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Inklusiver Überblick über den Hamburger Schulleistungstest in der Praxis

Título: Inklusiver Überblick über den Hamburger Schulleistungstest in der Praxis

Trabajo , 2012 , 28 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: M.A. Christopher Knapp (Autor)

Psicología - Inteligencia y Psicología del aprendizaje
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Leistung in der Schule ist ein Thema, das nicht nur in der schulischen Ausbildung kontrovers diskutiert
wird. Auch im Lehreralltag wird häufig diskutiert über Ungerechtigkeiten schulischer Zensuren und
den Sinn von Leistungsmaßstäben in der kindlichen Erziehung. Befurchtet wird vor allem eine
klasseninterne soziale Ausgrenzung durch "miese Noten" und ein hoher Erwartungsdruck der Eltern
an ihre Kinder. Diese Beobachtungen waren eigentlich schon der reformwilligen Nachkriegsgeneration
bekannt und wurden zu Beginn der 70er Jahre ideologisch übertrieben zur Kritik am "System" genutzt:
Das Leistungsprinzip wurde sogar als "entartet" gebrandmarkt und somit auch zur Ersatzreligion einer
säkularisierten Modeme deklariert, während seine konservativen Befürworter es als wichtigstes
fundamentales Grundprinzip moderner demokratischer Gesellschaften anpriesen (Ingenkamp &
Lissmann 2008: 132).
Leistungsprinzip und Noten. In den letzten 20 Jahren ist diese Debatte deutlich pragmatischer
geworden. Auch wenn eine notenlose Erziehung im Prinzip dasselbe erreichen könnte, wird auf eine
Zensurgebung gerade wegen des mittlerweile globalisierten Leistungsprinzips nicht gern verzichtet.
Eine Zensurgebung muss gerecht sein, aber auch internationalen Vergleichsmaßstäben genügen. In
der Lehrerausbildung ist daher ein objektivierterer Anspruch an die Zensurgebung zu sehen, der das
Vergleichbare als das Nötige sieht - und ideologische Fallen vermeidet. Das modeme
Leistungsverständnis in der Schule ist aber auch vermehrt an dem Ideal eines vernünftigen
Zusammenlebens orientiert, bei dem Furcht vor sozialer Ausgrenzung eben zu der Integration sozialer
und emotionaler Faktoren in den Unterricht fuhrt: Die beiden Pole Leistung vs. Freiheit der von den
68ern angestoßenen Debatte werden dem modemen Leistungsverständnis der Schule auch hier wenig
gerecht. Dem Schulsystem soll so eine Qualifikations-, Integrations- und Selektions funktion
zukommen, die dem Erwerb kognitiver als auch affektiver, sozialer als auch psychomotorischer
Fähigkeiten dient (Lukesch 1998: 25). Es geht also längst nicht nur um maßvolle Selektion anhand
kognitive Fähigkeiten, sondern auch um Integration. In der Theorie (Ingenkamp & Lissmann 2008:
132) sollte deshalb hier ein besonderes Einverständnis zwischen Schulen und Kultusministerien
herrschen, das kognitive Leistungen mit sozialen und emotionalen Lernzielen zu einer
charakterformenden Kompetenzerfahrung verbindet. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort: Probleme der schulischen Leistungsbeurteilung

2 Anspruch und Sinn von Schulleistungstests

3 Aufbau, Qualität und Formen von Schulleistungstest

4 Formen und Nebengütekriterien von Leistungstests

5 Die Praxis: Durchführung, Auswertung und Interpretation

6 Rückblick: Schulleistungstest für die Praxis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, angehenden Lehrkräften einen praxisnahen Zugang zum komplexen Themenfeld der Schulleistungstests zu vermitteln. Dabei wird die wissenschaftliche Perspektive der pädagogisch-psychologischen Diagnostik mit den Anforderungen des Schulalltags verknüpft, um eine fundierte Basis für eine objektivere Leistungsbewertung zu schaffen.

  • Bedeutung und Kritik der traditionellen schulischen Leistungsbeurteilung
  • Wissenschaftliche Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) als Grundlage
  • Einsatzmöglichkeiten und Kategorisierung verschiedener Schulleistungstests
  • Praktische Aspekte der Testdurchführung, Auswertung und Ergebnisinterpretation
  • Reflexion über den Stellenwert objektiver Messverfahren im pädagogischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3 Aufbau, Qualität und Typen von Schulleistungstest

Per se sind Schulleistungstests also ein bewährtes Mittel zur Umgehung der Benachteiligung der Schüler durch situativ bedingte Notengebung in der pädagogischen Praxis. Laut Definition sind sie (Ingenkamp und Lissman 2008: 156) „...Verfahren der Pädagogischen Diagnostik, mit deren Hilfe Ergebnisse geplanter und an Curricula orientierter Lernvorgänge möglichst objektiv, zuverlässig und gültig gemessen und durch Lehrende (z.T. auch durch Lernende) oder Beratende ausgewertet, interpretiert und für pädagogisches Handeln nutzbar gemacht werden können.“

In der Praxis sind sie eine neue Form von Klassenarbeiten. Sie sind aber etwas anders konzipiert. Es gibt meist zwei verschiedene Testungen, um „Spicken“ zu vermeiden. Sie sind auch im Aufbau und in der Durchführung deutlich aufwendiger. Im Aufbau gleichen sie meist schriftlichen Tests; häufig bestehen sie aus verschiedenen Sektionen mit vielen einzelnen Multiple-Choice-Aufgaben. Meist werden diese Teiltestungen einzeln nacheinander ausgeführt und sind im Anspruch unterschiedlich. Das Format ist den Schülern meist nicht vertraut – die formale Gestaltung von schulischen Messverfahren ist eben deutlich wissenschaftlicher. Für die Durchführung, Auswertung und Interpretation gibt es immer sehr genaue Hinweise für die Durchführenden, die eingehalten werden wollen. Es werden auch sehr sachliche Verfahren der Auswertung eingesetzt, die meist auf die Lehrplaninhalte oder große Stichproben bezogen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Probleme der schulischen Leistungsbeurteilung: Das Kapitel thematisiert die Kontroversen um traditionelle Zensuren und plädiert für eine Einbindung objektiverer Messmethoden in den pädagogischen Alltag.

2 Anspruch und Sinn von Schulleistungstests: Hier wird der Bedarf an objektiven Verfahren erläutert, da herkömmliche Leistungsbewertungen oft durch subjektive Vorurteile und mangelnde Vergleichbarkeit verzerrt werden.

3 Aufbau, Qualität und Formen von Schulleistungstest: Es erfolgt eine Definition des Schulleistungstests als diagnostisches Instrument sowie eine Abgrenzung zu klassischen Klassenarbeiten hinsichtlich Aufbau und Zielsetzung.

4 Formen und Nebengütekriterien von Leistungstests: Dieses Kapitel widmet sich der Auswahl geeigneter Verfahren unter Berücksichtigung von Kriterien wie Akzeptanz, Ökonomie und Nützlichkeit in der schulischen Praxis.

5 Die Praxis: Durchführung, Auswertung und Interpretation: Der Fokus liegt auf der konkreten Anwendung, wobei die Bedeutung exakter Testanweisungen und die Fehlervermeidung bei der Auswertung hervorgehoben werden.

6 Rückblick: Schulleistungstest für die Praxis: Abschließend wird das Potenzial und die Limitationen des Einsatzes von Schulleistungstests kritisch reflektiert und für angehende Lehrkräfte eingeordnet.

Schlüsselwörter

Schulleistungstest, Pädagogische Diagnostik, Notengebung, Objektivität, Reliabilität, Validität, Normierung, Hamburger Schulleistungstest, Testdurchführung, Leistungsbewertung, Klassenarbeit, Testgüte, Schulpraxis, Curricula, Diagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Einsatz von Schulleistungstests als wissenschaftlich fundierte Alternative oder Ergänzung zur herkömmlichen schulischen Notengebung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die Qualitätssicherung in der Leistungsbewertung, die wissenschaftlichen Gütekriterien diagnostischer Verfahren sowie deren praktische Anwendung im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, angehenden Lehrkräften das Wissen zu vermitteln, wie Schulleistungstests zur objektiveren und gerechteren Beurteilung von Lernständen beitragen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zur pädagogisch-psychologischen Diagnostik sowie auf eigenen Erfahrungen des Autors aus der Durchführung des "Hamburger Schulleistungstests 4/5".

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Gütekriterien, die Systematisierung verschiedener Testformen sowie eine detaillierte Anleitung zur Durchführung und Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schulleistungstest, Pädagogische Diagnostik, Objektivität, Validität, Reliabilität und Leistungsbewertung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebengütekriterien wichtig?

Während Hauptgütekriterien (Objektivität, Validität, Reliabilität) die wissenschaftliche Genauigkeit garantieren, sorgen Nebengütekriterien wie Ökonomie und Akzeptanz für die tatsächliche Anwendbarkeit im stressigen Schulalltag.

Welche spezifischen Erkenntnisse liefert der Test des Autors?

Der Autor zeigt auf, dass trotz präziser Anweisungen situative Faktoren und die individuelle Verfassung der Schüler (z.B. Nervosität) die Testergebnisse beeinflussen können, was eine umsichtige Interpretation notwendig macht.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Inklusiver Überblick über den Hamburger Schulleistungstest in der Praxis
Universidad
University of Education Freiburg im Breisgau  (Institut für Pädagogische Psychologie)
Curso
Leistungstests in der Schule
Calificación
1,5
Autor
M.A. Christopher Knapp (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
28
No. de catálogo
V211011
ISBN (Ebook)
9783656391043
ISBN (Libro)
9783656391524
Idioma
Alemán
Etiqueta
schulleistungstest einsatz hamburger
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Christopher Knapp (Autor), 2012, Inklusiver Überblick über den Hamburger Schulleistungstest in der Praxis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211011
Leer eBook
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Extracto de  28  Páginas
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