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Kinder psychisch kranker Eltern. Auswirkungen und Folgen für die kindliche Entwicklung

Título: Kinder psychisch kranker Eltern. Auswirkungen und Folgen für die kindliche Entwicklung

Trabajo de Seminario , 2012 , 28 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Claudia Arlt (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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Studien zufolge haben Kinder psychisch kranker Eltern tendenziell ein erhöhtes Risiko, später selbst psychisch zu erkranken. Neben den erblichen Faktoren gibt es dabei eine Vielzahl von Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen.

Ich werde im Verlauf meiner Arbeit näher auf diese Risikofaktoren eingehen, sowie auch auf Schutzfaktoren. Ich werde mich mit dem Erleben des Kindes seiner psychischen kranken Eltern befassen, Problemen des Kindes in seiner Umwelt und seines Alltags.

Mein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf den Erkenntnissen der Bindungs- und Entwicklungstheorie, zu denen ich konkrete Beispiele aus der Praxis heranziehen werde. Zum Abschluss zeige ich verschiedene Schutzfaktoren auf, die die Resilienz des betroffenen Kindes erhöhen können und beende meine fachlichen Ausführungen mit einer Zusammenfassung und einem Fazit. Adressen für betroffene Familien befinden sich im Anhang.

Um mich nun der Frage nach den Auswirkungen und Folgen für die kindliche Entwicklung bei Erkrankung eines oder beider Elternteile widmen zu können, möchte ich zu allererst auf einige Störungsbilder von Eltern eingehen, die in der Praxis häufig vorkommen und welche mir konkret in meinem Praktikum begegnet sind. Dies soll als kleiner Einblick dienen, wie sich psychische Erkrankungen darstellen können.

Ich werde im Speziellen auf drei psychische Störungen eingehen:

Depression und Manie (Affektive Störungen)

Das Borderline Syndrom (Persönlichkeitsstörung))

Zwangsstörung (Angststörung)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Psychische Erkrankungen aus der Praxis

1.1 Depression

1.2 Manie

1.3 Das Borderline Syndrom (Persönlichkeitsstörung)

1.4 Die Zwangsstörung

2 Belastungsfaktoren für Kinder psychischer kranker Eltern

2.1 Genetische Faktoren

2.2 Beeinflussende Umweltfaktoren für die psychische Entwicklung von Kindern

2.3 Belastungen der Kinder im Alltag

2.4 Unmittelbare Probleme

2.5 Folgeprobleme

3 Entwicklungsspezische Auswirkungen auf das Kind

3.1 Störungen in Eltern-Kind-Beziehung (Bindungstheorie)

3.1.1 Das Konzept der Feinfühligkeit

3.1.2 Die Fremde-Situation

3.1.3 Unsicher - vermeidendes Bindungsmuster

3.1.4 Unsicher-ambivalentes Bindungsmuster

3.1.5 Generelle Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung bei nicht sicher gebunden Kindern

3.1.6 Bindungsverhalten am Beispiel aus der Praxis

3.1.7 Interaktionskompetenz

3.1.8 Interaktionskompetenz am Beispiel aus der Praxis

3.2 Die psychosexuelle Entwicklungstheorie

3.2.1 Die Orale Phase

3.2.2 Beispiel aus der Praxis

3.2.3 Die Anale Phase

3.2.4 Beispiel aus der Praxis

3.2.5 Phallische Phase

4 Resilienz und Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung

4.1 Resilienz

4.2 Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen und Folgen psychischer Erkrankungen eines oder beider Elternteile auf die kindliche Entwicklung. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwiefern Kinder psychisch kranker Eltern zwangsläufig selbst eine psychische Störung oder Entwicklungsdefizite davontragen und welche Rolle pädagogische Fachkräfte bei der Unterstützung betroffener Familien einnehmen können.

  • Analyse verschiedener Störungsbilder (Depression, Manie, Borderline, Zwangsstörung)
  • Einfluss von Risikofaktoren wie genetische Vorbelastung und psychosoziale Belastungen
  • Anwendung der Bindungstheorie und psychosexueller Entwicklungstheorien auf die kindliche Entwicklung
  • Praxisnahe Fallbeispiele zur Interaktion zwischen psychisch kranken Eltern und ihren Kindern
  • Bedeutung von Resilienz und spezifischen Schutzfaktoren für eine gesunde Kindesentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1.6 Bindungsverhalten am Beispiel aus der Praxis

Eine Klientin im Mutter- Kind - Wohnen kündigte ihre Stimmungswechsel des Öfteren durch sehr laute Musik an. Dies war für die Mitarbeiterinnen und mich immer ein sicheres Zeichen in „Hab Acht Stellung“ zu sein. In solchen Momenten kam es durchaus auch vor, dass die besagte Mutter die Einrichtung verließ und ihre Kinder im geschlossenen Zimmer ließ. Aber als viel schlimmer nahm ich die Situation wahr, wenn sie blieb und niemanden an sich heran ließ. In diesen Momenten musste immer genau abgewägt werden, wann im Sinne der Kinder eingegriffen werden muss. Beschimpfungen, ruppiges Verhalten und das Nichtbeachten kindlicher Bedürfnisse waren leider an der Tagesordnung. Was vermutlich mit das Schlimmste für diese Kinder war, war der oft abrupte Wechsel zwischen den verschiedenen Stimmungen. Den Kindern (Zwillinge) der betroffenen Klientin sah man jedes Mal an, wie verwirrt oder erschüttert sie über das mütterliche Verhalten waren.

Durch die Konstellation Mutter - Kind -Heim, wechselnde Betreuer und Trennungssituationen konnte man angelehnt an die „Fremde Situation“ von Mary Ainsworth kindliche Bindungsmuster bei den zwei einjährigen Jungs erkennen. Ein Kind verhielt sich wie der von Ainsworth beschriebene unsicher - vermeidend gebundende Typ, das andere Kind wie der unsicher-ambivalent gebundene Typ.

Das unsicher-vermeidende Kind ignorierte den Weggang der Mutter und spielte mit einer Betreuerin weiter. Als die Mutter wiederkam, ignorierte der Junge sie und vermied den Blickkontakt mit ihr. Der andere Junge wollte seine Mutter am liebsten gar nicht gehen lassen und war nicht so gut zu beruhigen, wie sein Bruder. Bei der Rückkehr der Mutter freut er sich, fing aber kurz danach an zu weinen und nach ihr zu hauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Psychische Erkrankungen aus der Praxis: Vorstellung klinischer Störungsbilder wie Depression, Manie, Borderline-Syndrom und Zwangsstörungen sowie deren Auswirkungen auf den Alltag und die Kinder.

2 Belastungsfaktoren für Kinder psychischer kranker Eltern: Untersuchung der genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren sowie der unmittelbaren und langfristigen Probleme für die betroffenen Kinder.

3 Entwicklungsspezische Auswirkungen auf das Kind: Detaillierte Analyse der Störungen in der Eltern-Kind-Bindung und der psychosexuellen Entwicklung mit Bezug auf psychologische Theorien und praktische Beobachtungen.

4 Resilienz und Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung: Darstellung der Konzepte von Resilienz und Identifikation von Faktoren, die trotz elterlicher Erkrankung eine gesunde Entwicklung des Kindes begünstigen können.

5 Zusammenfassung: Reflektion der Erkenntnisse über die Risiken und die Bedeutung präventiver pädagogischer Arbeit sowie die Notwendigkeit von ressourcenorientiertem Handeln.

Schlüsselwörter

Psychische Erkrankung, Kinder psychisch kranker Eltern, Bindungstheorie, Entwicklungstheorie, Resilienz, Schutzfaktoren, Frühkindliche Entwicklung, Eltern-Kind-Beziehung, Psychosexuelle Entwicklung, Feinfühligkeit, Sozialpädagogik, Interaktionskompetenz, Erziehungsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die komplexen Auswirkungen, die eine psychische Erkrankung eines oder beider Elternteile auf die Entwicklung ihrer Kinder hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Störungsbildern der Eltern, den Risikofaktoren für Kinder, der Bindungstheorie sowie auf Schutzfaktoren und Resilienz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Kinder psychisch kranker Eltern zwangsläufig selbst erkranken und wie pädagogische Fachkräfte die Kinder in diesem Prozess unterstützen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch psychologische Fachliteratur sowie auf intensiven Beobachtungen und Erfahrungen aus einem Praktikum in einer Mutter-Kind-Einrichtung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung von Störungsbildern, die Analyse von Belastungsfaktoren, die Anwendung von Bindungs- und Entwicklungstheorien auf die Praxis sowie die Diskussion von Schutzfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Resilienz, Bindungstheorie, elterliche psychische Störung, kindliche Entwicklung und pädagogische Schutzfaktoren.

Was bedeutet das im Buch erwähnte Konzept der "Feinfühligkeit"?

Es bezeichnet die Fähigkeit einer Bezugsperson, kindliche Signale wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und prompt sowie angemessen auf die Bedürfnisse des Kindes zu reagieren.

Welche Bedeutung hat das "Gefühlranking" für die betroffene Mutter?

Es dient als präventives Hilfsmittel, um den eigenen Stresspegel einzuschätzen und rechtzeitig eine Betreuung zu suchen, bevor die Situation für das Kind belastend wird.

Warum wird im Buch das "Fremde Situation"-Experiment von Mary Ainsworth genutzt?

Es dient als analytischer Rahmen, um in der Praxis beobachtete Bindungsmuster bei den Kindern der Klientinnen einzuordnen und besser zu verstehen.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Kinder psychisch kranker Eltern. Auswirkungen und Folgen für die kindliche Entwicklung
Universidad
Catholic University for Applied Sciences Berlin
Calificación
1,0
Autor
Claudia Arlt (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
28
No. de catálogo
V211006
ISBN (Ebook)
9783656750321
ISBN (Libro)
9783656750338
Idioma
Alemán
Etiqueta
psychisch kranke Eltern Auswirkungen und Folgen psychischer Erkrankung Mutter-Kind-Heim Mutter-Kind-Unterbringung Kinder psychisch kranker Eltern Depression
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Claudia Arlt (Autor), 2012, Kinder psychisch kranker Eltern. Auswirkungen und Folgen für die kindliche Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211006
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