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Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie

Title: Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie

Term Paper , 2001 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Dipl.-Psych. Adelheid Kühn (Author), Ellen Bröker (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Die ISTDP ist eine psychotherapeutische Methode, die von bereits ausgebildeten Therapeuten verschiedener Richtungen zusätzlich erlernt wird, aber kassenärztlich nicht zugelassen ist. Die Methode ist abgeleitet aus der Psychoanalyse und arbeitet im wesentlichen mit und in der Übertragung, wobei davon ausgegangen wird, daß der Patient bereits Übertragungsbereitschaft in die Therapie mitbringt, d.h. den Therapeuten als primäre Bezugsperson sieht. Übertragungsbereitschaft hat generell jeder Mensch. Entdeckt wurde dies von Freud und konsequent angewandt und umgesetzt hat dies Davanloo. Die Methode wird sehr kontrovers diskutiert und kann auch kontroverse Gefühle bei Beobachtern des Verfahrens auslösen, wie z.B. Faszination oder Aggression und Abwehr.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

GEMEINSAMKEITEN MIT DER PSYCHOANALYSE

UNTERSCHIEDE ZUR PSYCHOANALYSE

DIE ISTDP ZIELT AB AUF

INDIKATION

KONTRAINDIKATION

THEORETISCHER HINTERGRUND

PSYCHISCHE PHÄNOMENE

1. ABWEHRMECHANISMEN

2. ANGST

3. GEFÜHLE

SEKTFLASCHEN-PRINZIP BEIM ABBAU DER GEFÜHLE

INTERVENTIONEN: ZENTRALDYNAMISCHE SEQUENZ DER ISTDP

1. PROBETHERAPIE

2. INTERVENTIONSMETHODEN

3. THERAPIEPHASEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN

Phase 1: Befragung nach Schwierigkeiten

Phase 2: Druck auf unterdrückte Gefühle

Phase 3: Klären und Herausfordern der Abwehrmechanismen

Phase 4: Energischer Angriff auf Widerstände im Über-Ich

Phase 5: Intrapsychische Krise und erster Einblick in die Kernneurose

Phase 6: Systematische Analyse der Übertragungsgefühle und Exploration der Vergangenheit

Phase 7: Vervollständigung der Anamnese

Phase 8: Psychodynamische Formulierung und Therapieplanung

4. ZUGANGSWEGE ZUM UNBEWUSSTEN

5. ZUSÄTZLICHE TECHNIK FÜR SONDERFÄLLE

ANFORDERUNGEN AN DEN THERAPEUTEN

THERAPEUTISCHE HALTUNG BZW. AKTIVITÄT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt eine systematische Einführung in die Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) nach Habib Davanloo. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen dieses psychodynamischen Kurzzeitverfahrens, die spezifische Interventionsmethodik sowie die phasenorientierte Vorgehensweise bei der therapeutischen Arbeit mit dem Unbewussten darzulegen.

  • Theoretische Verankerung der ISTDP und Abgrenzung zur klassischen Psychoanalyse
  • Die zentralen psychischen Phänomene: Abwehrmechanismen, Angst und Gefühle
  • Die zentraldynamische Sequenz als Herzstück der therapeutischen Interventionen
  • Methoden zur Mobilisierung des Unbewussten und Arbeit mit dem Widerstand
  • Anforderungen an den Therapeuten und die Bedeutung der therapeutischen Haltung

Auszug aus dem Buch

Sektflaschen-Prinzip beim Abbau der Gefühle

Aufgrund ihrer Entstehung sind die vorgenannten psychischen Phänomene als hierarchische Schichten übereinander gelagert und werden beim Abbau in umgekehrter Reihenfolge bearbeitet.

Durch Interventionen werden Widerstände gegen das Ansteigen und Erleben der Gefühle gelockert und damit die Gefühle mobilisiert. In diesem Stadium zeigt sich ein Kribbeln im Magen oder ein flaues Gefühl (Angst) gefolgt von einem weiteren Körpergefühl, das sich in Art und Lokalisation deutlich von der Angst unterscheidet und als etwas Festes, ein Druck oder eine Kugel erlebt wird.

Bei korrekter konsequenter Anwendung der phasengerechten spezifischen Interventionen können sich diese Gefühle im Körper entlang der neuroanatomischen Bahnen ausbreiten und so abgeführt werden.

Nach Abfuhr der Angst fließt zunächst nur wütende Energie = mörderische Wut. Hierbei strömt je nach Patient und Mobilisierungsgrad eine bestimmte begrenzte Quantität an destruktiver Energie in bestimmter Qualität, entweder kurze einmalige Welle oder ein 1-2 Minuten dahinziehender Strom. Dieser wird begleitet von genauen spezifischen Handlungsvorstellungen wie: einfacher Mord, Mord mit Gegenstand, Quälerei, primitiver Mord, Lust Schmerzen zu bereiten und dann zu töten. Der Inhalt der Phantasien ist unerheblich, wichtig ist, dass die mobilisierte Energie deutlich und vollständig den Körper verlässt = Wut ist weg.

Zusammenfassung der Kapitel

GEMEINSAMKEITEN MIT DER PSYCHOANALYSE: Dieses Kapitel identifiziert die theoretischen Überschneidungen zwischen der ISTDP und der klassischen Psychoanalyse, insbesondere hinsichtlich der Arbeit mit dem Unbewussten und der Übertragung.

UNTERSCHIEDE ZUR PSYCHOANALYSE: Hier werden die spezifischen Modifikationen der ISTDP aufgezeigt, darunter der Fokus auf eine rasche Mobilisierung und die Vermeidung einer Übertragungsneurose.

DIE ISTDP ZIELT AB AUF: Dieses Kapitel definiert die zentralen therapeutischen Ambitionen, wie die Herausforderung von Widerständen und den direkten Zugang zum Unbewussten.

INDIKATION: Es wird dargelegt, für welche Störungsbilder die ISTDP geeignet ist.

KONTRAINDIKATION: Hier werden klare Grenzen für die Anwendung des Verfahrens bei bestimmten psychiatrischen Diagnosen benannt.

THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte der Methode und das Konzept des Konfliktdreiecks.

PSYCHISCHE PHÄNOMENE: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Grundbausteinen der ISTDP: Abwehrmechanismen, Angstphänomenologie und die energetische Natur von Gefühlen.

SEKTFLASCHEN-PRINZIP BEIM ABBAU DER GEFÜHLE: Das Kapitel beschreibt das schichtweise Modell des therapeutischen Prozesses und die Abfolge der emotionalen Entladung.

INTERVENTIONEN: ZENTRALDYNAMISCHE SEQUENZ DER ISTDP: Der Abschnitt bildet das Herzstück der Arbeit und beschreibt die acht Phasen der Behandlung sowie die spezifischen Techniken wie Druck und Herausforderung.

ANFORDERUNGEN AN DEN THERAPEUTEN: Hier wird das notwendige Profil eines ISTDP-Therapeuten skizziert, insbesondere im Hinblick auf Beobachtungsgabe und Handlungssteuerung.

THERAPEUTISCHE HALTUNG BZW. AKTIVITÄT: Dieses abschließende Kapitel definiert die essenziellen Prinzipien der therapeutischen Interaktion, wie Neutralität und aktive Konzentriertheit.

Schlüsselwörter

Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy, ISTDP, Habib Davanloo, Unbewusstes, Übertragung, Abwehrmechanismen, Angst, zentraldynamische Sequenz, Widerstand, therapeutische Allianz, Konfliktdreieck, emotionale Mobilisierung, psychodynamische Kurzzeittherapie, Kernneurose, Interventionsmethodik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die ISTDP, eine psychodynamische Kurzzeittherapie, die durch eine hohe therapeutische Aktivität und die direkte Arbeit am Unbewussten gekennzeichnet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Verfahrens, die Phänomenologie von Abwehr und Angst sowie die acht therapeutischen Phasen der Behandlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Vermittlung eines klaren Verständnisses darüber, wie durch gezielte Interventionen Widerstände abgebaut und der Zugang zu unbewussten Gefühlen beschleunigt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Das Verfahren basiert auf Davanloos entwickelter zentraldynamischen Sequenz, die durch die Analyse gefilmter Sitzungen objektiviert wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Konfliktdreieck, dem Sektflaschen-Prinzip beim Gefühlsumgang und der detaillierten Beschreibung der acht Phasen der Therapie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere ISTDP, Unbewusstes, Widerstand, Übertragung, Abwehrmechanismen und die zentraldynamische Sequenz.

Wie unterscheidet sich die ISTDP in der Arbeit mit der Angst von anderen Ansätzen?

Im Gegensatz zu Ansätzen, die Angst oft nur als Symptom betrachten, analysiert die ISTDP die Angst phänomenologisch und unterscheidet zwischen reifen und unreifen Abfuhrwegen, um die Belastbarkeit der psychischen Struktur zu testen.

Welche Rolle spielt der Blickkontakt in der ISTDP?

Der Blickkontakt zur vorgestellten Bezugsperson dient als Katalysator, um Emotionen zu intensivieren und den Transfer von der therapeutischen Situation auf die ursprünglichen Beziehungskonflikte zu erleichtern.

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Details

Title
Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie
College
University of Tubingen  (Psychologisches Institut)
Course
Spezielle Interventionsmethoden: Nutzung des Affektes
Grade
1
Authors
Dipl.-Psych. Adelheid Kühn (Author), Ellen Bröker (Author)
Publication Year
2001
Pages
17
Catalog Number
V21074
ISBN (eBook)
9783638247801
ISBN (Book)
9783638788656
Language
German
Tags
Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy Kurzzeittherapie Spezielle Interventionsmethoden Nutzung Affektes Davanloo ISTDP
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Psych. Adelheid Kühn (Author), Ellen Bröker (Author), 2001, Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21074
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