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Rogue States als Problem der amerikanischen Außenpolitik

Titel: Rogue States als Problem der amerikanischen Außenpolitik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Philipp Günther (Autor:in)

Politik - Region: USA
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen eines Hauptseminares über die Außenpolitik der Vereinigten Staaten mit der Thematik der sogenannten „Schurkenstaaten“. Zu Beginn möchte ich neben einem Überblick über die Struktur der Arbeit vor allem den Begriff und die Problematik des Schurkenstaats erklären sowie einen Überblick über die Definitionspraxis und die Kriterien für die Belegung einzelner Staaten mit diesem Begriff geben.In der jüngeren Vergangenheit, insbesondere nach den terroristischen Anschlägen des 11. September 2001 auf die Zwillingstürme des World Trade Center, ist der Begriff „Rogue States“ immer mehr in den Wortschatz der täglichen Politik eingedrungen. Der Begriff wird im deutschen in der Regel mit „Schurkenstaat“ übersetzt, stellt jedoch nur einen neuen Begriff in einer Reihe weitgehend identisch besetzter Begriffe wie z.B. „pariah state“, „outlaw state“ oder neuerdings „state of concern“ dar. Zur erstmaligen Verwendung des Begriffes „Rogue States“ kam es im Rahmen der sog. „terrorist list“. Diese wurde im Jahre 1979 erstmalig in den jährlich erscheinenden „patterns of global terrorism“ veröffentlicht die eine Liste von Staaten aufzählten, die den USA gegenüber besorgniserregende Verhaltensweisen an den Tag legten.

Grundsätzlich muss verdeutlicht werden, dass die Existenz von „Rogue States“ und die damit verbundene Problematik kein Phänomen der Neuzeit ist, sondern weit in die Geschichte der Menschheit zurückreicht. Auch wenn die Auswirkungen auf die globalisierte Welt wachsen, so war die Bedrohung von Regionen und Herrschaftsgebieten durch feindliche Regime bereits im Mittelalter und lange vorher präsent und bedrohte die lokale Bevölkerung in Ihrer Existenz auf ähnliche Weise wie wir es in der heutigen Zeit wahr nehmen.

Bezüglich der wissenschaftlichen Verwendung des Begriffes „Rogue States“ bei der Beschäftigung mit Phänomenen der Internationalen Politik, sollte man sich außerdem bewusst sein, dass es sich bei diesem Begriff in keinster Weise um eine international anerkannte, und in die internationale Rechtssprache eingebettete, Bezeichnung handelt.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

ROGUE STATES IN DER WAHRNEHMUNG VON USA UND EU

ROGUE STATES UND IHRE CHARAKTERISTIKA

PARIAHS, OUTLAWS AND ROGUES NACH DEM OST-WEST-KONFIKT

MÖGLICHKEITEN DES UMGANGS MIT SCHURKENSTAATEN

UMGANG MIT ROGUES STATES SEITENS DER USA IM ALLGEMEINEN

KRITIK AN DER DEFINITIONSPRAXIS UND DEM VERHALTEN DER USA GEGENÜBER DEN ZIELSTAATEN

KONKRETE MAßNAHMEN DER USA ZUR BEKÄMPFUNG VON „STATES OF CONCERN“

FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der sogenannten „Schurkenstaaten“ im Kontext der US-Außenpolitik, wobei insbesondere die Definitionspraxis, die zugrunde liegenden Kriterien sowie die Wirksamkeit der von den USA angewandten Strategien analysiert werden.

  • Begriffliche Einordnung und Problematik von Schurkenstaaten
  • Vergleich der Bedrohungsperzeption zwischen den USA und der EU
  • Unterscheidung zwischen Engagement- und Containment-Strategien
  • Kritische Analyse der US-amerikanischen Außenpolitik gegenüber Zielstaaten
  • Militärische, wirtschaftliche und politische Maßnahmen zur Bekämpfung

Auszug aus dem Buch

Möglichkeiten des Umgangs mit Schurkenstaaten

Die Möglichkeiten des Umgangs mit Schurkenstaaten sind vielfältig und werden selbstverständlich höchst kontrovers diskutiert. Um einen grundsätzlich Überblick zu erhalten, sollte man sich zunächst die Begriffe „Engagement“ und „Containment“ in Erinnerung rufen, da sich die Maßnahmen im Grunde genommen unter diesen zwei Oberbegriffen gliedern lassen.

Im Rahmen einer „Engagement“-Strategie kommt es in aller Regel zu einer Ausweitung und Intensivierung der zwischenstaatlichen Beziehungen. Diese Intensivierung kann auf politischer, wirtschaftlicher oder kulturell- gesellschaftlicher Ebene stattfinden. Beispiele hierfür sind z.B. Wirtschafts- und Entwicklungshilfe, Unterstützung beim Aufbau einer politischen Ordnung und Einbindung des ausgestoßenen Staates in den Rahmen internationaler Organisationen wie Weltwährungsfonds, UNO, Weltbank, Nato etc. Ziel ist es mit Hilfe des Prinzips der positiven Unterstützung den betroffenen Staat selbstständig zu nachhaltigen kleinen Verhaltensänderungen zu führen.

Eine Containment-Strategie verfolgt in der Regel das Ziel einer Verhaltensänderung des betroffenen Staates durch repressive Maßnahmen. Der Maßnahmenkatalog umfasst eine Menge von Methode,n von denen hier nur die wichtigsten kurz erwähnt werden sollen. Das Grundrezept des Containments stellt die Einschränkung der Handelsmöglichkeit des Zielstaates im internationalen Umfeld durch Isolierung dar.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Schurkenstaaten und Erläuterung der Struktur sowie der Problemstellung der Arbeit.

ROGUE STATES IN DER WAHRNEHMUNG VON USA UND EU: Darstellung der unterschiedlichen außenpolitischen Sichtweisen und Bedrohungsperzeptionen zwischen den USA und europäischen Partnern.

ROGUE STATES UND IHRE CHARAKTERISTIKA: Auflistung der fünf Kriterien der National Security Strategy zur Kategorisierung von Schurkenstaaten.

PARIAHS, OUTLAWS AND ROGUES NACH DEM OST-WEST-KONFIKT: Analyse der veränderten internationalen Sicherheitslage nach dem Ende des Kalten Krieges.

MÖGLICHKEITEN DES UMGANGS MIT SCHURKENSTAATEN: Gegenüberstellung der Strategien „Engagement“ und „Containment“ sowie deren jeweiliger Instrumente.

UMGANG MIT ROGUES STATES SEITENS DER USA IM ALLGEMEINEN: Erläuterung der liberalen und realistischen Denkschulen in der US-Außenpolitik gegenüber Schurkenstaaten.

KRITIK AN DER DEFINITIONSPRAXIS UND DEM VERHALTEN DER USA GEGENÜBER DEN ZIELSTAATEN: Diskussion über die Inkonsistenz und mangelnde Flexibilität der US-amerikanischen Kategorisierungspraxis.

KONKRETE MAßNAHMEN DER USA ZUR BEKÄMPFUNG VON „STATES OF CONCERN“: Überblick über politische, wirtschaftliche und militärische Maßnahmen zur Eindämmung der Proliferation und des Terrorismus.

FAZIT: Zusammenfassende Bilanz der bisherigen Strategien und Plädoyer für ein koordiniertes, multilaterales Vorgehen.

Schlüsselwörter

Schurkenstaaten, Rogue States, US-Außenpolitik, Containment, Engagement, Internationale Sicherheit, Proliferation, Terrorismusbekämpfung, Sanktionen, Außenpolitische Strategien, Nationale Sicherheit, Bedrohungsperzeption, Geopolitik, Internationale Beziehungen, Demokratieförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der US-Außenpolitik gegenüber sogenannten Schurkenstaaten und analysiert, wie diese Staaten definiert und behandelt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Begriffsdefinition von Schurkenstaaten, der Vergleich der US-amerikanischen und europäischen Außenpolitik sowie die Analyse politischer, wirtschaftlicher und militärischer Strategien zur Konfliktbewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Definitionspraxis und die angewandten Maßnahmen der USA kritisch zu hinterfragen und die Effektivität von Engagement- gegenüber Containment-Strategien zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von sicherheitspolitischen Strategiepapieren, Reden der Administrationen sowie wissenschaftlicher Fachliteratur zur internationalen Politik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Schurkenstaaten-Problematik, die Differenzen in der Wahrnehmung zwischen den USA und der EU, sowie die konkreten politisch-militärischen Maßnahmen der USA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen Schurkenstaaten, US-Außenpolitik, Containment, Engagement, Proliferation und Internationale Sicherheit.

Warum kritisieren Experten die US-Definitionspraxis?

Kritiker bemängeln, dass die Definition und Kategorisierung der Staaten oft undifferenziert erfolgt und mehr innenpolitischen Zwecken dient als eine konsistente analytische Grundlage für Außenpolitik bietet.

Warum war die Strategie gegenüber Kuba und Libyen laut Autor bisher wenig erfolgreich?

Die unilaterale Politik der USA führte oft zur Ausweichung der betroffenen Staaten auf andere Märkte, wodurch die erhoffte Destabilisierung der Regime ausblieb und der wirtschaftliche Druck ins Leere lief.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rogue States als Problem der amerikanischen Außenpolitik
Hochschule
Universität zu Köln  (Politisches Institut)
Veranstaltung
HS Die Außenpolitik der USA
Note
1,3
Autor
Philipp Günther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
23
Katalognummer
V21032
ISBN (eBook)
9783638247481
ISBN (Buch)
9783640337248
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rogue States Problem Außenpolitik Schurkenstaaten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Günther (Autor:in), 2003, Rogue States als Problem der amerikanischen Außenpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21032
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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