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Erzähltheoretische Analyse von Nikolai Gogols "Die Nase"

Titre: Erzähltheoretische Analyse von Nikolai Gogols "Die Nase"

Travail d'étude , 2011 , 8 Pages

Autor:in: Martina Lakotta (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Comparée
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Am fünfundzwanzigsten März ist in Petersburg eine außerordentlich merkwürdige Sache passiert.“ Mit diesem Satz beginnt die Erzählung des russischen Dichters Nikolai Wassiljewitsch Gogol Die Nase, welche im Jahre 1836 erschienen ist.
In dieser Erzählung wird die groteske Begebenheit einer verlorenen Nase, die sich dann auch noch wie eine reale Person benimmt, mit dem real-banalem verbunden.
Im Folgenden soll eine erzähltheoretische Analyse der Erzählung Die Nase in den Kategorien Zeit, Modus und Stimme, sowie Handlung, Motivierung und Erzählte Welten vorgenommen werden, welche sich auf den theoretischen Ansatz von Martinez und Scheffel, veröffentlicht in ihrer Einführung in die Erzähltheorie, stützen soll. Um den Rahmen dieser Hausaufgabe nicht zu sprengen, werden teils nur beispielhafte Analysen an einzelnen Textteilen (und nicht am kompletten Text) vorgenommen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der Darstellung von Gogol´s Die Nase

2.1. Zeit

2.1.1 Erzählzeit und erzählte Zeit

2.1.2 Ordnung

2.1.3 Dauer

2.1.4 Frequenz

2.2 Modus

2.2.1 Distanz

2.2.2 Fokalisierung

2.3 Stimme

2.3.1 Zeitpunkt des Erzählens

2.3.2 Ort des Erzählens

2.3.3 Stellung des Erzählers

3. Analyse der Handlung und der erzählten Welt von Gogol´s Die Nase

3.1 Handlung

3.2 Motivierung

3.3 Erzählte Welten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine erzähltheoretische Analyse der Erzählung "Die Nase" von Nikolai Wassiljewitsch Gogol durchzuführen, um die Struktur und die grotesken Elemente des Werkes systematisch zu erfassen.

  • Erzähltheoretische Kategorien nach Martinez und Scheffel (Zeit, Modus, Stimme)
  • Strukturelle Untersuchung der Handlung und ihrer Motivierung
  • Analyse der Konstruktion der erzählten Welt
  • Untersuchung des Grotesken durch die Verbindung von Realem und Phantastischem

Auszug aus dem Buch

3.1 Handlung

Auch in dieser Erzählung sind die einzelnen Ereignisse so miteinander verknüpft, dass eine zusammenhängende Handlung entsteht – als Beispiel soll nun der erste Teil der Nase untersucht werden:

Die Handlung beginnt im März in der Wohnung von Iwan Jakowlewitsch am Wosnjessenski-Prospekt in Petersburg (S.13). Besagter Iwan findet in der Früh in seiner Mahlzeit eine eingebackene Nase (S. 14) die sich als Nase des Kollegienassessors Kowalioff (S.15) entpuppt. Jakowlewitsch Frau Prasskowja Ossipowna treibt ihn dazu an, die Nase nicht einfach eingewickelt bei Seite zu legen, sondern, besonders wegen der möglichen rechtlichen Konsequenzen, die so ein abgetrenntes Körperteil mit sich bringen kann, aus dem Haus zu schaffen(S. 15) . Auch Iwan kommt nach kurzer Überlegung (S.15) zu dem Schluss, dass es das beste wäre, die Nase aus dem Haus zu entfernen (S.15) , weswegen er sich anzieht, die Nase in ein Papier wickelt und sich auf die Straße begibt (S.16). Sein Plan, die Nase irgendwo heimlich abzulegen, will nicht so recht funktionieren, da ihm zu viele Bekannte über den Weg laufen oder ihn ansprechen (S.16). Einmal hat er die Nase sogar schon auf den Boden geworfen, als ein Polizeiwächter ihm von Weitem zufuchtelt, dass er etwas verloren habe woraufhin er sich schnell bückt, um die Nase wieder auf zu heben (S.16) . So beschließt Iwan zur Isaakbrücke zu gehen, um die Nase in den Fluss Newa zu werfen (S.16) . Heimlich, den Anschein erweckend, Fische zu beobachten, wirft er die Nase in den Fluss (S.17) . Erleichtert will er in das nächste Essen und-Trinken-Etablissement, als er am Brückenende einen Quartalsaufseher erblickt (S.17), der Iwan auch gleich zu sich winkt (S.18) . Der Quartalsaufseher glaubt Iwan´s Behauptung, er hätte nur schauen wollen, ob der Fluss schnell genug fliesst nicht und fordert ihn auf, ihm die Wahrheit zu erzählen (S.18).An dieser Stelle kommt es zu einem kleinen Bruch in der Handlung – anstatt einer Auflösung, wie die Begegnung zwischen dem Quartalsaufseher und Iwan ausgeht kommt die Formulierung „...Allein hier bedeckt sich dieser Vorfall plötzlich mit einem dichten Nebel, und alles, was weiter geschah, bleibt vollständig unbekannt.“ (S.18) Warum es an dieser Stelle zu keiner Auflösung kommt, kann darauf zurückgeführt werden, dass der Eindruck des Grotesken verstärkt werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Erzählung und Festlegung des erzähltheoretischen Untersuchungsrahmens nach Martinez und Scheffel.

2. Analyse der Darstellung von Gogol´s Die Nase: Detaillierte Untersuchung der narratologischen Kategorien Zeit, Modus und Stimme sowie deren Ausprägung im Text.

3. Analyse der Handlung und der erzählten Welt von Gogol´s Die Nase: Analyse der Handlungsstruktur, der ästhetischen Motivierung und der Konstruktion einer instabilen, grotesken erzählten Welt.

Schlüsselwörter

Nikolai Gogol, Die Nase, Erzähltheorie, Narratologie, Zeit, Modus, Stimme, Groteske, Phantastik, Handlungsanalyse, Motivierung, Erzählte Welt, Petersburger Erzählungen, Martinez und Scheffel, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine erzähltheoretische Analyse der Erzählung "Die Nase" von Nikolai Gogol, wobei der Fokus auf der strukturellen Untersuchung des Werkes liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung deckt die Kategorien der Erzähltheorie (Zeit, Modus, Stimme) sowie die Analyse der Handlung, der Motivierung und der erzählten Welt ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifische erzählerische Konstruktion des Grotesken in Gogols Werk durch die Anwendung narratologischer Analysemethoden nach Martinez und Scheffel aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine erzähltheoretische Analyse auf Grundlage der "Einführung in die Erzähltheorie" von Martinez und Scheffel angewandt, ergänzt durch eine formale Handlungs- und Weltanalyse.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung zeitlicher Strukturen, narrativer Distanz und Fokalisierung sowie die Analyse der heterogenen, grotesken erzählten Welt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Erzähltheorie, Groteske, Phantastik, Zeitstruktur, heterodiegetischer Erzähler und Motivierung.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Erzählers?

Der Erzähler wird als heterodiegetisch und unzuverlässig eingestuft, dessen distanzierte und teils groteske Artikulation das Absurde der Geschichte unterstreicht.

Welche Funktion hat das Groteske in der erzählten Welt?

Das Groteske entsteht durch die Verbindung von Alltäglichem mit Unerklärlichem, etwa durch die grundlose Verselbstständigung der Nase, was die Stabilität der Welt innerhalb der Erzählung untergräbt.

Warum gibt es in der Analyse oft Brüche in der Erzählung?

Die Arbeit stellt fest, dass fehlende logische Zusammenhänge, wie der Abbruch der Schilderung am Fluss, bewusst eingesetzt werden, um den Eindruck des Grotesken und Absurden beim Leser zu verstärken.

Fin de l'extrait de 8 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Erzähltheoretische Analyse von Nikolai Gogols "Die Nase"
Université
University of Augsburg  (Komparatistik)
Auteur
Martina Lakotta (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
8
N° de catalogue
V210941
ISBN (ebook)
9783656390855
ISBN (Livre)
9783656391722
Langue
allemand
mots-clé
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Citation du texte
Martina Lakotta (Auteur), 2011, Erzähltheoretische Analyse von Nikolai Gogols "Die Nase", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210941
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