Mobile Payment in Deutschland. Google Wallet und GiroGo im NFC Payment Markt


Studienarbeit, 2012
27 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. NFC – zwei mögliche Anwendungsfälle im Payment Bereich

3. Wachstumsmarkt - Mobile Payment

4. Die Akteure im NFC basierten Mobile Payment Markt

5. Empirische Untersuchung
5.1 Untersuchungsgegenstand
5.2 Kriterienkatalog zur Bewertung der Marktchancen der Projekte Google Wallet und GiroGo
5.2.1 Projektbeschreibung/ Modell
5.2.2 Kunden
5.2.3 Sicherheit/ Vertrauen
5.2.4 Expertise in der Zahlungsabwicklung
5.2.5 Innovationsgrad, Mehrwert und Erfahrung bei der Einführung neuer Technologien
5.2.6 Anforderungen an Kunden
5.2.7 Banklizenz
5.2.8 Partner in Deutschland
5.2.9 Netzwerk weltweit
5.3 Projekt GiroGo
5.3.1 Projektbeschreibung/ Modell
5.3.2 Kunden
5.3.3 Sicherheit/ Vertrauen
5.3.4 Expertise in der Zahlungsabwicklung
5.3.5 Innovationsgrad, Mehrwert und Erfahrung bei der Einführung neuer Innovationen
5.3.6 Partner
5.3.7 Netzwerk weltweit
5.4 Projekt Google Wallet
5.4.1 Projektbeschreibung/ Modell
5.4.2 Kunden
5.4.3 Sicherheit/ Vertrauen
5.4.4 Expertise in der Zahlungsabwicklung
5.4.5 Innovationsgrad, Mehrwert und Erfahrung bei der Einführung neuer Technologien
5.4.6 Partner
5.4.7 Netzwerk weltweit
5.5 GiroGo und Google Wallet im Vergleich

6. Prognose/ Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Vertrauen zu Anbietern von Mobile Payment

Abbildung 2: Vertrauen in Marktakteure im Mobile Payment Bereich

Tabelle 1: Fakten zu Google Wallet und GiroGo im Vergleich

1. Einleitung

Deutschland hat vielfach den Ruf, ein Land der „Barzahler“ zu sein. Das dieser Ruf durchaus berechtigt ist, zeigt die Statistik der Deutschen Bundesbank. So werden auch etwa 20 Jahre nach Einführung des EC-Karten Systems 82% der Zahlungen in Bar getätigt.[1]

Dennoch lassen die Statistiken auch erkennen, dass immer mehr Transaktionen bargeldlos durchgeführt werden. So ist beispielsweise die Anzahl der electronic Cash Transaktionen von 2001 bis 2010 von etwa 0,5 Mrd. auf knapp 2 Mrd. gestiegen.[2] Auch die Anzahl der Transaktionen mit Debitkarten steigt kontinuierlich an. Lagen die Transaktionen 2007 noch bei einer Anzahl von 1,7 Mrd., so lagen sie 2010 bereits bei 2,2 Mrd.[3] Beide Statistiken zeugen davon, dass die Bereitschaft bargeldlos zu bezahlen, in Deutschland kontinuierlich zunimmt. Diese Bereitschaft ist von großer Wichtigkeit, für die Einführung neuer Technologien im Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs - allen voran Near Field Communication (NFC).

Der technische Fortschritt bietet vor allem branchenfremden „Playern“ große Wachstumschancen durch Erschließung eines für sie neuen Marktes – dem Mobile Payment Markt.

Auf Grundlage dieser Entwicklung werden in dieser Studienarbeit deshalb beispielhaft das auf NFC fähigen Bankkarten basierende Projekt GiroGo der deutschen Kreditwirtschaft und das auf NFC fähigen Smartphones basierende Projekt Google Wallet von Google Inc. analysiert und miteinander verglichen. Der Vergleich erfolgt dabei aus einer wirtschaftlichen Perspektive heraus. Hierbei wird das Potenzial beider Wettbewerber im Hinblick auf die Chancen zur Marktdurchdringung in Deutschland untersucht.

Im ersten Schritt werden die auf NFC fähigen Bankkarten und die auf NFC fähigen Smartphones basierenden Technologien zur kontaktlosen Bezahlung kurz in ihrer Funktion erläutert. Im Folgenden wird ein Überblick über den Mobile Payment Markt gegeben. Anschließend wird erläutert, welche Aspekte für die beispielhafte Untersuchung von GiroGO und Google Wallet sprechen. Im empirischen Teil dieser Studienarbeit erfolgt dann die Analyse der beiden Projekte. Dabei werden zunächst Kriterien für einen systematischen, faktenbasierten Vergleich definiert. Anhand der festgelegten Kriterien erfolgt dann eine Bewertung von GiroGO und Google Wallet. Darauf aufbauend werden die beiden Projekte im Hinblick auf die erzielten Ergebnisse im Bereich der untersuchten Kriterien verglichen. Auf Basis der Untersuchung wird der Autor abschließend eine eigene Prognose über den zukünftigen Markterfolg der beiden Projekte und den möglichen Zeitraum des Markteintrittes erstellen.

2. NFC – zwei mögliche Anwendungsfälle im Payment Bereich

Für diese Studienarbeit relevant sind zwei Anwendungsfälle zur Durchführung von Bezahlvorgängen mit Hilfe von NFC Technologie, weshalb hier beide in ihren Grundzügen erläutert werden. Auf der einen Seite gibt es das System der Plastik- bzw. der Bankkarten, die mit einem NFC Chip ausgestattetet werden. Die NFC Technik ist eine Weiterentwicklung der RFID (radio frequency identification) Technologie.[4] Karten, welche mit einem NFC Chip ausgerüstet sind, sind grundsätzlich für berührungslose Bezahlvorgänge geeignet. Die Reichweite der NFC Chips ist dabei auf maximal 20 Zentimeter beschränkt.[5] Das soll die NFC Übertragung vor allem vor Datendiebstahl schützen[6]. Sobald sich die Karte im Radius eines NFC Bezahlterminals befindet kann mit ihr kontaktlos bezahlt werden. Kleinere Beträge bis 20 € werden direkt von der Karte abgebucht. Höhere Beträge müssen zusätzlich durch eine PIN bestätigt werden.[7] Auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit mittels NFC fähiger Mobiltelefone kontaktlose Bezahlvorgänge durchzuführen. Hierfür bedarf es im Wesentlichen zweier Voraussetzungen. Zum einem muss eine Anwendung, die bargeldloses und berührungsloses Bezahlen unterstützt, auf dem Mobiltelefon installiert sein. Zum anderen muss das Mobiltelefon NFC fähig sein. Zur Abwicklung eines Bezahlvorganges wird das entsprechende ausgestattete Smartphone in die Nähe eines NFC Terminals gehalten und eine Anwendung zur Durchführung eines Bezahlvorgangs gestartet. Bezahlt wird durch Freigabe der Zahlungsaufforderung in der Anwendung.[8]

3. Wachstumsmarkt - Mobile Payment

Der Markt mit Mobile Payment wird von Analysten als starker Wachstumsmarkt bezeichnet. Obwohl die NFC Technologie seit längerem verfügbar ist und sich Mobile Payment, zumindest in Europa, noch nicht im Massenmarkt etabliert hat, sehen Analysten, wie das Marktforschungsinsitut Gartner, im Mobile Payment einen starken Wachstumsmarkt. Eine Indikator für ein baldiges Wachstum im Bereich NFC stellt der diesjährige Mobile World Congress in Barcelona dar. Nahezu alle großen Gerätehersteller haben neue, NFC fähige Smartphones vorgestellt und angekündigt weitere Modell auf den Markt zu bringen.[9] Eine Prognose von Gartner geht davon aus, dass das Marktvolumen im Mobile Payment Bereich im Jahr 2016 weltweit bei etwa 617 Mrd. US-Dollar liegen wird.[10] Das wäre das sechsfache Volumen von 2011.[11] Gartner geht zudem davon aus, dass die Nutzeranzahl von Mobile Payment weltweit stark ansteigt. Der größte Anstieg wird für Asien und Afrika prognostiziert. Aber auch für Europa wird davon ausgegangen, dass sich die Nutzerzahlen von 2012 bis 2016 mehr als verdoppeln werden.[12] Da hier nicht nach der Art des Mobile Payments unterschieden wird, kann die Prognose nicht direkt auf den NFC Payment Markt angewendet werden. In Anbetracht der Ankündigungen der großen Gerätehersteller auf dem Mobile World Congress, kann jedoch davon ausgegangen werden, dass der NFC Payment Markt in den nächsten Jahren stark wachsen wird.

4. Die Akteure im NFC basierten Mobile Payment Markt

Zahlreiche Unternehmen arbeiten bereits an Lösungen, um das Bezahlen mittels NFC weiter voranzutreiben und sich einen Zugang zum Wachstumsmarkt zu sichern. Dabei finden sich neben Banken auch sehr viele branchenfremde Unternehmen, die nun versuchen, in den bisher nahezu ausschließlich von Banken und zu gewissen Teilen auch vom Handel dominierten Bezahlmarkt, einzusteigen. Neben den in den letzten Jahren immer stärker gewordenen Internetkonzernen, wie z.B. Google, versuchen vor allem Mobilfunk- und Kreditkartenunternehmen, aber auch E-Payment Anbieter, wie z.B. Paypal, in den Markt einzusteigen. Daneben positionieren sich auch Hardware Hersteller, wie Apple und Samsung.[13]

Es stellt sich die Frage, welche Unternehmen die größten Chancen haben ein System erfolgreich in den Markt einzuführen und langfristig zu etablieren. Der Autor geht davon aus, dass es hier zu Netzwerkeffekten kommen wird und dass sich deshalb langfristig wahrscheinlich ein Oligopol einiger weniger Anbieter entwickeln wird. Der Netzwerkeffekt beschreibt den „Effekt, bei dem der Nutzen eines Gutes mit steigender Nutzerzahl zunimmt.“[14] Das bedeutet, je mehr Unternehmen, ihren Kunden das gleiche Bezahlsystem anbieten, desto attraktiver wird das Bezahlsystem für den Kunden. Kaum ein Kunde wird Interesse daran haben, langfristig mit vielen verschiedenen Systemen zu arbeiten. Das führt zwangsläufig zu einer Konzentration auf wenige Systeme.

[...]


[1] Deutsche Bundesbank (2009): Zahlungsverhalten in Deutschland., S.47.

[2] Zentraler Kreditausschuss (2011a).

[3] Zentraler Kreditausschuss (2011b).

[4] Vgl. Koller, Peter (2012).

[5] Vgl. Koller, Peter (2012).

[6] Vgl. Koller, Peter (2012).

[7] GiroGo (2012).

[8] Google.com (2012a).

[9] Faz.net (2012).

[10] Vgl. Gartner (2012). Zitiert in Handelsblatt (2012), S. 21.

[11] Vgl. Gartner (2012). Zitiert in Handelsblatt (2012), S. 21.

[12] Vgl. Gartner (2012b). Zitiert in techcrunch.com (2012).

[13] Elsner, Dirk (2012).

[14] Gabler Verlag (2012), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Netzwerkeffekte.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Mobile Payment in Deutschland. Google Wallet und GiroGo im NFC Payment Markt
Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V211028
ISBN (eBook)
9783656392088
ISBN (Buch)
9783656870395
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobile Payment, Mobiles Bezahlen, NFC, Bezahlen mit dem Handy, Google Wallet, GiroGo, bargeldlos bezahlen, Smartphone, Wachstumsmarkt Mobile Payment
Arbeit zitieren
B.A. Medienwirtschaft Niklas Dorn (Autor), 2012, Mobile Payment in Deutschland. Google Wallet und GiroGo im NFC Payment Markt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211028

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