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Der virtuelle Raum in der globalen Sicherheitspolitik

Title: Der virtuelle Raum in der globalen Sicherheitspolitik

Seminar Paper , 2011 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Müller (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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In unserer modernen Gesellschaft ist es heutzutage sehr schwierig, ohne das Internet auszukommen. Angefangen vom Einkauf verschiedener Konsumgüter hin zur Buchung des nächsten Urlaubs. Fast alle Bereiche des täglichen Lebens spiegeln sich im World-Wide-Web wider. Dass Kriminelle dieses System ausnutzen, um illegal an persönliche Daten zu kommen, liegt auf der Hand. Das Problem ist, dass die eigentlichen Verbindungen gar nicht sichtbar werden, da alle Datenströme förmlich unsichtbar ablaufen. Außerdem gibt es keine einheitliche rechtliche Bindung der Nutzer des Internets. An dieser Stelle versuchen viele Staaten ihren Einfluss auf dem Gebiet der Netzwerke zu vergrößern, indem sie einhergehend mit ihrer Staatsgrenze Zensur im Sinne ihrer Landespolitik betreiben wollen. Wie schaffen es nun solche Staaten, ihre Bürger vom Internet fern zu halten bzw. eigene politische Ziele den Bürgern näher zu bringen? Wie kann man ein Netzwerk so überwachen, dass mehrere Millionen Menschen nur die „politisch Korrekten“ Informationen erhalten? Ist es überhaupt möglich die virtuelle Realität einzugrenzen? Mithilfe dieser Fragen soll im Folgenden untersucht werden, wie einige Staaten im Bezug zum Internet sicherheitspolitisch agieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Das Internet

2.1 Begriffsbestimmungen

2.2 Vorgeschichte

3. Das “Binet”

4. Panoptismus im virtuellen Raum

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sicherheitspolitische Dimension des virtuellen Raums und analysiert, wie staatliche Akteure versuchen, das Internet zu kontrollieren, zu zensieren oder für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

  • Strukturelle Grundlagen des Internets und dessen militärische Genese.
  • Die Entstehung nationaler Internetzonen am Beispiel Chinas.
  • Anwendung des Panoptismus-Modells auf die digitale Überwachung.
  • Spannungsfeld zwischen Informationsfreiheit und staatlicher Sicherheit.
  • Transformation des Machtbegriffs im virtuellen Raum (Cyberkrieg und Diplomatie).

Auszug aus dem Buch

Panoptismus im virtuellen Raum

Zudem wird heute in der Kriminalverfolgung eine Überwachung extremistischer Foren durchgeführt, um so präventiv gegen eventuelle Anschläge durch Terrorismus abwehren zu können. Man kann mithilfe der Adresse jedes Computers den Standort eines Anwenders herausfinden. Wenn jemand beispielsweise über das Funknetz GSM auf das Internet zugreift, kann mit einer Abweichung von 50m eine Standortbestimmung erfolgen. Diese Funktion wird neuerdings auch bei Smartphones in Verbindung mit den sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook ermöglicht. Dies birgt natürlich auch Gefahren. So ist es zwar schön, wenn ich jederzeit weiß, wo sich mein Freund aufhält, jedoch wird es zur Gefahr, wenn Kriminelle diesen Standort nutzen, um Anschläge oder Entführungen zu planen.

Von staatlicher Seite wird immer wieder der Aspekt der Vorratsdatenspeicherung erwogen, um die Gesellschaft präventiv gegen Kriminelle zu schützen. Jedoch ist dies unter Umständen schon ein zu tiefer Eingriff in die Privatsphäre. Daher ist das Thema weiterhin umstritten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit des Internets und die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich Sicherheit, Überwachung und staatlicher Zensurversuche.

2. Das Internet: Dieses Kapitel definiert technische Grundlagen des Netzwerks und zeichnet dessen historische Entwicklung vom militärischen ARPANET zur zivilen globalen Vernetzung nach.

3. Das “Binet”: Das Kapitel analysiert die Fragmentierung des Internets durch nationale Zensurbehörden, insbesondere am Beispiel Chinas, und setzt dies in den Kontext eines digitalen Panoptikons.

4. Panoptismus im virtuellen Raum: Hier wird die Überwachungsthematik vertieft, indem moderne Kriminalverfolgungsmethoden sowie das Spannungsfeld zwischen staatlicher Macht und dem Informationsfreiheitsanspruch (z.B. WikiLeaks) diskutiert werden.

5. Resümee: Die Schlussbetrachtung resümiert die digitale Revolution und stellt fest, dass Staaten ihre Macht zunehmend über physische Grenzen hinaus in den virtuellen Raum ausdehnen.

Schlüsselwörter

Internet, Sicherheitspolitik, Überwachung, Panoptismus, Zensur, Cyberkrieg, Cyberspace, Informationsfreiheit, WikiLeaks, digitale Souveränität, Machtstrukturen, ARPANET, Datenschutz, Virtueller Raum, Privatsphäre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitischen Auswirkungen des Internets und die wachsende Bedeutung des virtuellen Raums als Schauplatz staatlicher Machtausübung und Kontrolle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Internets, den Mechanismen staatlicher Internetzensur sowie der theoretischen Übertragung von Überwachungskonzepten auf den digitalen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Staaten ihre Bürger im Internet überwachen und welche sicherheitspolitischen Strategien sie anwenden, um den virtuellen Raum zu kontrollieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von Fachliteratur und einer Fallbetrachtung der Internetpolitik in Staaten wie China sowie einer Einordnung in medien- und machttheoretische Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Definition des Internets, dessen militärischer Vorgeschichte, dem Konzept des „Binet“ als abgegrenztem nationalen Netz und der theoretischen Anwendung von Foucaults Panoptismus-Modell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sicherheitspolitik, Überwachung, Panoptismus, Zensur und Cyberspace charakterisiert.

Inwieweit spielt die Rolle der USA eine Rolle für die Internetverwaltung?

Der Autor erläutert den historischen und administrativen Einfluss der USA durch Institutionen wie ICANN und zeigt auf, wie dies das Souveränitätsgefühl anderer Staaten beeinflusst.

Wie wird das Konzept von WikiLeaks im Kontext der Sicherheitspolitik bewertet?

WikiLeaks wird als Beispiel für die begrenzte Macht staatlicher Kontrolle im virtuellen Raum und als Herausforderung für die traditionelle Außenpolitik und Geheimhaltung von Staaten analysiert.

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Details

Title
Der virtuelle Raum in der globalen Sicherheitspolitik
College
University of the Federal Armed Forces München  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Politik und Raum
Grade
1,3
Author
Tobias Müller (Author)
Publication Year
2011
Pages
12
Catalog Number
V210313
ISBN (eBook)
9783656383246
ISBN (Book)
9783656383949
Language
German
Tags
raum sicherheitspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Müller (Author), 2011, Der virtuelle Raum in der globalen Sicherheitspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210313
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