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Chinas interne und externe Entwicklungspolitik

Auf der Suche nach einem „chinesischen Entwicklungsparadigma“

Título: Chinas interne und externe Entwicklungspolitik

Trabajo , 2012 , 33 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Bertram Lang (Autor)

Política - Tema: Política de desarrollo
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Der Aufstieg der Volksrepublik China zu einem immer einflussreicheren Akteur in Afrika fand in den letzten Jahren viel Beachtung in Politik, Medien und Wissenschaft. Nicht umsonst: Schließlich hat Beijing die Afrikapolitik im beginnenden 21. Jahrhundert öffentlichkeitswirksam zu einem der Schwerpunkte seiner Außenpolitik gemacht, wie die zahlreichen hochrangigen Treffen und die intensive Reisediplomatie chinesischer Politiker in Sub-Sahara-Afrika unterstreichen.

Gleichzeitig darf bei der oft dramatisch aufgeladenen Diskussion über China als aufsteigenden Geberstaat nicht vergessen werden, dass das Land selbst noch vor kurzer Zeit zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt zählte und auch heute noch mit zahlreichen grundlegenden Entwicklungsproblemen konfrontiert ist. Auch wenn die weitverbreitete Selbstdarstellung Chinas als „größtes Entwicklungsland der Welt“ in erster Linie politischen Zwecken dienen mag, so besteht kein Zweifel, dass die ‚Entwicklungspolitik im eigenen Land‘ noch über Jahrzehnte hinweg eine wichtige Rolle für die Volksrepublik spielen wird.

Um auch angesichts der intransparenten Entscheidungsstrukturen innerhalb der chinesischen Führung eingehendere Erkenntnisse über die Prinzipien chinesischer Entwicklungspolitik im 21. Jahrhundert zu gewinnen, kann daher ein Vergleich zwischen der 'internen Entwicklungsstrategie' mit Blick auf die wirtschaftlich noch weit weniger entwickelten Westregionen Chinas und der 'externen Strategie' hinsichtlich der chinesisch-afrikanischen Zusammenarbeit sehr aufschlussreich sein.

Nach einem kurzen Abriss der historischen Entwicklung beider Strategien werden in dieser Arbeit die beiden aktuellen Strategien einem systematischen Vergleich anhand ihrer Motive und Zielsetzungen, zentraler Instrumente und Methoden, der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie ihrer jeweiligen Konsequenzen und Probleme unterzogen, wobei die teilweise erstaunlichen Gemeinsamkeiten ebenso wie die grundlegenden Unterschiede zwischen der internen und externen Entwicklungspolitik Chinas herausgearbeitet werden. Von dieser vergleichenden Analyse ausgehend wird abschließend die Hypothese diskutiert, ob beiden Strategien ein gemeinsames „chinesisches Entwicklungsparadigma“ zugrunde liegt, das es erlaubt, von einem neuen „Beijing Consensus“ (Ramo 2004) als Gegenmodell zum westlichen Entwicklungsparadigma zu sprechen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Chinas Engagement in Afrika – Die schwierige Suche nach einer realistischen Einschätzung

1.1 Überblick über die Entwicklung der chinesischen Zusammenarbeit mit Afrika

1.2 Die chinesische Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika: Wahrnehmungen und Realitäten

2 Chinas westliche Provinzen – Aussicht auf nachholende Entwicklung?

2.1 Ausgangssituation und wirtschaftliche Entwicklung Chinas seit 1978

2.2 Wachsende regionale Ungleichheiten als Kehrseite der chinesischen Entwicklung

3 Vergleich der internen und externen Entwicklungspolitik Chinas

3.1 Die wesentlichen Motive und Zielsetzungen der ‚Going-out-Strategy‘ und der ‚Western Development Strategy‘ im Vergleich

3.2 Methoden und Instrumente der Entwicklungspolitik

3.2.1 Infrastrukturprojekte als strategisches Kernelement

3.2.2 Förderung von Investitionen und wirtschaftlichem Austausch

3.2.3 Die sicherheitspolitische Komponente der Entwicklungsstrategien

3.3 Vergleich der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

3.3.1 Die Möglichkeiten der politischen Einflussnahme durch die Zentralregierung

3.3.2 Politische und wirtschaftliche Konkurrenz zu anderen Gebern und Investoren

3.4 Konsequenzen und Probleme der chinesischen Entwicklungspolitik im Vergleich

4 Unterschiedlicher Kontext – gleiches Entwicklungsparadigma?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das chinesische Modell der internen Entwicklung (Western Development Strategy) und das externe Engagement in Afrika (Going-Out-Strategy) auf einem einheitlichen „chinesischen Entwicklungsparadigma“ basieren, indem sie Motive, Instrumente und Konsequenzen beider Strategien vergleicht.

  • Analyse der chinesischen Innen- und Außenpolitik im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit
  • Vergleich der Motive und Strategien: Going-Out-Strategy vs. Western Development Strategy
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und politischen Instrumente (Infrastruktur, Investitionen, Sicherheitspolitik)
  • Bewertung der Auswirkungen und Probleme in den Zielregionen
  • Diskussion über die Existenz eines "chinesischen Entwicklungsparadigmas"

Auszug aus dem Buch

3.2 Methoden und Instrumente der Entwicklungspolitik

Nachdem die weitreichenden Überschneidungen zwischen den wirtschaftspolitischen Motivationen der internen und externen Entwicklungsstrategie Chinas im vergangenen Jahrzehnt aufgezeigt wurden, sollen nun Methoden und Instrumente genauer untersucht und verglichen werden. Wichtig ist dabei zunächst, welche Maßnahmen aus Sicht Beijings am besten zur Entwicklung der jeweiligen Zielregion beitragen können. Stellvertretend für die chinesische Sichtweise auf die afrikanischen Entwicklungsprobleme kann hier folgende Analyse der Afrikanistin He Wenping gelten:

„However, owing to long-lasting colonialist plunder and local conflicts, the [African] continent remains economically backward, lacking capital, technology and expertise [...] Obtaining investment to start businesses and industries is pivotal to Africa’s industrialization and revival, as well as increasing employment, hastening technical know-how transfer to the continent, and facilitating the training of its own professionals“ (He 2008: 146; 153).

Die Identifizierung von fehlendem Kapital, Technologie und Expertise (,Humankapital‘) sowie die zentrale Rolle von Investitionen als entscheidendem Motor für wirtschaftliche Entwicklung ähneln auf den ersten Blick dem Washington Consensus propagierten Entwicklungsmodell. Jedoch kommt in der chinesischen Vorstellung dem Staat eine wichtigere Rolle zu als im neoliberalen westlichen Modell der späten 20. Jahrhunderts. Denn die aufholende Entwicklung soll hier nicht in erster Linie durch eine Liberalisierung der Handelsbeziehungen und eine Deregulierung der Wirtschaft erreicht werden, sondern durch staatliche Großinvestitionen angekurbelt und anschließend durch gezielt gelenkte private Investitionen vorangetrieben werden (vgl. Brautigam 2009: 18; Söderberg 2010: 108f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Chinas Engagement in Afrika – Die schwierige Suche nach einer realistischen Einschätzung: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die historischen und aktuellen Beziehungen zwischen China und Afrika und ordnet die Wahrnehmung des chinesischen Engagements in den internationalen Kontext ein.

2 Chinas westliche Provinzen – Aussicht auf nachholende Entwicklung?: Hier wird die interne wirtschaftliche Entwicklung Chinas seit 1978 und die Problematik regionaler Ungleichheiten beleuchtet, die als Ausgangspunkt für die Western Development Strategy dienten.

3 Vergleich der internen und externen Entwicklungspolitik Chinas: Dieses Hauptkapitel analysiert systematisch die Ziele, Methoden und Instrumente der internen und externen Entwicklungsstrategien Chinas und vergleicht deren Rahmenbedingungen sowie Konsequenzen.

4 Unterschiedlicher Kontext – gleiches Entwicklungsparadigma?: Abschließend wird diskutiert, ob trotz der unterschiedlichen regionalen Kontexte ein einheitliches chinesisches Entwicklungsparadigma existiert, das den beiden untersuchten Strategien zugrunde liegt.

Schlüsselwörter

China, Afrika, Entwicklungspolitik, Going-Out-Strategy, Western Development Strategy, Infrastrukturprojekte, Süd-Süd-Kooperation, Wirtschaftsbeziehungen, regionale Ungleichheit, Entwicklungszusammenarbeit, Beijing Consensus, Investitionen, Handelsbeziehungen, Entwicklungsmodell, Sonderwirtschaftszonen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die chinesische Politik im Bereich der internen Entwicklung und des externen Engagements in Afrika, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den jeweiligen Entwicklungsstrategien zu identifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die „Western Development Strategy“ (interne Entwicklung) und die „Going-Out-Strategy“ (Engagement in Afrika) sowie deren wirtschaftliche und politische Instrumente.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die beiden Strategien auf einem kohärenten „chinesischen Entwicklungsparadigma“ basieren, das aus den eigenen Entwicklungserfahrungen seit 1978 abgeleitet wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die die theoretischen Grundlagen und praktischen Instrumente beider Strategien anhand von Fachliteratur und offiziellen Dokumenten gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Motive, der Methoden und Instrumente (wie Infrastrukturprojekte und Investitionen), der politischen Rahmenbedingungen sowie der Konsequenzen beider Entwicklungsstrategien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Entwicklungszusammenarbeit, regionale Ungleichheit, Wirtschaftsbeziehungen und der Vergleich zwischen internen und externen Strategien.

Welche Rolle spielt die „Going-Out-Strategy“ im chinesischen Kontext?

Die „Going-Out-Strategy“ ist das zentrale Instrument für das chinesische Engagement in Afrika, das darauf abzielt, durch wirtschaftliche Zusammenarbeit und Investitionen chinesische Interessen im Ausland zu fördern.

Inwieweit wird das Modell der Sonderwirtschaftszonen auf Afrika übertragen?

Das Modell der Sonderwirtschaftszonen, das in China zur internen wirtschaftlichen Öffnung beitrug, wird im Rahmen der afrikanischen Kooperation als Instrument zur Förderung von Investitionen und zur Auslagerung von Industrien eingesetzt.

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Detalles

Título
Chinas interne und externe Entwicklungspolitik
Subtítulo
Auf der Suche nach einem „chinesischen Entwicklungsparadigma“
Universidad
University of Freiburg  (Arnold-Bergstraesser-Institut)
Curso
Hauptseminar „Entwicklungspolitik im Zeitalter der Globalisierung“
Calificación
1,3
Autor
Bertram Lang (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
33
No. de catálogo
V211215
ISBN (Ebook)
9783656393184
ISBN (Libro)
9783656395126
Idioma
Alemán
Etiqueta
China Entwicklungspolitik Afrika Western Development Strategy Beijing Consensus Tibet Xinjiang Aid Effectiveness
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bertram Lang (Autor), 2012, Chinas interne und externe Entwicklungspolitik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211215
Leer eBook
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