Betrachtet man den Verlauf der vergangenen 2000 Jahre, so kann man etwa eine Handvoll maßgebliche historische Europa Modelle erkennen. Vergleicht man sie, beginnend mit dem Europa Modell nach der Lex Romana, über die Modelle Karls des Großen und jene der Habsburger, bis hin zu den Rom Verträgen von 1957, so stellt man fest, dass Rom wiederum, wenn auch in anderer Form, wie vor 2000 Jahren, maßgeblich für die europäische Integration ist.
Das kommt nicht von ungefähr, weil Rom, nach der europaweiten militärischen Aufoktroyierung der Lex Romana vor 2000 Jahren, in der Folgezeit mit dem Vatikan die erforderliche geistige Kohäsion für das Projekt Europa in der Gestalt der dieses vereinenden christlichen Werte bereitstellt. Es ist der Wegbereiter dieses Projektes auf integrativer christlicher Wertebasis der Menschenwürde und der Demokratie. Die militärisch basierte Integration Europas und die geistig basierte Integration Europas sind beide mit Rom verbunden. Rom mit dem sinnbildlichen Stiefel der italienischen Halbinsel erscheint in der Tat als ein wichtiges Standbein Europas.
International rechtlich gesehen sind oben erwähnte Europamodelle eine Progression von nichtexistenter Selbstbestimmung der Mitglieder eines vereinten Europas zu einer stets wachsenden Selbst- und Mitbestimmung am Projekt Europa, bis hin zu einem Europa der Regionen, das über die Nationen hinaus, sogar die spezifischen sozioökonomischen und kulturellen Erfordernisse der Mitglieder eines integrierten Europas miteinbezieht...
Inhaltsverzeichnis
- 2000 Jahre Europa: Von der Lex Romana zu Lex Europea…..
- Geistige Aspekte der nationalen-supranationalen Dynamik
- Interview mit Dr. John F. Nash - Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften, Princeton University, Princeton/USA
- Das Spiel der Allianzen: Erbfeindschaft, Freundschaft, Partnerschaft und Komplizität
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit der europäischen Integration und deren Entwicklung über die vergangenen 2000 Jahre. Er beleuchtet die dynamischen Wechselwirkungen zwischen nationalen und supranationalen Interessen und stellt die Frage nach der Nachhaltigkeit des europäischen Projekts.
- Entwicklung von europäischen Integrationsmodellen von der Lex Romana bis zur EU
- Geistige und politische Aspekte der nationalen-supranationalen Dynamik
- Die Rolle von Allianzen und Machtstrukturen in der europäischen Geschichte
- Der Einfluss von Diversität und Integration auf die europäische Identität
- Die Herausforderungen für die Zukunft des europäischen Projekts
Zusammenfassung der Kapitel
2000 Jahre Europa: Von der Lex Romana zu Lex Europea
Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln des europäischen Integrationsprozesses, beginnend mit der Lex Romana und ihrer europaweiten Durchsetzung. Es werden die Modelle Karls des Großen und der Habsburger sowie die Gründung der EU durch die Romverträge betrachtet. Der Fokus liegt auf der Rolle Roms als kulturelles und politisches Zentrum und seiner Bedeutung für die europäische Integration. Darüber hinaus wird die wachsende Selbst- und Mitbestimmung der europäischen Mitglieder im Laufe der Zeit thematisiert.
Geistige Aspekte der nationalen-supranationalen Dynamik
Dieses Kapitel befasst sich mit den geistigen und kulturellen Aspekten der europäischen Integration. Es analysiert die Spannungsfelder zwischen nationaler Identität und supranationalen Idealen und untersucht den Einfluss von Religion, Philosophie und Kultur auf die Entwicklung des europäischen Projekts. Die Bedeutung von gemeinsamen Werten und der Bewältigung kultureller Diversität für den Erfolg des europäischen Projekts wird hervorgehoben.
Interview mit Dr. John F. Nash - Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften, Princeton University, Princeton/USA
Dieses Kapitel präsentiert ein Interview mit dem Nobelpreisträger Dr. John F. Nash, in dem er seine Sicht auf die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der europäischen Integration darlegt. Nash diskutiert die Rolle von Wettbewerb und Kooperation, sowie die Notwendigkeit von rationalen Entscheidungen für die nachhaltige Entwicklung Europas. Seine Expertise und Erfahrungen im Bereich der Spieltheorie bieten wertvolle Einblicke in die Dynamiken der europäischen Integration.
Das Spiel der Allianzen: Erbfeindschaft, Freundschaft, Partnerschaft und Komplizität
Dieses Kapitel untersucht die Rolle von Allianzen und Machtstrukturen in der europäischen Geschichte. Es analysiert die komplexen Beziehungen zwischen den europäischen Ländern, einschließlich Erbfeindschaften, Freundschaften, Partnerschaften und Komplizitäten. Die Analyse der historischen Entwicklung von Allianzen und Machtstrukturen bietet Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Chancen der europäischen Integration.
Schlüsselwörter
Europa, Integration, Nationalität, Supranationalität, Lex Romana, Diversität, Integrationsimperativ, Diversitätsimperativ, Allianzen, Machtstrukturen, Geschichte, Kultur, Werte, Identität, Wirtschaft, Politik, Spieltheorie, Herausforderungen, Chancen.
Häufig gestellte Fragen
Welche historischen Modelle prägten die europäische Integration?
Modelle wie die Lex Romana, das Reich Karls des Großen, das Habsburgerreich und schließlich die Rom-Verträge von 1957 waren maßgeblich.
Warum ist Rom so wichtig für die Identität Europas?
Rom lieferte sowohl die militärisch-rechtliche Basis (Lex Romana) als auch über den Vatikan die geistige Kohäsion durch christliche Werte.
Was ist die nationale-supranationale Dynamik in Europa?
Es beschreibt das Spannungsfeld zwischen der Souveränität einzelner Nationen und der notwendigen Integration in übergeordnete europäische Strukturen.
Welche Sichtweise vertritt Nobelpreisträger John F. Nash zur EU?
Nash diskutiert im Interview die wirtschaftlichen Herausforderungen, die Rolle von Wettbewerb und die Notwendigkeit rationaler Entscheidungen für ein stabiles Europa.
Wie haben Allianzen die europäische Geschichte beeinflusst?
Das "Spiel der Allianzen" wandelte sich über Jahrhunderte von Erbfeindschaften hin zu Partnerschaften und Komplizitäten, die den Integrationsprozess prägten.
- Citar trabajo
- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Autor), 2013, Nationale und supranationale Dynamiken in Europa, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210303