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Wahrheit und Denken in Paul Tillichs "Systematischer Theologie" von 1913

Titre: Wahrheit und Denken in Paul Tillichs "Systematischer Theologie" von 1913

Dossier / Travail , 2011 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sonja Mayer (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
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Einen Teilbereich der Theologie stellt - neben der Exegese, der Kirchengeschichte, der praktischen Theologie und der Religionswissenschaft – die systematische Theologie dar.
Die Aufgabe der Systematischen Theologie besteht darin, die Glaubensinhalte des Christentums als omnipotente Wahrheit auf der Basis der Bibel begründend und folgerichtig, eben mit System, zu vermitteln.
In dieser Seminararbeit soll der Blick auf die Schrift „Systematische Theologie von 1913“ gerichtet werden; ein Werk des deutschen, beziehungsweise später amerikanischen, protestantischen Religionsphilosophen und Theologen.
Nach einer kurzen Einführung in den Aufbau und den intendierten Zweck dieses Werkes, und somit auch der Funktion der Begrifflichkeiten, werden unter verschiedenen Gesichtspunkten die Begriffe Wahrheit und Denken, sowie deren Beziehung zueinander, vorgestellt und im Sinne Tillichs analysiert.
Der letzte Teil dieser Seminararbeit befasst sich mit dem theologischen Bezug, der im Hauptteil genannten Begriffe Wahrheit und Denken, und soll auf diese Weise die Arbeit abrunden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.) Wahrheit und Denken-

zwei philosophische Begriffe als Ausgangspunkt.

1.1) Philosophie als Wissenschaft überhaupt

1.2) Das Zusammenspiel von Philosophie und Theologie

2.) Die Wahrheit.

2.1) Die Wahrheit als Prinzip ihrer selbst

2.2) Die Wahrheit als das Absolute

2.3) Die Wahrheit als Identitätsmoment in allem Widersprüchlichen

3.) Das Denken.

4.) Die Beziehung von Wahrheit und Denken-

ein Doppelverhältnis

4.1) Die drei Momente

4.2) Das Prinzip als lebendiges ist System

4.2.1.) Der Begriff als innere Verbindung von Prinzip und System

4.2.2.) Der Begriff als das Unbegreifliche und somit Grenze des Systems

5.) Die Funktion von Wahrheit und Denken innerhalb des vollendeten Systems-

ein kurzer Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophischen Grundbegriffe „Wahrheit“ und „Denken“ in Paul Tillichs „Systematischer Theologie von 1913“, um deren Funktion und wechselseitige Abhängigkeit als Fundament seines theologischen Systems zu analysieren.

  • Analyse der philosophischen Begriffe Wahrheit und Denken bei Tillich
  • Das Verhältnis von Philosophie und Theologie als methodische Basis
  • Untersuchung der triadischen Struktur und dialektischen Prozesse im System
  • Die Rolle des Begriffs als Grenze und Verbindungselement
  • Der theologische Bezug der epistemologischen Grundlagen

Auszug aus dem Buch

2.3) Die Wahrheit als Identitätsmoment in allem Widersprüchlichen

Die Wahrheit wird somit als „Identitätsmoment in allem Widersprüchlichen“ aufgezeigt.

Für den fachfremden Leser mag es zunächst unverständlich erscheinen, wie Gegensätze sich zugleich als Oppositionspaare gegenüberstehen können und doch im Absoluten identisch sind. Um diese Überlegung nachzuvollziehen, ist es nötig sich mit Hegels Dialektik auseinander zu setzen, so wie es auch Tillich getan hat.

Nehmen wir das von Tillich angesprochene Beispiel der Begriffe abstrakt und konkret. Auf den ersten Blick werden abstrakt und konkret als isolierte Gegenpole angesehen, welche sich beiderseits abstoßen, denn umgangssprachlich ist Abstraktes etwas rein Geistiges, Unanschauliches, etwas Konkretes hingegen, etwas Anschauliches und Wahrnehmbares.

Bei genauerer Untersuchung der beiden Begriffe kristallisiert sich allerdings eine eigenartige Abhängigkeit beider heraus, denn Abstraktheit definiert sich unter anderem durch seinen Gegensatz zum Konkreten und umgekehrt. Auf diese Weise gehen beide Begriffe ineinander über. Diese Untersuchung enthüllt, dass sich die zwei Begriffe in einem in sich geschlossenen Wandlungsverlauf liegen.

In diesem in sich geschlossenen, einheitlichen Wandlungsverlauf sind hiermit schließlich die Gegensätze aufgehoben sind.

Hierbei ist die Ambiguität des Verbs „aufheben“ zu beachten, welches sowohl im Sinne von „emporheben“, als auch „für ungültig erklären/beenden“ sowie im Sinne von „aufbewahren“ verwendet wird. Dadurch, dass die Wahrheit nun auch als Identitätsmoment vorgestellt wurde, wird offenkundig, dass sie kein Gegenstand sein kann, sondern vielmehr die Einheit alles Gegenständlichen ausdrückt.

In Tillichs Schrift heißt es, dass es falsch sei zu behaupten, „die Wahrheit ist irgendwo als eine objektive Realität, als ein Seiendes oder das Sein selbst“.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Wahrheit und Denken- zwei philosophische Begriffe als Ausgangspunkt.: Dieses Kapitel führt in die methodische Bedeutung von Wahrheit und Denken ein und verortet die Philosophie als notwendige Grundlage für die Theologie.

2.) Die Wahrheit.: Hier wird Wahrheit als systematischer Anfang, als absolutes Prinzip und als Identitätsmoment innerhalb von Widersprüchen definiert.

3.) Das Denken.: Dieses Kapitel erläutert das Wesen des Denkens als einen Prozess, der in der Wahrheitserkenntnis sein Ziel hat und in der Selbstaufhebung wahr wird.

4.) Die Beziehung von Wahrheit und Denken- ein Doppelverhältnis.: Der Fokus liegt auf dem dynamischen Zusammenspiel der Begriffe, wobei das System als eine „lebendige Überwindung“ von Gegensätzen verstanden wird.

5.) Die Funktion von Wahrheit und Denken innerhalb des vollendeten Systems- ein kurzer Ausblick.: Das abschließende Kapitel zeigt auf, wie die epistemologischen Grundlagen in die spätere Theologie und den Gottesbegriff einfließen.

Schlüsselwörter

Paul Tillich, Systematische Theologie 1913, Wahrheit, Denken, Erkenntnistheorie, Metaphysik, Dialektik, absolutes Prinzip, System, Widerspruch, Selbstaufhebung, Gottesbegriff, Fundamentaltheologie, Apologetik, Philosophie der Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die grundlegenden philosophischen Begriffe „Wahrheit“ und „Denken“ in Paul Tillichs Frühwerk „Systematische Theologie von 1913“ und deren Bedeutung für sein System.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die erkenntnistheoretische Basis des Denkens, das Verhältnis von Philosophie und Theologie sowie die dialektische Struktur von Prinzip und System bei Tillich.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Funktion der Begriffe Wahrheit und Denken als strukturelles Fundament für Tillichs gesamtes theologisches System aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine werkimmanente Analyse, bei der sie Tillichs Thesen mit Hilfe von Sekundärliteratur und unter Berücksichtigung erkenntnistheoretischer Ansätze (z.B. Fichte, Hegel) interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definition von Wahrheit als Absolute, das Wesen des Denkens als Prozess der Selbstaufhebung und die triadische Beziehung beider Begriffe innerhalb des Systems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dialektik, Identitätsmoment, Unbegreiflichkeit, System, Freiheit, Natur und Geist.

Wie definiert Tillich das „Unbegreifliche“ in seinem System?

Das Unbegreifliche markiert laut Tillich die Grenze des Systems, da der Begriff versucht, sich selbst zu definieren, was in einem Zirkelschluss endet, den er nicht vollständig auflösen kann.

Warum betont die Arbeit den „theologischen Bezug“ am Ende?

Obwohl Tillichs Start rein philosophisch ist, zeigt die Autorin, dass diese philosophischen Konzepte zwingend auf eine theologische Vollendung (Gottesbegriff) zusteuern.

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Résumé des informations

Titre
Wahrheit und Denken in Paul Tillichs "Systematischer Theologie" von 1913
Université
LMU Munich
Note
1,0
Auteur
Sonja Mayer (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
17
N° de catalogue
V210852
ISBN (ebook)
9783656383765
ISBN (Livre)
9783656386452
Langue
allemand
mots-clé
Paul Tillich Systematische Theologie Wahrheit Denken 1913
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sonja Mayer (Auteur), 2011, Wahrheit und Denken in Paul Tillichs "Systematischer Theologie" von 1913, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210852
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Extrait de  17  pages
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