Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Miscellaneous

Die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung als positive biographische Erfahrung

Title: Die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung als positive biographische Erfahrung

Master's Thesis , 2012 , 99 Pages , Grade: 1

Autor:in: Erika Schedler, MSc (Author)

Psychology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, welche Bereicherung Fachkräfte durch langjährige Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung erleben. Dabei wurden die positiven Veränderungen und die Aspekte der Entwicklung oder der Verfeinerung der Fähigkeiten durch die praktische Arbeit erforscht. Im besonderen wurde die subjektiv empfundene Veränderung der Wahrnehmung von körperlicher Schönheit und der Vorstellung von Gesundheit der Fachkräfte, ausgelöst durch die tägliche Arbeit mit Menschen mit Behinderung erfragt. Alle Fachkräfte konnten bei sich selbst positive Veränderungen feststellen und eine Veränderung in der Vorstellung von Gesundheit, genauer gesagt eine Erweiterung der Erfassung der individuellen Bedeutung und des Stellenwerts von Gesundheit. Nicht bestätigt wurde hingegen die Annahme, dass die meisten Fachkräfte nach mehreren Arbeitsjahren im Behindertenbereich körperliche Schönheit für sich anders definieren.

In the present study the enrichment, that professionals experience through their long-term work with people with intellectual disabilities was examined. Primarily the positive changes were shown and the aspects of the development or refinement of skills through practical work were explored. Especially the following aspect was included: the subjectively considered change of the perception of physical beauty and of the conception of health of the professionals, initiated by the daily work with people with disabilities. All professionals could realise positive changes on theirselves and a change in the conception of health occurred, specifically an extension of the coverage of the individual meaning and importance of health had taken place. On the contrary the assumption was not confirmed, that most professionals would define physical beauty differently after several working years in the disability field.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Persönliche Motivation und Begründung der Themenwahl

1.2. Die Forschungsfrage

1.3. Definition Menschen mit Behinderung

1.4. Definition Fachkräfte

1.5. Relevanz der Arbeit

1.6. Die Ziele dieser Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Behinderung

2.2. Begegnung mit Menschen mit Behinderung

2.3. Bericht der Bundesregierung über die Lage von Menschen mit Behinderungen in Österreich 2008

2.4. Arbeit mit Menschen mit Behinderung

2.4.1. Arbeit allgemein

2.4.2. Leistung

2.4.3. Lebenslanges Lernen

2.5. Menschenbild in der Behindertenarbeit

2.6. Normalität

2.7. Interaktion mit und Beziehung zu behinderten Menschen

2.7.1. Kommunikation und intuitives Wissen

2.7.2. Wahrnehmung und "Menschensprache"

2.8. Fremdheit und Stigmatisierung

2.9. Normative Vorstellungen von Gesundheit und Schönheit

2.9.1. Körperliche Schönheit

2.9.2. Die manipulierte Schönheit von heute

2.9.3. Der "genormte Mensch" als Schönheitsideal

2.9.4. Schönheit und Behinderung

2.10. Gesundheit

2.10.1. Gesundheit und der Körper

2.10.2. Gesundheit und die Seele

2.10.3. Gesundheit und Behinderung

3. Empirischer Teil

3.1. Feldforschung – InterviewpartnerInnen

3.2. Tabellarische Übersicht der InterviewpartnerInnen

3.3. Erhebung

3.4. Der Leitfaden

3.5. Auswertung

3.6. Methodisches Vorgehen bei der Auswertung

4. Präsentation der empirischen Untersuchungsergebnisse

4.1. Motivation mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten (Kategorienspalte A)

4.2. Persönliche Definition von körperlicher Schönheit und der Einfluss von Menschen mit Behinderung auf das persönliche Schönheitsempfinden (Kategorienspalte C, D)

4.3. Vorstellung /Veränderung des Gesundheitsbegriffes (Kategorienspalte E, F)

4.4. Einfluss der Arbeit / Gewinne aus der Arbeit (Kategorienspalte B, G, H)

5. Zusammenführung Theorie und Empirie – Conclusio

5.1. Ergebnisse – Diskussion

5.2. Antworten auf die Unterfragen der Forschungsfrage

5.3. Grenzen der Arbeit

5.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, welche persönlichen Bereicherungen und Entwicklungen Fachkräfte durch ihre langjährige Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung erfahren. Im Fokus steht dabei die biographische Prägung der Fachkräfte sowie die Veränderung ihrer individuellen Einstellungen, Werte und Wahrnehmungen – insbesondere hinsichtlich der Konzepte von Schönheit und Gesundheit.

  • Psychologische und soziale Auswirkungen der Arbeit im Behindertenbereich
  • Veränderung der persönlichen Wahrnehmung von Körperbildern und Schönheitsidealen
  • Neudefinition und Erweiterung des Gesundheitsverständnisses durch die tägliche Praxis
  • Entwicklung beruflicher und persönlicher Kompetenzen (z. B. Empathie, Flexibilität, intuitive Arbeitsweise)
  • Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung als prägende biographische Erfahrung

Auszug aus dem Buch

1.1 Persönliche Motivation und Begründung der Themenwahl

Ein Erlebnis an einem Arbeitsvormittag löste bei mir die Frage nach Veränderungen bei Fachkräften im Behindertenbereich aus. Genauer gesagt war es die Aufgabe, Fotos von Kindern für einen Programmfolder für ein Zentrum für Familien mit Kindern mit Behinderung auszusuchen. Auf diesen Fotos waren Kinder mit geistigen Behinderungen im Alter von zwei bis zehn Jahre abgebildet und sowohl meine Kollegin, als auch ich waren entzückt, wie "hübsch" und "süß" die Kinder aussahen.

Plötzlich kamen Zweifel auf: Würden andere Menschen, die nicht im Behindertenbereich arbeiten, diese Kinder auch als "hübsch" und "süß" ansehen? Manche Kinder waren im Gesicht sichtlich entstellt, aber das hat uns nicht gestört. Hat uns die Arbeit so weit verändert, dass wir Menschen, die möglicherweise allgemein als abstoßend empfunden werden, ansprechend empfinden?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt die persönliche Motivation dar und definiert die Forschungsfrage, welche die positiven Auswirkungen der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung auf die Fachkräfte beleuchtet.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verknüpft Konzepte von Behinderung, Normalität, Stigmatisierung sowie Gesundheit und Schönheit mit der sozialen Realität in der Behindertenarbeit.

3. Empirischer Teil: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, basierend auf leitfadengestützten Interviews mit 14 Fachkräften aus verschiedenen Disziplinen.

4. Präsentation der empirischen Untersuchungsergebnisse: Die erhobenen Daten werden thematisch in Kategorien wie Motivation, Definition von Schönheit und Veränderung des Gesundheitsbegriffs analysiert.

5. Zusammenführung Theorie und Empirie – Conclusio: Die Autorin diskutiert die Ergebnisse, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Behindertenarbeit, Geistige Behinderung, Fachkräfte, Biographische Erfahrung, Psychotherapie, Körperliche Schönheit, Gesundheitsverständnis, Salutogenese, Kommunikation, Empathiefähigkeit, Authentizität, Persönlichkeitsentwicklung, Stigmatisierung, Lebensfreude, Intuition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit erforscht, wie Fachkräfte, die langjährig mit Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten, ihre Tätigkeit wahrnehmen und welche persönlichen Veränderungen oder Bereicherungen sie dabei erfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Fähigkeiten, der Wahrnehmung von Schönheit und Gesundheit durch die Fachkräfte sowie der reflektierten Auseinandersetzung mit eigenen Werten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Arbeit mit Menschen mit Behinderung nicht nur eine berufliche Anforderung, sondern eine tiefgreifende, prägende biographische Erfahrung für die Fachkräfte darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Mischform aus qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse, basierend auf 14 leitfadengestützten Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der theoretische Teil definiert Begriffe wie Behinderung, Normalität und Gesundheit, während der empirische Teil die konkreten Erfahrungen, Aussagen und Beobachtungen der interviewten Fachkräfte auswertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Behindertenarbeit, Fachkräfte, Persönlichkeitsentwicklung, Authentizität, Empathie, Salutogenese und die subjektive Wahrnehmung von Schönheit und Gesundheit.

Welche Rolle spielt das Schönheitsideal in der Arbeit?

Die Untersuchung zeigt, dass gängige, mediale Schönheitsideale in der täglichen Praxis in den Hintergrund rücken, zugunsten einer Wahrnehmung, die innere Zufriedenheit und Ausstrahlung in den Vordergrund stellt.

Wie verändert die Arbeit den Gesundheitsbegriff der Fachkräfte?

Durch die tägliche Begegnung entwickeln Fachkräfte oft ein geschärftes Bewusstsein für die eigene Gesundheit, eine größere Dankbarkeit für ihre körperliche Autonomie und einen achtsameren Umgang mit den eigenen Ressourcen.

Excerpt out of 99 pages  - scroll top

Details

Title
Die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung als positive biographische Erfahrung
College
ARGE Bildungsmanagement Wien  (ARGE Bildungsmanagement Wien)
Course
Psychotherapiewissenschaft
Grade
1
Author
Erika Schedler, MSc (Author)
Publication Year
2012
Pages
99
Catalog Number
V210293
ISBN (eBook)
9783656378594
ISBN (Book)
9783656381020
Language
German
Tags
Arbeit mit Menschen mit Behinderung Leistung Lebenslanges Lernen Menschenbild in der Behindertenarbeit Normalität Interaktion mit und Beziehung zu behinderten Menschen Kommunikation und intuitives Wissen Wahrnehmung und "Menschensprache" Fremdheit und Stigmatisierung Normative Vorstellungen von Gesundheit und Schönheit Körperliche Schönheit Die manipulierte Schönheit von heute Der "genormte Mensch" als Schönheitsideal Schönheit und Behinderung Gesundheit und Behinderung Motivation mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten der Einfluss von Menschen mit Behinderung auf das persönliche Schönheitsempfinden Gewinne aus der Arbeit Veränderung des Gesundheitsbegriffes Begegnung mit Menschen mit Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erika Schedler, MSc (Author), 2012, Die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung als positive biographische Erfahrung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210293
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  99  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint