Die vorliegende deskriptive Hausarbeit des Moduls „Räumliche Planung“ befasst sich mit dem Thema Brachflächenrecycling. Gerade im Prozess des Strukturwandels gibt es immer größere, ungenutzte Flächen und einen analog dazu erhöhten Flächenbedarf der Industrie, aber auch der Wohnnutzung. Es liegt nahe, dass in der räumlichen Planung angesichts des Flächenbedarfs, diese Flächen in Hinblick auf eine Wiedernutzung eine wichtige Rolle spielen. Jedoch ist das Brachflächenrecycling mit ökologischen – z.B. den sogenannten Altlasten, ökonomischen und planerischen Problemen behaftet, auf die ich im Laufe dieser Arbeit eingehen möchte. Dazu werde ich zunächst neben einer Definition des Begriffs „Brachflächenrecycling“ die Entstehung von Brachflächen, die Probleme sowie die Auswirkungen auf die räumliche Planung erläutern. Anschließend möchte ich noch einige Lösungsvorschläge vorstellen, wie diese großen Flächenpotentiale sinnvoll genutzt werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Brachflächenrecycling
2.1 Definition
2.2 Entstehung und besondere Problemstellung von Brachflächen
2.3 Auswirkungen auf die Raum- und Stadtplanung
3 Lösungsansätze und Beispiele für eine erfolgreiche Brachflächensanierung
4 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Brachflächenrecyclings im Kontext des Strukturwandels und der räumlichen Planung, wobei insbesondere die ökologischen, ökonomischen und planerischen Herausforderungen bei der Wiedernutzung ungenutzter Flächen analysiert werden, um Möglichkeiten einer nachhaltigen Flächenentwicklung aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definition des Brachflächenrecyclings
- Ursachen für die Entstehung von Brachflächen und damit verbundene Altlastenproblematik
- Einfluss der Flächennutzung auf die kommunale Raum- und Stadtplanung
- Bewertung von Sanierungsstrategien und rechtlichen Rahmenbedingungen wie dem Bodenschutzgesetz
- Praxisbeispiel der Revitalisierung der Zeche Rheinelbe
Auszug aus dem Buch
2.2 Entstehung und besondere Problemstellung von Brachflächen
Die Gründe, dass eine genutzte Fläche zur Brachfläche wird sind sehr vielfältig. Dazu gehören z.B. das Fehlen von Erweiterungsflächen, aber auch Konzentrationsprozesse und Auflagen zum Immissionsschutz. (Kahnert 1992: 11). In vielen Fällen kommt es in Verbindung mit der industriellen Nutzung zu Kontaminationen bzw. Entstehung von Altlasten, etwa durch unkontrollierte Ablagerung und Versickerung von bedenklichen Industrieabfällen, die eine Gefährdung von Mensch und Umwelt darstellen (Kahnert 1987: 3). Diese wieder zu beseitigen kann sehr aufwändig und teuer sein (Altlastensanierung). Hinzu kommen weitere finanzielle Aspekte wie z.B. überzogene Preisvorstellungen beim Verkauf der Flächen sowie der Anreiz für Investoren sich auf Freiflächen anzusiedeln (Kahnert 1992: 14). Diese Ansiedlung auf der „grünen Wiese“ ist aus der Sicht der Unternehmen ökonomisch oftmals die bessere Alternative.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Strukturwandels ein und erläutert die Notwendigkeit des Brachflächenrecyclings aufgrund steigenden Flächenbedarfs und ökologischer sowie ökonomischer Hürden.
2 Brachflächenrecycling: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Flächenrecyclings, beleuchtet die Ursachen für die Entstehung von Brachflächen und erörtert die rechtlichen sowie planerischen Auswirkungen auf die Stadtentwicklung.
3 Lösungsansätze und Beispiele für eine erfolgreiche Brachflächensanierung: Hier werden verschiedene Sanierungsstrategien gegenübergestellt und anhand des erfolgreichen Beispiels der Zeche Rheinelbe in Gelsenkirchen veranschaulicht.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Chancen und Probleme des Brachflächenrecyclings zusammen und betont die Notwendigkeit einer stärkeren Einbindung von Investoren sowie die Ausweitung des Bodenschutzes.
Schlüsselwörter
Brachflächenrecycling, Strukturwandel, Altlasten, Flächennutzung, Raumplanung, Stadtplanung, Bodenschutzgesetz, Sanierung, Flächeninanspruchnahme, Nachhaltigkeit, Flächenmanagement, Investitionen, Zeche Rheinelbe, Bodensanierung, Flächenbedarf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit thematisiert die Herausforderungen und Potenziale des sogenannten Brachflächenrecyclings, insbesondere vor dem Hintergrund industrieller Strukturwandelprozesse in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Definition von Brachflächen, deren ökologische und ökonomische Problematik, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Flächensanierung sowie konkrete Beispiele für erfolgreiche Revitalisierungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über das Flächenrecycling zu geben und Lösungswege aufzuzeigen, wie ungenutzte Industriebrachen sinnvoll in den Wirtschafts- und Naturkreislauf wiedereingegliedert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung bestehender raumplanerischer Ansätze basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffsdefinitionen und die Ursachen für die Brachflächenentstehung erläutert, gefolgt von einer Analyse der Auswirkungen auf die Stadtplanung und einer Bewertung praktischer Sanierungsansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Brachflächenrecycling, Altlasten, Strukturwandel, Raumplanung, nachhaltige Flächennutzung und Bodenschutz.
Warum ziehen Unternehmen die „grüne Wiese“ oft dem Recycling von Brachflächen vor?
Unternehmen sehen in der Erschließung neuer Freiflächen häufig die ökonomisch attraktivere Alternative, da bei bestehenden Brachflächen oft hohe Kosten für die Altlastensanierung und infrastrukturelle Aufbereitungen anfallen.
Welche Bedeutung hat das Bundesgesetz zum Schutz des Bodens (BBodSchG) für das Thema?
Das Gesetz vereinheitlicht das Altlastenrecht in Deutschland und schafft einheitliche Prüfwerte für Schadstoffe, was die Planungssicherheit bei der Wiedernutzung von Flächen maßgeblich erhöht.
Welche Rolle spielt das Projekt „Zeche Rheinelbe“ in der Arbeit?
Die Zeche Rheinelbe dient als Best-Practice-Beispiel für erfolgreiches Brachflächenrecycling, bei dem durch eine Sanierung und ein Nachnutzungskonzept ökologische Altlasten beseitigt wurden und Raum für Handwerk, Kunst und Erholung entstand.
- Citar trabajo
- Konstantinos Theodorou (Autor), 2006, Brachflächenrecycling. Entstehung sowie Probleme und Auswirkungen auf die räumliche Planung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210733