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Probleme der Bestimmung eines Buchbegriffs in der Moderne anhand von eBooks, Hörbüchern und Print on Demand

Título: Probleme der Bestimmung eines Buchbegriffs in der Moderne anhand von eBooks, Hörbüchern und Print on Demand

Trabajo de Seminario , 2009 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Dennis Schmolk (Autor)

Sociología - Comunicación
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Das abendländische Bildungsbürgertum steht auf, sobald es um die Abschaffung eines seiner traditionellen Traditionsgüter geht. Schon bei der Einführung erster digitaler Lesegeräte für Software-Texte in den 1990er Jahren las man in allen Feuilletons vom Grauen einer Welt ohne „das Buch“. Meistens vermieden die Autoren derartiger Artikel aber, zu präzisieren, was denn das Buch nun eigentlich ist; was sich hinter diesem mythenumwobenen Begriff verbirgt, und auch, was daran so schützenswert ist. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, warum die Antwort auf diese Fragen nicht ganz einfach ist.

Es wird zunächst von einer allgemeinen Bestimmung des Medienbegriffs nach Luhmann und Baecker – als theoretische Unterfütterung – aus versucht, darzustellen, was ein Kommunikationsmedium ausmacht und definiert. Darauf folgt ein erster Versuch, den Begriff „Buch“ in Aspekten zu fassen. Anhand ausgewählter Beispiele wird dann versucht, den Grenzbereich zwischen dem Medium Buch und anderen (aktuellen) Medien zu begehen und schließlich der eventuell neugewonnene Buchbegriff daraufhin untersucht, ob es sich bei ihm (noch) um eine Form der Luhmann’schen Massenmedien handelt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Der mediale Abgesang auf das Buch

2 Der Medienbegriff bei Niklas Luhmann und Dirk Baecker

2.1 Das Kommunikationsmedium

2.2 Der systemtheoretische Medienbegriff: Verbreitungsmedium und symbolisch generalisiertes Medium

2.3 Das Massenmedium

2.4 Dirk Baecker über Buchkommunikation

3 Probleme der Bestimmung eines Buchbegriffs

3.1 Aspekte des traditionellen Buchbegriffs

3.1.1 Das Buch als materielles Artefakt

3.1.2 Das Buch in seinem Doppelcharakter als Handels und Kulturgut

3.2 Definitionsprobleme in Beispielen

3.2.1 Unstrittige Beispiele: Kriminalroman, Lexikon, Ratgeber

3.2.2 Das eBook als technologischer Grenzfall

3.2.3 Das Hörbuch als sensorischer Grenzfall

3.2.4 Printing On Demand als institutioneller Grenzfall

3.3 Zusammenfassung und Resümmee

3.4 Ist das Buch ein Massenmedium?

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Definition des Buchbegriffs zu Beginn des 21. Jahrhunderts unter Berücksichtigung neuer Medientechnologien und systemtheoretischer Perspektiven.

  • Systemtheoretische Grundlagen des Medienbegriffs nach Luhmann und Baecker
  • Der Doppelcharakter des Buches als Handels- und Kulturgut
  • Abgrenzungsprobleme durch digitale Publikationsformen (eBook, Printing on Demand)
  • Sensorische Erweiterung des Buchbegriffs am Beispiel des Hörbuchs
  • Analyse des Buches als Massenmedium

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Das eBook als technologischer Grenzfall

Strittig wird die Definition als Buch jedoch schon in dem Moment, in dem dieses nicht mehr materiell vor dem Leser liegt, nicht mehr physisch greifbar ist. Schnell wird jedes Portable Document File, das im Web kursiert, zum „eBook“ stilisiert, nur weil es auf einem der (wenigen) handelsüblichen „eBook-Reader“ darstellbar und daher transportabel ist. Es herrscht eine gewaltige Begriffsverwirrung, angefangen bei der Tatsache, dass manchmal die Hardware (beispielsweise der kindle von Amazon), manchmal die Software (also die eigentlichen Buchdaten) als „eBook“ bezeichnet wird. Vielfach – so im Sachlexikon des Buches – wird ein elektronischer Kopierschutz als Kriterium angeführt.

Die Definition von eBooks als Buch, die außer elektronisch auch noch in gedruckter Form erscheinen, die also über eine physische Repräsentation sowie die oben genannten Formalia wie ISBN und Verlag (und damit idealerweise Lektorat) verfügen, ist weitgehend unkritisch, da hier lediglich der Distributionskanal geändert wird, das Medium an sich aber gleich bleibt. Bei allen rein digital, womöglich ohne Beteiligung eines Verlages publizierten Texten ist die Lage schon anders; hier existieren keine eindeutigen Kriterien. Man wird sicherlich eine gewisse Schöpfungshöhe sowie einen gewissen Umfang voraussetzen können, ebenso weit gefasste formale Bedingungen (etwa die Aufteilung des Textes auf mehrere Seiten und eine bedingt lineare Ordnung, womit das eBook vom klassischen Hypertext abgrenzbar wird). Eine denkbare Bedingung wäre auch, dass es sich beim eBook wie beim klassischen Buch um ein Objekt, also eine Datei, handeln muss. Damit wird das eBook abgrenzbar zu Websites und Hypertext-Dokumenten, die im Allgemeinen Texte in mehrere Dateien auslagern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der mediale Abgesang auf das Buch: Einleitung in die aktuelle Debatte um das Ende des Buches im digitalen Zeitalter und Darlegung der forschungsleitenden Fragestellung.

2 Der Medienbegriff bei Niklas Luhmann und Dirk Baecker: Theoretische Herleitung des Kommunikations- und Massenmedienbegriffs zur Vorbereitung der soziologischen Analyse.

3 Probleme der Bestimmung eines Buchbegriffs: Zentrale Auseinandersetzung mit traditionellen Merkmalen des Buches und den Grenzverschiebungen durch moderne Technologien.

4 Ausblick: Reflexion über die zukünftige Entwicklung und die Bedeutung des Buches in einer sich verändernden Kommunikationsgesellschaft.

Schlüsselwörter

Buchbegriff, Mediensoziologie, Niklas Luhmann, Dirk Baecker, Massenmedium, eBook, Hörbuch, Printing on Demand, Kommunikation, Selektion, Kulturgut, Systemtheorie, Medienentwicklung, Lektorat, Buchkommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert soziologisch, was wir unter einem Buch verstehen, wenn sich klassische Publikationsformen durch neue Technologien wandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die systemtheoretische Definition von Medien, den klassischen Buchbegriff sowie dessen Herausforderung durch elektronische und bedarfsgesteuerte Publikationsformen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich ein moderner Buchbegriff definieren lässt und ob das Buch im Sinne von Niklas Luhmann als Massenmedium gelten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Ansatz gewählt, der auf der Systemtheorie von Niklas Luhmann und den Arbeiten von Dirk Baecker basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den traditionellen Buchbegriff und untersucht Grenzfälle wie eBooks, Hörbücher und Printing on Demand hinsichtlich ihrer Buchtypizität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Buchbegriff, Systemtheorie, Massenmedium, Selektion und technologische Transformation.

Warum wird das Hörbuch als "sensorischer Grenzfall" bezeichnet?

Es wird so bezeichnet, da es buchtypische Inhalte vermittelt, jedoch nicht mehr als visuell lesbares, sondern als auditiv wahrnehmbares Medium vorliegt.

Welche Rolle spielt die Selektion für den Buchbegriff?

Die Selektion durch Verlage und Lektoren wird als zentrales Merkmal identifiziert, das "buchwürdige" Inhalte von anderen Informationen trennt und den Buchcharakter konstituiert.

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Detalles

Título
Probleme der Bestimmung eines Buchbegriffs in der Moderne anhand von eBooks, Hörbüchern und Print on Demand
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Curso
Das journalistische Feld
Calificación
1,0
Autor
Dennis Schmolk (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
13
No. de catálogo
V210595
ISBN (Ebook)
9783656383062
ISBN (Libro)
9783656384021
Idioma
Alemán
Etiqueta
mediensoziologie journalismus buch medientheorie buchbegriff dirk baecker niklas luhmann systemtheorie doppelcharakter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dennis Schmolk (Autor), 2009, Probleme der Bestimmung eines Buchbegriffs in der Moderne anhand von eBooks, Hörbüchern und Print on Demand, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210595
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