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Basel III - Kritische Würdigung neuer Eigenkapitalvorschriften für Banken

Título: Basel III - Kritische Würdigung neuer Eigenkapitalvorschriften für Banken

Tesis , 2012 , 40 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Juliane Kasten (Autor)

Economía de las empresas - Control de gestión
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Die Banken müssen schon seit geraumer Zeit ihre Risiken mit ausreichendem Eigenkapital unterlegen. Die Bestimmungen von Basel II erfordern nicht mehr nur eine pauschale, sondern risikobasierte Berücksichtigung. Leider hat die Eigenmittelunterlegung die Finanzkrise nicht verhindern, aufhalten oder eindämmen können. Daher mussten die Regelungen überarbeitet werden. Dies geschieht in Form des Basel III-Rahmenwerkes, das mit dem 01.01.2013 Einzug in die Finanzwelt hält. Selten hat im Zusammenhang mit den Baseler Regelwerken so viel Kritik verschiedener Interessengruppen geherrscht, wie bei der aktuellen Überarbeitung.

Der Hauptteil der Arbeit befasst sich mit der Beschreibung und Diskussion der neuen Eigenkapitalvorschriften, sodass andere gesetzliche Regelungen, wie zum Beispiel die Bankenabgabe oder Finanztransaktionssteuer, außer Acht gelassen werden. Zunächst wird die Arbeit einen kurzen historischen Abriss über die bisherigen Regelwerke des Baseler Ausschusses und deren Kritik darstellen. Anschließend werden die Inhalte und die fachlichen Aspekte der neuen Eigenkapitalvorschriften ausführlich erklärt. Ein Praxisbeispiel wird anhand eines Gespräches mit dem zuständigen Mitarbeiter der Landesbank Berlin und einer Umfrage der Mitarbeiter einer Kreditabteilung vollzogen. Im Anhang sind sowohl die Umfrageergebnisse, als auch ein Experteninterview mit einem Mitarbeiter einer Unternehmensberatungsgesellschaft zu finden.

Die Arbeit soll klären, ob die Kritik gerechtfertigt ist und in welchem Zusammenhang Probleme für die Beteiligten auftreten können. Wird es künftig für Unternehmen schwerer Finanzierungen durch Kreditinstitute zu erhalten? Wird Basel III zu einer Kreditverknappung führen? Müssen Arbeitnehmer in speziellen Instituten die Befürchtung haben ihren Arbeitsplatz verlieren?
[...]

 

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklung

2.1 Basel I

2.2 Basel II

2.3 Liquiditätsverordnung

2.4 Kritik an Basel II

3. Überblick über Basel III

3.1 Grundüberlegungen

3.2 Eigenkapitalstrukturen

3.2.1 hartes und zusätzliches Kernkapital

3.2.2 Ergänzungskapital

3.2.3 Puffer

3.3 erweiterte Offenlegungsanforderungen

3.4 Verschuldungsgrad

3.5 Liquiditätsstandards

3.5.1 Mindestliquiditätsquote

3.5.2 Strukturelle Liquiditätsquote

4. Kritische Würdigung der Neuerungen nach Basel III

4.1 Die Neuerungen nach Basel III fördern die Prozyklizität!

4.2 Basel III hat eine Kreditverknappung zur Folge!

4.3 Es gibt bestimmte Geschäftsmodelle, die benachteiligt werden!

4.4 Die neuen Liquiditätsstandards führen in die falsche Richtung!

4.5 Basel III macht die Kreditaufnahme für Unternehmen unbezahlbar oder fast unmöglich

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch die neuen Eigenkapitalvorschriften von Basel III, untersucht deren Auswirkungen auf die Kreditvergabepolitik von Banken und beleuchtet mögliche Herausforderungen für die Finanzstabilität sowie die Unternehmensfinanzierung.

  • Historische Entwicklung der Baseler Regelwerke (Basel I & II)
  • Struktur und Kerninhalte von Basel III (Eigenkapital & Liquiditätsstandards)
  • Kritische Diskussion der Prozyklizität und Kreditverknappung
  • Analyse der Benachteiligung spezifischer Geschäftsmodelle
  • Empirische Einordnung durch Expertenmeinungen und Praxisbeispiele

Auszug aus dem Buch

4.2. Basel III hat eine Kreditverknappung zur Folge!

Um zu untersuchen, ob die neuen Eigenkapitalvorschriften Auswirkungen auf die Kreditvergabepolitik der Banken haben, muss auf die verschiedenen Geschäftsmodelle eingegangen werden, da die Unterschiede gravierend sind.

Die privaten Geschäftsbanken weisen per Juni 2010 im Durchschnitt eine Kernkapitalquote von 11,48% auf. Diese bezieht sich auf das Basel II-Regelwerk. Laut einer Studie der Europäischen Bankenaufsicht läge die Kernkapitalquote nach neuer Definition bei 5,96% und damit deutlich unter dem geforderten Wert. Da diese Berechnungen im Juni 2010 stattfanden, sind Kapitalerhöhungen von diversen Privatbanken noch nicht inbegriffen. Die Bedeutung der neuen Bewertung der risikogewichteten Aktiva wird am Beispiel der Deutschen Bank AG deutlich. Eine Simulation hat gezeigt, dass sich die risikogewichteten Aktiva nach neuer Berücksichtigung von EUR 341 Mrd. auf EUR 529 Mrd. erhöhen werden. Die Hauptursache liegt hierbei im vergleichsweise großem Handelsbuch des Institutes. Die Forderungen der neuen Eigenkapitalvorschriften können nur durch Erreichen der ehrgeizigen Gewinnziele und Reduzierung des Handelsbuches der Privatbanken erreicht werden. Sofern die Institutsgruppe das umsetzen kann, ist keine Reduzierung der Kreditvergabe zu befürchten. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass die Kreditvergabepolitik strenger gelebt wird und somit der Kampf um bonitätsstarke Kunden zunimmt.

Bei den öffentlich-rechtlichen Instituten liegt die Kernkapitalquote nach alter Definition im Juni 2010 bei 9,91% und damit deutlich geringer als bei den privaten Instituten. Allerdings ist hier der Anstieg der risikogewichteten Aktiva weit weniger dramatisch, da die Marktpreisrisikopositionen nur einen geringen Teil des Risikoportfolios ausmachen. Der Nachteil dieser Institutsgruppe ist, dass sie die Erhöhung des Eigenkapitals durch außen nur durch Erhöhung von Dotationskapital durchführen können. Dies scheint aufgrund der angeschlagenen Situation vieler Landesbanken allerdings als unrealistisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Basel III-Rahmenwerk und Darlegung der Forschungsfragen hinsichtlich Kritik und Auswirkungen auf die Kreditvergabe.

2. Historische Entwicklung: Darstellung der Vorgängerregelungen Basel I und II sowie der bestehenden Liquiditätsverordnung.

3. Überblick über Basel III: Erläuterung der neuen Eigenkapitalstrukturen, Offenlegungsanforderungen, Verschuldungsgrade und Liquiditätsstandards.

4. Kritische Würdigung der Neuerungen nach Basel III: Diskussion potenzieller negativer Folgen wie Prozyklizität, Kreditverknappung und Benachteiligung spezifischer Geschäftsmodelle.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Bankensektors unter neuen regulatorischen Bedingungen.

Schlüsselwörter

Basel III, Eigenkapital, Liquiditätsstandards, Kreditverknappung, Kernkapital, Bankenaufsicht, Solvabilitätsverordnung, Prozyklizität, Leverage Ratio, Risiko, Finanzkrise, Bankgeschäft, Refinanzierung, Kreditrisiko, Eigenmittel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit den neuen Eigenkapitalvorschriften von Basel III auseinander und hinterfragt, ob diese die gewünschte Stabilität bringen oder zu unerwünschten Folgen führen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Eigenkapitalanforderungen, die neuen Liquiditätsstandards (Mindestliquiditätsquote und strukturelle Liquiditätsquote) sowie die Auswirkungen der Regulatorik auf das Kreditgeschäft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Berechtigung der Kritik an Basel III zu prüfen und zu klären, ob durch die neuen Regeln Unternehmen Schwierigkeiten bei der Kreditfinanzierung bekommen oder eine Kreditverknappung droht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie einer ergänzenden Untersuchung durch Experteninterviews und Praxisbeispiele aus dem Bankensektor.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, die detaillierte Beschreibung der Basel III-Elemente und eine anschließende kritische Würdigung der Neuerungen hinsichtlich ihrer praktischen Auswirkungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Basel III, Eigenkapitalunterlegung, Liquiditätsrisiko, Prozyklizität, Leverage Ratio und Kreditvergabepolitik.

Welche spezifischen Probleme ergeben sich für Spezialinstitute wie Hypothekenbanken?

Aufgrund der nicht risikobasierten Berechnung des Verschuldungsgrades werden Spezialinstitute mit risikoarmen, aber volumenreichen Portfolios benachteiligt, was zu massivem Kapitalbedarf oder Portfolioabbau führen kann.

Wie bewertet die Autorin die zukünftige Entwicklung der Bankenwelt bis 2020?

Die Autorin prognostiziert eine stärkere Konsolidierung (Fusionen) im Bankenmarkt, insbesondere bei kleineren Instituten, und eine Verlagerung der Unternehmensfinanzierung hin zu mehr Eigenkapital aufgrund steigender Kreditkosten.

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Detalles

Título
Basel III - Kritische Würdigung neuer Eigenkapitalvorschriften für Banken
Universidad
Academy of Administration and Economy Berlin
Calificación
1,3
Autor
Juliane Kasten (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
40
No. de catálogo
V210886
ISBN (Ebook)
9783656396666
ISBN (Libro)
9783656397274
Idioma
Alemán
Etiqueta
basel würdigung eigenkapitalvorschriften banken
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Juliane Kasten (Autor), 2012, Basel III - Kritische Würdigung neuer Eigenkapitalvorschriften für Banken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210886
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Extracto de  40  Páginas
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