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Max Webers These vom Einfluss des protestantischen (Arbeits-)Ethos auf die Entwicklung des Kapitalismus in Westeuropa

Kritik an Ludger Wößmanns und Sascha Beckers bildungsökonomischen Erklärungsversuchen

Titre: Max Webers These vom Einfluss des protestantischen (Arbeits-)Ethos auf die Entwicklung des Kapitalismus in Westeuropa

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Dennis Schmolk (Auteur)

Sociologie - Généralités et Théories
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Grundsätzlich bedarf jede wissenschaftliche Theorie der empirischen Überprüfung (oder zumindest der Überprüfbarkeit), um als „wissenschaftlich“ gelten zu können. Dies gilt selbstredend auch für die Geistes- und Sozialwissenschaften, also auch für die Soziologie.

Die folgende Arbeit versucht, eine bildungsökonomische Kritik an Webers
empirischen Methoden bei der Erstellung seines Hauptwerks „Die protestantische
Ethik und der Geist des Kapitalismus“ darzustellen und aufzuzeigen,
inwieweit diese Kritik auch zu einer Kritik der Theorie führen muss. Ziel
dieser Arbeit ist eine kritische Würdigung der daraus entstehenden neuen
Perspektiven auf Webers Werk und abschließend der Versuch, aufzuzeigen,
was von diesem weiterhin Gültigkeit hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Soziologische Theorien auf dem empirischen Prüfstand

2 Neue Perspektiven in der Diskussion von Max Webers Schrift „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“

2.1 Webers These vom Einfluss der Konfession auf die wirtschaftliche Situation

2.1.1 Wissenschaftshistorische Vorbemerkung

2.1.2 Die protestantische Ethik

2.1.3 Der Geist des Kapitalismus: Webers Darstellung des modernen Kapitalisten

2.2 Ludger Wößmanns und Sascha Beckers Erklärung über die Drittvariable „Bildung“

2.2.1 Exkurs: Drittvariablen in der empirischen Sozialforschung

2.2.2 Wößmanns und Beckers Methodik

2.2.3 Ergebnisse: Bildung erklärt die Einkommensunterschiede von Protestanten und Katholiken

2.3 Kritik an der Methode Wößmanns und Beckers

2.3.1 Cui bono: Einsichten aus der Bildungsökonomie

2.3.2 Das Ethos als Ursache des Schulfleißes

2.3.3 Was bleibt von Webers These?

3 Abschließende Gedanken

3.1 Theologische Probleme

3.2 Forschungsfeld: Der Kapitalismus als Religion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die bildungsökonomischen Erklärungsversuche von Ludger Wößmann und Sascha Becker zur ökonomischen Überlegenheit von Protestanten, welche Max Webers klassische These vom protestantischen Arbeitsethos in Frage stellen, und analysiert deren soziologische Relevanz sowie die Grenzen rein ökonomischer Erklärungsmodelle.

  • Max Webers „Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ im Kontext moderner empirischer Kritik.
  • Die Rolle von Bildung als Drittvariable bei der Erklärung von Einkommensunterschieden.
  • Methodenanalyse bildungsökonomischer Re-Analysen soziologischer Klassiker.
  • Soziologische Reflexion über die Grenzen des Humankapital-Konzepts.
  • Perspektiven zur Fortführung der Religionssoziologie im Hinblick auf den modernen Kapitalismus.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die protestantische Ethik

Eine grundsätzliche Prämisse, deren Kritik auch zentrales Ergebnis der Studien von Wößmann und Becker ist, fasst Dirk Käsler in seiner Weber-Biographie wie folgt zusammen:

[D]ie Prämisse, daß der subjektiv gemeinte Sinn einzelner handelnder Individuen, über die Aggregation in sozialen Gruppen, ein zentral wichtiger Bestandteil sozio-ökonomischer Wirklichkeit ist, und daher für das wissenschaftliche Verstehen von ebenso großer Bedeutung.

Das Spezifische der protestantischen Ethik als „subjektiv gemeinter Sinn“ ist nun nach Weber, dass sie eine Arbeitsethik darstelle. Eine innere Neigung zur ökonomischen Rationalität wird nicht nur legitimiert, sie wird für ein tugendhaftes Leben vorausgesetzt. Es gibt eine „Verpflichtung des Einzelnen gegenüber dem als Selbstzweck vorausgesetzten Interesse an der Vergrößerung seines Kapitals“, wie Weber schreibt (S. 33).

[D]aß hier nicht einfach Lebenstechnik, sondern eine eigentümliche »Ethik«gepredigt wird, deren Verletzung nicht nur als Torheit, sondern als eine Art von Pflichtvergessenheit behandelt wird: dies vor allem gehört zum Wesen der Sache. Es ist nicht nur Geschäftsklugheit, die da gelehrt wird — dergleichen findet sich auch sonst oft genug: — es ist ein E t h o s, welches sich äußert, und in eben d i e s e r Qualität interessiert es uns.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Soziologische Theorien auf dem empirischen Prüfstand: Einführung in die Notwendigkeit empirischer Überprüfbarkeit soziologischer Theorien und Skizzierung des Untersuchungsziels.

2 Neue Perspektiven in der Diskussion von Max Webers Schrift „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“: Darstellung der klassischen Weber-These und der konkurrierenden bildungsökonomischen Erklärung durch Wößmann und Becker.

3 Abschließende Gedanken: Kritische Reflexion der Ergebnisse sowie Ausblick auf die Bedeutung der Religionssoziologie für das Verständnis des Kapitalismus als Religion.

Schlüsselwörter

Max Weber, Protestantische Ethik, Bildungsökonomie, Ludger Wößmann, Sascha Becker, Humankapitaltheorie, Drittvariable, empirische Sozialforschung, Arbeitsethik, Kapitalismus, Religionssoziologie, Walter Benjamin, Einkommensunterschiede, soziologische Theorie, Literalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um Max Webers „Protestantische Ethik“ und bewertet die moderne bildungsökonomische Kritik, die ökonomische Erfolge von Protestanten eher auf Bildung zurückführt als auf religiöses Ethos.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Religionssoziologie, die Bildungsökonomie und die methodische Kritik an historischen soziologischen Studien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Würdigung der bildungsökonomischen Einwände gegen Weber und die Beantwortung der Frage, was von Webers soziologischer Theorie nach der empirischen Re-Analyse bestehen bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine methodenkritische Analyse soziologischer und ökonomischer Datenquellen sowie einen theorievergleichenden Ansatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Webers These, die Erläuterung der ökonomischen Drittvariablen-Hypothese von Wößmann/Becker sowie eine detaillierte Kritik dieser ökonomischen Methode.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Protestantismus, Arbeitsethik, Humankapital, Drittvariable und der soziologische Kapitalismusbegriff.

Warum ist die Analyse von Ökonomen für einen Soziologen interessant?

Weil sie aufzeigt, wie unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen (Soziologie vs. Ökonomie) dasselbe historische Phänomen mit völlig anderen Zielsetzungen und methodischen Vorannahmen interpretieren.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich Webers „Geist des Kapitalismus“?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass selbst wenn Bildung ein wichtiger Erklärungsfaktor ist, Webers soziologische Analyse des Zusammenhangs zwischen geistigen Strömungen und gesellschaftlichen Strukturen ihre grundsätzliche Relevanz behält.

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Résumé des informations

Titre
Max Webers These vom Einfluss des protestantischen (Arbeits-)Ethos auf die Entwicklung des Kapitalismus in Westeuropa
Sous-titre
Kritik an Ludger Wößmanns und Sascha Beckers bildungsökonomischen Erklärungsversuchen
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Cours
Marx – Weber – Bourdieu
Note
1,3
Auteur
Dennis Schmolk (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
14
N° de catalogue
V210598
ISBN (ebook)
9783656381549
ISBN (Livre)
9783656382706
Langue
allemand
mots-clé
Daniel Dravenau Max Weber Kapitalismus Arbeitsethos Protestantismus Bildungsökonomie Ludger Wößmann Sascha Becker
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dennis Schmolk (Auteur), 2009, Max Webers These vom Einfluss des protestantischen (Arbeits-)Ethos auf die Entwicklung des Kapitalismus in Westeuropa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210598
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Extrait de  14  pages
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