftigen alten Menschen durch Pflegefachpersonen in der ambulanten und stationären Altenhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, die begriffliche Definition von Beratung in der Pflege, die Analyse der täglichen Beratungspraxis sowie die Identifikation von notwendigen Beratungskompetenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutung der Beratung durch Pflegefachkräfte herauszuarbeiten, bestehende Versorgungsangebote zu erfassen und Anforderungen für Pflegewissenschaft und Pflegebildung zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender gesundheitswissenschaftlicher und pflegewissenschaftlicher Publikationen sowie der Auswertung von Expertenbefragungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der rechtlichen und politischen Hintergründe, eine begriffliche Klärung, die Auswertung der Beratungspraxis im Pflegealltag und eine Diskussion der erforderlichen Beratungskompetenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Pflegeberatung, Gesundheitsförderung, Patientenedukation, Geriatrie, Beratungskompetenz und professionelle Pflege.

Welche besondere Rolle spielen die "Riesen der Geriatrie" in der Arbeit?

Die Arbeit greift diese geriatrischen Syndrome auf, um den spezifischen Beratungsbedarf bei Themen wie Immobilität, Instabilität, Inkontinenz oder Inappetenz als zentrale pflegerische Herausforderung zu verdeutlichen.

Was ist das Fazit zur Beratungspraxis in der stationären Altenhilfe?

Die Arbeit stellt fest, dass eine Lücke zwischen dem gesetzlichen und berufspolitischen Anspruch an Beratung und der oft reaktiven, unsystematischen Beratungspraxis besteht, die durch fehlende Qualifizierungsangebote verschärft wird.

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Details

Title
Beratung im Gesundheitswesen. Entwicklungsstand und Handlungsbedarf.
Subtitle
Die Beratung von pflegebedürftigen alten Menschen durch Pflegefachpersonen in der stationären und ambulanten Altenhilfe
Author
Siegfried Huhn (Author)
Publication Year
2013
Pages
34
Catalog Number
V210212
ISBN (eBook)
9783656378334
ISBN (Book)
9783656379676
Language
German
Tags
beratung gesundheitswesen entwicklungsstand handlungsbedarf dargestellt beispiel menschen pflegefachpersonen altenhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Siegfried Huhn (Author), 2013, Beratung im Gesundheitswesen. Entwicklungsstand und Handlungsbedarf., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210212
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