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Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennung von Unternehmenskrisen in Jahresabschlüssen

Am Beispiel der manroland AG

Titre: Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennung von Unternehmenskrisen in Jahresabschlüssen

Thèse de Master , 2012 , 87 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Wolfgang Schneid (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Am 25.11.2011 verkündete die manroland AG die größte Firmenpleite der vergangenen zwei Jahre in Deutschland. Die drohende Zahlungsunfähigkeit des renommierten Druckriesen war trotz der finanziell angespannten Branchensituation ein Schock. Die Altgesellschafter MAN SE und ALLIANZ SE verweigerten zu diesem Zeitpunkt weitere vor allem finanzielle Unterstützung der manroland AG.
Die Branche kämpft seit mehreren Jahren mit rückläufigen Umsätzen v.a. auf Grund technologischer Entwicklungen. Der geplante Verkauf bzw. die Fusion mit dem größten Wettbewerber, der Heidelberger Druckmaschinen AG, und ein geplanter Börsengang platzten vor mehreren Jahren. Als Hauptgrund der Insolvenz führte die Unternehmensleitung die Finanzkrise und die damit verbundenen Folgen an.
Besteht für externe Stakeholder die Notwendigkeit, Informationen über die wirtschaftliche Lage der manroland AG zu generieren, so bietet der Jahresabschluss dazu grundsätzlich die Möglichkeit. Um aber ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der manroland AG zu erhalten, reicht es nicht aus, allein den Jahresabschluss zu betrachten. Es ist vielmehr notwendig, die Jahresabschlüsse zu zerlegen, die Informationen umzusortieren und verschiedene Kennzahlenvergleiche anzustellen, um eine aussagekräftige Bilanzanalyse der manroland AG zu gewährleisten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

1.3. Gang der Untersuchung

1.4. Definition

2. Vorstellung der manroland AG

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen der manroland AG

2.2. Rechtliche Rahmenbedingungen der manroland AG

3. Erfassung der Daten aus dem Geschäftsbericht

3.1. Grundlagen der Datenerfassung

3.2. Die Erfassung der Posten der Bilanz

3.3. Die Erfassung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

3.4.1 Der ordentliche Betriebserfolg

3.4.2 Der Finanz- und Verbunderfolg

3.4.3 Der außerordentliche Erfolg

3.4.4 Der Bewertungserfolg

3.4.1 Die Berechnung der Cashflows

4. Kennzahlenbildung und -interpretation

4.1. Die Analyse der Vermögenslage

4.1.1 Die Analyse der Vermögensstruktur

4.1.2 Die Analyse des Anlagevermögens

4.1.4 Teilurteil zur Vermögenslage der manroland AG

4.1.3 Die Analyse des Umlaufvermögens

4.2. Die Analyse der Finanzlage

4.2.1 Die Analyse der Kapitalstruktur

4.2.2 Die Analyse der horizontalen Bilanzstruktur

4.2.3 Zahlungsstromorientierte Analyse der Finanzlage

4.2.4 Teilurteil zur Finanzlage der manroland AG

4.3. Die Analyse der Erfolgslage

4.3.1 Die Erfolgsquellenanalyse

4.3.2 Die Rentabilitätskennzahlen

4.3.3 Die Analyse der Ertrags- und Aufwandsstruktur

4.3.4 Teilurteil zur Erfolgslage der manroland AG

4.4. Segmentorientierte Analyse

5. Qualitative Analyse der Jahresabschlüsse

5.1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

5.2. Änderung der Methoden im Vergleich zum Vorjahr

5.3. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

5.4. Sonstige Zusatzinformationen

5.5. Semiotische Bilanzanalyse

5.6. Teilurteil zur qualitativen Analyse

6. Das Saarbrücker Modell

6.1. Quantitativer Teil

6.2. Qualitativer Teil

7. Bildung eines Gesamturteils

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht anhand einer Fallstudie der manroland AG, ob deren Insolvenz mittels bilanzanalytischer Instrumente frühzeitig hätte erkannt werden können, wobei die Perspektive eines Fremdkapitalgebers eingenommen wird, um die zukünftige Zahlungsfähigkeit und Bestandsfestigkeit des Unternehmens zu bewerten.

  • Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mittels Kennzahlensystemen.
  • Einsatz des Saarbrücker Modells zur kombinierten quantitativen und qualitativen Bilanzbewertung.
  • Vergleich der manroland AG mit der König & Bauer AG als Branchen-Benchmark.
  • Untersuchung bilanzpolitischer Maßnahmen und deren Neutralisierung für eine objektivere Sicht.

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Die Berechnung der Cashflows

Der Cashflow gilt viel mehr als verlässlicher Indikator der Ertragslage eines Unternehmens als der Periodengewinn, da er weitaus weniger von den wichtigsten bilanzpolitischen Einflussgrößen Ab- bzw. Zuschreibungen sowie Zuführung bzw. Auflösung von Rückstellungen beeinflussbar ist. Der Cashflow kann i.d.R. nicht direkt aus dem Jahresabschluss entnommen werden außer bei Unternehmen, welche nach § 297 Abs. 1 HGB zur Aufstellung einer Kapitalflussrechnung verpflichtet sind oder diese freiwillig angeben.56

Der Cashflow wird anhand des Cashflow-Statements in den Anhangsangaben dargestellt. Bei der manroland AG waren die Angaben im Berichtsjahr 2010 detailliert in den Anhangsangaben erläutert.57 Dahingegen wurden in den Vorjahren die einzelnen Teilbereiche nur mangelhaft dargestellt. Der Bruttocashflow wurde anhand der indirekten Cashflow-Definition ermittelt. Werden hiervon noch die Veränderungen des Net Working Capital abgezogen, erhält man den Netto-Cashflow.58 Der Netto-Cashflow ist in den Jahresabschlüssen angegeben und wurde zur weiteren Berechnung herangezogen. Eindeutige Angaben zum Cashflow aus investiver Tätigkeit und Finanzierungstätigkeit fehlten und wurden aus den Jahresabschlussdaten näherungsweise ermittelt. Die Cashflowrechnung der manroland AG gestaltet sich auf Grund fehlender eindeutiger Angaben folgendermaßen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Insolvenz der manroland AG und definiert das Ziel, die Vorhersehbarkeit dieser Krise durch externe Bilanzanalyse zu prüfen.

2. Vorstellung der manroland AG: Systematisiert die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens für den Untersuchungszeitraum.

3. Erfassung der Daten aus dem Geschäftsbericht: Erläutert die einheitliche Aufbereitung von Bilanz- und GuV-Daten sowie die methodische Vorgehensweise bei der Cashflow-Berechnung.

4. Kennzahlenbildung und -interpretation: Behandelt die Bildung kreativer Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Erfolgslage inklusive Arbeitshypothesen.

5. Qualitative Analyse der Jahresabschlüsse: Untersucht bilanzpolitische Spielräume und ergänzende Informationen im Anhang und Lagebericht.

6. Das Saarbrücker Modell: Stellt das Scoring-Modell zur ganzheitlichen Ertragsstärkenbewertung vor und wendet es auf die manroland AG an.

7. Bildung eines Gesamturteils: Interpretiert die Kennzahlenergebnisse zusammenfassend, um die Bestandsgefährdung der manroland AG zu bewerten.

8 Fazit: Beantwortet die Forschungsfrage und zieht eine Schlussfolgerung zu den Möglichkeiten und Grenzen der Bilanzanalyse im Kontext von Unternehmenskrisen.

Schlüsselwörter

Bilanzanalyse, Jahresabschlussanalyse, manroland AG, Insolvenzfrüherkennung, Kennzahlen, Vermögenslage, Finanzlage, Erfolgslage, Cashflow, Saarbrücker Modell, Bilanzpolitik, Bestandsfestigkeit, Eigenkapitalquote, Rentabilität, Liquidität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Insolvenz der manroland AG und prüft, ob diese Krise durch bilanzanalytische Instrumente im Zeitraum 2006 bis 2010 bereits früher für externe Stakeholder erkennbar gewesen wäre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Aufbereitung von Jahresabschlussdaten, die Bildung aussagekräftiger Kennzahlen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die qualitative Bewertung von Bilanzierungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Bestandsfestigkeit der manroland AG zu beurteilen und festzustellen, inwieweit externe Analysen die drohende Zahlungsunfähigkeit hätten prognostizieren können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die quantitative Bilanzanalyse, ergänzt durch qualitative Analysemethoden und das "Saarbrücker Modell" als Scoring-Verfahren für eine ganzheitliche wirtschaftliche Lagebeurteilung.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufbereitung des Datenmaterials, die detaillierte Analyse der Teillagen (Vermögen, Finanzen, Erfolg) mittels Kennzahlen und die qualitative Untersuchung bilanzpolitischer Maßnahmen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bilanzanalyse, Kennzahlen, manroland AG, Insolvenzfrüherkennung, Cashflow und Bestandsfestigkeit charakterisiert.

Warum wurde die König & Bauer AG als Vergleichsunternehmen gewählt?

Die König & Bauer AG dient als renommierter Wettbewerber im Maschinenbau, der die Branchenkrise besser gemeistert hat, und bietet somit eine Benchmark zur Einordnung der Ergebnisse.

Welche Rolle spielt das "Saarbrücker Modell" in der Analyse?

Es fungiert als Scoring-Modell, das quantitative Kennzahlen und qualitative Bilanzpolitik kombiniert, um die manroland AG objektiv als "außergewöhnlich ertragsschwach" einzustufen.

Wie bewertet der Autor die Rolle bilanzpolitischer Maßnahmen?

Der Autor betont, dass Bilanzpolitik die wirtschaftliche Lage verschleiern kann und daher durch "kreative Kennzahlenbildung" neutralisiert werden muss, um ein realistisches Bild des Unternehmens zu erhalten.

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Résumé des informations

Titre
Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennung von Unternehmenskrisen in Jahresabschlüssen
Sous-titre
Am Beispiel der manroland AG
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Cours
International Accounting
Note
1,0
Auteur
Wolfgang Schneid (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
87
N° de catalogue
V210529
ISBN (ebook)
9783656380238
ISBN (Livre)
9783656380658
Langue
allemand
mots-clé
IFRS HGB; Bilanzanalyse Accounting MAN ROLAND Rentabilitätsanalyse Erfolgsanalyse Kennzahlenbildung Kennzahleninterpretation Cashflow Zahlungsströme Bilanzstruktur König & Bauer Saarbrücker Modell ROI Return on BilMoG Künstliche Neuronale Netze NWC Net Working Capital Insolvenz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Wolfgang Schneid (Auteur), 2012, Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennung von Unternehmenskrisen in Jahresabschlüssen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210529
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