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Die Prinzessin küsst den Prinz. Deklinationsunterlassung bei schwachen Maskulina

Titre: Die Prinzessin küsst den Prinz. Deklinationsunterlassung bei schwachen Maskulina

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 25 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anna Sommerfeldt (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Zeigt man die Überschrift dieser Hausarbeit verschiedenen Personen, so werden einige nach dem Fehler erst suchen müssen. Laut Duden wird das Substantiv Prinz schwach dekliniert. Demnach müsste an den Prinz noch die Endung en angehängt werden. Doch ist dieser Satz so, wie er im Titel steht wirklich falsch, oder handelt es sich hierbei um einen Sprachwandel, der die Grammatikregeln verändern wird?
Die vorliegende Arbeit knüpft an Köpckes Aufsatz an. Schwerpunkt ist hier allerdings der sprachwissenschaftliche Hintergrund. Dabei steht besonders die Entwicklung des grammatikalischen Problems, der Flexion von Nomen im Singular, in den letzten Jahren im Fokus. Die Grundlage der Erkenntnisse über die neusten Entwicklungen in diesem Bereich stellt die Arbeit von Thieroff und Vogel dar.
Am Anfang dieser Arbeit wird zunächst die Einteilung in Flexionsklassen von Peter Eisenberg und die der Duden Redaktion vorgestellt. Anschließend folgt ein historischer Abriss, in dem die Entwicklung der schwachen Deklination kurz dargestellt wird. Danach wird die wissenschaftliche Diskussion um die Deklinationsunterlassung im Singular bei schwachen Maskulina beleuchtet.
Um die Meinung der Laien zu ermitteln, wurden Passanten in der Kieler Innenstadt befragt. Da dies nur eine Stichprobe darstellt, wurden auch die Treffer bei der Suchmaschine Google ermittelt, die bei verschiedenen Wortkombinationen auftraten. Auch die COSMAS-Datenbank diente, mit einigen ausgewählten Wörtern, als Hintergrund für die Analyse.
Abschließend werden die gesammelten Ergebnisse diskutiert und kritisch beleuchtet, denn es soll letztendlich die Frage geklärt werden, ob das genannte Phänomen als grammatikalischer Fehler oder als zulässiger Sprachwandel zu bewerten ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deklinationsklassen

2.1 Nominalflexion starker Maskulina

2.2 Nominalflexion schwacher Maskulina

2.3 Nominalflexion gemischter Maskulina/Neutra

3. Flexionsklassenwechsel in der Literatur

3.1 Historischer Abriss

3.2 Sprachwandel oder Fehler?

– Positionen von wissenschaftlichen Werken

4. Verwendung schwacher und starker Deklination

4.1 Befragung Kieler Passanten

4.2 Treffer bei Google, COSMAS Korpusanalyse

5. Fazit

6. Anhang

A1: Gedicht über den Flexionsklassenwechsel des Autors

A2: Deklination der Substantive aus Kapitel 4 laut der Onlineversion des Dudens

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das linguistische Phänomen der Deklinationsunterlassung bei schwachen Maskulina im Deutschen. Ziel ist es, zu klären, ob es sich bei dieser Erscheinung um einen unzulässigen grammatikalischen Fehler handelt oder ob sie als Zeichen eines fortschreitenden Sprachwandels zu interpretieren ist, der eine Neubewertung durch die Sprachnorm erfordert.

  • Analyse der Flexionsklassen nach Eisenberg und Duden
  • Historische Entwicklung der schwachen Deklination
  • Prototypentheorie nach Köpcke als Erklärungsmodell
  • Empirische Befragung zur Akzeptanz durch Sprecher
  • Korpusbasierte Untersuchung der tatsächlichen Sprachverwendung

Auszug aus dem Buch

3.2 Sprachwandel oder Fehler? – Positionen von wissenschaftlichen Werken

Es ist ein natürlicher Prozess, dass jede Sprache von Veränderungen geprägt ist. Diese können durch einzelne Wörter hervorgerufen werden, die in die Sprache übernommen werden, oder aber das ganze Sprachsystem betreffen. Auf diesen zweiten Sprachwandel gründet sich die nachfolgende Diskussion. Es soll somit betrachtet werden, ob im Fall der Deklinationsunterlassung ein Wandel des Sprachsystems und somit eine notwendige Änderung der Grammatikregeln vorliegt, oder ob es sich dabei um Randerscheinungen handelt, die als grammatikalische Fehler gewertet werden können.

Bei der Betrachtung des Wechsels der Deklinationsklassen werden zunächst zwei Phänomene unterschieden. Im ersten Fall wird ein schwaches Maskulinum stark dekliniert (z. B. küsst den Prinz). Der zweite Fall behandelt gemischt deklinierte Maskulina, die schwach dekliniert werden (z. B. mit dem Autor). Es kann somit laut Köpcke nicht von einem generellen Abbau der schwachen Flexionsklasse gesprochen werden. In einem früheren Artikel zeigt Köpcke sehr anschaulich, wie sich der Übergang der schwachen zur starken Flexion seiner Meinung nach vollzieht. Er stellt dazu eine Prototypentheorie auf, die in Abbildung vier veranschaulicht ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Deklinationsunterlassung bei schwachen Maskulina ein und stellt die Forschungsfrage, ob es sich um einen Sprachwandel oder einen Fehler handelt.

2. Deklinationsklassen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der deutschen Nominalflexion anhand der Modelle von Peter Eisenberg und der Duden Grammatik erläutert.

3. Flexionsklassenwechsel in der Literatur: Dieses Kapitel widmet sich dem historischen Hintergrund sowie der wissenschaftlichen Debatte um den Wandel der Flexionsklassen, insbesondere unter Anwendung der Prototypentheorie.

4. Verwendung schwacher und starker Deklination: Der praktische Teil umfasst eine Passantenbefragung in Kiel sowie eine korpusgestützte Analyse der tatsächlichen Sprachverwendung mittels Google und COSMAS.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein Sprachwandel vorliegt, der eine weniger normative Bewertung durch Standardwerke sinnvoll macht.

6. Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Materialien wie ein Gedicht zum Thema und detaillierte Deklinationstabellen der untersuchten Begriffe.

7. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetquellen aufgelistet.

Schlüsselwörter

Deklination, Nominalflexion, schwache Maskulina, Sprachwandel, Prototypentheorie, Grammatik, Sprachnorm, Flexionsklassenwechsel, Sprachgebrauch, Korpusanalyse, Duden, Deklinationsunterlassung, deutsche Sprache, Sprachökonomie, morphologischer Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sprachwissenschaftlichen Phänomen, dass schwache maskuline Substantive im Deutschen häufig entgegen der klassischen Grammatikregel dekliniert werden (Deklinationsunterlassung).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die morphologische Einteilung von Substantiven, die historische Entwicklung der schwachen Deklination sowie die Bewertung von Sprachwandel versus grammatikalischem Fehler.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob die weit verbreitete Tendenz, auf die Flexionsendung bei schwachen Maskulina zu verzichten, einen akzeptierten Sprachwandel darstellt oder ob dies als inkorrekt zu bewerten ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse der Flexionsmodelle mit einer empirischen Passantenbefragung sowie einer korpusbasierten Analyse aktueller Sprachdaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst die Theorie (Eisenberg/Duden/Prototypentheorie) dargelegt, gefolgt von einer Auswertung der Daten aus der Befragung und den Korpusanalysen zur tatsächlichen Verwendung der Wörter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind: Deklination, schwache Maskulina, Sprachwandel, Prototypentheorie, Flexionsklassen und Korpusanalyse.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Standard- und Umgangssprache eine Rolle?

Die Arbeit zeigt auf, dass Sprachwandel oft zuerst umgangssprachlich auftritt, bevor er in Standardwerken wie dem Duden als "schöner" oder "korrekter" Sprachgebrauch eine Neubewertung erfährt.

Welche Rolle spielt das Merkmal "Belebtheit"?

Das Merkmal der Belebtheit (z.B. bei Personen wie "Prinz" oder "Autor") ist ein entscheidender Faktor dafür, wie stark ein Substantiv zur Beibehaltung oder zum Abbau der schwachen Deklinationsendung neigt.

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Résumé des informations

Titre
Die Prinzessin küsst den Prinz. Deklinationsunterlassung bei schwachen Maskulina
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel
Note
2,0
Auteur
Anna Sommerfeldt (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
25
N° de catalogue
V210355
ISBN (ebook)
9783656385783
ISBN (Livre)
9783656386308
Langue
allemand
mots-clé
prinzessin prinz deklinationswechsel zweifelsfall
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna Sommerfeldt (Auteur), 2012, Die Prinzessin küsst den Prinz. Deklinationsunterlassung bei schwachen Maskulina, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210355
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Extrait de  25  pages
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