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Das bedingungslose Grundeinkommen. Ausgestaltung sowie mögliche Einbettung in das Konzept der Wohlfahrtsstaatstheorie

Título: Das bedingungslose Grundeinkommen. Ausgestaltung sowie mögliche Einbettung in das Konzept der Wohlfahrtsstaatstheorie

Trabajo , 2013 , 18 Páginas , Calificación: 1.5

Autor:in: Michael Obrist (Autor)

Política - Sistemas políticos en general y en comparación
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In der vorliegenden Arbeit werden die Pro- und Kontraargumente eines bedingungslosen Grundeinkommens und mögliche Formen dessen diskutiert. Ausserdem wird auch untersucht, inwiefern sich das Konzept des garantierten Mindesteinkommens in die klassische Wohlfahrtsstaatstheorie einbetten lässt.

Die Verfassung zahlreicher Staaten heben das Recht auf ein Leben in Würde hervor. Anders als in einer reinen Agrargesellschaft ist das Leben in einer arbeitsteiligen Volkswirtschaft ohne die Nutzung bestimmter Leistungen anderer nicht möglich. Dahrendorf (1986) meint dazu, dass ein Leben in Würde folglich ein finanzielles Einkommen voraussetzt. Wird dieses finanzielle Einkommen an Bedingungen geknüpft, wird auch das „Leben in Würde“ an Bedingungen geknüpft. (Dahrendorf, 1986)

Während der Begriff des Grundeinkommens erst im 20. Jahrhundert aufgekommen ist, existierte die Idee eines Mindesteinkommens bereits lange davor. Es gibt verschiedene Definitionen des Begriffs des Grundeinkommens. Vanderborght und Van Parijs (2006) definieren es als „Einkommen, das von einem politischen Gemeinwesen an alle Mitglieder individuell und ohne Gegenleistung ausgezahlt wird.“ (Vanderborght und Van Parijs, 2006: S. 37). Insbesondere der Verzicht auf eine Gegenleistung und die Kontrolle sonstiger Einkünfte und Vermögenswerte macht aus einem Grundeinkommen ein bedingungsloses Grundeinkommen (Vanderborght und Van Parijs, 2006: S. 37 ff.).

Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten wie Fourier, Stuart Mill, Walras, Einstein oder die Ökonomen Samuelson, Hayek, Friedman oder Tobin setzten sich im 20. Jahrhundert für ein (bedingungsloses) Grundeinkommen ein und machten teilweise auch Finanzierungs vorschläge dazu (Presse 2009: S.2).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mögliche Ausgestaltung eines Grundeinkommens

2.1 Negative Einkommenssteuer

2.2 Allgemeines Grundeinkommen (Sozialdividende)

3. Die Einbettung des Bedingungslosen Grundeinkommens im Konzept des Wohlfahrtsstaats

3.1 Identifizierung eines Post-Produktivistischen Wohlfahrtsstaatstypus

3.2 Performance des Postproduktivisten Regimes

4. Pro Argumente eines Bedingungslosen Grundeinkommens

5. Kontra Argumente eines Bedingungslosen Grundeinkommens

6. Sozialexperimente zur negativen Einkommenssteuerung

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens sowie dessen mögliche Formen und diskutiert die entsprechenden Pro- und Kontraargumente. Zudem wird analysiert, inwieweit sich dieses Modell in die klassische Wohlfahrtsstaatstheorie einbetten lässt.

  • Ausgestaltungsvarianten des Grundeinkommens (negative Einkommenssteuer vs. Sozialdividende)
  • Theoretische Einbettung in das Modell des Post-Produktivistischen Wohlfahrtsstaats
  • Empirische Evidenzen aus historischen Sozialexperimenten in den USA
  • Kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen und sozialen Auswirkungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Identifizierung eines Post-Produktivistischen Wohlfahrtsstaatstypus

Viele Befürworter des BGE erachten das Konzept des Grundeinkommens als vorteilhaft weil es auch bürokratische Hürden abbauen könne und den Sozialstaat vereinfache. Aus politologischer Sicht scheint es sinnvoll das Modell des bedingungslosen Grundeinkommen genauer zu analysieren und zu überprüfen inwiefern es sich in das Konzept der Wohlfahrtsstaatstheorie einbetten lässt. Goodin (2001) liefert zu diesem Thema einen spannenden Input indem er in seiner Arbeit „Work and Welfare: Towards a Post-Productivist Welfare Regime“ zusätzlich zu den „three worlds of welfare capitalism“ von Esping-Andersen das Konzept eines Post-Produktivistischen Regimes in die Theorie einbettet.

Ein entscheidender Faktor in der Klassifikation des Wohlfahrtsstaatstypus liegt in der Ausgestaltung von Arbeit und Wohlfahrtsleistungen. Dem liberalen Wohlfahrtsstaat könnte symbolisch der Slogan „Work, not Welfare“ zugeschrieben werden weil jeder durch den Arbeitsmarkt sich mehrheitlich selber versorgen soll. Beim korporatistischen Wohlfahrtsstaat kann man von „Welfare through work“ sprechen, da die Familien abhängig von den Beiträgen des Arbeitnehmers und seines Arbeitgebers vergütet werden (Goodin, 2001: S.13). Der Sozialdemokratische Slogan, „Welfare and work“ beinhaltet generöse Leistungen welche jedoch wie die beiden anderen Regime auch an produktive Mitwirkung am Arbeitsmarkt gekoppelt sind. Aktive Arbeitsmarktpolitiken bemühen sich zudem um Vollbeschäftigung innerhalb der Bevölkerung. Alle drei Wohlfahrtsstaaten streben demnach nach einem möglichst hohen Produktivitätsniveau und folgen der Logik, dass „without work, there can be no welfare. If no one produces anything, there will be nothing for government to redistribute to anyone.“ (Goodin, 2001: S.14)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Idee eines Mindesteinkommens und definiert den Begriff des bedingungslosen Grundeinkommens als einkommens- und leistungsunabhängigen Transfer.

2. Mögliche Ausgestaltung eines Grundeinkommens: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweisen der negativen Einkommenssteuer als rückwärtiges Steuersystem und der Sozialdividende als universellen Transfer für alle Bürger.

3. Die Einbettung des Bedingungslosen Grundeinkommens im Konzept des Wohlfahrtsstaats: Hier wird das Konzept des Post-Produktivistischen Wohlfahrtsstaats theoretisch hergeleitet und anhand der Niederlande als Referenzmodell hinsichtlich der Leistungsperformance analysiert.

4. Pro Argumente eines Bedingungslosen Grundeinkommens: Die Befürworter argumentieren primär mit der Existenzsicherung, der Entkoppelung von Arbeit und staatlicher Leistung sowie der ökologischen und feministischen Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens.

5. Kontra Argumente eines Bedingungslosen Grundeinkommens: Kritiker bemängeln die finanzielle Tragbarkeit, die drohende Entkopplung von Arbeit und Arbeitsplatz sowie die Gefahr einer sozialen Abwärtsspirale und des Wegfalls von bewährten Sozialversicherungen.

6. Sozialexperimente zur negativen Einkommenssteuerung: Dieses Kapitel wertet empirische Daten aus vier US-Sozialexperimenten zwischen 1968 und 1980 aus, um Auswirkungen auf das Arbeitsangebot und die Gesamtwirtschaft zu untersuchen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und betont die Schwierigkeit einer abschließenden objektiven Bewertung der Finanzierbarkeit und Stabilität bei einer Systemumstellung.

Schlüsselwörter

Bedingungsloses Grundeinkommen, Wohlfahrtsstaatstheorie, Negative Einkommenssteuer, Sozialdividende, Post-Produktivismus, Existenzsicherung, Sozialexperimente, Arbeitsmarkt, Vollbeschäftigung, Umverteilung, Armutsbekämpfung, Sozialversicherungen, Mehrwertsteuer, Politologie, Goodin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens und seine Einordnung in die Wohlfahrtsstaatstheorie sowie die kontroverse Debatte um dessen Einführung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Ausgestaltungsformen wie die negative Einkommenssteuer, die theoretische Kategorisierung als Post-Produktivistisches Modell und die Bewertung der Pro- und Kontraargumente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens politologisch zu analysieren und zu prüfen, ob es sich sinnvoll in die klassische Wohlfahrtsstaatstheorie einbetten lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse politologischer und ökonomischer Theorien sowie die Auswertung empirischer Daten aus Sozialexperimenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Finanzierungsmodelle, die theoretische Einordnung nach Goodin, die Diskussion der Argumente beider Seiten und die Auswertung historischer Experimente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind das bedingungslose Grundeinkommen, Wohlfahrtsstaat, Post-Produktivismus, negative Einkommenssteuer und Existenzsicherung.

Warum werden die Niederlande als Fallbeispiel angeführt?

Die Niederlande dienen als Referenzmodell für einen Post-Produktivistischen Wohlfahrtsstaat, da sie hohe Sozialausgaben mit einem Paradigmenwechsel und einer hohen Teilzeitquote verbinden.

Welches Fazit zieht der Autor zur Finanzierbarkeit?

Der Autor bezweifelt, dass der Staatshaushalt ein Grundeinkommen bei langfristig zu erwartenden drastischen Reduktionen des Arbeitsangebots tragen kann, und sieht die Gefahr für bestehende Sozialversicherungen.

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Detalles

Título
Das bedingungslose Grundeinkommen. Ausgestaltung sowie mögliche Einbettung in das Konzept der Wohlfahrtsstaatstheorie
Universidad
University of Bern  (Institut für Politikwissenschaften)
Calificación
1.5
Autor
Michael Obrist (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
18
No. de catálogo
V210395
ISBN (Ebook)
9783668270473
ISBN (Libro)
9783668270480
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bedingungsloses Grundeinkommen BGE Einkommen Mindestlohn Wohlfahrtstaat Politikwissenschaft Armut Lohn Arbeit Freizeit Einkommenssteuer negative götz Sozialstaat Staat Beschäftigung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Obrist (Autor), 2013, Das bedingungslose Grundeinkommen. Ausgestaltung sowie mögliche Einbettung in das Konzept der Wohlfahrtsstaatstheorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210395
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