Die Identität im Spannungsfeld kultureller Globalisierung: "Braucht der Mensch Grenzen?"


Hausarbeit, 2011

11 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung
1.1 Thematik und Fragestellung
1.2 Vorgehensweise

2.0 Die Identität des Individuums
2.1 Merkmale von Identität

3.0 Auswirkungen der Globalisierung auf die personelle und soziale Identität
3.1 Kosmopolitismus und Identität

4.0 Transkulturalität als Lösungsansatz – Ein Fazit

5.0 Literaturverzeichnis

1.0 Einleitung

[…] „Die Welt und die Art sie zu begreifen ändert sich. Diese Aussage gilt nicht nur im Zeitalter des 21. Jahrhunderts, sondern lässt sich sozioökonomisch vielmehr als ein laufender und immer währender Prozess verstehen, der die Menschheit von je her begleitet. Durch Fortschritt in Technik und Wissen änderten sich zweifelsohne Zielvorstellungen, Umwelt sowie die Gesellschaft, im Verlauf der Jahrhunderte.“ (Berger 2008, S. 1) Bemerkenswert ist jedoch, in welcher rasanten Art und Weise sich diese Veränderungen in der heutigen Zeit vollziehen. […] „Durch die Globalisierungsprozesse von Ökonomie und Kommunikation, durch internationalen

Handel, neue Medien und steigende Mobilität, entsteht zunehmend eine weltweit verbreitete Kultur ohne nationale Schranken, versehen mit universellen Bilderwelten und gleichen Mustern vor allem dargestellt in der Popularkultur. (Institut für Kulturpolitik 2004, S. 6)

1.1 Thematik und Fragestellung

Der Kosmopolitismus entpuppt sich heute im Zusammenhang mit der skizzierten Entwicklung fast als gesellschaftlicher Trend, obwohl er bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als herrliche Wunschvorstellung, welche jedoch für den Menschen zu groß und nicht fassbar ist, skizziert wurde. (Laube 1938, S. 88) Aktuell wird die Tendenz der kulturellen und zunehmend vernetzten Globalisierung zuspitzend als McDonaldisierung bezeichnet. (Ritzer 1995, S. 15) Da der Ursprung einer sich ausbreitenden Marktwirtschaft und Demokratisierung in den USA liegt, wird für diese Ausbreitung westlicher Konsum- und Kulturwaren oft synonym von Amerikanisierung gesprochen. (Institut für Kulturpolitik 2004, S.6)

In der Tat verhält es sich so, dass im schweizerischen Mittelland die gleichen Serien gesehen werden wie in New York, Tokio oder Bombay. Millionen von Barbiepuppen propagieren das Schönheits- und Lebensideal der weißen US-amerikanischen Mittelschicht. McDonalds gibt es nun nahezu überall auf der Welt, wie auch überall Blue Jeans getragen werden, Coca Cola getrunken und Marlboro geraucht wird. (Ritzer 1995, S. 18 ff) All diese Markenzeichen der westlichen Welt, welche auf dem gesamten Erdball bekannt sind, gelten gemeinhin als Symbole für Wohlstand,

Frieden, zunehmende Vernetzung und eine gemeinsame Kultur. Dieser Deckmantel lässt die Globalisierung als eine makellose Schönheit daherkommen, welche der gesamten Menschheit zu Gute kommt. Die Welt wird kleiner, freier und Grenzen verwischen zusehens, sowohl auf den Landkarten als auch in den Köpfen. Bei genauerer Betrachtung bekommt diese vollkommen scheinende Harmonie jedoch ins Wanken, denn die rasante gesellschaftliche Veränderung bedeutet für viele Menschen gleichzeitig eine zunehmende Dynamik der Lebensverhältnisse.

Tradierte und unumstößlich scheinende Regelmäßigkeiten, sowie alles Stabile und scheinbar gesicherte, gerät in Bewegung. Für das einzelne Individuum bedeutet dies vor allem erhöhte Mobilität und Flexibilität. (vgl. Keupp 2010, S. 1) Dies kann man sich sehr einfach am deutschen Berufsbild verdeutlichen. Galt der Beruf bisher […] „als ein gesellschaftlicher Stabilitäts- und Identitätsanker“ (Dostal 2006, S. 21), mit dessen Erlernung die Sicherung des eigenen Lebensstandards einherging, scheint dieser Lebensstandart aus heutiger Sicht massiv bedroht, wenn das Individuum nicht dazu bereit ist sich ständig weiterzubilden und wenn nötig auch den Arbeitsstandort zu wechseln. (Berger 2010, S. 3)

Gesichert scheint in diesem Zusammenhang nur, dass sich kein Mensch der sich abzeichnenden revolutionären Umwälzung entziehen kann. Aus diesem Grund soll die vorliegende Arbeit die negativen Erscheinungen und Folgen der Globalisierung knapp skizzieren. Dies soll mit besonderem Fokus auf den mit ihr einhergehenden gesellschaftlichen Identitätsverlust geschehen. Dies wird mit Hilfe der so entstehenden Erkenntnisse und anhand der einschlägigen Literatur dazu dienen einige knapp dargestellte Lösungsansätze zur vorliegenden Problematik zu generieren.

1.2 Vorgehensweise

Zunächst ist es unumgänglich, die Identität und deren Merkmale im Kontext der Globalisierung zu untersuchen. Dabei soll skizziert werden, welche Merkmale Identität hat. Darauf folgend, soll speziell auf die Globalisierung bzw. die aufgekommene kosmopolitische Euphorie und deren Negativfolgen für die Identitätsbildung eingegangen werden. Hier sollen vor allem die Phänomene der

Glokalisierung und die Hybridisierung von Kulturen untersucht werden. Im Anschluss darauf werden weiterführende Implikationen für den weiteren Diskurs im Rahmen kultureller Globalisierung aufgezeigt. Die bis dahin gewonnen Erkenntnisse werden zum Ende dazu genutzt, Lösungsansätze, Strategien und Perspektiven aufzuzeigen, welche eine Identitätsfindung in einer pluralisierten Welt, trotz der dargestellten Bedingungen begünstigen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die Identität im Spannungsfeld kultureller Globalisierung: "Braucht der Mensch Grenzen?"
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V210573
ISBN (eBook)
9783656383161
ISBN (Buch)
9783656384014
Dateigröße
531 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
identität, spannungsfeld, globalisierung, braucht, mensch, grenzen
Arbeit zitieren
Thomas Berger (Autor), 2011, Die Identität im Spannungsfeld kultureller Globalisierung: "Braucht der Mensch Grenzen?", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210573

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