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Der Neofunktionalismus und der Intergouvernementalismus: Eine Erklärung des Europäischen Integrationsprozess am Beispiel des Schengenabkommens

Título: Der Neofunktionalismus und der Intergouvernementalismus: Eine Erklärung des Europäischen Integrationsprozess am Beispiel des Schengenabkommens

Trabajo , 2008 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.A. Susann Grune (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Seit Anfang des Jahres 2008 besteht mit dem Verzicht auf Grenzkontrollen in Ländern wie Ungarn und Polen, die seit 2004 zur Europäischen Union (EU) gehören, in weiten Teilen des europäischen Festlands Reisefreiheit. Dieses Ereignis wurde vom deutschen Bundesinnenminister Schäuble im Dezember 2007 mit folgenden Worten gewürdigt: "Es wird mehr Freiheit geben und nicht weniger Sicherheit. Deshalb können wir uns auf die Schengen-Erweiterung und ein weiter zusammenwachsendes Europa freuen.“1 Mit Abstand zu dieser anfänglicher Euphorie konzentriert sich die Schwerpunktsetzung in dieser Ausarbeitung auf sicherheitspolitische Aspekte des nationalen Souveränitäts-transfers. Wesentlich verkürzt werden demnach Überlegungen zu historischen Details des Schengenabkommens sowie zu einzelnen Durchführungsbestimmungen und zu landesspezifischen Vor- und Nachteilen des Schengen-Raums erörtert. Diese Eingrenzung auf das Sicherheitsthema ist relevant in Zeiten der organisierten Kriminalität, der illegalen Migration, des Menschenhandels und besonders durch die Herausforderung des internationalen Terrorismus weder von Nationalstaaten noch von supranationalen Organisationen wie die EU unter-schätzt werden darf. Bleibt die Frage, wie es sich aus theoretischer Perspektive erklären lässt, warum eine Einigung auf diesem Gebiet nicht über den Europäischen Rat erfolgt ist und erst mit dem Schengenabkommen Blockaden von bestimmten EU-Mitgliedern überwunden wurde. Diese Vorüberlegungen bilden die Basis für die Konzeptualisierung der folgenden Fragestellung: Warum ist eine Integration in bestimmten Politikfeldern, die sich z. B. auf staatliche Aussengrenzen auswirkt, schwieriger als eine Vergemeinschaftung von wirtschaftlichen Bereichen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Dient das Schengenabkommen dem europäischen Integrationsprozess?

2. Der Neofunktionalismus und die Europäische Integration der 50er Jahre

3. Der Intergouvernementalismus und Integrationskrisen der 60er Jahre

4. Stärken- und Schwächenprofil beider Integrationsstrategien

5. Integrationserfolge und -rückschritte innerhalb des Schengenabkommens

6. Annäherung an die Wirklichkeit durch eine Theoriekombination?

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den europäischen Integrationsprozess unter Anwendung der Theorien des Neofunktionalismus und des Intergouvernementalismus am konkreten Beispiel des Schengenabkommens, um zu klären, warum Integration in bestimmten Politikfeldern komplexer verläuft als in rein wirtschaftlichen Bereichen.

  • Analyse neofunktionalistischer Integrationsansätze in den 1950er Jahren
  • Untersuchung intergouvernementalistischer Krisenphänomene der 1960er Jahre
  • Gegenüberstellung der Stärken und Schwächen beider Integrationstheorien
  • Bewertung des Schengenabkommens als Fallbeispiel für Integrationsdynamiken
  • Reflektion über die Notwendigkeit einer Theoriekombination zum Verständnis komplexer Integrationsprozesse

Auszug aus dem Buch

1. Dient das Schengenabkommen dem europäischen Integrationsprozess?

Seit Anfang des Jahres 2008 besteht mit dem Verzicht auf Grenzkontrollen in Ländern wie Ungarn und Polen, die seit 2004 zur Europäischen Union (EU) gehören, in weiten Teilen des europäischen Festlands Reisefreiheit. Dieses Ereignis wurde vom deutschen Bundesinnenminister Schäuble im Dezember 2007 mit folgenden Worten gewürdigt: "Es wird mehr Freiheit geben und nicht weniger Sicherheit. Deshalb können wir uns auf die Schengen-Erweiterung und ein weiter zusammenwachsendes Europa freuen." Mit Abstand zu dieser anfänglicher Euphorie konzentriert sich die Schwerpunktsetzung in dieser Ausarbeitung auf sicherheitspolitische Aspekte des nationalen Souveränitätstransfers. Wesentlich verkürzt werden demnach Überlegungen zu historischen Details des Schengenabkommens sowie zu einzelnen Durchführungsbestimmungen und zu landesspezifischen Vor- und Nachteilen des Schengen-Raums erörtert. Diese Eingrenzung auf das Sicherheitsthema ist relevant in Zeiten der organisierten Kriminalität, der illegalen Migration, des Menschenhandels und besonders durch die Herausforderung des internationalen Terrorismus weder von Nationalstaaten noch von supranationalen Organisationen wie die EU unterschätzt werden darf. Bleibt die Frage, wie es sich aus theoretischer Perspektive erklären lässt, warum eine Einigung auf diesem Gebiet nicht über den Europäischen Rat erfolgt ist und erst mit dem Schengenabkommen Blockaden von bestimmten EU-Mitgliedern überwunden wurde. Diese Vorüberlegungen bilden die Basis für die Konzeptualisierung der folgenden Fragestellung: Warum ist eine Integration in bestimmten Politikfeldern, die sich z. B. auf staatliche Aussengrenzen auswirkt, schwieriger als eine Vergemeinschaftung von wirtschaftlichen Bereichen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Dient das Schengenabkommen dem europäischen Integrationsprozess?: Die Einleitung führt in die Thematik der europäischen Integration ein, fokussiert auf das Schengenabkommen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Schwierigkeit der Integration in sicherheitsrelevanten Politikfeldern.

2. Der Neofunktionalismus und die Europäische Integration der 50er Jahre: Dieses Kapitel erläutert den neofunktionalistischen Ansatz, der durch funktionale Verdichtung und Spill-Over-Effekte die Integrationsdynamik der Nachkriegszeit zu erklären versucht.

3. Der Intergouvernementalismus und Integrationskrisen der 60er Jahre: Hier wird der Intergouvernementalismus als Gegenentwurf vorgestellt, der die Rolle der Nationalstaaten als zentrale Akteure bei der Bewältigung von Krisen und der Wahrung nationaler Interessen betont.

4. Stärken- und Schwächenprofil beider Integrationsstrategien: Es erfolgt eine kritische Abwägung der beiden Theorien, wobei aufgezeigt wird, dass keine der Strategien allein die Komplexität europäischer Integrationsprozesse vollständig erfassen kann.

5. Integrationserfolge und -rückschritte innerhalb des Schengenabkommens: Das Kapitel wendet die theoretischen Erkenntnisse auf das Schengenabkommen an und beleuchtet die Dynamik zwischen Stagnation und Integration bei der Abschaffung von Grenzkontrollen.

6. Annäherung an die Wirklichkeit durch eine Theoriekombination?: Die Schlussbetrachtung argumentiert für eine Synthese beider Theorien, um die Wechselhaftigkeit zwischen Souveränitätsschutz und Vergemeinschaftung besser verstehen zu können.

7. Literaturverzeichnis: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführender Literatur.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, Neofunktionalismus, Intergouvernementalismus, Schengenabkommen, Grenzkontrollen, Souveränität, Spill-Over, Europäische Union, Politikfelder, Krisenmanagement, Integrationsdynamik, Sicherheitspolitik, Institutionen, supranationale Organisationen, Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den europäischen Integrationsprozess und nutzt dazu die Theorien des Neofunktionalismus und des Intergouvernementalismus, um die Fortschritte und Hindernisse beim Schengenabkommen zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die sicherheitspolitische Zusammenarbeit in Europa, das Verhältnis zwischen nationaler Souveränität und supranationaler Integration sowie die Dynamiken bei der Aufhebung von Grenzkontrollen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, warum die Integration in Politikfeldern mit direktem Bezug zu staatlichen Außengrenzen deutlich schwieriger zu erreichen ist als in rein wirtschaftlich orientierten Bereichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die zwei klassische Integrationstheorien (Neofunktionalismus und Intergouvernementalismus) auf ein konkretes Fallbeispiel anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung der beiden Integrationsstrategien, deren vergleichende Bewertung sowie die Anwendung dieser Theorien auf die spezifische Entwicklung und die Hürden des Schengenabkommens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Europäische Integration, Neofunktionalismus, Intergouvernementalismus, Schengen-Raum, Souveränitätstransfer und Spill-Over-Effekte.

Warum wird im Kontext der 60er Jahre von der "Politik des leeren Stuhls" gesprochen?

Dieser Begriff bezeichnet eine Phase der Integrationskrise, in der Frankreich unter de Gaulle durch Boykottmaßnahmen versuchte, die supranationalen Tendenzen der EU zu bremsen und die nationale Souveränität zu stärken.

Wie bewertet die Autorin die Anwendung einzelner Theorien auf den Schengen-Prozess?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass weder eine rein neofunktionalistische noch eine rein intergouvernementalistische Perspektive ausreicht, um den komplexen Integrationsverlauf des Schengenabkommens vollumfänglich zu erklären.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Neofunktionalismus und der Intergouvernementalismus: Eine Erklärung des Europäischen Integrationsprozess am Beispiel des Schengenabkommens
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,3
Autor
M.A. Susann Grune (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
14
No. de catálogo
V210651
ISBN (Ebook)
9783656383468
ISBN (Libro)
9783656383956
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schengen und Reisefreiheit Europäische Integration Vergemeinschaftung EU Spill-over Effekte EU-Mitgliedstaaten Europäischer Rat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Susann Grune (Autor), 2008, Der Neofunktionalismus und der Intergouvernementalismus: Eine Erklärung des Europäischen Integrationsprozess am Beispiel des Schengenabkommens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210651
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