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Wird die Gesamtschule ihrem Anspruch "eine Schule für alle" gerecht?

Title: Wird die Gesamtschule ihrem Anspruch "eine Schule für alle" gerecht?

Term Paper , 2003 , 24 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Angelika Buske (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Auf dem Hintergrund politischer Ereignisse wie dem Sputnikschock 1957
und dem Mauerbau im August 1961, die eine Minderheit der BRD im
wissenschaftlich technischen Nachwuchs erahnen ließ, wurde die
Forderung nach mehr Chancengleichheit in der Bildung und der Schaffung
größerer Durchlässigkeit der Schüler bei der Festlegung des
Bildungsweges immer stärker. Um diesen Forderungen gerecht zu werden,
setzten die ersten Modernisierungsmaßnahmen im deutschen
Bildungssystem ein. Das Ziel ,,Bildung für alle” sollte u. a. durch eine
,,Schule für alle”, d.h. der Einführung der Gesamtschule, erreicht werden.
Zunächst soll über die Hintergründe und Motive begründet werden, wie es
zur Entstehung der Gesamtschule kam, anschließend wird die Entstehung
der Gesamtschule, ihre Grundprinzipien und Richtziele erläutert. In meiner
Arbeit soll aufgezeigt werden, in wie weit es der Gesamtschule gelungen
ist, ihrem Anspruch ,, eine Schule für alle” gerecht zu werden. Wenn hier
die Rede von ,,alle” ist, versuche ich dieses unter dem Aspekt der Kinder
der unteren sozialen Schichten zu berücksichtigen, weil insbesondere
diesen Kindern eine größere Chance für einen höheren Bildungsabschluß
gewährleistet werden sollte. Andere Aspekte, wie ,, alle Mädchen “ oder
,, alle Ausländerkinder “ wären sicher auch interessant, können hier aber
nicht berücksichtigt werden. Auch wird hier nur die integrierte
Gesamtschule betrachtet, weil sie die grundsätzliche schulorganisatorische
Alternative zum gegliederten Schulsystem ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Entstehung der Gesamtschule

1. Hintergründe und Motive

1.1 die internationale Entwicklung

1.2 die deutsche Einheitsschulbewegung

1.3 Problemfeld Gymnasium

1.4 die Förderstufe

III. Grundprinzipien der Gesamtschule

1.Einheitlichkeit

2.Differenzierung

3.Durchlässigkeit

4.Integration

IV. Richtziele der Gesamtschule

1. Pädagogisch

2. Sozial

3. Bildungspolitisch

V. Problemfelder der Gesamtschule

1. Entwicklung der Gesamtschule

2. Politisierung

3. Differenzierungsproblem

4. Leistungsproblem

5. Die Lehrer

6. Abschlüsse

VI. Zusammenfassung

VII. Literaturliste

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel der Arbeit besteht in der Untersuchung der Frage, inwieweit die Gesamtschule ihrem Anspruch als "Schule für alle" gerecht wird, mit besonderem Fokus auf die Chancengleichheit für Kinder aus unteren sozialen Schichten im Vergleich zum gegliederten Schulsystem.

  • Historische Hintergründe und Entstehungsmotive der Gesamtschule.
  • Analyse der vier Grundprinzipien der Gesamtschule: Einheitlichkeit, Differenzierung, Durchlässigkeit und Integration.
  • Darstellung der pädagogischen, sozialen und bildungspolitischen Richtziele.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den zentralen Problemfeldern wie Leistungsproblemen und schulspezifischer Politisierung.
  • Bewertung des Erfolgs der Gesamtschule in Bezug auf die soziale Durchlässigkeit.

Auszug aus dem Buch

1.1. Die internationale Entwicklung

Früher war der bildungsgemäße, berufliche und gesellschaftlicher Ort im Gesamtleben durch Geburt, soziale Schicht und Tradition vorgegeben. Im Zuge des großen sozialen und politisch-kulturellen Wandels der letzten zwei Jahrhunderte mußte sich für die vom Ursprung her als Säulensystem nebeneinander stehender Schulen das Problem eines organisatorischen Zusammenhanges aller verschiedenen Schulen ergeben, sollte der bildungsgemäße, berufliche und gesellschaftliche Ort im Gesamtleben nicht mehr durch Geburt, soziale Schicht und Tradition einfach vorgegeben sein(vgl. Twellmann 1981).

Wie weit die Bildungswege für „alle” gemeinsam geführt werden können, wann und in welcher Form sie auseinanderzugehen haben, ob also das Schulwesen stark selektiv, d.h. mehr säulenhaft-vertikal, oder ob es schulorganisatorisch im ganzen einheitlich integrativ, stärker horizontal aufgebaut sein soll, wird zu einem grundlegendem Problem der Schulorganisation (vgl. Ludwig 1981). Charakteristisch für die internationale Schulentwicklung im 20. Jahrhundert ist, daß die organisatorische Trennung der Bildungswege im allgemeinbildenden Schulwesen altersmäßig hinausgeschoben, die gemeinsame Grundbildung und das gemeinsame Schulleben verlängert wurde. Für die schulorganisatorische Vereinheitlichung im Sinne eines horizontal-stufigen Schulaufbaus in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt als großes Beispiel die USA mit ihrer High School um 1900 und die Sowjetunion mit der Einführung der Einheitsschule 1918 ( vgl. Struck 1995). Auch im Hinblick auf das Reformgesetz der einsetzenden Schulreform in Frankreich 1959 und der lange, konsequente Reformprozeß in Schweden oder die einschneidende, schlagartige Reform in Italien von 1962/63( vgl. Ludwig 1981) hielt in den sechziger Jahren der Bundesrepublik Deutschland im internationalen Vergleich klar vor Augen, daß sie sich im Modernitäts- und Qualifikationsrückstand befand.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die politische Ausgangslage dar und definiert das Ziel der Arbeit, den Anspruch der Gesamtschule kritisch an der Realität der Chancengleichheit für Kinder aus unteren sozialen Schichten zu messen.

II. Entstehung der Gesamtschule: Das Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln, internationalen Reformbeispiele und die deutsche Einheitsschulbewegung sowie das Problemfeld Gymnasium als wesentliche Antriebskräfte.

III. Grundprinzipien der Gesamtschule: Hier werden die vier Säulen Einheitlichkeit, Differenzierung, Durchlässigkeit und Integration als organisatorische Grundlagen des Gesamtschulkonzepts erläutert.

IV. Richtziele der Gesamtschule: Dieser Abschnitt fasst die pädagogischen, sozialen und bildungspolitischen Zielsetzungen zusammen, die das Profil der Gesamtschule prägen.

V. Problemfelder der Gesamtschule: Das Kapitel untersucht kritisch die Herausforderungen in der praktischen Umsetzung, darunter die Entwicklung, politische Widerstände, Differenzierungsfragen, das Leistungsproblem, die Rolle der Lehrkräfte sowie die Abschlussproblematik.

VI. Zusammenfassung: Der abschließende Teil reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und zieht ein Resümee über die erreichten Ziele der Gesamtschulreform hinsichtlich der sozialen Integration.

Schlüsselwörter

Gesamtschule, Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, Einheitsschule, Differenzierung, Integration, Schulentwicklung, soziale Schichten, Bildungsabschluss, Leistungsproblem, Schulorganisation, Dreigliedrigkeit, Durchlässigkeit, Reformpädagogik, Bildungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gesamtschule in Deutschland und prüft, ob diese ihrem selbstgesteckten Anspruch, eine Schule für alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu sein, in der Praxis gerecht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die historischen Entstehungshintergründe der Gesamtschule, ihre vier Grundprinzipien (Einheitlichkeit, Differenzierung, Durchlässigkeit, Integration) sowie die diversen Problemfelder in der Umsetzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, inwieweit die Gesamtschule durch ihre spezifische Organisationsform die Chancen von Kindern aus unteren sozialen Schichten auf höhere Bildungsabschlüsse effektiv verbessert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bildungshistorischer und schulpädagogischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung, der theoretischen Prinzipien und Richtziele sowie eine ausführliche Analyse der in der Praxis aufgetretenen Probleme wie Politisierung, Leistungskurssysteme und die Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gesamtschule, Chancengleichheit, soziale Integration, Bildungsgerechtigkeit und Schulentwicklung charakterisieren.

Welche Rolle spielt der sogenannte "Creaming-Effekt" bei der Bewertung der Gesamtschule?

Der Autor führt aus, dass Gymnasien durch den Creaming-Effekt die leistungsstärksten Schüler "abschöpfen", was die Arbeit der Gesamtschulen erschwert und ihre Position als "Schule für alle" im Vergleich zum gegliederten Schulsystem untergräbt.

Wie bewertet die Arbeit den Erfolg der Gesamtschule im Fazit?

Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass die Gesamtschule zwar das bestehende System nicht vollständig ablösen konnte, aber dennoch einen Erfolg verbuchen kann: Sie hat die Anzahl der Arbeiterkinder, die höhere Bildungsabschlüsse erzielen, signifikant erhöht.

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Details

Title
Wird die Gesamtschule ihrem Anspruch "eine Schule für alle" gerecht?
College
University of Hagen  (Erziehungswissenschaften)
Grade
bestanden
Author
Angelika Buske (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V21110
ISBN (eBook)
9783638248044
Language
German
Tags
Wird Gesamtschule Anspruch Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angelika Buske (Author), 2003, Wird die Gesamtschule ihrem Anspruch "eine Schule für alle" gerecht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21110
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